Umgang mit Mobbing

  • Ich kann von einem Typen berichten der mir 4 Jahre lang in der SEK I das Leben zur Hölle gemacht hat.
    Seine Gruppe aus 6 Leuten haben mich immer wieder drangsaliert. Teilweise verbal (Beleidigungen), teilweise handgreiflich (Bein stellen, regelmäßige Nackenkellen, bespucken, mit essen bewerfen). Meine Hilfe Gesuche an Mitschüler ergaben null Unterstützung weil sie Angst hatten dann auch fertig gemacht zu werden. Lehrer haben teilweise weggesehen und teilweise gemeint, das ich mich halt wehren soll.
    Da ich damals schon Kampfsport gemacht habe, wollte ich die Idioten aber nicht verletzen. Als ich mich dann doch mal gewehrt have (mir wurde die Brille vom Boss abgenommen) und ich dem Rädelsführer eine gescheuert habe, habe ich dann noch den Stress bekommen von seinen Eltern + „Vertrauenslehrer“ (schlagen darf man nicht). Meine Eltern waren schockiert. Danach wurde es dann noch schlimmer (Zitat „Wenn wir dir so auf die Seite gehen, bring dich doch um. Dich vermisst doch eh keiner.“).
    4 Jahre später ist mir einer von denen dann mal abends besoffen über den Weg gelaufen. Der weiß bis heute nicht, wer ihm die Fresse poliert hat.
    Der Rädelsführer wechselte zur 11. klasse hin dann die Schule, 3 seiner Kumpanen machten kein Abitur und der Rest versuchte sich dann bei mir einzuschleimen, weil sie in der Oberstufe nicht respektiert wurden. Den Rädelsführer habe ich dann im Studium durch Zufall wieder getroffen. Drei Semester lang hat er versucht sich zu entschuldigen. Sein Grund für den Mist war nach eigener Aussage, dass er wusste, dass ich notentechnisch besser sein würde als er wenn ich mich reinhäng. Nur haben mich Noten noch nie sonderlich interessiert.

    • Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. -Machiavelli-
    • Zwei Mächte gehen durch die Welt, Geist und Degen, aber der Geist ist der mächtigere. -Napoleon-
    • In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst! -Augustinus-
  • Gründe, für das Sich-besser-Fühlen der Täter werden zum Beispiel hier benannt:
    „Bei Tätern, d. h. Schülern, die aktiv mobben, sind häufig folgende Tendenzen zu beobachten: Demonstration von Stärke/Macht (häufig körperliche, seltener geistige Überlegenheit), Steigerung des (mangelnden) Selbstwertgefühls, Kompensation von Schwächen, Führer-Verhalten (sie haben oft Anhänger/Mitläufer in Cliquen). Sie halten sich für was besseres, zeigen dies lautstark und wollen sich vor den anderen brüsten.“


    Quelle:
    http://www.schueler-gegen-mobbing.de/mobbing-in-der-schule/

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht kann uns das mal jemand erklären, der selbst als Jugendlicher gemobbt hat.


    Ja, das ist eine wunderbare Idee. Vielleicht könnte @Miss Jones das mal beantworten. Fühlt sie sich selbst besser, wenn sie jemand anderen mobbt (Spamdackel, Reissack in China) oder will sie einfach jemandem schaden (das berühmte "Rausekeln" = jemanden weghaben wollen, den man nicht leiden kann) oder oder oder ... (Und warum schauten die anderen schweigend zu? Weil die Person es verdient hat?)


    Hier fragte ich das ja auch schon mehrfach: NichtEgal - wie man mit Hasskommentaren umgehen kann


    Gründe, für das Sich-besser-Fühlen der Täter werden zum Beispiel hier benannt:
    „Bei Tätern, d. h. Schülern, die aktiv mobben, sind häufig folgende Tendenzen zu beobachten: Demonstration von Stärke/Macht (häufig körperliche, seltener geistige Überlegenheit), Steigerung des (mangelnden) Selbstwertgefühls, Kompensation von Schwächen, Führer-Verhalten (sie haben oft Anhänger/Mitläufer in Cliquen). Sie halten sich für was besseres, zeigen dies lautstark und wollen sich vor den anderen brüsten.“


    Quelle:
    http://www.schueler-gegen-mobbing.de/mobbing-in-der-schule/


    (Ha, jetzt weiß ich endlich, wie man zwei Zitate in einen Beitrag einfügt. :-) )


    @ninale, ich meine aber eher, daran kann man sehen, es geht nicht nur darum, sich besser zu fühlen, sondern auch darum, anderen zu schaden und hervorheben will ich mal, es gibt auch einfach fiese Charaktere, die Spaß daran haben, andere zu schikanieren und zu drangsalieren. Schlimme Sachen hat man da ja auch schon aus der Bundeswehr gehört (und im Osten aus der Armee). Das hat doch alles die gleiche Wurzel ! Ich glaube, man kann auch merken, wenn man sich auf das Thema einlässt, dass es ohne die Mitmacher und Schweiger drumherum eigentlich kaum geht.

    Aus Solidarität mit dem vom Aussterben bedrohten Schuppentier (als Pangolin gerade in aller Munde) nenne ich mich jetzt so. ;-)

    Einmal editiert, zuletzt von Das Pangolin ()

  • Ja, das ist eine wunderbare Idee. Vielleicht könnte @Miss Jones das mal beantworten. Fühlt sie sich selbst besser, wenn sie jemand anderen mobbt ...

    Hast du schon mal überlegt, ob nicht du der einzige bist, der hier absichtlich für böses Blut sorgt?

  • Thread ist bis auf weiteres geschlossen.


    Kl.gr.Frosch, Moderator

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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