Fragen zum Seiteneinstieg als Lehrer

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    • Fragen zum Seiteneinstieg als Lehrer

      Hallo Ich hätte ein paar Fragen zum Seiteneinstieg als Lehrer und hoffe, dass mir diese Fragen jemand beantworten kann. Ich studierte ein naturwissenschaftliches Fach und besitze einen Master of Science. Leider in nur einem Fach und nicht wie bei Lehramt 2 Fächer.

      Ich habe vor einiger Zeit mich schon mal informiert habe dann jedoch doch einen Job gefunden und war zunächst wunschlos glücklich. Nur leider fühle ich mich in meinem jetzigen Job nicht wirklich wohl. Ein Grund ist, dass ich geistig unterfordert bin und im Großen und Ganzen fast den ganzen Tag nur Daten in den PC eingeben muss. Ich wusste schon, dass ich nach dem Studium größtenteils Tag ein Tag aus ähnliche Arbeiten vollrichten würde aber ich dachte nicht, dass es so schlimm sei. Ich glaube Grundschülern das ein mal eins beibringen wäre immer noch anspruchsvoller.

      Ein anderer Grund warum ich mich momentan nicht wohl fühle ist die Stadt in der ich lebe. Ich habe bisher Großstädte gemieden aber jetzt muss ich in einer leben weil ich dort Arbeit habe. Zuerst dachte ich, dass ich mich an die Großstadt gewöhnen kann aber nach mehreren Monaten muss ich einfach zugestehen die Stadt macht mich fertig. Ich fühle mich einfach unwohl in einer Großstadt mit dem enormen Verkehr und super engen Straßen.

      Des Weiteren macht mich die Arbeitszeit fertig. Nun ich weiß, dass Lehrer auch zuhause arbeiten müssen und auf Konferenzen/Elternabende erscheinen müssen. Nur arbeite ich momentan weit mehr als 40 Stunden die Woche. Wir haben keine Stempeluhr und der Chef erwartet Überstunden. Dazu kommt noch, dass es recht schwer ist mal zum Arzt zu gehen oder andere Aufgaben zu bewerkstelligen. Lehrer können dies nach der Schule wenn wenig los ist und am Abend arbeiten.

      Deswegen hätte ich ein paar Fragen und hoffe auf ein paar ehrliche Antworten.

      1: Besteht in der Tat ein Lehrermangel oder nicht? Im Internet liest man ständig Lehrermangel, jede Menge Quer/Seiteneinsteiger aber auch das genaue Gegenteil. Lehrer die keinen Platz finden oder vor den Sommerferien entlassen werden. Ich hab auch schon mal nachgeschaut aber größtenteils nur Stellenangebote mit Staatsexamen als Voraussetzung gesehen. Nur ein paar sehr wenige Angebote wo auch Quereinsteigern eine Chance gegeben wird. Ich glaube diese Frage müsste aufgeteilt werden da Lehrerberufe sehr vielseitig sind.

      A: Wo werden am meisten Lehrer gesucht, in welchen Bundesländern am meisten und wo am wenigsten. Besteht Lehrermangel mehr auf dem Lande oder eher in den Städten bzw. Großstädten. Mit Ausnahme von ein paar wenigen Gegenden, Hamburg, München, Ruhrpott, Frankfurt etc. wäre ich ganz Deutschland offen.

      B: welche Fächer werden am meisten gesucht. Werden eher Fächer wie Mathe, Chemie, Physik gesucht oder eher Fächer wie Sprachen, Geschichte, Sport etc. gesucht.

      C: Bei welchen Schulformen besteht Lehrermangel, eher bei Grundschulen oder eher bei Gymnasien oder Realschulen. An dieser Stelle frage ich auch einmal wo ein Seiten/Quereinstieg am einfachsten und am schwersten ist (gilt für Fragen A-C).

      2: Wie bewirbt man sich als Seiteneinsteiger optimal. Ich suchte nach Jobangeboten Lehrer fand aber nur ungenügend Stellenangebote und nur sehr wenige wie Quereinsteiger eine Chance geben. Wenn es wirklich einen so großen Lehrermangel gibt müsste es doch mehr Stellenangebote geben. Zu welcher Zeit im Jahr gibt es am meisten Stellenangebote.

