NRW: Bald mehr Geld für Brennpunktlehrer?

  • würdest DU denn da HIN wollen?
    wen du "kennst" ist uninteressant. Was DU zu tun gedenkst oder auch nicht schon eher.


    Im übrigen - wenn das Konzept um folgendes erweitert würde, würde es vielleicht fruchten:
    Die finanziellen Zulagen werden KOMPLETT von den "Eltern" dieser sozial unverträglichen Kinder getragen. Und auch eingetrieben, per Kuckuckskleber, der dann direkt mal Playstation und Flachbildfernseher einkassiert.
    Die Sprache versteht eigentlich jeder...

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Für mich würde diese Schulministerin einen guten Job tun, wenn es endlich hieße, dass es weniger Brennpunktschulen geben würde. So wird doch nur ein marodes Haus neu gestrichen, um den Schein nach außen zu wahren, aber ich habe das Gefühl, dass die Situation in NRW und Berlin eher schlimmer als besser wird - und die jeweiligen Minister machen NICHTS. Solange dieser Trend sich nicht verändert, kann ich nur den Kollegen raten, sich an bessere Schulen versetzen zu lassen. Denn gleiches Geld, aber deutlich bessere Arbeitsbedingungen? Da würde keiner doppelt überlegen...

  • ...den "Eltern" dieser sozial unverträglichen Kinder...

    Ziemlich menschenverachtend, was du hier ablieferst. Deiner Meinung nach bedeutet Brennpunktschule: Eltern, die man nur in Anführungszeichen so nennen kann, Kinder, die alle sozial unverträglich sind... Das ist nur noch armselig!

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Ich sehe das - mangelnde bzw nicht vorhandene Erziehung(sfähigkeit) diverser "Kinderproduzenten", die den Namen Eltern nicht verdienen - durchaus als einen Faktor, warum es überhaupt "Brennpunkte" bzw "Brennpunktschulen" gibt.
    Ich bin selbst an einem Gymnasium in Ruhrgebiet tätig. Wir sind keine "Brennpunktschule", aber ne "tolle" Region ist unsere auch icht gerade, trotzdem liebe ich "unseren Dreck" und versuche, was dran zu tun.
    Ich suche halt nach den Ursachen, denn die müssen bekämpft werden nicht die "Symptome".

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
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  • Du arbeitest an keiner Brennpunktschule, das merkt man.


    Ich arbeite an einer, und würde NIE so über meine Schüler und Eltern schreiben. Warum?
    Weil sie mir am Herzen liegen, trotz aller Widrigkeiten, die sich manchmal ergeben.
    Und weil ich finde, dass man als Lehrer auf seine Worte achten und nicht solche Stammtischparolen abfeuern sollte.

  • ...aber so weit davon weg sind wir auch nicht.
    Mal ehrlich... "wir" reichen nicht gymnasialfähige SuS spätestens nach der 6. weiter. Daher eben kein "Brennpunkt", weil wir den Standard für die SuS halten wollen, die hier ein vernünftiges Abitur machen wollen


    Was denkt ihr denn, wieso solche SuS überhaupt (teilweise in großen Zahlen regional gehäuft) "passieren"? Willst du den schwarzen Peter etwa den Kindergärten zuschieben? Und was ist dann mit den Kindern, die diese gar nicht besuchen? Da muss doch "zuhause" was schieflaufen...
    Wie gesagt - die Fälle, die wir hier am Rande mitbekommen, haben quasi ausschließlich "erziehungsunfähige oder -unwillige Eltern" als Ursache. Und dann kein ausreichendes Eingreifen seitens Jugendamt usw.
    Wenn du das anders siehst - ich wäre durchaus an deinen Ansichten interessiert.

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  • So sehr unterscheiden sich unsere Meinungen vermutlich nicht, in deinen Beiträgen stört mich hauptsächlich die für mein Empfinden verachtende und abfällige Wortwahl und manchmal auch die komplett fehlende Empathie.

  • Das mag vielleicht am Medium "Forum" liegen, @Kathie...
    ich vermute, säßen wir uns gegenüber... würden wir uns da ne ganze Ecke besser verstehen.
    Ich spreche eben Dinge an und aus, die viele andere gerne versuchen zu verdrängen.
    Ich weigere mich einfach, solche "Produzenten" als Eltern zu bezeichnen, denn damit würdest du sie auf eine Stufe mit echten Eltern stellen, die eben diesen "Job", Eltern zu sein, gut machen.
    Also - woran liegts, und was können wir gegen die Ursachen tun?
    Ich sehe es jedenfalls als Fakt an, dass die betroffenen Kinder schon "verkorkst" in der Schule ankommen, und das schon in der Grundschule. Sollte ggf da radikaler "gesiebt" werden? @pepe, was meinst denn du? Wie geht ihr mit "nicht beschulbaren" SuS um? Zumal es ja immer weniger Sonder-/Förderschulen gibt, und diese ja nun auch nicht unbedingt die sinnvollste Lösung sind?

