Klimadiskussion - ausgelagert aus Lissabon-Anfrage

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    • Klimadiskussion - ausgelagert aus Lissabon-Anfrage

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      Folgende Diskussion wurde ausgelagert aus: Kursfahrt Lissabon
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      Frage ich mich auch. Sind solche Studienfahrten per Flugzeug überhaupt noch zeitgemäß? Ich würde vorschlagen, dass ihr ökologisch verträglich mit der Eisenbahn nach Berlin, Dresden oder Weimar fahrt. Wäre zum einen klimafreundlicher und zum anderen auch eher eine Studienreise (die Anbindung an den Lehrplan der Oberstufe dürfte bei Lissabon deutlich schwerer als bei den drei genannten Städten fallen).

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    • gingergirl schrieb:

      Sind solche Studienfahrten per Flugzeug überhaupt noch zeitgemäß? Ich würde vorschlagen, dass ihr ökologisch verträglich mit der Eisenbahn nach Berlin, Dresden oder Weimar fahrt.
      Wenn man so an die Sache rangeht, würde ich vorschlagen die ganze Fahrt aus ökologischen Gründen gleich ganz bleiben zu lassen. Würde noch mehr co2 sparen und zudem nicht dafür sorgen, daß wegen AirBNB und Co. die Mieten in den Städten explodieren.

      Wollsocken80 schrieb:

      Ich weiss übrigens, wohin ich nie wieder auf Abschlussfahrt gehe: Holland. Meine Fresse, was haben die uns eine Woche lang angekackt, Rassismus vom Allerfeinsten.
      Kein Wunder, die haben Euch für Deutsche gehalten und da gibt es so eine kleine geschichtliche Annekdote, die sich "2. Weltkrieg" schimpft. Da fühlen sich jetzt die Niederländer genau so moralisch überlegen wie die Ökoterroristen rund um Greta.

      Also, um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Fliegen ist meiner Meinung nach noch zeitgemäß, denn es verbraucht viel weniger Energie als Autofahren und darüber redet dann keiner. Aber gerne darf Greta für die Klassenfahrt einen Großsegler organisieren, um mit dem Schiff von Schleswig-Holstein nach Lissabon zu fahren. :teufel:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von plattyplus ()

    • @pattyplus: ich sprach ganz klar von Zugfahrt innerhalb Deutschlands. Dass das klimafreundlicher als ein Flug nach Lissabon, dürftest ja sogar du einsehen.
      Ich bin gerade erst von einer Studienfahrt mit der 11 aus einer meiner vorgeschlagenen Orte zurückgekehrt. Also, meine Schüler fanden es nicht langweilig. Ich war auch zufrieden, denn es war eine STUDIENFAHRT. Bin schließlich Lehrerin und nicht Reiseveranstalterin. Und meine übersichtlichen Reisekosten bekomme ich auch zurück. Muss mich also nicht strafbar machen (wie bei Umlegung der Kosten auf die Schüler) bzw. selbst blechen.
    • gingergirl schrieb:

      Frage ich mich auch. Sind solche Studienfahrten per Flugzeug überhaupt noch zeitgemäß? Ich würde vorschlagen, dass ihr ökologisch verträglich mit der Eisenbahn nach Berlin, Dresden oder Weimar fahrt. Wäre zum einen klimafreundlicher und zum anderen auch eher eine Studienreise (die Anbindung an den Lehrplan der Oberstufe dürfte bei Lissabon deutlich schwerer als bei den drei genannten Städten fallen).
      Oje, jetzt werden auch Studienfahrten schon dem Diktat von Fridays for Future unterworfen.
      Fliegt hin und genießt eine der schönsten Städte Europas.

      Ihr müsst nicht einmal selber planen; das übernehmen Reiseagenturen für euch.
    • gingergirl schrieb:

      @pattyplus: ich sprach ganz klar von Zugfahrt innerhalb Deutschlands. Dass das klimafreundlicher als ein Flug nach Lissabon, dürftest ja sogar du einsehen.
      Ich bin gerade erst von einer Studienfahrt mit der 11 aus einer meiner vorgeschlagenen Orte zurückgekehrt. Also, meine Schüler fanden es nicht langweilig. Ich war auch zufrieden, denn es war eine STUDIENFAHRT. Bin schließlich Lehrerin und nicht Reiseveranstalterin. Und meine übersichtlichen Reisekosten bekomme ich auch zurück. Muss mich also nicht strafbar machen (wie bei Umlegung der Kosten auf die Schüler) bzw. selbst blechen.
      Wenn du selbst planen willst kannst du das gerne tun. Erfahrene Kollegen delegieren dies an Profis.
      Und strafbar machst du dich mitnichten, zumindest in BW. Hat @MrsPace mal gepostet.
      Darüber hinaus haben Schulen auch ein Budget für Reisen. Einfach frühzeitig mit der SL sprechen.
    • gingergirl schrieb:

      Ich bin gerade erst von einer Studienfahrt mit der 11 aus einer meiner vorgeschlagenen Orte zurückgekehrt. Also, meine Schüler fanden es nicht langweilig.
      Wenn Du bei uns "Weimar" sagst, sagt dir die Klasse geschlossen, daß sie dann gar nicht fahren wollen, weil sie für sowas kein Geld raushauen mögen. Selber schon genau so erlebt.


