Was tut die GEW ?

  • Die Kosten, die da stehen - 2,32 Euro Basispreis, 0,0476 Euro Festnetz - klingen gut, weißt du was über die Konditionen für eine Internet-Flat, das Datenvolumen pro Monat?
    Und wann ist die Nutzung der Mobilfunkleistung "dienstlich"?

    Ich selbst nutze einen Tarif von 1&1 (0€ aufs Festnetz - schwäbisch) - deshalb kann ich dazu nix sagen. Ein Kollege hat sich über diese Schiene jedoch ein Handy mit Vertrag zugelegt und ist ganz zufrieden.
    Für den Abgleich zwischen dienstlicher und privater Nutzung wird der Telefonverkehr von Mitarbeitern des KuMi 8) überwacht und taktgenau abgeglichen
    Ernsthaft - wie soll das gehen? Du telefonierst - und bist als Beamter sowieso immer im Dienst :D

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • So falsch ist das gar nicht - letztendlich kommen mir in den absonderlichsten Zeiten und Situationen Ideen für den Unterricht, ob im Schwimmbad, im Urlaub oder auf dem Klo...

  • Zunächst möchte ich mal sagen, dass ich selbst seit Jahren Mitglied der GEW. Und ich habe jeden Respekt vor der Arbeit der Mitglieder der GEW im eigenen Bundesland. Einige unseres Landespersonalrates sind in der GEW und wenn ich jeden Monat die Landeszeitung lese, sehe ich, dass die GEW und der Landespersonalrat viel Gutes für die Kollegen bewirken.


    Jedoch könnte ich jedes Mal, wenn ich die bundesweite Zeitung der GEW erhalte, weil mir diese ebenso viel zu linksideologisch eingestellt ist. Und ich kann die typischen ideologischen Themen nicht mehr hören: Benachteilung von Mädchen, Benachteiligung von Jungen, Benachteiligung von Ausländern, Benachteiligung von Behinderten. Für mich ist die bundesweite Zeitung jedes Mal ein Grund zum Ärgern, weil ich diese Einstellungen nicht vertrete.


    Nicht jeder Lehrer ist per se ebenso eingestellt und findet diese Entwicklung gut, jedoch schlägt in mir ein zerrissenes Herz, weil ich die GEW für den einzigen guten Vertreter der Lehrer-Interessen hier im Bundesland halte. Alle anderen Organisationen (Philologen-Verband, vlw,...) sind für mich keine Alternative.

  • Ich bin Mitglied bei der GEW, aber ehrlich gesagt ..., warum weiß ich nicht wirklich. Ich werfe hin und wieder einen Blick in die Zeitschrift, aber das dort meine Interessen wirklich erfolgreich vertreten werden kann ich nicht behaupten. Nach 2-3 Jahren wirkt das auf mich eher wie eine aufgeblähte Selbstverwaltung.

  • Nur damit es gesagt wurde:


    Meine Feststellung in den verschiedenen Lehrerzimmern in denen ich gewirkt habe: Lehrer sind zwar interlektuelle und studierte Leute.
    Leider in der Regel aber ziemlich unpolitisch.



    Fragte mich beim Verlassen des Reichstagsgebaeudes doch tatsaechlich eine Kollegin wo das Kanzleramt sei!!!!


    Dazu kommt das Beamtenverhaeltnis als Zwinge. (Streikverbot etc.)


    Das so eine Arbeiterschaft ueberhaupt eine Gewerkschaft hat ist am Ende skuril. Ein zahnloser Tiger.


    So kommt es dann auch am Ende zu dieser komischen Konstellation, dass alle die, die vor den Klassen nicht klar kommen in die Behoerde wechseln und ueber die "Arbeiterschaft" zu bestimmen haben.


    Keiner (der Lehrer) moechte was riskieren. Deshalb arndert sich auch nichts im deutschen Schulwesen.


    Gruss

  • Fragte mich beim Verlassen des Reichstagsgebaeudes doch tatsaechlich eine Kollegin wo das Kanzleramt sei!!!!


    Und? Ich war da auch noch nie. Sieht man das direkt vom Ausgang? Ich glaube nicht. Könnte ja rechts oder links oder geradeaus vom Reichstag liegen...
    Dieses Nichtwissen halte ich nicht für ein Zeichen unpolitischer Einstellung.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Zitat barmeliton :

    Zitat

    Lehrer sind zwar interlektuelle und studierte Leute.


    Leider in der Regel aber ziemlich unpolitisch.

    Du irrst ! Es gibt kein (!) unpolitisches Verhalten. Demzufolge können auch Lehrer nicht unpolitisch sein. Auch wenn man sich für Politisches nicht interessiert, sich politisch (scheinbar) passiv verhält, so verschafft man denjenigen Gruppen mehr politischen Raum und Macht, die sich politisch aktiv verhalten und ihre Interessen gegen die (scheinbar) unpolitischen Gruppen, wie z.B. Lehrer, durchsetzen. Insofern sind Lehrer indirekt politisch tätig, dass sie mit ihrer politischen Passivität diejenigen Gruppen stärken, die ihre Interessen konterkarieren. 8)

    Ihr kommuniziert mit dem künftigen Bildungsminister !

