Kooperative Präsentationsphase - Zeitproblem

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kooperative Präsentationsphase - Zeitproblem

      Guten Abend,

      wie so oft, ein Zeitproblem(chen)! Die über 20 SuS haben etwas in sechs Gruppen erarbeitet, ein Präsentationsmedium (z. B. Plakat) erstellt und nun hängt dies an der Tafel.

      Und jetzt? Zeitlich haben wir noch gut 15 Minuten Zeit, wobei am Ende gerne auch auf noch mit einem Tranfer das Ganze angewendet/vertieft wird. Also somit bleiben letzendlich rund 10 Minuten.

      Was tun? Nicht alle präsentieren lassen, aber wo setze ich Prioritäten?
      Wie können die SuS das Tafelbild übernehmen? Schon alleine das Übertagen würde bei so manchem Schüler 10 Minuten in Anspruch nehmen...

      Habt ihr sinnvolle Erfahrungen aus dem Schulalltag, außer die Sicherungsphase auf die nächste Stunde zu verschieben :aufgepasst:
    • Falls Du von normalem Unterricht, und nicht von einer "Vorführstunde" redest:

      Am sinnvollsten wäre wirklich verschieben. Wenn nicht: Eine zufällig ausgewählte Gruppe (bei Zeitnot wählst du natürlich "rein zufällig" nicht grad die mit den meisten Fehlern aus) präsentiert. Die anderen werden dann im Plenum nach Ergänzungen/Korrekturvorschlägen gefragt.

      Wie das dann ins Heft kommt... tja, um ehrlich zu sein ist das einer der Gründe, warum ich so gut wie nie (oder nur bei kurzen Randthemen) mit Plakaten arbeite. Notfalls abfotografieren und kopieren. Oder halt auch verschieben auf nächstes mal.



      Wenn's um eine "Vorführstunde" geht, kommt's ganz auf die Vorlieben der Beurteiler an. Bei uns reichte das Spektrum von "die super Schüler haben natürlich alle alles richtig erarbeitet und sind kompetent genug, das jetzt auch noch selbstständig zu sichern, weil Gruppenarbeiten sowieso immer zu absoluten Superergebnissen führen" über meine oben beschriebene Variante bis hin zu "die schreiben das nächste Stunde ab" (was nicht gestimmt hat, aber das interessiert ja das Seminar nicht :D ).

      Gruß,
      DpB
      Ich tät sage, Schwartemage, tät mein Mage gut vertrage.
    • Obasler78 schrieb:

      Was tun? Nicht alle präsentieren lassen, aber wo setze ich Prioritäten?
      Methode "Marktplatz" fände ich hier angebracht.

      Obasler78 schrieb:

      Wie können die SuS das Tafelbild übernehmen?
      Mit dem Handy abfotografieren.
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
    • Handelt es sich um eine Vorführstunde oder eine normale Unterrichtsstunde?

      Ich verzichte meist darauf Plakate erstellen zu lassen und diese in der gleichen Stunde zu präsentieren, das ist zeitlich nur schwer möglich.
      Entweder planst du so, dass die schönen, ausführlichen Plakate in der nächsten Stunde (vielleicht sogar mit Handouts zur Sicherung) präsentiert werden können oder du überlegst dir, ob man die Ergebnisse vielleicht auch kürzer sichern kann.

      Evlt. z.B. mit einem Placemat, da müssen dann auch nicht alle Gruppen präsentieren. Ob das möglich ist, hängt aber natürlich vom erarbeiteten Inhalt ab.
    • SteffdA schrieb:

      Methode "Marktplatz" fände ich hier angebracht.
      Diese Idee klingt gut und hält die SuS nochmals kooperativ fit beim "Rundgang" und dann können ja die Plakatergebnisse an der Tafel gesammelt werden!

      Milk&Sugar schrieb:

      Handelt es sich um eine Vorführstunde oder eine normale Unterrichtsstunde?
      Es handelt sich um eine Vorführstunde! Möglich wäre ja auch nur den Ausschnitt der fortgeführten Plakat-Erarbeitung zu präsentieren und dann könnte man gezielter auf die Tafelergebnisse eingehen.