      Yummi schrieb:

      Fliegt hin und genießt eine der schönsten Städte Europas.
      Sehe ich auch so. Laßt Euch Euer Leben nicht von den fff-Ideologen kaputt machen, die Wasser predigen und selber Wein saufen.
    • gingergirl schrieb:

      Frage ich mich auch. Sind solche Studienfahrten per Flugzeug überhaupt noch zeitgemäß? Ich würde vorschlagen, dass ihr ökologisch verträglich mit der Eisenbahn nach Berlin, Dresden oder Weimar fahrt. Wäre zum einen klimafreundlicher und zum anderen auch eher eine Studienreise (die Anbindung an den Lehrplan der Oberstufe dürfte bei Lissabon deutlich schwerer als bei den drei genannten Städten fallen).
      ...damit magst du ja bayrische Landeier noch begeistern können, die ne deutsche Großstadt nur aus Erzählungen oder Bilderbüchern kennen...
      ...gerade am "Osten" und seinem braunen Gesocks haben die zivilisationsgewohnten Kids hier so gefühlte -200% Interesse. Verständlicherweise.
      Schon als ich Schülerin war... Anfang der 90er Oberstufe... da wir ein sehr kleiner Jahrgang waren, gabs - selnst mit Kooperation - nur 2 Ziele, ein drittes hatten wir versucht durchzusetzen... traditionell fuhren unsere "Griechen und Lateiner" nach Griechenland, und die übrigen sind in diesem Jahr durch Schottland getourt (was sich nicht als drittes durchgesetzt hat wäre Prag gewesen). Alles sinnvoll, alles kulturell sehr interessant.
      Insofern - ja, viel Spaß in Portugal. Übrigens - der Stockfisch kommt zwar aus Skandinavien, wird aber von Portugiesen anders zubereitet.
      Und klar können auch die Portugiesen kochen, verusch mal deren Vaianten vom Tintenfisch...
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Krabappel schrieb:

      sondern weil du keine Lust hast, auf etwas zu verzichten
      Sondern weil ich der Meinung bin, daß man an anderen Stellen viel besser co2 einsparen kann. Fängt beim Heizen im Winter an und geht weiter übers Auto.

      Oder genauer: Ich habe meine Daten im co2-Rechner mal durchgeklimpert und bin insg. auf 29t co2/Jahr gekommen, davon entfallen auf die Mobilität 15t. Würde ich mein jetzige Auto verschrotten und dafür ein Elektroauto kaufen, würden von den 15t nur noch 1t übrig bleiben. 14t fallen also weg. Mit dem Rest von 1t wäre ich trotz interkontinentaler Flugreisen noch unterhalb der co2-Menge, die für das Jahr 2050 eingeplant ist. Da weiß ich, wo der Hammer hängt und was ich zu tun habe, wenn vw und Co. endlich mal bezahlbare Elektroautos bringen, die 250km unter worst-case Bedingungen mit einer Akkuladung schaffen.

      Der nächste große Punkt ist das Heizen der Wohnung.

      Und bei so einer Statistik reden wir dann über Flugreisen? Die machen den Kohl nicht fett.

      Ach ja, ihr könnt ja selber mal Eure Werte eingeben: co2-Rechner des Umweltbundesamts
    • [Zitat Miss Jones] ja bayrische Landeier noch begeistern können, die ne deutsche Großstadt nur aus Erzählungen oder Bilderbüchern kennen...

      Eigentlich wollte ich Miss Jones' ach so unspießige, polyglotte und cool-urbane Auslassungen über provinzielle Bayern und dumpfbraune Ossis kommentieren... mein Handy wollte das offenbar nicht. Ist mein Handy am Ende klüger als ich? Nun ja, wundern würde es mich nicht. Bin ja aus Bayern.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fossi74 ()

    • plattyplus schrieb:

      Kein Wunder, die haben Euch für Deutsche gehalten
      Äh ... nein. Zu glauben Schweizer und Deutsche seien irgendwie das gleiche kann aber auch nur von nem Deutschen kommen, der grundsätzlich erst mal alles auf sich selbst bezieht. Insbesondere die Niederländer hören den Unterschied in der Sprache ausgesprochen gut.


      Lisam schrieb:

      Was Rassismus bzw. moralische Überlegenheitsgefühle gegenüber Deutschen angeht, habe ich die Schweizer aber auch schon spitzenmäßig erlebt
      Und das macht es besser? Oder was wolltest Du mir damit sagen?


