Schüler sind doch keine Gewichtheber!

  • Als Mutter und Lehrerin bin ich immer wieder darüber entsetzt, wie schwer die Schultaschen der kids sind. Selbst dann, wenn nur das für den jeweiligen Tag benötigte Material nach Plan eingepackt wird und die Mappen regelmäßig entleert werden kommen bei 6 Einzelstunden etliche Kilos auf dem Rücken zusammen - weit oberhalb jeglicher orthopädischer Empfehlung! Da in den meisten Schulen keine sichere Möglichkeit (abschließbares Eigentumsfach) vorhanden ist, bleibt zum Zwecke der Gewichtsreduktion nur die Möglichkeit, dass sich zwei Schüler ein Buch teilen. Das führt wiederum zu Schwierigkeiten für Schüler und Unmut der Lehrer, wenn der Sitznachbar fehlt, die Sitzordnung verändert wird usw. Ohne Material arbeitet es sich eben schlecht. Aber mit kaputtem Rücken sieht die Zukunft der Kleinen auch nicht super aus. Ich habe den Eindruck, dass vielen Kollegen dieses Problem nicht bewusst ist. Wie geht ihr mit dieser Sache um?

    Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (A.Schopenhauer)

    • Offizieller Beitrag

    allegra


    Da wir als Lehrer mitunter dasselbe Problem haben, weil wir auch alles Material plus sonstigen Kram mit uns rumschleppen dürfen, habe ich für mich entschieden, keine Umhängetasche oder Rucksack o.ä. zu verwenden.
    Wer sagt denn, dass man immer einen Ranzen oder Rucksack nehmen muss?


    Es gibt durchaus modische Trolleys oder mittlerweile auch "starre" Rucksäcke mit Teleskopgriff und Rollen, die sich problemlos rollen lassen und dann nur kurze Wege (Treppen, Bus) angehoben bzw. getragen werden müssen. Das ist enorm rückenschonend, weil die Dinger je nach Qualität wie von selbst rollen.


    In anderen Worten:
    Dieses Problem kann man vermeiden, wenn man sich von den herkömmlichen Methoden des "Unterrichtsmaterialtransports" verabschiedet.


    Als Lehrerin ist Dir ferner sicherlich bewusst, wie unendlich schwieriger es wird, wenn man ggf. noch bei der Unterrichtsplanung berücksichtigen muss, wie schwer das facheigene Buch ist, welche Bücher die Schüler sonst noch mitschleppen müssen etc.


    Das kann man nicht auch noch berücksichtigen. Letztlich kommen die Schüler dann an und weigern sich, das Workbook mitzubringen, weil die Tasche ja ohnehin schon soooo schwer ist.


    Wenn man das Problem nur innerhalb der Schule sieht, und Schule wie Lehrer in der Verantwortung sieht, müssen wir Lehrer letztlich auch noch dafür Verantwortung übernehmen.


    Wie gesagt, das Problem kann man pragmatisch lösen, ohne dass der Unterrichtsablauf irgendwie beeinträchtigt wird.


    Gruß
    Bolzbold

  • Hi, Allegra,


    auch mir haben die Schülerinnen und Schüler immer Leid getan mit ihrer Bücherbürde. Ich habe immer darauf geachtet, was stundenplanmäßig die Schüler/innen mitzubringen hatten und bei vielen Fächern mit Büchern habe ich auch mal umgestellt, damit mein Buch an dem Tag nicht mitgebracht werden musste. Allerdings war das eher selten der Fall, denn ich habe - wenn es möglich war - mir einen halben Klassensatz Bücher in der Schule zusätzlich reserviert. Da ich selten mit den Büchern (zumindest in Deutsch) gearbeitet habe, ging das ganz gut. Wenn wir die Bücher brauchten, dann habe ich die Bücher aus der Schule zu zweit verteilt und nach der Stunde wieder eingesammelt. Für die Hausaufgaben hatten die Schüler ja ihr Buch zu Hause. Ich habe lieber mit Kopien gearbeitet, weil ich der Meinung bin, dass Schülerinnen und Schüler unterstreichen, anstreichen und kommentieren sollten. In den Büchern klappt das selten ohne Spuren zu hinterlassen. Außerdem waren so die Materialien aktueller (z. B. bei Erörterungen o. ä.), da Lehrbücher immer sehr schnell veralten. So gab es dann einen Schnellhefter für die Kopien, der immer die Unterlagen enthielt, die wir für die Reihe benötigten. War die Reihe zuende, dann hatten die Schüler/innen die Materialien in einen Ordner umzuheften. So lernten sie ganz nebenbei noch das Archivieren und waren mir in der Regel in der Oberstufe für meinen Arbeitsansatz in der Sek I dankbar.