      3: Würdet ihr mir den Beruf als Lehrer empfehlen. Seid ihr persönlich zufrieden mit eurem Job und euren Schülern. Ich würde mir zutrauen mit Schülern gut umgehen zu gehen. Ich wüsste nur nicht welche Schulform bzw. Schülerform ich bevor ziehen würde. Berufsschullehrer wäre sicherlich am anspruchsvollsten. Grundschullehrer könnte etwas langweilig sein dafür wären die Kinder aber sicherlich niedlicher und artiger. Man hört ja leider immer wieder von Problemschulen oder Problemschüler die auch vor Gewalt nicht zurück schrecken. Ab und zu hört man auch mal von Fällen wie eine Mutter, die ihr Kind mit Down Syndrom aufs Gymnasium schicken wollte etc. Aber ich glaube/Hoffe, dass dies nur Einzelfälle sind oder wie sieht ihr das?

      Ich bedanke mich schon mal für eure Hilfe.
    • Das klingt für mich überhaupt noch nicht durchdacht und schlüssig. Erkundige dich doch erstmal auf den Webseiten, der Bundesländer, die für dich in Frage kommen über die Möglichkeiten des Quereinstiegs. Und ich würde mir auch überlegen, ob du nicht mit deinem Studium in einer anderen Firma glücklicher wärst. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man als Hochschulsbsolvent nur Daten in den Computer eingibt. Vielleicht hast du einfach nur Pech bei deiner Arbeitsplatzwahl gehabt.
    • Fabian, ganz einfach. Gehe zu einer Schule die dich interessiert und lass dich dort beraten. Du kannst dort mitlaufen und ggfs eigenen Unterricht probieren. Die meisten Schulen sind dafür offen.
      Der Ausbildungslehrer kann dir auch alle Fragen zu den aktuellen Einstiegsvorraussetzungen beantworten. Ein Anruf oder eine Mail in der Regel aus.
    • Fabian88 schrieb:

      1: Besteht in der Tat ein Lehrermangel oder nicht? Im Internet liest man ständig Lehrermangel, jede Menge Quer/Seiteneinsteiger aber auch das genaue Gegenteil. Lehrer die keinen Platz finden oder vor den Sommerferien entlassen werden
      All das gibt es. Sehr grob gesagt: Lehrer fehlen tendenziell eher in ländlichen Gebieten, eher in naturwisssenschaftlichen, ingenierwissenschaftlich-technischen (berufliche Schulen) und künstlerischen Fächen, weniger an Gymnasien als in anderen Schulformen. Wie gesagt, sehr grob.


      Fabian88 schrieb:

      An dieser Stelle frage ich auch einmal wo ein Seiten/Quereinstieg am einfachsten und am schwersten ist (gilt für Fragen A-C).

      Fabian88 schrieb:

      Ich wüsste nur nicht welche Schulform bzw. Schülerform ich bevor ziehen würde. Berufsschullehrer wäre sicherlich am anspruchsvollsten. Grundschullehrer könnte etwas langweilig sein dafür wären die Kinder aber sicherlich niedlicher und artiger.
      Tatsächlich sehe ich es genau umgekehrt: am schwersten an einer Grundschule, am einfachsten an einer beruflichen Schule. Eine Grundschule ist pädagogisch höchst anspruchsvoll – ich als Sek II Lehrer würde mir Grundschule keinesfalls zutrauen und habe höchsten Respekt vor der Arbeit in der Primarstufe. An beruflichen Schulen ist der Seiteneinstieg deshalb einfach, weil es hier "schon immer" einen hohen Anteil an Seiteneinsteigern gibt. Hier ist in der Regel kein Kollege überrascht, wenn ein Seiteneinsteiger vor einem steht. Was die Lernenden angeht, hat man hier ein riesiges Spektrum: von Menschen, die durch alle Sicherungsnetze durchgefallen sind bis zum Abiturienten oder angehenden Techniker gibt es da alles.

      Fabian88 schrieb:

      Würdet ihr mir den Beruf als Lehrer empfehlen.
      Ich würde empfehlen, ein Praktikum zu machen und zu prüfen, ob und wie sich deine Vorstellungen mit der Realität decken.

      Fabian88 schrieb:

      Seid ihr persönlich zufrieden mit eurem Job und euren Schülern.
      Ja, ich bin mit meinem Job sehr zufrieden. Mit meinen Lernenden auch, allerdings kann ich mir die nicht aussuchen und habe vielleicht bisher einfach Glück gehabt.