      Yummi schrieb:

      Wenn du selbst planen willst kannst du das gerne tun. Erfahrene Kollegen delegieren dies an Profis.
      Bei uns planen die Jugendlichen selbst die Reise, ist ja schliesslich auch ihre. Und es ist eine *Studien*reise, keine Freizeitveranstaltung. Wenn sie nichts zustande bekommen, dann haben sie halt geschissen. Gilt auch für @Miss Jones ... zu "da wollen wir nicht hin" gehört natürlich auch ein Lehrer, der das so stehen lässt. Man kann aber auch sagen: "Das sind die Regeln, fresst sie oder schmiert euch die Reise in die Haare." Was glaubst Du, wie gut das hier funktioniert.

      Ob geflogen wird oder nicht, das war an unserer Schule schon vor 6 Jahren, als ich angefangen habe dort zu arbeiten, ein Thema. Für die Diskussion brauchten wir noch nie eine Greta, wir haben genug Akademiker im Kollegium die selbst mindestens rudimentäre Ahnung vom Klimawandel haben (mit "Ahnung" meine ich eben nicht "ich hab da mal was bei SPON drüber gelesen").


      plattyplus schrieb:

      Fängt beim Heizen im Winter an und geht weiter übers Auto.
      Whataboutism ... merkste selbst, ne?
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      Früher war mehr Lametta!
    • Wollsocken80 schrieb:

      Yummi schrieb:

      Wenn du selbst planen willst kannst du das gerne tun. Erfahrene Kollegen delegieren dies an Profis.
      Bei uns planen die Jugendlichen selbst die Reise, ist ja schliesslich auch ihre. Und es ist eine *Studien*reise, keine Freizeitveranstaltung. Wenn sie nichts zustande bekommen, dann haben sie halt geschissen. Gilt auch für @Miss Jones ... zu "da wollen wir nicht hin" gehört natürlich auch ein Lehrer, der das so stehen lässt. Man kann aber auch sagen: "Das sind die Regeln, fresst sie oder schmiert euch die Reise in die Haare." Was glaubst Du, wie gut das hier funktioniert.
      Ob geflogen wird oder nicht, das war an unserer Schule schon vor 6 Jahren, als ich angefangen habe dort zu arbeiten, ein Thema. Für die Diskussion brauchten wir noch nie eine Greta, wir haben genug Akademiker im Kollegium die selbst mindestens rudimentäre Ahnung vom Klimawandel haben (mit "Ahnung" meine ich eben nicht "ich hab da mal was bei SPON drüber gelesen").
      Richtig, eine Studienreise. Und weil ich bereits in den meisten europäischen Städten die für eine Studienreise relevant/interessant sind schon war, weiß ich am besten was geht und was nicht.
      Und alleine die Kontakte von erfahrenen Reiseveranstalter vor Ort sind Gold wert.

      Naja, ich hoffe die werten Akademiker halten ihre Ökomoral auch bei der eigenen Urlaubsplanung ein. Mehr als Campingurlaub ist da hoffentlich nicht drin.

      Unsereins geht dann mal mit den Schülern wieder jährlich per Flugzeug durch Europa und seine tolle Bedeutung für den Einzelnen besuchen. Solange meine Schüler die Vorteile unseres Kontinents erkennen und nicht auf AfD-Sprech reinfallen habe ich meine Aufgabe erfüllt. Ökomoral überlasse ich anderen Kollegen.
    • @Yummi Du scheinst überlesen zu haben, dass ich weiter oben schon mal schrieb, dass unsere Sprachklassen sehr wohl fliegen dürfen. Dass man sich des Problems bewusst ist, heisst nicht, dass man mit der Moralkeule schwingend das Fliegen gänzlich ablehnen muss. Wir hatten übrigens schon eine Studienfahrt mit dem Hausboot über die Mecklenburger Seenplatte. Soll sehr schön gewesen sein und die Klasse hatte wahrlich selbst die Idee. Ich sage den Jugendlichen immer, sie sollen sich was aussuchen, was sie eben alleine oder nur mit ein paar Freunden nicht machen würden.
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      Früher war mehr Lametta!
    • @Yummi, was spricht gegen Campen? Ich muss nicht nach Bali, um im Meer zu baden. Und wenn ich Paris oder Lissabon sehen will, lass ich mir Zeit dafür.

      Ich weiß nicht, was das Problem von Moralkeulen ist. Es geht hier wahrlich nicht um "oh my gosh! Kohlenhydrate nach 18 Uhr, wie kannst du bloß!"

      Irgendwer muss halt Vernunft bewahren und in unserem Fall den Schülern vermitteln, dass man nicht für 3 Tage ans Meer fliegt. Ich versuche ja auch, soziales Miteinander in der Klasse zu fördern. Ist das dann falsch, die Moralkeule zu schwingen, wenn man Mobbing in der Klasse ablehnt?
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