• Hallo zusammen,


    ich habe hier immer wieder von den Lies-Mal-Heften vom Jandorf-Verlag gelesen - kann mir mal jemand erklären, wie er diese Hefte genau im Unterricht einsetzt? Nur für einzelne Kinder zur selbständigen Bearbeitung oder für alle oder..? mir ist das nicht ganz klar und ich habe über die Suchfunktion sdazu auch nichts Konkretes gefunden.


    eignen sich die Hefte auch für höhere Klassen? (also 2.oder 3. Klasse?)


    Freu mich über Antworten.Danke schonmal!


    LG

  • Die Hefte gibt es m.E. von Nr. 1 bis 6 mittlerweile. Musste nochmal nachgucken.
    Bei uns hat jeder Schüler in der entsprechenden Klasse entsprechende Hefte.
    Ente und Frosch in der 1. Klasse
    Hund und Krake in der 2. Klasse


    Ich setze sie zwischendurch im Deutschutnerricht ein, Freiarbeit, Förderunterricht, jeder in seinem Tempo.
    DIe Kinder lieben die Hefte und ich find sie toll! :)

  • Ich habe die Hefte in der 1. Klasse und am Anfang der 2. für einzelne zur Leseförderung eingesetzt.
    Ich kenne nur 1-4. Für Klasse drei sind die ersten vier Hefte zu einfach.
    LG Finni

  • Ich setze die Hefte in Klasse 1/2 ein. Im 2. Schuljahr ist bei vielen Kindern aber schon etwas die Luft raus. Im letzten Durchgang hatte ich die ersten 4 Hefte, das ging bis Mitte 2. Klasse, dann hatten alle das Hundeheft geschafft.
    In den Hfeten arbeiten die Kinder in ihrem eigenen Tempo. Wenn du die Kinder viel eigenständig arbeiten lässt, kannst du die Hefte m.E. sehr gut einsetzen. Schwieriger stelle ich es mir mit Gleichschrittigkeit vor (geht aber vielleicht auch).


    Gruß
    Melo

    Für mich gibt es wichtigeres im Leben als die Schule.


    (Mark Twain)


    Auf dem Weg zur Weltherrschaft! :teufel:

  • Die Lies-mal-Hefte habe ich nur im 1. Schuljahr eingesetzt. Im 2. Schuljahr hätte ich damit keinen Schüler mehr herausfordern können. Ich habe die ersten Hefte zwichen Schulanfang und Herbstferien herausgegeben. Wenn ein Kind fertig war, habe ich das Heft durchgeguckt und das nächste Heft herausgegeben. DIe Aufgaben sind so leicht und selbsterklärend, dass die Kinder damit ganz selbstständig arbeiten können. Man kann sich auch Hefte mit Lösungen bestellen, so dass die Kinder gleich anfangen, Lösungen zu vergleichen und ggf. zu verbssern. Bis zu den Osterferien waren die Kinder dann mit den ersten vier Heften durch. Die Hefte 5 und 6 habe ich nicht mehr bestellt. Meine Kinder freuen sich immer über Neues. Mit 6 Heften der gleichen Art hätte ich ihre "Nerven" überstrapaziert.


    Viele Grüße von
    ohlin

  • Zitat

    Original von ohlin
    Die Lies-mal-Hefte habe ich nur im 1. Schuljahr eingesetzt. Im 2. Schuljahr hätte ich damit keinen Schüler mehr herausfordern können. Ich habe die ersten Hefte zwichen Schulanfang und Herbstferien herausgegeben. Wenn ein Kind fertig war, habe ich das Heft durchgeguckt und das nächste Heft herausgegeben. DIe Aufgaben sind so leicht und selbsterklärend, dass die Kinder damit ganz selbstständig arbeiten können. Man kann sich auch Hefte mit Lösungen bestellen, so dass die Kinder gleich anfangen, Lösungen zu vergleichen und ggf. zu verbssern. Bis zu den Osterferien waren die Kinder dann mit den ersten vier Heften durch. Die Hefte 5 und 6 habe ich nicht mehr bestellt. Meine Kinder freuen sich immer über Neues. Mit 6 Heften der gleichen Art hätte ich ihre "Nerven" überstrapaziert.


    Viele Grüße von
    ohlin


    Boah, da sieht man mal wieder, was es da doch für krasse Unterschiede gibt :D
    Bis zu den Osterferien mit den 4 Heften durch, cool!
    Das würden bei meinem Klientel vielleicht 2 Kinder schaffen. ;)


    Im zweiten Schuljahr sehe ich das Ganze aber auch mehr als Lese(verständnis)training an. Herausfordern kann ich damit aber trotzdem immerhin noch bestimmt knapp ein Drittel der Klasse.