      Problem ist, dass ich derzeit für ein Tafelbild - welches erstellt werden soll - keine weitere Chance sehen, außer die Plakate oder es halt handschriftlich von den SuS aufschreiben zu lassen; dauert aber wohl noch länger! :angst:

      Das Abfotografieren und als Hausaufgabe oder ähnliches übertragen ist wohl machbar...

      Editierung: Überlegung meinerseits: Werde der Klasse als Hausaufgabe (Vortag) schon die unterschiedlichen Textgrundlage lesen lassen und dann sozusagen bei Stundenbeginn eine "Reaktivierung" der Thematik und der Vorgehensweise durch Schüler x durchführen lassen. Dann schließe ich erst eine "Nachhilfephase" in Gruppen an - zum Austausch über die Textgrundlage - dann eine Gruppenbearbeitung von Plakaten und letzendlich Präsentation z. B. durch "Marktplatz" mitsamt Vertiefung.
      Klingt sinnvoll, oder? :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Obasler78 ()

    • Obasler78 schrieb:

      Guten Abend,

      wie so oft, ein Zeitproblem(chen)! Die über 20 SuS haben etwas in sechs Gruppen erarbeitet, ein Präsentationsmedium (z. B. Plakat) erstellt und nun hängt dies an der Tafel.

      Und jetzt? Zeitlich haben wir noch gut 15 Minuten Zeit, wobei am Ende gerne auch auf noch mit einem Tranfer das Ganze angewendet/vertieft wird. Also somit bleiben letzendlich rund 10 Minuten.

      Was tun? Nicht alle präsentieren lassen, aber wo setze ich Prioritäten?
      Wie können die SuS das Tafelbild übernehmen? Schon alleine das Übertagen würde bei so manchem Schüler 10 Minuten in Anspruch nehmen...

      Habt ihr sinnvolle Erfahrungen aus dem Schulalltag, außer die Sicherungsphase auf die nächste Stunde zu verschieben :aufgepasst:

      Hallo Obasler78,

      bist du sicher, dass nach der Ergebnissicherung und Transfer/Vertiefung noch 10 Minuten zur Verfügung stehen?

      Bei uns werden in Vorführstunden Teilpräsentationen empfohlen (natürlich entsprechend begründen und darstellen, wie die Ergebnisse später umfassender gewürdigt werden) und als Sicherung von z.B. Plakaten - wirklich ein leidiges Thema - hängt es sehr vom jeweiligen Ausbilder ab. Der eine hat nichts dagegen, wenn SuS sich die Plakate abfotografieren, für den andern wäre das eine mittlere Katastrophe.

      Da man nicht weiß, wer einen prüft und was der für pädagogisch vertretbar hält, muss man wohl die sichere Schiene fahren und eine Zusammenschau antizipierend vorbereiten. Vorteil: Spart Zeit und minimiert das Risiko. Nachteil: Macht unflexibler. Kann man aber wieder alles begründen, die Frage ist halt nur, ob die Begründungen auch gelesen/wahrgenommen werden.

      Fazit: Mindestens eine vorläufige Sicherung (wo die abgesteckten Lernziele jedenfalls enthalten sind) durchführen und dann eine sinnvolle Vertiefung mit Ausblick als Stundenabschluss. Dann wäre der didaktische Kreis komplettiert und der 1,0 Tür und Tor geöffnet... ;)

      P.S: "Gallery-Walk", "Marktplatz" etc. würde ich als Sicherung nicht empfehlen, weil nicht klar ist, ob alle Schüler alles gesehen haben und die Lernziele erreicht wurden. Als reine Präsentation ist es eine gute Sache, wenn die Schüler das kennen und es entsprechend zügig machbar ist. Aber eine "sichere" Sicherung ist das halt nicht. Du musst ja auf die Frage gefasst sein: "Woran lässt sich konkret erkennen, dass Lernziel XY tatsächlich von allen/den meisten Schülern erreicht wurde?"

