Sachunterricht: Laubbäume bestimmen

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    • Laubbäume bestimmen

      Hallo zusammen :)

      hat jmd. von euch schon einmal etwas zum Thema Bäume bestimmen (SU 2. Klasse) in einem UB gezeigt?

      Ich würde nächste Woche gerne das U.Ziel: Die SuS können Blätter und Früchte dem richtigen Laubbaum zuordnen verfolgen.

      Geplant ist, dass die SuS in der Arbeitsphase mithilfe von Infotexten die Blätter und Früchte dem richtigen Baum zuordnen können. Die Sicherung soll dann anhand eines ABs stattfinden.

      Hat jmd. schon Erfahrungen zu dem Thema gesammelt und hat evtl Tipps?

      Danke im Voraus
    • Was genau hast du dir denn vorgestellt?

      Ich stolpere über „den Bäumen zuordnen“.
      Wie werden die Bäume (re)präsentiert?

      Bei uns werden die Ziele ergänzt durch Handlungsmöglichkeiten, Zauberwort Operationalisierung, nachdem das etliche Jahre umstritten war bzw. abgelehnt wurde, ist es nun wieder gefragt.

      Wie also sollen die SuS Ziegen, dass sie Bäume, Blätter und Früchte einander zuordnen können?
      Was hast du dir praktisch vorgestellt?
    • rosemary schrieb:

      Die SuS können Blätter und Früchte dem richtigen Laubbaum zuordnen verfolgen.


      Geplant ist, dass die SuS in der Arbeitsphase mithilfe von Infotexten die Blätter und Früchte dem richtigen Baum zuordnen können.
      wenn sie anhand eines Textes etwas tun können, bedeutet das m.E. nicht, dass sie das immer tun können. Also Ziel ggf. genauer formulieren. Außerdem, wurde schon genannt, was haben sie vorher dazu gemacht? Bäume anfassen, an der Rinde riechen, Früchte und Blätter sammeln und pressen etc. unbedingt vorschalten.

      Aber so ne richtig zündende UB-Idee hab ich auch gerade nicht parat. Was gibt dein Lehrplan her? Das Lehrbuch? Google auch mal Laubbäume und Grundschule in der Bildersuche. Spätestens bei Pinterest wirst du fündig ;) z.B. ein Memory erstellen oder ein Büchlein zum falten, eine Fühlkiste mit Herbstfrüchten... so dass ihr ein schickes Endprodukt habt. Zum Ziel muss es natürlich auch passen, über das lässt sich vielleicht noch nachdenken.
    • Mich wundert, dass du das Thema schon im 2. Schuljahr machen sollst. Wir machen das normalerweise im 3. Schuljahr. Da haben die Schüler schon Schwierigkeiten, die Blattrandeigenschaften und manche Blattformen rein vom Sprachlichen her zu verstehen. Das würde ich im 2. Schuljahr nur sehr reduziert anbieten.
      Selbst im 3. Schuljahr (und das ist nicht Oldschool, sondern Praxisbezug ;) ) sammelt man vorher Blätter und Früchte oder lässt sie von den Kindern über eine längere Zeit als vorbereitende Hausaufgabe sammeln. Wir gehen extra am Wandertag dafür in den Wald. Zudem haben wir das Glück, dass bei uns auf dem Schulgelände und drum herum viele der durchzunehmenden Laub- und Nadelbäume wachsen.

      Ich würde die Bestimmung mit gesammelten Blättern und Früchten von den gängigen Laubbäumen in Gruppenarbeit lassen. Unter Umständen könnte das ein bisschen lebhaft zugehen! Wenn du keine Naturmaterialien hast, dann kannst du dir die Arbeit machen, Bilder von Blättern, Bäumen und Früchten zu laminieren und diese dann zuordnen lassen. Das heißt für dich: lange Vorbereitung, bis du das für alle Gruppen gemacht hast.
    • Der Anspruch richtet sich auch nach der Klassenstufe,
      auch wir machen solche Aufgaben in Klasse 1 oder 2, dabei geht es allerdings nicht um die Fachbegriffe der Blattform, sondern um genaues Hinschauen, bestimmen anhand der vorliegenden Teile ...

      Auch bei uns stehen die wichtigsten Baumarten auf dem Schulhof, da hat vor 150 Jahren wohl ein Schulmeister gut nachgedacht.

      Wenn es um Infotexte geht, ist der Inhalt der Stunde quasi ein anderer, dann ist der Schwerpunkt eher "Informationen aus Sachtexten entnehmen" ... und für etwas Bestimmtes nutzen, also bestimmen, Plakat, Steckbrief o.a.