  • Ob das immer an den Kindern und dem jeweiligen Einzugsgebiet liegt? Ich habe bei mir an der Schule auch Kolleginne, die es in der 1. Klasse nicht schaffen, alle Druckschriftbuchstaben mit den Kindern zu üben, weil sie erst nach mehreren Schulwochen damit überhaupt beginnen und dann eine Woche lang einen einzigen Buchstaben völlig isoliert von allen anderen üben. Das sieht mir bei eingien schon sehr waldorf-mäßig aus, wenn die Kindern Buchstaben hüpfen und tanzen sollen. Ich üben mit den Kindern gern zackig hinterher einander weg alle Buchstaben. Dann ahben alle Kinder die gleiche Ausgangslage. Sonst können die mit langen Namen (Vivien Sophie) immer schon viel mehr Buchstaben als die mit kurzen (Lena). Ich finde, dass man Buchstaben und Ziffern erst durch viel Routine schön schreiben kann, unabhängig davon, ob man sie eine halbe Woche gelang getanzt und gehüpft und eine weitere halbe Woche in Sand und auf Rücken geschrieben hat. Somit erklärt sich vielleicht, warum ich mich mit meinen Schülern nicht lange mit der gleichen Sache aufhalte ;-)


    Viele Grüße von
    ohlin

  • wie viele hefte die klasse schafft, hängt ja auch stark davon ab, wie ovt sie daran arbeiten dürfen :-)
    ob nur als zeitliche differenzierung oder fest im FÖ.
    zwei meiner kids haben sie mal (unerlaubt) mit nach hause genommen und waren - schwupp - sehr schnell durch...
    finde sie insg, gu!
    bei mir bekamen alle heft 1 und 2.
    zum ende des 1. jahres bekamen fast alle heft 3 und 4, nur die sehr leseschwachen und langsamen kids nicht.
    heft 5 und 6 habe ich im 2. jahr nur für ein paar sehr schnelle leser bestellt und die waren damit zufrieden und gefordert.

  • wer bezahlt die bei euch?
    ich überlege für meine paar kinder, die schon lesen und schreiben können und immer schnell mit den "normalen" aufgaben durch sind, diese hefte anzuschaffen!

  • Bei uns werden "Verbrauchsmaterialien" also alles was, nicht nacheinander an mehrere Jahrgänge ausgeliehen werden kann wie z.B. Schülerbücher, von den Eltern bezahlt. Zu Schulbeginn sind das für Lies mal, Buchstabenlehrgang, Mathe-Arbeitsheft 60 Euro. Das reicht dann auch, um bei Ikea einheitliche Trinbecher für alle Kinder zu aufen, für das Weihnachtsbasteln eine Besonderheit zu kaufen, Theaterkarten zu bezahlen...Also 60 Euro für Material und Klassenkasse. Das bekommen die Eltern der Schulanfänger 2-3 Monate bevor sie es bezahlen müsen mitgeteilt. Bei meiner derzeitigen Klasse habe ich den Betrag geteilt: 30 Euro für das Material vor den Ferien, damit ich in den Ferien bestellen und bezahlen kann und 30 Euro bis zum 1. Elternabend Ende September für die Klassenkasse. Das Materialgeld haben tatsächlich alle vor den Ferien bezahlt. Wenn jemand nciht zahlt, bestelle ich nichts. Es kommt nämlich sonst immer wieder vor, dass man als Lehrer in Vorleistung treten muss, weil wir für unsere Klassen bestellen und nciht die Schule für alle Klassen (aus eben diesem Grund.).


    Schöne Grüße von
    ohlin

  • Bei uns werden die Liesmalhefte auch von den Eltern bezahlt, kommt halt zum Büchergeld dazu. Sind aber "nur" um die 30 Euro.
    Eine Klassenkasse in dem Sinne gibt es bei uns nicht, würde sowieso kaum jemand bezahlen.
    Ich bin immer froh, wenn die Eltern ihre 5 Euro Bastelgeld bezahlen und ich dann ein bißchen was von dem Geld besorgen kann.



    @ Ohlin
    Es wird nicht nur am Einzugsgebiet liegen, aber glaub mir, das spielt schon ne Rolle :D Ich habe den unmittelbaren Vergleich, da ich an der vorherigen Schule genau das Gegenteil hatte, von dem, was ich jetzt hab :D Und ich hab nicht viel anders gemacht, und trotzdem sehe ich da riiiiiiiiiiiiiiiiiieeeesige Unterschiede ;)
    Aber hast schon Recht, ewig an einer Sache aufhalten tu ich mich auch nicht. Die Liesmalhefte würde ich aber durchaus gerne auch im 3. Schuljahr noch haben, sind einfach prima. :)

  • Für das Material gebe ich auch immer "nur" um 30 Euro aus. Mit den anderen 30 Euro werden dann die Bastelmaterialien, Obst und Gemüse für die Einheit "Gesunde Ernährung", Theaterkarten, Getränke, wenn Eltern es nicht schaffen, eine neue Wasserkiste zu bringen usw.
    Wenn Eltern das nicht bezahlen, kann ihr Kind eben nicht mit ins Theater, den Ausflug mit der Barkasse im Hafen nicht mitmachen... Zum Glück musste ich bisher aber nciht so radikal vorgehen. Aber man kann nicht immer selber die Kasse auffüllen, weil einem ja die kinder so leid tun und die nichts dafür können, dass ihre Eltern lieber Zigaretten kaufen anstatt dem eigenen Kind eine Theateraufführung zu gönnen.