    Lieselümpchen

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich! (Afrikanisches Sprichwort)
    :)

  • Hallo Bolzi,


    ein Trolley ist leider nicht so praktisch, wenn man mit einem vollen Schulbus oder mit dem Fahrrad fahren muss (und die, die man zugleich als Rucksack tragen kann, sind oft nicht sehr stabil). Ich hatte dieses Problem als Schülerin auch und löste es, indem ich in einzelnen Fächern ein Zweitbuch in der Schule hatte. Diese Lösung ist allerdings auch nicht immer möglich (z.B. wo legt man die Bücher ab?) und Büchergeld mussten wir damals keins zahlen.

  • Trolleys klingen vernünftig, werden von den Schülern aber meiner Erfahrung nach als uncool abgelehnt. Ein Orthopäde klärte mich zusätzlich darüber auf, dass das Ziehen dieser Trolleys gerade für die Kleineren das Problem nur verschlimmere, da der Rücken nicht mehr gleichmäßig belastet werde. Hatte ich mir vorher auch nicht so vorgestellt. Das Arbeiten mit Kopien statt mit schweren Lehrbüchern (teilweise Mehrjahresbände - Naturwissenschaften, Religion...) klappt solange, wie man als Lehrer in ausreichendem Maß kopieren darf. Sonst wirds irgendwann teuer. Seufz.

    Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (A.Schopenhauer)

  • An meiner Schule gibts mittlerweile Schließfächer, die recht rege genutzt werden (allerdings führt das dazu, dass Hausaufgaben mitunter nicht gemacht werden, weil das Buch im Schließfach verblieben ist...).


    Ansonsten favorisiere ich die 2-Schüler-1-Buch-Variante, deren Nachteile sich relativ in Grenzen halten: 8 von 10 Mal klappt das eigentlich.

    • Offizieller Beitrag

    Also was die "Coolness" angeht, ist das leider ein Problem der Schüler.
    Wir Lehrer übernehmen ja auch keine Verantwortung für die Nierenbeckenentzündungen zahlreicher Schülerinnen, die im Winter bauchfrei zur Schule kommen.


    Was die Belastung angeht, so kann man auch einen Trolley so hinter sich her ziehen, dass nicht immer dieselbe Schulter belastet wird. In vielen Fällen tragen die Schüler ihre Rucksäcke auch nicht mit beiden Trageriemen sondern der Coolness halber mit einem.


    Wir haben an unserer Schule auch "Booksharing" - mit den erwähnten Problemen - sowie die Beschwerden über das Gewicht der Bücher.


    Ich fürchte, dieses Problem ist langfristig nicht so zu lösen, dass keiner die A****-Karte zieht.
    Kopien dürfen wir irgendwann selbst zahlen - und die Schüler beschweren sich bei uns über 8 Euro Kopiergeld, das sie pauschal im Jahr zahlen sollen (das kriege ich alleine in meinen Oberstufenkursen in einem Fach zusammen...).
    Der Studenplanmacher kann auch nicht noch den Faktor des Gewichts der Bücher einfügen, weil dann die Stundenplanung noch komplexer wird.


    Dann ist da zumindest an meiner Schule noch die Unsitte des "Ordners für alle Fächer".


    Wenn ich statt einem leichten DinA4-Heft pro Fach immer den dicken Leitz-Ordner mitbringe, in dem für alle Fächer alles drin ist, dann hat der Rucksack schon einmal ein Grundgewicht, das sicherlich nicht zu verachten ist. Kommen dann die Bücher noch dazu, wird es orthopädisch sicherlich nicht mehr zu verantworten.


    Häusliche Organisation und Ergonomie in Zusammenarbeit und Absprache mit den Lehrern könnte hier helfen.


    Gruß
    Bolzbold

  • Vielleicht setzt sich die Verwendung von USB- Sticks im alltäglichen Unterricht mit der Zeit durch =)!

    Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (A.Schopenhauer)

  • Die Verwendung von USB-Sticks wird derzeit unter dem Konzept der
    "Digitalen Schultasche"
    diskutiert.