      Einen klassischen Einstieg zum Bestimmen ... hätte ich letzte Woche gehabt, als mich jemand fragte, was das für ein komisches Ding sei. Es war die Frucht einer Platane, eine Baumart, die hier sehr selten ist. Da hätte man die bekannten Früchte sammeln und bestimmen können ... um dann mit Hilfe von anderen Medien auch die Platane zu finden.
    • Krabappel schrieb:

      Also Ziel ggf. genauer formulieren.
      Ja, genau das hatte ich oben auch schon gemeint. Da kam aber leider bisher keine Antwort.

      Krabappel schrieb:

      Was gibt dein Lehrplan her?
      Das schließt die Suche nach dem Ziel bzw. den Kompetenzen mit ein.
      Und so wie @Krabappel auch zuerst genau danach fragt, würde auch ich zuerst nach dem Inhalt der Stunde fragen und diesen genauer eingrenzen lassen, bevor man weiterdenken kann. Alles andere wird sich an diesem Ziel/ den Kompetenzen orientieren (müssen).

      Krabappel schrieb:

      z.B. ein Memory erstellen oder ein Büchlein zum falten, eine Fühlkiste mit Herbstfrüchten... so dass ihr ein schickes Endprodukt habt.
      Der Hinweis ist, hm, gut gemeint, gefährlich ..., schnell irreführend,
      denn die Frage nach dem Ziel, die zuvor gestellt wurde, ist viel wichtiger, als ein schönes Endprodukt.

      Es ist m.E. ein typischer (Anfänger)Fehler, wenn die Grundlagen von Didaktik und Methode im Studium oder Seminar nicht vermittelt wurden, sich auf ein schönes Produkt zu stürzen, das macht LuL und SuS erst einmal glücklich, aber ... letztlich ist es nicht immer zielführend, natürlich generell auch nicht immer falsch.


      Krabappel schrieb:

      wenn sie anhand eines Textes etwas tun können, bedeutet das m.E. nicht, dass sie das immer tun können.
      Dieser Rat nimmt genau das auf: Die Methode muss sich nach dem Ziel richten, das zunächst klar sein muss und eine Methode kann bei einem Ziel gut, beim anderen unpassend sein.

      Letztlich muss zunächst klar sein, worum es gehen soll: um das Bestimmen oder um die Arbeit mit Medien?
      Daran orientiert sich am Ende die Methode, die tatsächlich nicht aus einem "schicken Endprodukt" bestehen muss.
      Sachunterricht ist nicht "basteln", in dem man sich über Stunden verlieren kann, gleichzeitig sollte es handlungsorientiert sein und ein Produkt kann dazu gehören.
      Dazwischen bewegt es sich immer, in den ersten UB muss man auch ein wenig ausleuchten, was gefordert wird, im Alltag muss man sehen, dass man dazwischen die Waage hält.

      Ohne eine Antwort darauf, was mit dieser Stunde beabsichtigt ist und worauf der Fokus liegt, kann man viele Vorschläge machen, diese sind aber an den eigenen Vorstellungen orientiert und müssen gar nicht zu denen des TE passen.
    • Palim schrieb:


      Krabappel schrieb:

      z.B. ein Memory erstellen oder ein Büchlein zum falten, eine Fühlkiste mit Herbstfrüchten... so dass ihr ein schickes Endprodukt habt.
      Der Hinweis ist, hm, gut gemeint, gefährlich ..., schnell irreführend,denn die Frage nach dem Ziel, die zuvor gestellt wurde, ist viel wichtiger, als ein schönes Endprodukt.
      Du hast mich auch nicht vollständig zitiert. Ich schrieb, dass die Methode zum Ziel passen muss, was man ggf. noch anpassen könne.

      Eine Lehrprobe ist halt eine besondere Stunde, in der man ein bisschen mehr bringen muss als ein Arbeitsblatt auszufüllen. Und da hilft's schon, sich mal auf die Suche in den Weiten des Netzes zu machen.
    • Ich bleibe dabei, dass zuerst das Ziel entsprechend des KC festgelegt und anschließend die Stunde überlegt und eine geeignete Methode gewählt werden sollte,
      für einen UB einmal mehr.

