Nun also doch - Gehaltszulage für Lehrer an Brennpunktschulen ?!

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    • Sofawolf schrieb:

      Nun gehen auch Lehrer in Hessen am kommenden Samstag auf die Straße und endlich mal geht es nicht nur um Geld (mehr Gehalt).

      Sofawolf schrieb:

      n4t schrieb:


      Lehrkräftearbeitszeit reduzieren
      Die Arbeitszeit der Lehrkräfte in Hessen ist nach Ansicht der GEW zu hoch. Die Gewerkschaft fordert daher, in einem ersten Schritt die Zahl der Pflichtstunden um eine halbe Stunde zu reduzieren. ..."

      Ich kann immer nicht nachvollziehen, warum die Forderung nach weniger Pflichtstunden in Ordnung, und die nach Geld eher schief angesehen wird.
      Es ist euch schon klar, dass man bei einer Erhöhung der Bezüge dann einfach seine Stunden reduzieren kann und eben etwa auf demselben Gehalt bleibt wie zuvor?

      Was ist der Vorteil von Geld gegenüber Stundenreduktion? Bei Erhöhung des Gehalts habe ich zwei Optionen:
      Ich kann Vollzeit arbeiten und (endlich) besser verdienen, oder ich sage mir, mir ist Zeit wichtiger bei gleichbleibendem Lebensstandard, ich reduziere Stunden.
      Wenn nur die Pflichtstundenzahl runtergeht, dann habe ich die Option mit Vollzeit mehr zu verdienen nicht.
      Für mich also die schwächere Option.

      Und ja, eine halbe Stunde Deputatssenkung ist lächerlich. Da müsste man schon um mehrere Stunden senken, damit der gestiegenen Belastung (Inklusion und tausende andere Dinge), der fehlenden Inflationsanpassung des Gehalts, dem gestrichenen WEihnachtsgeld usw. Rechnung getragen wird.
    • Freakoid schrieb:

      ...Eine halbe Stunde für alle Schulformen? Das ist wirklich lächerlich. Das unterschiedliche Deputat der verschiedenen Schulformen muss angepasst und deutlich reduziert werden.
      Aha und wieviel wäre deutlich? auf welcher Grundlage? 20 Stunden für alle! Inklusion! Wer soll denn darauf mit irgendwas außer Kopfschütteln reagieren?

      Da lob ich mir doch die wohlverdiente finanzielle Unterstützung für den Brennpunkt, die Kollegen werden schon wissen, was sie mit dem Bonus anstellen wollen.

      Und sooft der Thread wieder aufgewärmt wird, sooft werde ich auch nicht müde zu sagen, dass zu meiner persönlichen Arbeitsbelastung (nur die kann ich nämlich wirklich einschätzen) ganz andere Faktoren beitragen, als die Höhe des Deputats.

      Die Veranstaltung im Saarland wird im Sande verlaufen fürchte ich, weil sie wieder nur als nettes pädagogisches Jammer-Treffen missverstanden wird, auf dem man gerne tollere Schüler und weniger Stunden hätte. Klar, die Halbtagsjobber wieder...

      Ich denke diejenigen, die wirklichen Frust haben (wie im verlinkten Artikel) die müssten sich zusammentun und auf dem behördlichen Wege was Konkretes für ihre Schule erreichen. Geschlossen weigern, bestimmte Klassen zu unterrichten, Unterstützung bei Ordnungsmaßnahmen statt Angst vor Elternanwälten durch die Vorgesetzten...
    • Krabappel schrieb:

      ...
      Und sooft der Thread wieder aufgewärmt wird, sooft werde ich auch nicht müde zu sagen, dass zu meiner persönlichen Arbeitsbelastung (nur die kann ich nämlich wirklich einschätzen) ganz andere Faktoren beitragen, als die Höhe des Deputats ....

      Ich glaube, @Krabappel kann es eh niemand recht machen. Füge ich etwas zu einem bereits vorhanden Thema ein, weiß sie es zu kritisieren; eröffnete ich jedes Mal eine neue Diskussion dazu, wüsste sie es bestimmt auch entsprechend zu geißeln. Ist es nicht so?

      Oder in Anlehnung an einen bekannten Witz so herum gefragt (ich hoffe, du kannst auch darüber lachen):

      Hat Sofawolf eigentlich auch dann Unrecht, wenn er Krabappel zustimmt? ;)
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sofawolf ()

    • Freakoid schrieb:

      Krabappel schrieb:

      Da lob ich mir doch die wohlverdiente finanzielle Unterstützung für den Brennpunkt, ...
      Noch mehr finanzielle Ungleichheit? Nein!

      Eben, die Diskussion war doch lange Zeit immer "gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Spielt das jetzt keine Rolle mehr?

      @Firelilly, richtig, aus kluger Arbeitgebersicht heraus kann eine bloße Gehaltserhöhung kein Beitrag zur Verringerung des Lehrermangels sein, der angeblich mit Gehaltserhöhungen bekämpft werden soll, weil so nur noch mehr Kollegen in Teilzeit gehen würden (wo es möglich ist).