  • Bei uns haben wir die Lies-Mal 1/2 in Klasse 1 und die Hefte 3 bis 6 in Klasse 2. Wir arbeiten viel mit Wochenplan oder Tagesplan, da passen die Aufgaben immer rein. In unserem eher bildungsfernen Einzugsgebiet habe ich das 1. Heft meist im Dezember und Januar herausgegeben. Nur wenige Kinder schaffen das 2. dann auch im 1. Schuljahr, viele nehmen es mit in die 2. Klasse. Im 2. Schuljahr schaffen die meisten Kinder es dann bis ins 5. Heft, der Rest wird mitgegeben in die 3. Klasse. Für unsere Kinder sind die Aufgaben im 4. bis 6. Heft auch vom Allgemeinwissen, Denken und Leseverstehen her noch im 2. Schuljahr Herausforderungen.

    Chemtrailpilotin in Ausbildung und Niesorgienbeaufsichtigende

  • Zitat

    Original von Conni
    Für unsere Kinder sind die Aufgaben im 4. bis 6. Heft auch vom Allgemeinwissen, Denken und Leseverstehen her noch im 2. Schuljahr Herausforderungen.


    Das kann ich so unterschreiben.




    Um nochmal kurz auf das "Geld" zurückzukommen:
    Das finde ich vom Prinzip her ganz gut, dann muss man nicht ständig wieder neu einsammeln, wenn man von vorneherein einen höheren Betrag einkassiert.
    Ich denke, das wird bei uns leider nicht funktionieren.
    Bisher habe ich noch kein Kind vom Theater ausschließen müssen, weil das Geld nicht bezahlt wurde, aber das könnte durchaus passieren.
    Ich musste allerdings schon Bücher zurückhalten, weil Eltern das Büchergeld nicht bezahlt haben. Da frage ich mich schon, ob das Sinn macht...

  • Wie arbeitet ihr denn genau mit den Heften, so dass es Zweitklässler noch begeistert? Meine Schüler haben die Hefte selbstständig bearbeitet. Einzige "Bedingung": es wird nur in der Schule darin gearbeitet.



    Naja...Ende Juni bekamen die Eltern einen Brief mit dem Hinweis, dass das Büchergeld (30 Euro) vor den Ferien zu bezahlen ist, damit auch für ihr Kind die Bücher per Sammelbestellung bestellt werden können -das klappte tatsächlich, aber wohl auch nur, weil keiner Lust hat, selbst in den Buchladen zu gehen und die Bücher zu bestellen, wenn doch die Lehrerin anbietet das zu tun. Zudem der Hinweis, dass nach den Ferien 30 Euro für die Klassenkasse zu bezahlen sind. Vereinzelte Eltern haben das gleich in den ersten 3 Tagen nach den Ferien bezahlt. Worauf die anderen warten, weiß ich nicht. Eventuell auf den Elternabend, weil sie ihrem Kevin-Dennis nicht zutrauen, das Geld bei mir abzugeben (Anmerk.: Damit es nicht im Ranzen vergessen wird, frage ich jeden Morgen, wer noch etwas im Ranzen/ in der Postmappe hat, was mir gegeben werden soll.).
    Wie lange kündigt ihr im Voraus an, dass etwas bezahlt werden muss? Ich war davon ausgegangen, dass 2-3 Monaten für 30 Euro ausreichend sind. Im Sommer 2011 fahren wir auf Klassenfahrt, auch den Betrag kennen die Eltern bereits und das Konto wird auch etwa ein halbes Jahr vor Zahlungstermin zur Verfügung stehen, so dass auch Ratenzahlungen möglich sind. Erfahrung dazu: Es wird lieber gar nicht bezahlt und erst nach mehrmaligem Androhen, dass das Kind nicht für lau mitfahren kann, wird zähneknirrschend bezahlt.


    Schöne Grüße von
    ohlin

  • Zitat

    Original von ohlin
    Wie arbeitet ihr denn genau mit den Heften, so dass es Zweitklässler noch begeistert? Meine Schüler haben die Hefte selbstständig bearbeitet. Einzige "Bedingung": es wird nur in der Schule darin gearbeitet.


    Dito.
    Die Kinder arbeiten soweit selbstständig darin, zunächst auch nur in der Schule.
    Mit einzelnen Kindern muss ich hin und wieder gemeinsam lesen.
    Also eigentlich nicht anders, als bei dir, denke ich ;-)
    Aber meine Kinder sind von den Heften nach wie vor begeistert, auch wenn es eigentlich so gesehen ja "nichts besonderes" ist. Aber ich hoffe, das hält noch lange an! :-)



    Zitat

    Wie lange kündigt ihr im Voraus an, dass etwas bezahlt werden muss? Ich war davon ausgegangen, dass 2-3 Monaten für 30 Euro ausreichend sind.


    Das war bei uns auch der Fall. Wenn es um höhere Beträge wie Klassenfahrt o.ä. geht, würde ich auch dazu raten, den ungefähren Betrag möglichst früh bekannt zu geben.

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