      Hintergrund ist, dass ich immer wieder beobachte und erfahre, dass das grundlegende Planen einer Sequenz sowie einer Stunde an vielen Unis und z.T. auch nicht in den Seminaren vermittelt wird. Jeder scheint sich auf andere zu verlassen, irgendwann wird eine Planung in schriftlicher Form verlangt und zuvor schon für Praktika und eigenständigen Unterricht benötigt.
      Für mich ist das ein großer Fehler im Ausbildungssystem, weil notwendiges Rüstzeug nicht vermittelt wird.

      Während es bei uns im Pflichtprogramm des Faches Pädagogik im ersten und zweiten Semester so eingesetzt war, dass wirklich niemand daran vorbei kam, hatten meine Mitreferendare der anderen UNIs keinen Schimmer zu Beginn des Refs, allerdings einen PS-Leiter, der das auch beobachtet hatte und uns Anfänger zusätzlich antanzen ließ, um diese Inhalte zu vermitteln.
      Offenbar ist es in den letzten Jahren nicht besser geworden, auch nachfolgende Referendare hatten keine Ahnung.
    • Das klingt für mich nach einer wunderschön klassisch gestaltbaren Grundschulherbststunde, in der sich auch unterschiedliche Sozialformen vermitteln lassen.

      Das Unterrichtsziel soll sein, dass die SuS Blätter und Früchte dem richtigen Baum zuordnen.

      Spontan hätte ich folgende Unterrichtsideen:

      Sammeln von Blättern und Früchten der Bäume (von ca. 4-5 verschiedenen Baumarten) in direkter Schulumgebung (Bilder der Bäume aus anderen Unterrichtsmedien wie Sachbuch o.Ä. bereit halten): für einen interessanten Unterrichtseinstieg würde ich ein kleines Herbstarrangement (auf einem schönen Tuch) vor Unterrichtsbeginn auf dem Boden herstellen. In einem Gesprächskreis versammelt sich die Klasse davor, ihr schaut es euch an, sprecht in Sätzen darüber, was ihr vor euch seht und worum es in dieser Stunde gehen wird. Ich bekomme immer wieder vermittelt, dass die Schüler über den Stundenverlauf informiert werden sollen (in Grundschule auch optisch), damit sie wissen, was auf sie zukommt.

      Dann könntest du z.B. die SuS auffordern, dass sich jeder einen Gegenstand aussuchen darf und seinen passenden PArtner suchen soll (z.B. zu welchem Blatt gehört die KAstanie? Wenn es bereits Vorwissen gibt, könntest du im fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch danach oder schon parallel ein passendes Baumbild zu Blatt und Frucht hinzufügen lassen): Das wäre also die Erarbeitungsphase.

      In der Sicherungsphase könntest du mit dem Arbeitsblatt arbeiten, das offensichtlich bereits vorhanden ist.

      Üben könntest du das Zuordnen mit einem Wechsel des oben genannten Spiels (Jedes Kind tauscht sein Blatt o. Frucht aus und sucht sich einen neuen Partner) oder mit einem Bildmemoryspiel, dessen Vorbereitungsaufwand in einer Klasse von über 20 Schülern natürlich für dich enorm ist oder du nimmst weitere Baumarten hinzu, wenn du merkst, dass es mit den 5 Baumarten gut klappt.


      Weißt du denn bereits etwas über das Vorwissen der Schüler und in wie die Stunde in der Unterrichtsreihe positioniert ist?

      Wie ist diese Stunde letztlich abgelaufen rosemary? Kannst du bitte hier nochmal ein Feedback geben?
      "unterm vollmond im mai"
    • Du bist spät dran. Nicht wegen der Jahreszeit, sondern um die Broschüre zu bestellen. Aber vielleicht kannst du auch mit der PDF-Datei etwas anfangen.
      bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Waldfibel.html

      In der 2.Klasse kennen die wenigsten Kinder verschiedene Baumarten. Am ehesten kennen sie die Kastanie. Darüber könnte man einsteigen.

      Falls du selbst Blätter sammelst und in den Unterricht bringst, musst du sie zuvor pressen, damit die Konturform erkennbar bleibt. Falls du das Ganze zu trocken lagerst, bröseln die Blätter beim UB auseinander und du hast urplötzlich ein völlig neues Thema für den Rest der Stunde ;)

      Tipp: Ich habe Blätter gesammelt und laminiert. Sie behalten dadurch (weil unter Luftabschluss) ihre Farbe und Form, es schimmelt nix und du hast "Originale" in Größe und Konturform.
      Die kannst du dann Abbildungen, Bezeichnungen und den Samen zuordnen lassen.
      Was ich an Materialien zum Thema im Web gefunden habe, findest du hier:
      autenrieths.de/biologieunterricht.html#Wald

      Viel Erfolg!