Vereinbarkeit Lehrerberuf (beider Eheleute) und (Klein)Kinder

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vereinbarkeit Lehrerberuf (beider Eheleute) und (Klein)Kinder

      Hallo,

      ich stelle mir eine Frage an die Familien mit (kleinen) Kindern und beide Elternteile sind Lehrer:

      Wie lässt sich das ganze miteinander vereinbaren, da man Urlaub ja nur in den Ferien hat:

      Insbesondere
      - Was passiert mit Schließzeiten der Kita (Fortbildungstage, Betriebsausflüge), also solche Tage, die die Schulen nicht parallel frei haben
      - Wie organisiert ihr kranke Kinder. Gibt es an der Schule Kind-Krank Tage? (Jeder mit Kleinkind kennt wahrscheinlich die fiesen "Magen-Darm" Zettel an der Kita Tür :stumm: )
      - Habt ihr Probleme mit den Öffnungszeiten der Kita morgens? Also ist ein Abgeben der Kinder vor Schulstart möglich?

      Bei uns sind die nächsten Verwandten mind. 400km weit weg, sodass Oma und Co nicht einspringen können.
    • Hallo,

      ich bin Lehrerin, mein Mann nicht.
      Wir bekommen unser drittes Kind.
      Die andern beiden sind 8 und 1. Ich kann die Kinder morgens in die Kita/ Schule bringen und auch abholen. An den Tagen wo die Kita zu hat und ich arbeiten muss, nimmt mein Mann frei. Ich hätte auch die Möglichkeit, die Kinder mitzunehmen. Bei dem Großen ist aber die Betreuung immer geöffnet bzw. es gibt eine Notfallbetreuung. Wenn eines der Kinder krank ist, wechseln wir uns immer ab und nehmen uns einen Kinderkrankenschein. Was soll man auch sonst machen. Aber sowohl der Arbeitgeber meines Mannes und auch bei mir an der Schule ist das kein Problem. Meine Schulleitung hat selbst Kinder und weiß wie das mit kleinen Kindern ist. Unsere Verwandten sind auch 200km von uns entfernt aber bisher klappt es gut
    • Also meine bessere Hälfte ist Lehrerin, wir haben aber noch keine Familie.
      Ich bin allerdings Patenonkel und habe den verständnisvollsten Rektor der Welt, denn ich musste wegen meines Patenkindes schon krank machen.
      Seine Eltern haben beide leider Jobs mit mörderischen Arbeitszeiten, weswegen mein Neffchen bei uns ein eigenes Zimmer hat.
      Als er das erste Mal krank wurde, und ich mich um ihn gekümmert habe, bin ich zu meinem Chef und habe mit offenen Karten gespielt.
      Konkret heißt es, dass ich mich habe krank schreiben lassen, um mit meinem Neffen zu Hause zu bleiben. Das melde ich vorher an. Wenn meine Freundin nachmittags daheim ist, bin ich dann nochmal in die Schule gefahren und habe meiner Vertretung zugearbeitet und bei der Vorbereitung unterstützt.
      Bisher hat das sehr gut geklappt und ich bin meinem Chef ausgesprochen dankbar, dass er mir dieses Zugeständnis macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MaJa299 () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler korrigiert