      Fabian88 schrieb:

      Ab und zu hört man auch mal von Fällen wie eine Mutter, die ihr Kind mit Down Syndrom aufs Gymnasium schicken wollte etc. Aber ich glaube/Hoffe, dass dies nur Einzelfälle sind oder wie sieht ihr das?
      Ich sehe das so: als Lehrer musst du mit den Lernenden professionell arbeiten, die deiner Klasse zugeteilt sind.
    • Also in Bayern versuchen jedes Jahr viele meiner Kolleginnen, sich aus München weg und zurück aufs Land versetzen zu lassen, was oft nicht gelingt. Von daher denke ich, dass die Lehrer eher in den Großstädten fehlen. Ist aber nur meine persönliche Erfahrung.

      Abgesehen davon stimme ich meinen Vorrednern zu und lege dir ans Herz, dich mal ein bisschen einzulesen (kannst auch dieses Forum mal querlesen), dann an einigen Schularten zu hospitieren und mir dann ganz genau zu überlegen, ob der Lehrerberuf wirklich etwas für dich ist.
      Deine Vorstellungen entsprechen nicht unbedingt der Realität. Allein die Aussage, Grundschüler wären "niedlicher und artiger" als Berufsschüler bringt mich zum Staunen. Ich meine, niedlich sind sie teilweise, aber "artig"? Dass es dieses Wort überhaupt noch gibt, war mir entgangen :)

      Auf deine Frage, ob wir glauben, dass der Lehrerberuf etwas für dich wäre, sage ich dir ehrlich: im Moment hört es sich für mich nicht danach an. Lehrer ist kein Beruf, den man mal so eben als Seiteneinstieg macht, weil man aus der Stadt weg will und einen die momentane Arbeit nicht erfüllt. Wenn das die einzigen Beweggründe sind, dann wird es auf Dauer schwer für einen, wage ich zu prophezeien...
    • Hallo und danke für eure Antworten.

      Ok was meinen Kommentar mit Grundschülern seien nett und niedlich anbelangt war vielleicht etwas zu voreilig. Habe nur aus meine Erinnerung als Schüler gesprochhen. Vielleicht habe ich auch einfach nur die falschen Videos auf youtube gesehen mit Problem Hauptschülern und guten Szenen aus der Grundschule.

      Habe ich tatsächlich vergessen zu erwähnen was ich studiert habe? mein Fehler, Master of Science in Chemie.


      Philio schrieb:

      Tatsächlich sehe ich es genau umgekehrt: am schwersten an einer Grundschule, am einfachsten an einer beruflichen Schule. Eine Grundschule ist pädagogisch höchst anspruchsvoll – ich als Sek II Lehrer würde mir Grundschule keinesfalls zutrauen und habe höchsten Respekt vor der Arbeit in der Primarstufe. An beruflichen Schulen ist der Seiteneinstieg deshalb einfach, weil es hier "schon immer" einen hohen Anteil an Seiteneinsteigern gibt. Hier ist in der Regel kein Kollege überrascht, wenn ein Seiteneinsteiger vor einem steht. Was die Lernenden angeht, hat man hier ein riesiges Spektrum: von Menschen, die durch alle Sicherungsnetze durchgefallen sind bis zum Abiturienten oder angehenden Techniker gibt es da alles.


      von pädagogischer Seite kann ich mir das gut vorstellen, dass erwachsene Schüler leichter sind als Grundschüler. Nur kann ich mir auch vorstellen, dass vom Wissen her einfach mehr gefordert ist. Ansich wäre es anspruchsvoller und interessanter Unterricht für Erwachsene als für Kinder zu geben nur könnte ich mir vorstellen, dass hier der Seiteneinstieg besonders schwierig ist. Sprich dass man besonders gute Zeugnssnoten, Berufserfahrung oder Weiterbildungen vorweisen muss während in dieser Hinsicht der Einstieg an einer Grundschule leichter wäre. Wobei es hier an einer Berufsbildenen Schule evtl. weniger ein Problem wäre dass ich nur einen Master in Chemie habe und kein zweites Fach wenn ich Chemielaboranten unterrichten würde.


      Kathie schrieb:

      Also in Bayern versuchen jedes Jahr viele meiner Kolleginnen, sich aus München weg und zurück aufs Land versetzen zu lassen, was oft nicht gelingt. Von daher denke ich, dass die Lehrer eher in den Großstädten fehlen. Ist aber nur meine persönliche Erfahrung.


      Wer will denn nicht aus München fliehen. ;) Mit allen Großstädten habe ich auch kein Problem nur ein paar wenige Großstädte sind wirklich ein Alptraum.