    Vorteil: Man benötigt keine Serververnetzung mehr, die Programme sind auf dem Stick, genauso wie die Daten. Nur der Internetzugang muss funktionieren. Virengefahr >>für die Schule<< tendiert gegen 0, weil die dort benötigten Rechner nur noch als "Wirt" agieren. Sie besitzen keine Festplatte mehr. Die Schüler können sich über den USB-Stick selbstverständlich dasselbe Viehzeugs einfangen wie zu Hause.


    Auf einem 4 GB-Stick kann man ein komplettes Betriebssystem, sowie alle benötigten Daten und Programme unterbringen.


    Die Bücher wird man in Zukunft jedoch trotzdem benötigen - denn wie sollen die Aufgaben und Informationen transportiert werden?


    Kleiner Wermutstropfen: Wo stellt man die Rechner für 30 Schüler pro Klasse ab? Wer zahlt Anschaffung, Strom und Wartung für 800 Rechner einer Schule?

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Hi,


    Bücher haben wohl immer Vor- und Nachteile. Obwohl, solch ein Trolley-Dings hätte ich damals wohl auch nicht mit in die Schule nehmen wollen (und dann noch bis in den fünften Stock schleppen).
    Die meisten britischen Schüler, die ich kenne, müssen sich wirklich nicht über zu volle Taschen beschweren. Obwohl, was da so alles rein muss...Handy, I-Pod, Schulschuhe, Make-up,...da passen wirklich keine Bücher oder Hefte oder Stifte mehr rein.


    Den Vorteil von Büchern seh ich darin, dass man was zum Durcharbeiten hat und Schüler auch zu Hause was machen können. An meinen bisherigen Schulen herrschte allerdings gravierender Büchermangel. Da kamen kaum genug für nen Klassensatz zusammen...geschweige denn welche, die man Schüler mit nach Hause geben würde. :rolleyes: In einer Klasse gab es EIN Buch für die gesamte Gruppe. Man kommt sich vor wie in nem Dritte Welt Land.


    Andererseits bedeutet das aber auch, dass man die Materialien an die Gruppe anpassen kann und muss. So verbringt man dann Stunden damit Unterrichtsmaterial herzustellen, wenn man den keins in den vorgefertigten Büchern finden kann. Wer ein IWB zur Verfügung hat, kann auch dieses wunderbar einsetzen. Denn wer braucht schon ein Buch, wenn man eine dieser wunderbaren interaktiven Bücher an der Tafel nutzen kann? Kopien gehen ebenfalls, oder man nutzt das Schulnetzwerk um Schülern ihr Unterrichtsmaterial zu schicken, bzw. Hausaufgaben zu empfangen.


    Ich denke nicht, dass man 800 Rechner bräuchte. Wozu gibt's denn Laptops? Die lassen sich leichter unterbringen und auch mal herumschleppen. Die Frage ist dann halt wieder, wo bekommt man die Kohle für die ganzen Laptops her?


    Dejana

    • Offizieller Beitrag

    Stichwort Laptops:


    Da wäre dann langfristig wieder die Frage der Ergonomie und der entsprechenden Ausstattung.


    Ich finde es auch anstrengender, Dinge am Rechner zu lesen, da kann ich nicht so blättern wie ich will, einen Finger zwischen die Seiten legen und querlesen etc.
    Natürlich geht das technisch auch mit einem Laptop, aber eben nicht so "unmittelbar" wie wenn ich ein Buch in den Händen halte. Unterstreichen und Randbemerkungen sind auch so eine Sache...


    Während der Examens- und Kolloquiumsvorbereitungen habe ich immer lieber in einem Buch oder entsprechenden Kopien gelesen als auf dem "Schirm".


    Gruß
    Bolzbold

  • Eine ideale, kostengünstigere Lösung als 800 Laptops wäre ein Beamer in jeder Klasse oder ein Smartboard, mit dem Buchseiten an der Wand angezeigt werden können.


    Aber DIE Lösung ist es auch nicht, denn wie Bolzbold schon sagt, Papierseiten kann man besser lesen als Bildschirmseiten. Jeder hat sein eigenes Lesetempo und man kann bei einem Beamer-Buch nichts für sich selbst anstreichen oder markieren (darf man aber bei ausgeliehenen Schulbüchern eh auch nicht).

  • Zitat

    Original von Powerflower
    Eine ideale, kostengünstigere Lösung als 800 Laptops wäre ein Beamer in jeder Klasse oder ein Smartboard, mit dem Buchseiten an der Wand angezeigt werden können.


    Aber DIE Lösung ist es auch nicht, denn wie Bolzbold schon sagt, Papierseiten kann man besser lesen als Bildschirmseiten. Jeder hat sein eigenes Lesetempo und man kann bei einem Beamer-Buch nichts für sich selbst anstreichen oder markieren (darf man aber bei ausgeliehenen Schulbüchern eh auch nicht).


    Na, anstreichen und Randbemerkungen machen geht schon sehr einfach. Die lassen sich auch speichern. Allerdings kann man das nicht individualisiert machen, stimmt schon. Wenn man allerdings die Buchseite auf Folie kopieren und mit nem OHP an die Wand werfen würde, wäre das ja auch so. Ein IWB bzw. ein Smartboard (ach, diese Produktwerbung immer...wo bleibt denn Promethean? *grins*) macht in diesem Fall ja nichts anderes. Es ist halt nur technisierter. Allerdings könnte man die so bearbeitete Datei auch wieder über's Netzwerk an die einzelnen Accounts der Schüler schicken, und ihnen somit ihre eigene markierte Seite geben. Das ließe sich dann z.B. ausdrucken, oder auf nen USB stick übertragen. Hm...


    In den meisten Klassenräumen hier kenne ich das schon, dass zumindest der Lehrer seinen Laptop an den Beamer angeschlossen hat, wenn es in dem Raum kein IWB gibt. Das ist aber eben auch nicht überall der Fall. Meine letzte Schule wartet derzeit auf den kompletten Neubau und investiert daher nicht mehr in Bücher oder Wartung oder Technik (ja...geil..dann gibt's in 5 Jahren ne neue Schule, egal, dass die Schüler momentan in ner runtergekommenen Hütte ohne Materialien hausen).


    Wenn ihr euch mal ne Schule ansehen wollt, die ganz auf dem Techniktripp ist, schaut mal hier: http://news.bbc.co.uk/1/hi/programmes/breakfast/6315991.stm
    http://www.bcps.org.uk/index2.htm


    Dejana

  • Zitat

    Original von Dejana
    Na, anstreichen und Randbemerkungen machen geht schon sehr einfach. Die lassen sich auch speichern.


    Ich habe auch nichts Gegenteiliges gesagt, denn das ist mir bekannt. Ich habe mich ausschließlich auf das individsualisierte Anstreichen, wie du es schön nennst, bezogen.


    Mir fällt eine Lösung ein: Echte Schulbücher in der Schule, dieselben Bücher in digitaler Form zuhause. :D Denn fast jeder Schüler hat zuhause einen Rechner bzw. sollten einen haben. Doch es wird so oder so immer Nachteile geben. Nur das Packesel-Problem wäre damit halbwegs gelöst. ;)

  • Bei uns ist das so gelöst, dass die Kinder ihre Bücher in den Nebenfächern in der Schule lassen und nur vor Klassenarbeiten mit nach Hause nehmen- wie oft gibt es schon in Reli Hausaufgaben im Buch?
    Für Mathe, Englisch und Deutsch siehts natürlich anders aus, da wird weiter geschleppt.
    Ich gebe z.B. auch nie Hausaufgaben im Biobuch auf, sondern prinzipiell Arbeitsblätter aus.
    Wäre auch insgesamt mein Vorschlag:
    Mit dem Buch v.a. in der Schule arbeiten, für zu Hause Blätter. Hält dann ja auch die Kopierkosten auf halbwegs normalem Wert, weil dann ja für die Stunden nicht kopiert werden muss.

  • Zitat

    In den meisten Klassenräumen hier kenne ich das schon, dass zumindest der Lehrer seinen Laptop an den Beamer angeschlossen hat, wenn es in dem Raum kein IWB gibt.


    DA WILL ICH AUCH ARBEITEN !
    In jedem Klassenraum zumindest ein Beamer, in vielen ein Interactive Whiteboard. Dazu bekommt jeder Lehrer einen Laptop zur Vefügung gestellt...


    Ist das jetzt nur geträumt oder wirklich so ?


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Zitat

    Original von Mikael


    DA WILL ICH AUCH ARBEITEN !


    Ich nicht. Ich schreibe _deutlich_ lieber auf einer Tafel als auf einem WB oder IWB. Ein Stück Kreide ist einfach durch nichts zu ersetzen... und ja, ich kenne Vor- und Nachteile (hab selber 14 Stunden Informatik...).