      Gutes Gelingen!

      der Buntflieger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Buntflieger ()

    • Also ich löse das Problem idR so, dass ich zB bei sechs Gruppen immer zwei den gleichen Auftrag erarbeiten lasse. Dann präsentiert jeweils immer eine Gruppe und die arbeitsgleiche andere Gruppe ergänzt dann nur noch. Dann hat man zumindest die Hälfte der Zeit gespart und man minimiert das Risiko, dass ein Teil der Arbeit nicht vernünftig bearbeitet wurde, wenn mal eine Gruppe gebummelt hat.
    • Obasler78 schrieb:

      ...Dann schließe ich erst eine "Nachhilfephase" in Gruppen an - zum Austausch über die Textgrundlage - dann eine Gruppenbearbeitung von Plakaten und letzendlich Präsentation z. B. durch "Marktplatz" mitsamt Vertiefung.
      Was soll denn auf die Plakate? Wenn es nur eine Zusammenfassung der Texte ist, die schon zu Hause gelesen wurden, frage ich mich, ob das reicht. Du hättest ja dann eine reine Abschreibstunde- oder wie lautet das Ziel?

      Und worin besteht die "Vertiefung"? Du hast m.E. auch hier wieder das Problem der Ergebnissicherung. Vielleicht fallen dir noch andere Methoden als Plakaterstellung ein, die dein Problem lösen. So dass z.B. ein Mindmap entsteht, welches währenddessen ins Heft übertragen wird.

      Abfotografieren lassen würde ich mir gut überlegen. Was sagt eure Hausordnung zur Handynutzung? Was, wenn einer kein Smartphone (dabei) hat?
    • Buntflieger schrieb:

      P.S: "Gallery-Walk", "Marktplatz" etc. würde ich als Sicherung nicht empfehlen, weil nicht klar ist, ob alle Schüler alles gesehen haben und die Lernziele erreicht wurden. Als reine Präsentation ist es eine gute Sache, wenn die Schüler das kennen und es entsprechend zügig machbar ist. Aber eine "sichere" Sicherung ist das halt nicht. Du musst ja auf die Frage gefasst sein: "Woran lässt sich konkret erkennen, dass Lernziel XY tatsächlich von allen/den meisten Schülern erreicht wurde?"
      Danke dir für den Hinweis, da hast du natürlich vollkommen recht!!!
      Werde dann wohl auch eine der beiden Alternativen eher zur Präsentation nutzen - vorab mit den SuS noch einüben, damit es keine Stunden dauert ;) - und dann an der Tafel samt angehängter Plakate vertiefen.

      Hannelotti schrieb:

      Also ich löse das Problem idR so, dass ich zB bei sechs Gruppen immer zwei den gleichen Auftrag erarbeiten lasse. Dann präsentiert jeweils immer eine Gruppe und die arbeitsgleiche andere Gruppe ergänzt dann nur noch. Dann hat man zumindest die Hälfte der Zeit gespart und man minimiert das Risiko, dass ein Teil der Arbeit nicht vernünftig bearbeitet wurde, wenn mal eine Gruppe gebummelt hat.
      Grundsätzlich "super", habe ich auch schon so durchgeführt - aber lässt sich bei der Thematik bzw. dem Umfang und der Differenzierung nicht optimal umsetzen. Die SuS müssen/sollten so fit sein, es auch ohne "Kontrollgruppe" hinzubekommen :)

      Krabappel schrieb:

      Was soll denn auf die Plakate? Wenn es nur eine Zusammenfassung der Texte ist, die schon zu Hause gelesen wurden, frage ich mich, ob das reicht. Du hättest ja dann eine reine Abschreibstunde- oder wie lautet das Ziel?
      Nee, nicht ganz - die SuS sollen eine bestimmte "Lesemethode" anwenden und die relevantesten Infoaspekte aus dem Text via Plakat zusammentragen.