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  • Eigentlich müsste man ja sagen, diese Kinder (aus den sogenannten bildungsfernen Schichten) brauchen die besten Lehrer und Bedingungen, um wenigstens ein wenig aufzuholen, was ihnen von Hause aus versagt bleibt, nur mag ich den Umkehrschluss nicht: für die anderen reichen also die schlechte(re)n Lehrer - und wer soll das bitteschön sein? Nein, alle brauchen gute Lehrer!


    Dass die Kollegen von diesen Schulen flüchten, ist auch nachvollziehbar. Wer in diesem harten Schulalltag bestehen und nicht ausbrennen will, braucht eben nicht - wie Berlin es gemacht hat - dreihundert Euro "Brennpunktzulage", um auszuhalten und engagiert weiterzumachen, der braucht eben mehr als wir alle strukturelle Verbesserungen im Arbeitsalltag, sprich massive Entlastungen.


    Dazu gehören unbedingt deutlich kleinere Klassen (max. 18 Kinder), ein spürbar verringertes Stundensoll (minus 4 Stunden mindestens) und eine sehr viel bessere Ausstattung mit Sozialarbeitern, Schulpsychologen, Verwaltungsmitarbeitern (die Lehrern Verwaltungskram abnehmen)! Einfach nur mehr Geld zu zahlen, löst keines der Probleme, wie schon in anderen Fällen. Das bisschen Mehr ist schnell ausgegeben und vergessen und man steht vor den gleichen Problemen wie bisher, die einen eher den Job hinschmeißen lassen, als dass man ihn für 300 Euro mehr "lieber" macht.


    Aber die Politiker können sagen, sie haben was getan und die Lehrer müssen sich sagen lassen, sie haben doch was bekommen.

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    4 Mal editiert, zuletzt von Das Pangolin ()

  • ...dann schlag doch mal vor wie...

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  • Nönö, wer hier dauernd nur Artikel verlinkt muss endlich lernen, mal eine Meinung und auch Ideen zu haben.


    Das würde nämlich den Interessantheitsgrad deiner Posts endlich mal über den Nullpunkt bekommen. Und möglicherweise auch den Amüsementfaktor.

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  • Weil das Thema an sich interessant ist.
    Deine Posts allerdings sind das nicht.
    Die kannst du auch bleiben lassen, denn sie bringen ja nichts neues.

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  • Wenn ich richtig verstanden habe, soll es die Zulage nur für neue Kollegen geben. Das fände ich wirklich eine Sauerei...die Kollegen die sich dort schon jeden Tag schuften, die werden ganz im Regen stehen gelassen :autsch:

  • Diese Aufgabe reiche ich dann mal an die Gehaltsstufen weit über mir weiter ...

    Unser System produziert immer "Versager" durch die gestiftete Konkurrenz v.a. in der Hierarchie der Berufe bzw. sogar schon "darunter" im Arbeitsmarkt als solchem (Arbeitslosigkeit).
    An diesem Prinzip, das diese mitproduziert, wird auch nicht gerüttelt. Stattdessen gibt es jede Menge Sozialpolitik, um diese Fälle möglichst kosteneffizient in Schach zu halten. Neben Sozialarbeitern usw. gibt's jetzt wohl bald noch ganz offiziell den "Brennpunktlehrer", der dafür sorgen soll, dass seine "Klientel" wenigstens noch irgendeinen Helfer-Job macht oder, wenn das nicht klappt, zumindest die Füße einigermaßen still hält nicht keine Schaufensterscheiben einschlägt, wenn's Stromausfall gibt.
    Es ist aber in jedem Fall nur eine Betreuung der Verlierer einer Konkurrenz, die stets aufs neue solche Menschen hervorbringt. (Sisyphusarbeit - u.a. deshalb brennt dieser Job so viele aus.)

  • "Brennpunktlehrer" heißt nicht zwangsläufig oder ausschließlich, dass das nur Kinder sind, die Schaufenster einschlagen, andere auf Bahnanlagen kaputt treten oder mit Drogen dealen. Das sind größtenteils ganz normale Kinder, die halt aus bildungsfernen Haushalten kommen und wo die Eltern sich einen Scheiß für Schule interessieren.


    Meine Frau arbeitet als Grundschullehrerin an einer Brennpunktschule (in Essen), die hat in der Klasse keine Disziplinprobleme o.ä., die Kinder sind das kleinste Problem. Da gibt es ja auch viele, die später gut ihren Weg gehen.


    Die Arbeit jedoch deutlich erleichtern würden schon die o.g. Vorschläge (Verringerung des Deputats, mehr Sekretariatsstunden etc)). Problematisch sehe ich auch, dass an diesen Schulen gehäufig Seiteneinsteiger sind, da sich ausgebildete Lehrer eher selten direkt auf diese Schulen bewerben.

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