  • OFF TOPIC:


    Mikael, ich habe erst vor einigen Wochen eine Schule besichtigt, in der jedes Klassenzimmer ein Smartboard hat, danaben hing noch eine Metalltafel, auf der man mit Plakatstiften schreiben konnte. Ich kann nicht sagen, wie es ist, an so einer Schule zu unterrichten, aber ein Lehrer, der uns das Smartboard vorführte, sagte, dass man bei Stromausfall alt aussieht und dass an der Schule kein Techniker anwesend se, jedenfalls nicht durchgängig. Ansonsten gibt es auch Nachteile, z.B. fehlt in der Geometrie das Hantieren mit Lineal, Geodreick und Zirkel. Im Referendariat habe ich gern mit Wortkarten gearbeitet und die Schüler an die Tafel gelassen. Wie weit es beim Smartboard einen adäquaten Ersatz gibt, kann ich nicht beurteilen.

  • Hallo Powerflower !


    Obwohl unser Schulgebäude neugebaut wurde, gab's natürlich keine Interactive Whiteboards. So eine Anschaffung hängt wohl mehr von der Finanzkraft des Schulträgers ab als von didaktisch-methodischen Überlegeungen.
    Nachteile sehe ich eigentlich keine bei den IWBs, warum sollten die Schüler nicht auch trotzdem per Hand zeichnen sollen ? Ein IWB ist doch vielmehr eine methodische Ergänzung.
    Wir haben normale Whiteboards (non-interactive) bekommen, die ich besser finde als die normalen Tafeln, da sich auf den Tafeln keine Kreide-Staubschicht mehr bildet. Nur die Spezialstifte sind andauernd leer...
    Zu den Laptops: Wir haben glaube ich zwei Stück an der Schule, die aber für "normale" Lehrer i.d.R. nicht verfügbar sind (von wegen "wichtige Daten" drauf und so weiter). Für einen Schülerwettbewerb (in den man als begleitende Lehrkraft natürlich extra (Frei-)Zeit investiert) durfte ich daher meinen eigenen Laptop mitnehmen. Das steigert natürlich ungeheuer die Motivation so etwas zukünftig zu tun, insbesondere wenn man an die Risiken denkt (Verlust, Beschädigung).


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

    Einmal editiert, zuletzt von Mikael ()

  • Zitat

    Original von Mikael
    DA WILL ICH AUCH ARBEITEN !
    In jedem Klassenraum zumindest ein Beamer, in vielen ein Interactive Whiteboard. Dazu bekommt jeder Lehrer einen Laptop zur Vefügung gestellt...


    Ist das jetzt nur geträumt oder wirklich so ?


    Das ist wirklich so. An den meisten Schulen zumindest. Mein Freund hat gerade seinen Laptop wieder abgegeben, da er die Schule gewechselt hat. Seine neue Klasse hat allerdings auch ein IWB. Ob er wieder nen Laptop bekommt oder einen normalen Compi in der Klasse hat, weiss er aber noch nicht. Meine letzte Praktikumsschule hatte auch in jeder Klasse ein IWB, mit Laptop...und eben noch einen Computerraum mit 20 Computern. Alle mit Internetanschluss, Computerraum und IWBs. Für ne Schule mit nur 90 Schülern, gar nicht schlecht.


    An Sekundarschulen mag es etwas anders aussehen. Die haben aber auch mehr Schüler und Lehrer und überhaupt. An meiner letzten Schulen waren die nicht so toll ausgestattet (aber, wie gesagt...die sitzen noch die nächsten 5 Jahre aus bis zum neuen Schulgebäude), in meiner Sek. davor hatten die aber alle die nötige Ausstattung.


    Tafeln mit Kreide hab ich seit Deutschland nicht mehr gesehen. Ist ja witzig, dass man die dort immernoch benutzt. Normalerweise hat man ein WB, oder eben ein IWB (Smartboard ist ein Markenname), besser ist wohl beides zu haben. Das Problem, dass die Stifte dann leer sind, hat mein bei nem IWB z.B. nicht. :D


    Das mit den Technikern ist halt so ne Sache. An Sekundarschulen hat man die wiederrum. Mein Freund koordiniert IT an seiner neuen Schule; bei nur 70 Schülern und drei Lehrern können die sich eben keine Techniker leisten.

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