Chaos an der Pinnwand/am schwarzen Brett im Lehrerzimmer

  • Hallo liebe Mitstreiter/innen,
    an der Pinnwand unseres Lehrerzimmers herrscht ein ziemliches Chaos. Jeden Morgen steht man davor und liest einige Dinge z.T. dreimal, andere übersieht man (die wichtigen natürlich...!!)
    Wer hat eine praktikable Idee, dies zu ändern?? Mein Kollegium bedankt sich schon im voraus für eure Hilfe
    Schönes (Fast schon)-Wochenende
    nebi

    • Offizieller Beitrag

    Wie viel Platz habt ihr denn? Wir haben nach Themen geordnete Pinnwände:
    Schüler betreffendes (langfristige Atteste, Schülerlisten mit Schülern, die an Tag X am Ausflug Y teilnehmen, etc), dann eine für den Personalrat, eine allegemeine ("wer hat meine DvD mit "About a boy" gefunden?") , eine für das Abitur und eine für Terminplanung und Klausurenpläne, und schließlich eine mit Nachrichten aus Konferenzen und eine für solche von der Schulleitung. Damit ist eine ganze Wand voll, aber das ist recht übersichtlich... außerdem einen Veranstaltungs- und einen Protokoll- und einen Fortbildungsordner.


    Bei weniger Platz könnte man auch (wie an meiner Abordnungsschule) mit Mitteilungsordnern nach verschiedenen Themen arbeiten, die auf einem Tisch liegen...?

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

    Einmal editiert, zuletzt von Meike. ()

  • Ich finde, es ist ja schon viel getan, wenn alle Sachen, die regelmäßig wechseln und sofort zur Kenntnis genommen werden sollen (v.a. also Vertretungsplan und kurzfristige Termine) an einer Stelle hängen und nicht dort, wo gerade Platz war...

  • Wir haben neben der großen Pinwand noch so eine abwaschbare Tafel (wie heißt das noch gleich?), also eine Tafel, die nicht mit Kreide, sondern mit Stiften beschrieben wird (nee, watt peinlich...). Jedenfalls wird auf dem Ding alles notiert, was unmittelbar wichtig ist:
    Welche Noten wann eingetragen sein müssen, welcher Kollege Geburtstag hat, verlorene oder gefundene Gegenstände etc.
    Man kann ja auch Sachen wie: "Fachschaft xy, bitte auf die Fachschafts-Pinwand gucken" da drauf schreiben. Ist recht praktisch. Die Tafel steht unter der Herrschaft des stellvert. Schulleiters, der also allmorgentlich überprüft, was stehen bleiben muss und was ausgewischt werden kann und der Neues darauf einträgt.


    Gruß, Juliet

    Traue jemandem etwas zu und er wird sich darum bemühen, diesem Vertrauen zu entsprechen. (Don Bosco)

  • Aktuelle Sachen hängen bei uns leich neben der Tür. Aktuelle Termine bekommen auch noch einen roten Pfeil angepinnt.


    Der Rest ist mit großen oben hängenden Überschriften nach Themen geordnet; da weiß ich gleich, wo ich nie hinschaue ;)


    Bablin

    Wer hohe Türme bauen will,
    muss lange beim Fundament verweilen.
    Anton Bruckner

  • Diese Tafeln mit STiften heissen "White board" :D
    Wir sind einfach eine sehr kleine Schule, und alles aktuelle wird ans magnetische Whiteboard geschrieben (bei Fragen ja/nein heftete jeder Lehrer seinen Magneten in die entsprechende Spalte).
    Ansonsten würde ich auch ganz klare "Zonen" schaffen, entsprechendes wird dann (mit deutlich zu lesendem Datum) in die entsprechende Zone geheftet.
    LG Schmeili

  • Dinge, die noch gleichen Morgen wahrgenommen werden müssen, sollten natürlich an extrem prominenter Stelle hängen. Protokolle, Termine etc. würde ich ins Internet stellen. Schlag doch deiner SL mal einen Blog vor ...
    Vielleicht kriegt man auf diesem Wege auch mehr Kolleginnen und Kollegen dazu, sich mit Medien auseinander zu setzen und Potenziale für den eigenen Unterricht zu erkennen.
    VG
    snoopy64