      Nun habe ich aber keine Arbeitgebersicht und das Thema schon ewig oft diskutiert. Kurz: Verbesserung der Arbeitsbedingungen kostet auch Geld. Es werden ja mehr Lehrer gebraucht. Stundensollsenkung ist nur ein Punkt von verschiedenen dabei. Wenn die finanziellen Mittel für Gehaltserhöhungen ausgeben werden, ist für anderes aber nichts mehr da. Niemand kann glauben, dass alle Steuergelder nur für die Lehrer ausgegeben werden. Gehaltserhöhungen sind jetzt nicht dringend. Wir verdienen gut bis sehr gut. Mehr Gehalt löst keines unserer Probleme. Deshalb sind Verbesserungen der Arbeitsbedingungen jetzt wichtiger. Die Krabappel missfallenden Zitate und Verweise zeigen, dass viele Kollegen so denken.
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.
    • ? Du meinst vielleicht Miss Jones. Oder du hältst uns alle für eine Person? Hast ja schon mal gefragt, ob ich nicht Teilnehmer X aus Forum Y wäre :sterne:

      Sofawolf, ich rede einfach vom Alltag aus der Brennpunktbelegschaft und du bewegst dich irgendwo in Wolkenkuckucksheim. Wenn dich 2 Stunden weniger entlasten würden samt Begründung fände das doch jeder normal. Hier hab ich einfach geschildert, was mir z.B. helfen würde, aber das kannst du eben nicht verstehen als Wolkenkuckucksheimer.

      Es wäre so viel cooler, wenn du über das sprichst, worin du Erfahrung hast, das fängt beim Humor schon an ;)
    • <Mod-Modus>
      Beitrag vom Mikael entfernt.

      SofaWolf heißt SofaWolf - und nicht anders.
      Danke.

      Kl.gr.Frosch, Moderator
      [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • ...ich weiß zwar nicht, wer uns beide da verwechseln sollte, Krabappel...
      ...aber so einige Polstermöbelkanine sollten vielleicht mal folgenden Grundsatz beachten:
      Wenn man keine Ahnung hat...
      ...einfach mal die Fresse halten.

      Vor allem... bringt der Beitrag etwas neues? nein?
      Hat er überhaupt irgendeinen Inhalt (außer die Zustimmung zu einem ggf sogar uralten anderen Beitrag)? auch nein?

      Dann ist das ein völlig überflüssiger Beitrag.
      aka "gewürzter Schinken in der Dose".
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
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      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Miss Jones schrieb:

      ...ich weiß zwar nicht, wer uns beide da verwechseln sollte, Krabappel...
      ...aber so einige Polstermöbelkanine sollten vielleicht mal folgenden Grundsatz beachten:
      Wenn man keine Ahnung hat...
      ...einfach mal die Fresse halten.

      Vor allem... bringt der Beitrag etwas neues? nein?
      Hat er überhaupt irgendeinen Inhalt (außer die Zustimmung zu einem ggf sogar uralten anderen Beitrag)? auch nein?

      Dann ist das ein völlig überflüssiger Beitrag.
      aka "gewürzter Schinken in der Dose".

      Glaubt man eigentlich selbst wirklich, dass, wenn man so etwas schreibt, es irgendeine Art von Wirkung entfalte?

      Warum??? :ohh:
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sofawolf ()

    • Hier lese ich gerade, was nicht nur 80%-Brennpunktschullehrern, die mit 300,- Euro mehr abgespeist (ruhiggestellt?) werden sollen, sondern uns allen wirklich weiterhelfen würde.

      n4t schrieb:

      Der VBE hat Forderungen an die nordrhein-westfälische Landesregierung formuliert, um die Schulen gesünder zu machen.
      • Gesundheit als Wert in der Schulentwicklung berücksichtigen
      • Wirksamer Einsatz vorhandener Geldmittel
      • Unbürokratische Unterstützung von Schulen im Bereich Gesundheitsförderung
      • Mehr Zeitressourcen für kollegialen und fachlichen Austausch
      • Unterrichtsverpflichtung absenken, um lange Belastungsphasen auszugleichen
      • Einsatz von multiprofessionellen Teams, auch von Gesundheitsfachkräften
      • Gesundheitsförderung in der Schulleitungsqualifizierung stärker berücksichtigen
      • Moderne Schulbauten, die den Herausforderungen von heute entsprechen.


      news4teachers.de/2018/09/umfra…t-die-kollegien-zusammen/

      Sicherlich lässt sich noch so manches hinzufügen.
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.
    • Krabappel schrieb:

      ...Da lob ich mir doch die wohlverdiente finanzielle Unterstützung für den Brennpunkt, die Kollegen werden schon wissen, was sie mit dem Bonus anstellen wollen....
      Na, sowas, meine Meinung ist sogar eine "Expertenmeinung". Siehe:

      tagesspiegel schrieb:

      ...
      Eine solchen Zulage sehen die Autoren der Studie aber eher negativ.
      Solche monetären Anreizsysteme könnten eine „weitere Stigmatisierung der
      Schulen bedeuten“. Auch von „Zwangsabordnungen“ wird abgeraten.
      Stattdessen schlagen die Forscher ein Bündel andere Maßnahmen vor:

      Maximale Quote von Quereinsteigern pro Schule festlegen. Für die Umsetzung einer solchen Quote müssten Schulen, die in der Vergangenheit keine oder nur sehr wenige Quereinsteiger aufgenommen haben, für eine gewisse Zeit mit einem Aufnahmestopp für grundständig ausgebildete Lehrkräfte belegt werden“.

      Strukturelle Maßnahmen wie etwa Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der Schulgebäude oder die Ausstattung mit digitalen Endgeräten.

      Weniger Pflichtstunden. Diese Option hatte Rot-Rot-Grün allerdings gerade erst verworfen, weil der Lehrermangel dann noch größer würde.

      ...



      tagesspiegel.de/berlin/studie-…ktzulage-ab/23061264.html

      Das Zitat zeigt auch, dass die Senkung der Pflichtstundenzahl in Berlin sogar "ganz oben" bereits Thema war/ist (von wegen also utopisch). Da muss es nun entsprechenden Nachdruck geben! (Geht doch im Falle Maaßen auch. Einmal Beschlossenes kann auch zwei Tage später wieder infrage gestellt werden, wenn der Druck groß genug ist.)
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.
    • Da wird nur von der möglichen Stigmatisierung der Schulen gesprochen, dem natürlich erfahrene Schulleiter sofort widersprechen. Das Stigma kommt sicher nicht von der Zulage.

      Mal sehen, was steht noch im Artikel? Dass zu viele Quereinsteiger an Schulen sind und dass man Angst um die Bildung einer ganzen Schülergeneration haben muss, wenn Unqualifizierte im Anfangsunterricht eingesetzt werden.

      Und dass erfahrene Lehrer doppelt besetzt werden sollen und ihr Material systematisch teilen könnten...

      Da steht so viel Hahnebüchenes neben Haarsträubendem, dass ich keine Lust hab, noch länger darüber nachzudenken.
    • Krabappel schrieb:

      Da wird nur von der möglichen Stigmatisierung der Schulen gesprochen, dem natürlich erfahrene Schulleiter sofort widersprechen. Das Stigma kommt sicher nicht von der Zulage.

      Mal sehen, was steht noch im Artikel? Dass zu viele Quereinsteiger an Schulen sind und dass man Angst um die Bildung einer ganzen Schülergeneration haben muss, wenn Unqualifizierte im Anfangsunterricht eingesetzt werden.

      Und dass erfahrene Lehrer doppelt besetzt werden sollen und ihr Material systematisch teilen könnten...

      Da steht so viel Hahnebüchenes neben Haarsträubendem, dass ich keine Lust hab, noch länger darüber nachzudenken.

      Also wenn ich das Folgende lese, finde ich, liebe @Krabappel, ich bin mit meiner Meinung (die natürlich nicht alle teilen) anscheinend doch näher dran an dem, was Brennpunktlehrer sich wirklich wünschen und brauchen.

      Zitat schrieb:

      Zitat: "Für eine gute Schule brauche es "die drei P...", sagt die erfahrene Direktorin: "Pädagogik, Platz und Personal. Wenn eines fehlt, ist das Mist." Gerade fehle an den Schulen zu oft Personal. Deshalb sei es gewiss gut, dass die Lehrer mehr Geld bekommen sollen. "Das ist eine Form der Anerkennung", sagt Busse. "Lange Zeit hat man ja Pädagogen nicht wertgeschätzt. ...

      Allerdings hört sie gerade von Lehrern, denen an den schwierigen Schulen besonders viel abverlangt wird, einen anderen Wunsch. "Viele hätten lieber eine Reduzierung ihrer Stunden", von derzeit 28 auf vielleicht 23. Denn über ihre Unterrichtsstunden hinaus gebe es so viele aufreibende Aufgaben. "Die Anforderung ist sehr hoch."

      sueddeutsche.de/bildung/lehrer…chwerstarbeit-1.4122344-2

      (Hervorhebung von mir)
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.
    • Das z.B. finde ich begrüßenswert und eine echte Hilfe:

      Zitat schrieb:


      "Die Schulen dürfen das Geld eigenverantwortlich einsetzen. Sie können Sozialarbeiter oder Musikpädagogen als Honorarkräfte einsetzen oder die Ausstattung der Schule verbessern. Unzulässig sind nur Baumaßnahmen oder die Einstellung zusätzlicher Lehrer. Die Fördersumme enthält einen erfolgsabhängigen Leistungsbonus, dem eine Zielvereinbarung zugrunde liegt. Die Bildungssenatorin möchte mittelfristig mit allen Berliner Schulen Verträge abschließen, in denen Ziele der Schulentwicklung definiert werden."

      morgenpost.de/berlin/article21…ft-Brennpunktschulen.html
      (1) Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
      (2) Wenn der falsche Mensch etwas Richtiges sagt, dann ist das Gesagte automatisch wertlos.