      Krabappel schrieb:

      Und worin besteht die "Vertiefung"?
      Vertiefung würde ich durch "mich" entstehen lassen ;) Indem ich entsprechende Nachfragen stellen - Praxisbezüge herstelle, wenn die Plakate an der Tafel hängen und die SuS einen Überblick über das Erarbeitete erhalten haben.

      Krabappel schrieb:

      Abfotografieren lassen würde ich mir gut überlegen. Was sagt eure Hausordnung zur Handynutzung? Was, wenn einer kein Smartphone (dabei) hat?
      Stimmt, aber übernimmt nur eine Person dann aus der Klasse und stellte es den Anderen zur Verfügung; ist bisher nie kritisiert worden! :)
    • Kommt auf die Plakate der Inhalt der Texte oder eine Bewertung der Lesemethode?

      Wird die Lesemethode als solche reflektiert?
      Sollen am Ende alle SuS die Inhalte aller Lesetexte kennen?

      Wenn es in der Stunde um die Lesemethode an sich geht, würde ich am Ende dazu die Vertiefung/ Sicherung planen.
      Geht es dir eher um die Inhalte, bleibt die Frage, wie du diese an alle SuS geben willst.
      Vermutlich kann in der Stunde nur ein Ausblick erfolgen.
      Zur Weitergabe der Inhalte könnten auch Methoden genutzt werden, bei denen präsentiert, referiert oder diskutiert wird.
    • Wenn du möchtest, dass die SuS bei einem Gallerywalk alle Infos der anderen Gruppen schriftlich vorliegen haben, erstell doch Lückentexte/einen Mini-Fragenkatalog o. Ä.
      Je nachdem, was dein Schwerpunkt für die Stunde sein soll.

      Wenn es eine Methodenstunde sein soll, dann würde ich mich fragen, inwiefern das Erstellen von Plakaten funktional für das Einüben der Lesemethode sein soll und inwiefern es nötig ist, dass die SuS ihre gegenseitigen Textinhalte auf Plakaten nachlesen sollen. Wie wäre es denn mit einer Reflexion des Lernfortschritts oder Reflexion der Methode im Vergleich zu vorher verwendeten Lesetechniken?

      Wie genau gestaltet sich denn der Transfer inhaltlich?
    • Obasler78 schrieb:

      Krabappel schrieb:

      Für einen Text, den sie sich bereits erarbeiten sollten?
      Ne ;) Lesen via der geübten Methode und dann später in der passenden Gruppierung zusammentragen; wozu man die entsprechende Lesemethode "benötigt" :)
      Du schriebst, dass du überlegst, den Text als Hausaufgabe vorher aufzugeben.

      Es ist schwierig, ohne Thema, Ziel, Klientel... was Konkretes zu sagen. Aber für mich klingt das nach zu wenig Lernzuwachs. Dir ist ja auch gerade erst aufgefallen, dass man denselben überprüfbar anhäufen muss, daher wäre es vielleicht sinnvoll, Genaueres zu schreiben, damit nicht alle im Nebel stochern. Musst du aber natürlich nicht, wenn's ganz anonym sein soll. LG
    • SchmidtsKatze schrieb:

      Wenn du möchtest, dass die SuS bei einem Gallerywalk alle Infos der anderen Gruppen schriftlich vorliegen haben, erstell doch Lückentexte/einen Mini-Fragenkatalog o. Ä.
      Gute Idee - denke ich drüber nach! :)

      Krabappel schrieb:

      Es ist schwierig, ohne Thema, Ziel, Klientel... was Konkretes zu sagen. Aber für mich klingt das nach zu wenig Lernzuwachs. Dir ist ja auch gerade erst aufgefallen, dass man denselben überprüfbar anhäufen muss, daher wäre es vielleicht sinnvoll, Genaueres zu schreiben, damit nicht alle im Nebel stochern. Musst du aber natürlich nicht, wenn's ganz anonym sein soll. LG
      Das stimmt wohl! Ich werde es jetzt erstmal dabei belassen; mir haben jene Inputs schon eine Menge gegeben - das wird schon :)

      Danke an ALLE Mitdenkenden :gruss: