Lehramtstudium mit 29 Jahren???HILFE

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Diese Meldung zeigen wir zusätzlich zur Meldung für registrierte User, da wir auch Gästen diese Information zukommen lassen wollen. Aufgrund der bald in Kraft tretenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) haben wir unsere Nutzungsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung angepasst.
    Außerdem haben wir einige Anpassungen an der Software vorgenommen (bspw. die Gravatare deaktiviert und die Verschlüsselung erzwungen).
    Das Mindestalter für die Nutzung des Forums liegt jetzt bei 16 Jahren (sonst hätten wir von den Eltern noch Genehmigungen einholen müssen).
    Bitte lies dir die neuen Nutzungsbedingungen und die neue Datenschutzerklärung sorgfältig durch.
    Selbstverständlich hast du auch die Möglichkeit deine personenbezogenen Daten und deinen Account löschen zu lassen. Schreibe dazu bitte eine E-Mail von der in deinem Benutzerkonto hinterlegten E-Mail-Adresse an webmaster@lehrerforen.de

    • Lehramtstudium mit 29 Jahren???HILFE

      Hallo an alle angehenden Lehrer!

      Ich bin derzeit 28 Jahre alt - von Beruf Polizeibeamter - und beabsichtige zum kommenden SS 2008 ein Lehramtsstudium aufzunehmen - Sport/Reli Sek.I, Eignungsprüfung für Sport habe ich schon erfolgreich bestanden.

      Gibt es jm. unter Euch der auch mit dem"hohen" Alter von 29 Jahren angefangen hat zu studieren - ich habe vor, zunächst meinen Jahresurlaub abzufeiern, und dann nach einer eventuellen Kündigung zu studieren...

      Klingt hart, is auch so - ich kann mich nur nicht so recht entscheiden, da ich das hohe Alter bei Abschluss des Studiums vor Augen habe - so ca. 33-34 Jahre, dann noch 2 Jahre Referendariat...da tue ich mich im Moment etwas schwer...

      Gibt es jm. da draussen, der etwas aus eigener Erfahrung dazu berichten kann - oder kennt jm. von Euch eine Person, die in diesem "Seniorenalter" angefangen hat zu studieren...

      Ich habe mit Anfang 20 2 Semester lang Lehramt studiert, doch bin dann zur Polizei gewechselt...

      Also, haut rein in die Tasten und helft mir!!! ;)

      P.S. Bitte keine Fragen, warum ich den Polizeiberuf an den Nagel hängen will...danke
    • Hallo,
      wenn du selbst damit kein größeres Problem hast- bei mir saßen in manchen Seminaren deutlich ältere Studenten drin.
      Das Highlight war eine 80jährige, die ihr vor 50 Jahren angefangenes Studium beenden wollte- sie hat es auch geschafft. :)
      Allerdings geht die Fächerkombi wohl wenn überhaupt, nur in manchen Bundesländern.
      Und was das Ref angeht, unser Ältester hat im Ref seinen 42ten gefeiert. Er war zwar nicht mehr so ganz schülernah (wobei ich glaube, dass das sehr an der Persönlichkeit liegt), dafür hatte er bereits jede Menge Lebenserfahrung und nahm manches im Ref gelassener als wir Jungspunde.
      Wenn du wirklich willst- dann packs an!
      Liebe Grüße
      Hermine
      "Ein Mann, der noch keinen Fehler begangen hat, hat noch nie etwas getan."
      Sir Robert Baden-Powell, Earl of Gilwell

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hermine ()

    • Hallo vangough,
      könnterst du dich evtl. ohne Bezüge beurlauben lassen für die Zeit des Studiums, damit du ganz eventuell wieder zurückkommen könntest, falls du dann keine Lehrerstelle bekommen würdest? Denn Beamter bist du ja wohl schon.
      Und vorher solltest du sehr gut ergründen, wo es einigermaßen gute Aussichten gibt, genommen zu werden. Sowohl was die Schulart angeht als auch die Fächer. Und auch die Bundesländer sind sehr unterschiedlich in dieser Beziehung ...
      Ich wünsche dir die richtige Entscheidung!
      Gruß venti :)
    • Eine Beurlaubung wäre nicht möglich - doch zurück in meinen alten Job könnte ich jederzeit...da bin ich zum Glcük auf der sicheren Seite...Probleme machen mir nur der Finanzverlust, den ich in den Jahren des Studiums hätte...den hätte ich erst nach ca. 15 Jahre wieder drin...
    • In NWR gibt es sehr viele Quer- und Seiteneinsteiger - wie auch immer die im momentan grade heißen. Aber insbesondere in manchen Fächern (Mathe, Technik, aber auch andere Fächer) sind deshalb momentan viele Referendare deutlich über 40 oder auch um die 50. Bei manchen ist dies ein Vorteil, bei anderen ein Nachteil.