  • Danke euch allen für eure Tipps. Sind gerade mächtig am "Umsortieren", die ein oder andere Meckerei aus dem Kollegium wird vermutlich nicht ausbleiben, es allen recht zu machen, wird aber wohl auch kaum möglich sein. Aber schon eine klare Übersicht mit entsprechenden Zonen bzw. "Überschriften" wir sicherlich hilfreich sein.
    Der Tipp mit dem White-Board ist zwar prima, lässt sich bei uns aber aus Platzgründen wohl nicht verwirklichen. Die Sache mit dem Pfeil (vermutlich in quietsch-pink :D ) übernehmen wir sicherlich.
    @ snoopy64 : sorry, aber ich denke, wir verbringen genug Zeit am PC , da brauch ich zumindest nicht auch noch ´nen Blog!
    LG an euch alle
    nebi

  • sorry nebi, aber deine Antwort zeigt leider deutlich, dass du dich (wie so viele andere unserer Zunft) noch nicht wirklich mit den Potenzialen der neuen Medien auseinander gesetzt hast.
    snoopy64

  • Pinnwände sind aus meiner Sicht aus mehreren Gründen problematisch. Sie sollen - wenn ich das richtig sehe - der Vermittlung und Weitergabe von Informationen dienen. Diesem Zweck werden sie nur gerecht, wenn sie...


    1. ...gepflegt werden. Damit meine ich, dass jemand entscheidet, wie lange irgendeine Info an der Pinnwand hängen bleibt und dann auch dafür sorgt, dass sie zum fraglichen Zeitpunkt verschwindet oder an anderem Ort abgelegt wird.
    2. ...strukturiert sind, nach Themen geordnet, die voneinander deutlich abgegrenzt werden.
    3. ...von den Kolleginnen und Kollegen als Form der Informationsvermittlung angenommen werden.


    Für tagesaktuelle Infos sind Pinnwände in der Regel nicht geeignet - bei uns gibt's dafür 'ne Tafel, gleich rechts vom Eingang des LZ, da muss man draufgucken, geht gar nicht anders.


    Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt mal auf die Pinnwand geguckt hab'. (Asche auf mein Haupt, aber es hat mir nicht sehr geschadet)


    Die wirklich wichtigen Infos finde ich in meinem Fach, und darum kümmere ich mich auch.
    Noch besser fände ich es, wenn sich die Kollegen und Kolleginnen so langsam dran gewöhnen könnten, Informationen aus ihren Email-Fachern entgegenzunehmen.


    Edit:
    Ganz besonders schick wäre es natürlich, wenn sich Lehrkräfte auf eine gemeinsame virtuelle Informationsplattform kaprizierten. Tun sie aber in der Regel nicht.

  • @ snoopy : du schreibst :...deine Antwort zeigt leider deutlich, dass du dich (wie so viele andere unserer Zunft) noch nicht wirklich mit den Potenzialen der neuen Medien auseinander gesetzt hast.


    Tja mein Lieber, nach mehr als 30 Jahren Schuldienst bin ich eigentlich recht zufrieden, wie ich mit den "Potenzialen der neuen Medien" umgehe, aber ich habe auch schon Grenzen festgestellt, die ihr Jungen (habe ich dich in die richtige Alters-Schublade eingeordnet ??) wahrscheinlich erst erfahren müsst.
    Das klingt jetzt vielleicht etwas bissig, aber glaube mir, es gibt auch noch ein Leben neben der Schule und wer nicht gänzlich im "burn-out" landen will, sollte sich da ruhig - lieber früher als später -mal ein paar Gedanken machen.
    Nimm´s nicht krumm
    schönen Abend
    nebi


    ;)

  • Zitat

    nebi schrieb am 08.11.2006 18:10:
    Tja mein Lieber, nach mehr als 30 Jahren Schuldienst bin ich eigentlich recht zufrieden, wie ich mit den "Potenzialen der neuen Medien" umgehe, aber ich habe auch schon Grenzen festgestellt, die ihr Jungen (habe ich dich in die richtige Alters-Schublade eingeordnet ??) wahrscheinlich erst erfahren müsst.



    Hm, ohne auf die ad-personam-Teile eingehen zu wollen: Welche Grenzen im Hinblick auf Informationsübermittlung sind denn bei snoopys Vorschlag festzustellen?


    Ein blog ist eine Software, in der Handhabung WORD u. ä. vergleichbar, die Inhalte nach Datum und Rubriken geordnet ins Internet stellt. Also quasi ein Traum von einer Pinnwand. Das ganz Wichtige könnte sogar rot geschrieben sein und auffällig blinken.


    Wieso solche Hilfsmittel das burn out befördern sollen und kein Leben mehr neben der Schule ermöglichen, ist mir aus deinen Ausführungen noch nicht recht klar geworden.


    Ich würde sogar eher meinen: effizient eingesetzt, sparen sie Arbeitszeit.

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