    • Man benötigt auf jeden Fall eine KiTa mit frühen und langen Öffnungszeiten... Ich gebe den Kleinen um kurz nach 7 ab und bei Konferenzen muss er bis zur Schließung bleiben, das ist um 17 Uhr. Als Ehepaar hat man aber ja nicht unbedingt immer identische Konferenzen und der eine Partner kann das Kind dann früher holen.
      Wenn die Kita außerhalb der Ferien geschlosse ist, wird es ja in der Regel frühzeitig angekündigt und man kann sich rechtszeitig um Babysitter, Betreuung durch Kitaffreundeeltern etc. kümmern.
      Kindkrank-Tage gibt es auch für Lehrer, allerdings stark begrenzt.
    • Hallo,
      Wir sind beide Lehrer und ich finde es echt schwierig. Mir ist unklar warum immer gesagt wird, dass 2x Lehrer der perfekte Beruf mit kleinen Kindern ist (klar, abgesehen von den Ferien). Natürlich kann ich nur von der Betreuungssituation und der Stundenplanung bei uns sprechen, ich habe hier durchaus auch schon ganz andere Sachen gelesen.
      Wir sind beide an Ganztagsschulen (sind ja die meisten weiterführenden Schulen). Ich als Teilzeitkraft kann mir entweder die erste Stunde frei wünschen (das ist aber ein Wunsch, der nicht immer erfüllt wird) oder den Nachmittag ab 14 Uhr frei. Beides geht nicht, meinem Mann mit voller stelle wurde nur die Zusage gegeben, einen Tag erst zur zweiten kommen zu müssen, ansonsten ist er zwischen 8 Uhr und 15.40 eingesetzt. Das deckt mit Fahrzeit die Betreuung für unseren Sohn (1. klasse, 8-16 Uhr) nicht ab.
      Erschwert wird das ganze dadurch, dass wir die Pläne meist erst 2-3 Tage vorher bekommen.
      Was mich ehrlich gesagt wahnsinnig macht ist der Mangel an Flexibilität wenn mal was ist (ich meine eher für das Kind wichtige Termine oder besondere Schliesszeiten als Krankheit, davon fange ich bei meinem ständig Angina-geplagten Kind gar nicht erst an) . Alle meine Freunde in der „bösen“ freien Wirtschaft können solche Dinge mit Gleitzeit, Überstundenabbau, schichttausch oder Urlaubstagen abdecken, ich kann nie auch nur 5 Minuten früher oder später da sein. Allein zur Einschulung meines Sohnes gehen zu dürfen war ein ziemlicher Kampf.

      Dieses Thema ist hier schon sehr kontrovers diskutiert worden, von daher möchte ich nochmal betonen dass das meine Erfahrungen in meiner Situation sind. Aber ich finde es schwierig. Es ist der Grund warum ich meine Stunden seit Jahren nicht erhöhe obwohl ich gerne würde.
      Lg
    • DoroNRW schrieb:

      Allein zur Einschulung meines Sohnes gehen zu dürfen war ein ziemlicher Kampf.
      Hinweis an lanyiah: Wie bei so waaaahnsinnig vielen anderen Dinge ist sowas total schul- bzw. schulleitungsabhängig: das wäre bei uns kein Problem gewesen. Unsere Schulleiterin genehmigt diesen Termin allen Kollegen, deren Kind eingeschult wird, ohne Wenn und Aber
    • Meine Frau und ich sind beide Lehrer an verschiedenen Schulen und haben drei Kinder - zwei im schulpflichtigen Alter und eins im Kindergarten.

      Wir haben sowohl positive als auch negative Erfahrungen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht.
      Wesentliche Faktoren dafür waren/sind:

      - Verfügbarkeit und zeitlicher Umfang der Kinderbetreuung
      - eigene Stundenpläne und der Anteil an Nachmittagsunterricht (in der Regel sind die Pläne inkompatibel bzw. können keine Rücksicht aufeinander nehmen)
      - außerunterrichtliche Termine (Konferenzen, Exkursionen, Klassenfahrten, Feste)
      - Korrekturbelastung
      - Kinderkrankheitstage und das (Un)Verständnis der Schulleitung
      - Schließtage der Einrichtungen der Kinder
      - zeitliches und finanzielles Minusgeschäft der TZ-Arbeit

      Meine Frau hat aufgrund der Doppelkorrekturfächer seit dem ersten Kind nie mehr als 50% gearbeitet und damit immer eine erhebliches Minusgeschäft mit ihrer TZ-Arbeit gemacht. In den Hauptbelastungsphasen näherte sich ihr Brutto-Verdienst dem Anderthalbfachen des Mindestlohns an.

      Das Hauptproblem ist letztlich Folgendes:

      Man muss als Doppellehrerhaushalt immer damit rechnen, dass sich einer der Stundenpläne plötzlich ändert und das ganze Betreuungssetting über den Haufen geworfen wird. Diese Ungewissheit, wie lange die Pläne diesmal gelten, ist ein erheblicher Stressfaktor. Neben den Einrichtungen wie OGS oder KiGa oder Tagesmutter bräuchte man streng genommen eine Person, die jederzeit Gewehr bei Fuß steht, um jeden spontan veränderten Betreuungsbedarf sofort abzufangen. Auch in der heutigen Zeit wären das vermutlich die Großeltern, wenn sie denn in der Nähe wohnen würden und nicht selbst noch berufstätig wären, wie das ja auch oft noch der Fall ist. Wir haben keine, also muss es irgendwie so gehen. Es ist bisher irgendwie so gegangen. Aber wir haben zwischendurch immer wieder Momente gehabt, wo wir nicht wussten, wie das noch funktionieren soll.