      Für dich persönlich könnte möglicherweise problematisch werden, dass du sowohl in der Uni als auch im Ref dann in der Schülersituation bist und teilweise von jüngeren Leuten ausgebildet wirst.

      Was diese Fächerkombination betrifft, würde ich mich auch unbedingt informieren. Es gibt übrigens Kollegen, die zwei Nebenfächer unterrichten und bereuen, dass sie kein Hauptfach haben, da sie angeblich von den Schülern und Eltern weniger ernst genommen werden. Ich kann das aber nicht beurteilen, da ich ganz andere Fächer habe.

      Ich würde dir aber auf jeden Fall zu einem Praktikum an einer Schule raten, bevor du die Entscheidungs triffst.
    • Ein Ref-Kollege an meiner Schule war Seiteneinsteiger und hat kurz nach dem Ende der Prüfungen seinen 45. Geburtstag gefeiert. Wenn man das will, geht es schon! Und seine Noten lassen sich sehen, auch wenn ihm teilweise ein zu konservatives Lehrerbild bescheinigt wurde. Andererseits ist er so super mit den Schülern klar gekommen. Und eine feste Stelle hat er auch direkt bekommen. Kann also super funktionieren, wobei man natürlich bedenken sollte, dass Seiteneinsteiger eher Mangelfächer unterrichten und daher eine genaue Sondierung des Arbeitsmarktes und des Fächerbedarfs bei so einer Entscheidung mit komplettem Studium voraus gehen sollte, damit man das nicht auf sich nimmt und am Ende keine Stelle findet.

      Liebe Grüße,

      Dalyna
    • Ich habe mit 31 mit 2 Kindern angefangen zu studieren, hab´s im Gegensatz zu etlichen Jüngeren in der Regelstudienzeit mit guten Ergebnissen zu Ende gemacht und bin gleich ins Referendariat gegangen.
      Während des Studiums hat es bei mir mit Arbeitsgruppen nicht so dolle geklappt, da die Interessenslagen von den Kommilitonen tw. deutlich unterschiedlich war. Mir hat das Studium großen Spaß gemacht, einfach weil ich die Möglichkeit hatte mich intensiv mit vielen Themen auseinader zu setzen.
      Im Ref war ich oft schülernäher als die jüngeren Kandidaten, weil ich ja bei meinen Kindern auf der Mütterseite einiges mitbekommen habe. Dadurch konnte ich auch zu den meisten Eltern einen guten Kontakt aufbauen. Ich persönlich habe auch keine Probleme gehabt mit jüngeren Mentoren zusammen zu arbeiten, dafür aber eine von ihnen. Diese hat mir mal gesagt, sie könne mir ja keine Ratschläge geben, da ich ja die Ältere sei - war wohl ne besondere Form der Belastungsreduzierung =).
      Alles ist jetzt durch und obwohl es oft sehr stressig war, bin ich froh diesen Weg gegangen zu sein.

      Überdenkenswert finde ich jedoch auch die von Dir angestrebte Fächerkombi.
      Ansonsten ist Dein Alter absolut kein Hinderungsgrund!

      LG
      ninale
      Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    • Bei mir im Seminar sind sehr viele Refis schon jemseits der 40. Das Alter ist überhaupt kein Problem. Natürlich kann es sein, dass es - je nach Bundesland - mit der Verbeamtung knapp wird oder nicht mehr klappt. Bei uns in NRW ist die Höchstaltersgrenze z.B. bei 35 Jahren.

      Was die Fächerkombiation angeht würde ich mir auch nicht allzu viele Gedanken machen. Schließlich musst du anschließend Jahrzehnte lang hinter diesen Fächern stehen und sie unterrichen. Das geht nur gut, wenn sie dir auch Spaß machen. Die Einstellungschancen sind je nach Bundesland auch unterschiedlich. Sport wird z.B. hier in der Gegend für Sek. 1 stark nachgefragt. Wie es mit Reli aussieht, weiß ich nicht.
      Ich kenne mittlerweile auch viele Lehrer, die nur mit Nebenfächern (z.B. Kunst & Sport oder Geschichte & Erdkunde) eine feste Stelle bekommen haben. Auch in meinem Seminar sind viele Refis, die "nur" Nebenfächer machen.
      Lange bevor ich erwachsen wurde, lehrte mich ein Teddy, was Liebe wirklich heisst: nämlich da zu sein, wenn man gebraucht wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Finchen ()

    • Wenn dies wirklich dein Wunsch ist: HAU REIN!!!
      Will sagen: ich habe aufgrund von (mehreren!) Studiengangwechseln auch erst jetzt zum LA gefunden (mit fast genau 27!)...ich habe zwar einen ersten Abschluss, also liegen "nur" ca. noch 2 Jahre Studium vor mir. Meine Befürchtung, in Seminaren zu den älteren Studis zu gehören, hat sich gelegt: ich bin da im guten Mittelfeld, einige sind auch 28, 29, 30 - oder drüber.
      Der Trend zu Ausbildung, Berufsausübung und folgendem Studium scheint sich zu verstärken - gilt meiner Erfahrung nach besonders für´s LA.
      Einzig allein die Fächerkombi fände ich auch zumindest überdenkenswert.
      Keinesfalls jedoch gehörst du mit 29 zum alten Eisen - wie gesagt, wenn du es wirklich willlst, zieh es durch!

      Liebe Grüße & viel Erfolg! :laola:
    • hallo,
      ich rate dir sehr, wenn du es wirklich willst, das lehramtsstudium zu beginnen. das alter ist absolut kein hinderungsgrund - ich habe selbst mit 35 jahren das studium begonnen (und mich gegen eine doktorarbeit entschieden)- allerdings in abgespeckter version, weil ich diverse anerkennungen bekommen habe - und es war und ist mit die beste entscheidung in meinem leben gewesen.
      auch das alter der mitstudierenden war für mich nie ein problem - es gibt bei mir an der uni diverse menschen, die später in ihrem leben mit dem lehramtsstudium begonnen haben; aber auch das zusammenstudieren mit den jüngeren finde ich bereichernd - ich habe mich nie komisch gefühlt und mich auch mit einigen deutlich jüngeren studierenden angefreundet.

      auch in meinem freundes/bekanntenkreis gibt es einige, die sich mitte/ende 30 noch für ein lehramtsstudium entschieden haben und auch später ins berufsleben eingestiegen sind - ohne probleme. ich glaube, bei den lehrer/inneneinstellungen spielen auch andere faktoren eine große rolle: fächerkombination, note, allgemeine situation am arbeitsmarkt ... der direktor an der schule, an der ich ein praktikum für das hauptstudium gemacht habe, zieht sogar leute mit viel erfahrung bzw. doppelstudium bei der einstellung vor, allerdings nur, wenn die note stimmt. ich habe auch den eindruck, dass bei den schuleinstellungen oft die staatsexamensnote sehr bedeutsam ist.

      also: für mich war/ist das studium in jeder hinsicht eine wirkliche bereicherung und ich kann dir nur dazu raten, wenn du es auch wirklich willst.
      gruß afrinzl.
    • noch kurz: ich kann mich auch nur jeanie anschließen: in deinem alter wirst du auch an der uni im guten mittelfeld liegen.
      ich kam mir oft geistig sehr viel jünger vor als viele jüngere mitstudierende, die nie aus ihrem dorf rausgekommen sind, die sofort nach dem abi mit dem lehramtsstudium angefangen haben - und auch lebensnaher, weil ich enfach schon recht viel durchgemacht und erlebt habe (positiv und negativ).

      bezüglich alter und referendariat: ich denke, dass da auch deine persönlichkeit eine große rolle spielt. ich kenne ältere, die das referendariat mit sehr viel mehr gelassenheit angegangen sind, als jüngere, aber auch ältere, die es genauso schlimm fanden, wie es oft berichtet wird.
    • Natürlich ist 29 nicht jung für einen Studienbeginn, jedoch noch akzeptabel. Ich denke ja selbst darüber nach, jetzt nach meinem Diplomstudiengang noch ein LA Studium zu machen. Mein kleiner Vorteil ist, dass ich durch mein Diplom in Theologie schon ein Fach habe und somit nicht mehr ganz neu anfangen muss mit 2 Fächern.