      Das Praktikum hört sich sehr gut an ich glaube das sollte ich wirklich weiter verfolgen. Werde mir mal ein paar Schulen aussuchen und denen eine Mail schreiben oder mal vorbeikommen für ein persönliches Gespräch. Eine Frage hätte ich allerdings noch.

      Wann werden am meisten Lehrer gesucht. Ist natürlich auch vom BL abhängig. Nehmen wir mal Niedersachsen als Beispiel wobei ich prinzipiell allen Ländern offen wäre. Vermute mal der Großteil der neuen Lehrer fängt nicht mitten im Jahr sondern nach den Sommerferien an, wobei es sicherlich vor allem für neue Lehrer Vorbereitungen vor Schulstart gibt. In Niedersachen sind die Sommerferien im Jahr 2019 vom 04.07 bis 14.08. wann werden da Stelleangesuche ausgeschrieben bzw. wann wären meine besten Chancen.
    • Fabian88 schrieb:

      von pädagogischer Seite kann ich mir das gut vorstellen, dass erwachsene Schüler leichter sind als Grundschüler. Nur kann ich mir auch vorstellen, dass vom Wissen her einfach mehr gefordert ist. Ansich wäre es anspruchsvoller und interessanter Unterricht für Erwachsene als für Kinder zu geben nur könnte ich mir vorstellen, dass hier der Seiteneinstieg besonders schwierig ist. Sprich dass man besonders gute Zeugnssnoten, Berufserfahrung oder Weiterbildungen vorweisen muss während in dieser Hinsicht der Einstieg an einer Grundschule leichter wäre. Wobei es hier an einer Berufsbildenen Schule evtl. weniger ein Problem wäre dass ich nur einen Master in Chemie habe und kein zweites Fach wenn ich Chemielaboranten unterrichten würde.
      Wie stellst du dir einen Seiteneinstieg an der GS mit Chemie eigentlich vor? Ich habe noch keine Grundschule gesehen, an der Chemie unterrichtet wird (zumindest in SH gibt es das nicht und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das in Bayern großartig anders ist). Mit etwas Phantasie (Fantasie?) ließe sich wohl HWS, HSU, Naturkunde o.ä. ableiten, aber auch dann fehlt dir noch ein zweites Fach.

      Ich möchte dir nicht zu Nahe treten und mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber mich beschleicht das leise Gefühl, dass du das mit dem "Lehrer werden" noch nicht ganz durchdacht hast. Für mich klingen deine Texte nach "Hm, mein jetziger Job ist doch nicht so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Was jetzt? Keine Ahnung wo ich unterkommen könnte, also werd' ich mal Lehrer." Eigentlich zählst du keinerlei Gründe auf, die dafür sprechen, dass du wirklich Lehrer werden willst, sondern sagst nur, was dir an deinem jetzigen Job nicht gefällt. Mal ganz davon abgesehen wirst du als Lehrer auch keine 40-Stunden-Woche haben.

      Wie die anderen würde auch ich dir empfehlen, Praktika an verschiedenen Schulformen zu machen, wenn du an dem Berufsziel festhalten willst. Grundschüler sind mit Sicherheit nicht "artiger" als Berufsschüler, Kinder mit Autismus oder Trisomie 21 sieht man auf Gymnasien immer häufiger, nennt sich Inklusion (über dessen Sinn oder Unsinn man auch lange diskutieren kann). Man darf die eigene Schulzeit und sich selbst als Schüler nicht als Maßstab nehmen und davon ausgehen, dass alle SuS so sind, das war das erste was ich in meinem Praktikum gelernt habe.
    • Fabian88 schrieb:

      von pädagogischer Seite kann ich mir das gut vorstellen, dass erwachsene Schüler leichter sind als Grundschüler. Nur kann ich mir auch vorstellen, dass vom Wissen her einfach mehr gefordert ist. Ansich wäre es anspruchsvoller und interessanter Unterricht für Erwachsene als für Kinder zu geben nur könnte ich mir vorstellen, dass hier der Seiteneinstieg besonders schwierig ist.
      Niemand kann alles wissen und jeder macht Fehler, aber im Grossen und Ganzen trennen dich mit einem Chemie-Master Welten von deinen Lernenden, auch wenn es Erwachsene sind. Wirklich Welten! Du darfst wirklich nicht zu sehr von dir ausgehen – vielleicht fandest du deinen Chemieunterricht trivial und warst unterfordert und stellst dir jetzt vor, deine Klassen bestehen aus zukünftigen Chemiestudenten. Aber so wird es nicht sein. Nur wenige deiner Lernenden werden dein Wissen voll ausschöpfen können, viele werden absolut grundlegende Probleme haben die dich fachlich nicht im mindesten fordern werden – fachdidaktisch aber schon.
    • Philio schrieb:

      vielleicht fandest du deinen Chemieunterricht trivial und warst unterfordert und stellst dir jetzt vor, deine Klassen bestehen aus zukünftigen Chemiestudenten
      :rofl:

      Da musste ich jetzt herzhaft lachen. Ich musste eben schon wieder mal an meinen Praktikanten denken, der auch glaubte, Schüler, die Schwerpunktfach Chemie und Biologie wählen, würden sich tatsächlich für Chemie interessieren. Also ja, Du hast Recht, man kann getrost davon ausgehen, dass man auch bei Gymnasiasten und Berufsschülern im Fachwissen immer meilenweit über den Schülern ist. Aber ich frage mich auch gerade, was man mit einem Chemiestudium an der Grundschule will.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Du gehst das falsch an. Google mal nach "Seiteneinstieg" und "Quereinstieg" in Kombination mit den Bundesländern, die für dich in Frage kommen. Dann wirst du sehen, welche Voraussetzungen es jeweils gibt und wie die Möglichkeiten aussehen. Die sind von Bundesland zu Bundesland und von Schulform zu Schulform anders.
    • Th0r5ten schrieb:

      Du gehst das falsch an. Google mal nach "Seiteneinstieg" und "Quereinstieg" in Kombination mit den Bundesländern, die für dich in Frage kommen. Dann wirst du sehen, welche Voraussetzungen es jeweils gibt und wie die Möglichkeiten aussehen. Die sind von Bundesland zu Bundesland und von Schulform zu Schulform anders.
      Darauf hätte ein Akademiker auch selbst kommen können. Das Ganze klingt doch ziemlich, ausgedacht unausgegoren...
    • Hallo

      natürlich werde ich Grundschülern keine Chemie beibringen, das ist mir schon klar. Habe ja auch gesagt, dass ich Berufsschullehrer fordender finden würde.


      Philio schrieb:

      Niemand kann alles wissen und jeder macht Fehler, aber im Grossen und Ganzen trennen dich mit einem Chemie-Master Welten von deinen Lernenden, auch wenn es Erwachsene sind. Wirklich Welten! Du darfst wirklich nicht zu sehr von dir ausgehen – vielleicht fandest du deinen Chemieunterricht trivial und warst unterfordert und stellst dir jetzt vor, deine Klassen bestehen aus zukünftigen Chemiestudenten. Aber so wird es nicht sein. Nur wenige deiner Lernenden werden dein Wissen voll ausschöpfen können, viele werden absolut grundlegende Probleme haben die dich fachlich nicht im mindesten fordern werden – fachdidaktisch aber schon.

      Das ist mir schon klar, trotzdem hätte ich wahrscheinlich zumindest am Anfang etwas mehr Nervösität als bei Grundschülern/Realschülern. Aber du hast eigendlich Recht und hey selbst meine Professoren haben sich manchmal versprochen/verschrieben und die meisten Präsentationen habe ich selbstsicher vorgetragen.





      Ich habe ich mich schon selbst informiert. Bayern soll den wenigsten Lehrermangel haben, Gymnasiallehrer sind eher Überschuss. Je nach Bundesland ist Verbeamtung und wenn ja Maximalalter unterschiedlich. Jedes BL handelt Seiten/Quereinsteiger unterschiedlich.

      Meine wichtigste Frage war ob es in der Tat einen Lehrermangel gibt oder eher nicht. Wie gesagt habe ich viele Internetseiten oder youtube videos gelesen/gesehen wo vom Lehrermangel gesprochen wird. Gleichzeitig gab es in diesen Kommentaren aber auch Leute die das genaue Gegenteil behauptet haben. Kann sein, dass dies alle Gymnasiallehrer aus Bayern sind die das falsche studiert haben aber bei so viel unterschiedlichen Aussagen wollte ich mal eure Meinung hören.