  • Eines der wenigen Statements von Elternschreck, dem ich zustimme :thumbup:

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Aber die ursprüngliche Frage, was wir von der GEW halten. Mir ist die GEW zu weit links orientiert. Und ich bin es nicht. Könnt mich ruhig konservativ nennen.

  • Na, so lange sich diese interlektuellen Studierten noch richtig schreiben können, ist die Welt ja nicht verloren...


    Nele


    Ich geb ja zu, dass es mich da auch manchmal in den Fingern juckt (und hier ist es ja wirklich verführerisch) ... aber: Moderator mit Rechtschreib-"Flame" - muss das sein?

  • Ich geb ja zu, dass es mich da auch manchmal in den Fingern juckt (und hier ist es ja wirklich verführerisch) ... aber: Moderator mit Rechtschreib-"Flame" - muss das sein?


    Normalerweise nicht - aber gerade so ein Rechtschreibfehler in einem Die Humboldt-Welt-geht-unter-Beitrag schreit irgendwie danach.


    Nele

  • Die GEW vertritt die Interessen ihrer Mitglieder (LehrerInnen aller Schularten und alle, die im Bildungs- oder ERziehungswesen arbeiten). Zugleich versteht sie sich - ebenso wie beispielsweise der Philologenverband - als politisches Sprachrohr. Das macht mE das Interessante dieser Gewerkschaft aus; nämlich dass sie kein REINER Interessensverband ist. Das kann man gut oder schlecht finden, jedoch daraus abzuleiten, dass die GEW sich nicht für ihre Mitglieder interessiert oder deren Interessen nicht vertritt, halte ich für Polemik.
    Übrigens wird dieser Punkt - Interessensvertretung vs. politische Forderungen - auch innerhalb der GEW heiß diskutiert.

  • Aber die ursprüngliche Frage, was wir von der GEW halten. Mir ist die GEW zu weit links orientiert. Und ich bin es nicht. Könnt mich ruhig konservativ nennen.


    Wenn die GEW "links" orientiert ist, möchte ich nicht wissen, wo "rechts" ist ... :autsch:
    Das ist eine Beamten-Gewerkschaft. Sowas kann nicht wirklich "inks" sein - höchstens, wenn man das von der Entstehung der links-rechts-Einteilung her betrachtet.



    Slightly off-topic: - Lehrermodus an -
    Da war das schlicht die Sitzordnung im Parlament in der Paulskirche 1848/49 - und hat sich bis heute erhalten.


    So z.B. im Parlament von 1919


    [Blockierte Grafik: http://images.gutefrage.net/media/fragen-antworten/bilder/37711379/0_big.jpg]


    Interessant ist, dass die Grünen in der Mitte der Gesellschaft - und im Parlament - angekommen sind ;)
    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/0507e007akfw9.gif]
    - Lehrermodus aus -

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll


  • Slightly off-topic: - Lehrermodus an -
    Da war das schlicht die Sitzordnung im Parlament in der Paulskirche 1848/49 - und hat sich bis heute erhalten.

    gut, dass wir das jetzt wissen... ;)

    Wenn die GEW "links" orientiert ist, möchte ich nicht wissen, wo "rechts" ist ... :autsch:
    Das ist eine Beamten-Gewerkschaft. Sowas kann nicht wirklich "inks" sein - höchstens, wenn man das von der Entstehung der links-rechts-Einteilung her betrachtet.

    Die GEW ist keine Beamtengewerkschaft. Mitglieder können Beamte sein (und sicher ist das auch der größere Teil), aber ebenso Angestellte in allen Bereichen der ERziehung und Wissenschaft.
    Ich würde schon sagen, dass die GEW eher links orientiert ist (Aber das ist doch bei allen Gewerkschaften so). Bildungspolitisch steht die GEW der Linken ja auch nahe. Ich persönlich finde daran aber auch nichts auszusetzen.

  • Die GEW vertritt die Interessen [...] Zugleich versteht sie sich [...] als politisches Sprachrohr. Das macht mE das Interessante dieser Gewerkschaft aus; nämlich dass sie kein REINER Interessensverband ist.


    Klar, genauso wie die Gewerkschaft der Lokführer sich für die Interessen der Fahrgäste (bllige Fahrscheine, keine Wartzeiten am Bahnhof) einsetzt und allgemein politisch fordert, dass die Züge nur noch mit Ökostrom fahren.
    Oder die IG Metall vehement das Recht der Bevölkerung auf einen eigenen Audi einfordert und alle Metaller gleich bezahlt sehen will, egal ob Ingenieur oder Fließbandarbeiter. Einheitsrente für alle fordern sie ja bekanntlich auch (und nicht etwa eine privilegierte "Metall-Rente" :nein: )


    Alles halt echte "Gewerkschaften". So wie es sein sollte.


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Hä? Verstehe den Zusammenhang von deinem und meinem Beitrag nicht...


    Und den Zusammenhang von deinem letzten Beitrag zur Frage des Threads versteh ich erst recht niucht...

  • :rofl: Habe gut gelacht!

Werbung