      Ein Vorteil der ganzen Sache ist immerhin, dass man in den Schulferien nie ein Betreuungsproblem hat und dann immer mit der ganzen Familie zusammen ist. Wem Familie wichtig ist, der wird das zu schätzen wissen.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige aufschreien:
      Meine Kinder sind mittlerweile groß und auch wir haben es geschafft, mit kleinen Kindern den Beruf fortzuführen. Zu diesem Zeitpunkt noch ohne Kiga für unter 3- jährige und ohne betreute Grundschule. Für uns war es klar, dass Kinder haben eine gesellschaftlich wertvolle Aufgabe ist, aber auch eine Aufgabe der Eltern. Wenn man das mit einer doppelten Berufstätigkeit im Lehrerberuf verknüpfen möchte, steht auf der anderen Seite auch ein doppeltes Einkommen, was einen gewissen Spielraum zulässt, um eine private Kinderbetreuung zu organisieren. In unserem Fall haben wir eine "Ersatzoma" gegen Entgelt gefunden zur Betreuung an langen Konferenztagen, Einsatz zur ersten Stunde oder Krankheit. meine Kollegen haben sich im Kiga oder der Grundschule umgeschaut und eine nicht berufstätige Mütter gefunden, die das gegen Entgelt übernommen hat. Natürlich kostet das etwas, aber das Geld ist gut investiert, da es eine entspanntere Berufstätigkeit ermöglicht. Die "Kind-Krank-Tage" kann man dann nehmen um den ersten Tag zu überbrücken, Arztbesuch etc. selbst zu machen oder für wirklich heftige Krankheiten nehmen, bei denen man selbst gucken muss.
      Natürlich kann man bis zu einem gewissen Maß auch dem AG auf familienfreundlich Arbeitszeiten hinweisen, aber wir hatten ja schon oft hier die Diskussion, dass dies ein Abwägen zwischen den Interessen der KuK und SuS bedeutet und gerade bei hohem Deputat nicht alles berücksichtig werden kann.
      Bei uns hat auch nie jemand etwas gesagt, wenn man bei den Konferenzen mal die Kids mitgebracht hat - meine hatten dann Bücher, Malsachen und ein kleines "Picknick" dabei und saßen entweder vor der Tür, im Raum oder auch mal mit Kollegen im Lehrerzimmer . Da es anderen KuK auch so ging , trafen dann auch mal mehrere Kids zusammen und wir haben uns abgewechselt mit der Betreuung. (An Tagen der offenen Tür oder Elternsprechtagen z. B.) . Auf diese Art war die Situation für Schulleitung , Kuk und Eltern offensichtlich und keiner hat einen mehr als notwendig aufgehalten . (Ich habe meine Kids sogar im Referendariat in Ausnahmefällen mit ins Studienseminar genommen :pfeifen: ).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von turtlebaby ()

    • Das finde ich total interessant, wie seid ihr denn an diese „Ersatzoma“ gekommen? Ich kenne das nur aus Foren . Und die macht sonst nix und kann fast immer spontan?
      Eine Freundin hat halt noch ein Au-pair-Mädchen, aber das fände ich für uns etwas drüber, weil es sehr oft nur um 20-30 Minuten am morgen oder Nachmittag geht, die uns Probleme machen
    • Ganz banal : ich habe eine Anzeige aufgegeben. Eine gute Möglichkeit ist aber auch mal in der Kirchengemeinde nachzufragen, die haben oft eine guten Überblick, welche älteren Mitbürger Familienanschluss gebrauchen könnten . Unsere kam dann sogar später mit Mann und Hund ... und auch in den Schulferien nur mal so aus Sehnsucht .
      Wir hatten schon eine regelmäßige Vereinbarung und ich fand es zum Beispiel für die Kids schön morgens auch mal gemütlich zu frühstücken und mit der Oma in Ruhe zum Kiga zu gehen, statt unseren Zeitdruck abzubekommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von turtlebaby ()

    • MaJa299 schrieb:

      Also meine bessere Hälfte ist Lehrerin, wir haben aber noch keine Familie.
      Ich bin allerdings Patenonkel und habe den verständnisvollsten Rektor der Welt, denn ich musste wegen meines Patenkindes schon krank machen.
      Seine Eltern haben beide leider Jobs mit mörderischen Arbeitszeiten, weswegen mein Neffchen bei uns ein eigenes Zimmer hat.
      Als er das erste Mal krank wurde, und ich mich um ihn gekümmert habe, bin ich zu meinem Chef und habe mit offenen Karten gespielt.
      Konkret heißt es, dass ich mich habe krank schreiben lassen, um mit meinem Neffen zu Hause zu bleiben. Das melde ich vorher an. Wenn meine Freundin nachmittags daheim ist, bin ich dann nochmal in die Schule gefahren und habe meiner Vertretung zugearbeitet und bei der Vorbereitung unterstützt.
      Bisher hat das sehr gut geklappt und ich bin meinem Chef ausgesprochen dankbar, dass er mir dieses Zugeständnis macht.
      Gewagte Konstellation. Ich würde da als Chef nicht mitmachen. Wenn das rauskommt, hast Du im Kollegium verschissen, und Dein Chef kann sich darauf einstellen, zukünftig bei den Anliegen und Problemchen von Hans und Franz ebenso großzügig zu sein.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Alterra schrieb:

      ich bin mir aber sicher, dass bei dieser Variante der Mitarbeiterführung ein 150%iges Engagement des Lehrers im Anschluss erfolgte
      So, bist Du. Ich bins nicht. Been there, done that, got the T-shirt.

      Davon ab: Ja, ich wäre stinkig, wenn ich als Lehrkraft auch noch die Ausfälle der Geschwister meiner Kollegen auffangen müsste.
      Aber das mag eine Einzelmeinung sein.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Kind-krank Tage haben hier bisher immer gereicht, Einschulung etc wird immer genehmigt.
      Ansonsten schreiben wir an meiner Schule die Stundenpläne so, dass es (ggf. nach Rücksprache) mit der Kinderbetreuung klappt. Ich komme halt 4 Tage und dann spät und gehe früh, statt wie vorher 3 wo ich länger pro Tag unterrichtet habe. Das ist aber natürlich sehr von der Schule abhängig. Das Kind mal einen Tag mitbringen ist auch ok, aber ich könnte jetzt nicht beide 2 Tage man Stück mitbringen.

      Ich glaube aber, dass es schwieriger wird, wenn die Kinder in die Schule gehen und somit die Betreuung nicht mehr so lang und komfortabel ist wie im Kindergarten.
      Wird aber schon irgendwie gehen. Wir arbeiten beide TZ.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Ja ich bin immer wieder überrascht was an anderen Schulen so klappt. Ich würde sogar ganz auf einen freien Tag verzichten, wenn ich dann nur im Rahmen 2.-7. eingesetzt würde. Geht aber nicht. Wir sind ein junges Kollegium und sehr viele haben kleine Kinder. Und die 1. & 8. Stunde müssen natürlich abgedeckt sein. Das Kind mal einen Tag mitbringen ist aber ok. Wobei das jetzt nach der Einschulung natürlich wegfällt
    • Hallo zusammen,

      Auch wenn ich jetzt der Querschläger zu sein scheine...Ich kenne keinen Beruf, der es einfacher macht für die Kids da zu sein!

      Gut, die Voraussetzungen der Betreuung sind sehr gut. Sowohl Kita als auch Hort sind von 6:00h-17:30h geöffnet.

      Mein Mann bringt unseren Sohn morgens gegen 9:00h in die Kita, ich hole gegen 15:30h ab.
      Abends bereite ich dann vor oder korrigiere, sobald der Kleine schläft.

      Wenn bei mir Konferenzen oder Elternabend anstehen, organisiere ich im Vorfeld eine andere Betreuung über befreundete Mütter. Dafür nehme ich aber auch an meinen „normalen“ Tagen gern einen Freund mit zum Spielplatz.

      Wenn ihr beide nicht an der selben Schule Lehrer seid, müsste es ja ziemlich unwahrscheinlich sein, dass alle späten Termine immer am selben Tag stattfinden, oder?

      Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie (habe die Qualifikation für LiS beendet) und da war es wesentlich schwieriger! Arbeit am Wochenende, an Feiertagen, spät am Abend, gern ohne langen Vorlauf. Jetzt habe ich keine Angst mehr vor Brückentagen, sondern freue mich auf mehr Zeit mit unserem Kind.

      Auch in unserem kleinen Kollegium kann man sich etwas wünschen, was auch zumeist realisiert wird. 1. Stunde frei zum Beispiel, wenig Freistunden, viele Freistunden um zwischendurch etwas zu erledigen oder einen Tag in der Woche früh Schluss zu haben...
    • Ich sehe sowohl pro als auch kontra:

      Als Lehrer(in) kann man die Ferienbetreuung abdecken, was eine Angelegenheit ist, die für viele andere Arbeitnehmer das organisatorisch größte Problem ist. Dieses haben wir definitiv nicht. Allerdings hab ich in den Ferien auch Korrekturen usw. zu erledigen und muss (und möchte natürlich auch) trotzdem irgendwie ein Ferienprogramm organisieren (Verabredungen, Ausflüge usw.). Insgesamt klappt das aber ganz gut.

      Ein Problem bei uns ist immer, wenn Kita oder Hort in der Schulzeit zu machen oder eher schließen wegen einer Versammlung oder Fortbildung. Ich kann als Lehrerin dann nicht eher Schluss machen und Überstunden abbauen. Da ist man entweder total von der Schulleitung abhängig oder organisiert, dass der Vater, die Oma, die Freundin oder so das Kind holt oder es bei jemandem mitgeht. Eventuell kann man noch Stunden tauschen, aber das klappt erfahrungsgemäß auch eher selten.
      Wo ich wohne, macht KEINE Kita um 6:00 bzw. vor 7:00 auf. Unsere letzte Kita öffnete 7:30, was äußerst knapp war für mich, ich war meist 7:52 oder so in der Schule...

      Auch ist der Ganztag schwierig, denn auch in Teilzeit hat man kein Anrecht darauf, möglichst früh Schluss zu haben. Der Punkt wurde hier ja auch schon genannt und ich finde diesen äußerst kontrovers. Schließlich arbeitet man meistens in TZ um seine Kinder abzuholen und ist abhängig von den Öffnungszeiten. Aber natürlich wollen auch die VZ-Lehrer nicht immer bis fast abends bleiben... Luftbuchungen in den Kitas dürfen hier in den Betreuungseinrichtungen auch nicht sein (vorsichtshalber bis 16:30 oder 17:00 buchen und dann eher holen geht nicht!). Die Betreuung ist stellenweise sehr unflexibel, hier werden Öffnungszeiten auch im Jahr geändert, wenn Personalmangel herrscht. Dann stehe ich blöd da, soll aber flexibel bleiben.

      Da bei uns nur ich Lehrerin bin, fängt mein Mann die Termine ab, wo ich die Kinder nicht holen kann, das klappt in 98% der Fälle. Bei zwei Lehrern stelle ich mir das schwierig vor, vor allem an der gleichen Schule, aber es ist auch möglich. Man sollte am besten offen mit der Schulleitung und den Stundenplanern reden, erklären wie die Familiensituation ist, sowie die Betreuungssituation. Zumindest an meiner Schule wird darauf zu großen Teilen Rücksicht genommen, aber das ist leider nicht selbstverständlich.

      Die 10 Krankheitstage pro Kind habe ich zum Glück nie ausschöpfen müssen.
    • laniyah schrieb:



      - Was passiert mit Schließzeiten der Kita (Fortbildungstage, Betriebsausflüge), also solche Tage, die die Schulen nicht parallel frei haben
      - Wie organisiert ihr kranke Kinder. Gibt es an der Schule Kind-Krank Tage? ...
      - Habt ihr Probleme mit den Öffnungszeiten der Kita morgens? Also ist ein Abgeben der Kinder vor Schulstart möglich?
      - Schließzeit Kita: Netzwerk von Babysittern aufbauen. Oder Angebot der Notbetreuung nutzen, wenn vorhanden (z.B. angegebene Ausweichkita- würde ich bei Kleinkindern allerdings nicht machen)
      - du hast m.W. Anspruch auf 10 Tage pro Jahr pro Kind, dein Mann ebenfalls
      - ja, ist möglich, das nützt dir aber herzlich wenig
    • Das hier...

      Ostseekind schrieb:

      Gut, die Voraussetzungen der Betreuung sind sehr gut. Sowohl Kita als auch Hort sind von 6:00h-17:30h geöffnet.
      ... ist der entscheidende Punkt. Bei uns hier auf dem Land (Unterfranken) hat sich vieles gebessert - aber im (ansonsten tollen, mit Krippe ab sechs Monaten und Mittagessen und Pipapo) Kindergarten im Nachbarort musste die Leitung quasi mit vorgehaltener Pistole dazu gezwungen werden, Freitags nicht mehr um 13.00 Uhr zu schließen. Dafür wird man hier bei der ersten Kontaktaufnahme gefragt, ob das Kind schon ab der nächsten Woche kommen soll oder erst später.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.