      Wie dem auch sei, werde mir demnächst mal ein paar Berufsschulen in der Nähe raussuchen und versuchen in Kontakt zu treten. Wenn die Möglichkeit besteht dort ein Gespräch zu führen bringt mir das sicherlich mehr. Könnte dort genau fragen welche Vorraussetzungen wichtig sind und wann nach neuen Lehrkräften gesucht wird und ob man evtl. mal ein Praktikum machen kann.
    • Fabian,
      für NRW gibt es in den Naturwissenschaften einen starken Bedarf in den Realschulen, Hauptschulen und Sekundarschulen. Da könnte ich mir als zweites Fach auch Physik vorstellen, das Fach hast Du in Deinem Ausbildungsgang doch sicherlich auch belegt. Berufsschule sieht für Chemie eher mau aus. Ich kann mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass Dir nicht so ganz klar ist, was Unterricht in der heutigen Zeit bedeutet. Vorschlag: Schau Dir nachfolgende Dokumentation an und dann kannst Du uns ein Feedback geben

      Video
      An alle Deutschlehrer:
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:
    • Chemikus08 schrieb:

      Fabian,
      für NRW gibt es in den Naturwissenschaften einen starken Bedarf in den Realschulen, Hauptschulen und Sekundarschulen. Da könnte ich mir als zweites Fach auch Physik vorstellen, das Fach hast Du in Deinem Ausbildungsgang doch sicherlich auch belegt. Berufsschule sieht für Chemie eher mau aus. Ich kann mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass Dir nicht so ganz klar ist, was Unterricht in der heutigen Zeit bedeutet. Vorschlag: Schau Dir nachfolgende Dokumentation an und dann kannst Du uns ein Feedback geben

      Video

      Hallo Chemikus08

      Tut mir Leid für die verspätete Antwort aber ich war über die Feiertage beschäftigt.

      Ich habe nur sehr wenig credit points in reiner Physik dafür aber mehrere in physikalischer Chemie. Vielleicht würde dies auch für Physik reichen. Ist natürlich Schade zu lesen, dass Chemie für Berufsschule in NRW eher mau ist aber um ehrlich zu sein wäre NRW nicht gerade meine erste Wahl. Klar werde ich Schulen in meiner Nähe zum Thema abfragen (wenn möglich im persönlichen Gespräch) aber dem Osten wäre ich ebenfalls sehr angetan. Hier findet man nur verschiedene Informationen, einige Seiten sagen Osten gut, andere schlecht etc. Nach den Winterferien informiere ich mich genauer.

      Zum Video
      Klar gibt es solche Schulen nur sind dies doch meistens fast Ausnahmslos Problemschulen in Problemvierteln wie Berlin-Neuköln, Duisburg-Marxloh, Hamburg etc. und größtenteils Hauptschulen oder Gesamtschulen.

      In solchen Städten würde ich nicht wirklich leben oder arbeiten wollen. Ich glaube, dass Verhältnisse wie im Video im ländlichen Gebieten oder im Osten eher Ausnahmen sind (zumindest in Schulformen Realschule oder höher). Wenn jemand anderes berichten kann würde ich mich über Aufklärung freuen.
    • Fabian 88 , nur zur Info, das Video zeigt die Realität in mind. der Hälfte aller Sek 1 Schulen in NRW, ausgenommen Gymnasien. Genau diese Hälfe sucht, rate Mal warum, händeringend Seiteneinsteiger. Gymnasien und die andere Hälfte bekommen ihre Stellen besetzt. So zumindest die Realität in NRW.
      An alle Deutschlehrer:
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:
    • Ich bin selber Seiteneinsteiger in Sachsen.

      Gesucht werden Lehrer für Oberschulen (Real- und Hauptschule) und Grundschulen. Gymnasium ist noch die Ausnahme. Nur in Leipzig und Dresden findne sie noch genügend Lehrer.
      Fächer wird eigentlich alles händeringend gesucht. Als Chemiker hast du gute Chancen. Das Zweitfach musst du dann später nachstudieren.
      Du bewirbst dich in Sachsen nicht an einer bestimmten Schule, sondern für einen Schulbezirk, z.B. Chemnitz, Zwickau ...
      Du kannst dann angeben in der Bewerbung angeben, welche Fächer als Zweitfach für dich in Frage kommen.

      lehrerbildung.sachsen.de/15764.htm

      Also ich bereue meine Entscheidung nicht, aber den Zeitfaktor am Anfang darf man nicht unterschätzen. Ich habe genügend Tage bei denen ich bis Mitternacht an der Vorbereitung saß und früh um 5 wieder aufgestanden bin. Langsam pendelt es sich aber ein, wobei ich jetzt wirklich froh war, dass die Weihnachtsferien kamen.