Schulpause und Entspannung- wie möglich?

    • Offizieller Beitrag

    Kling super! Wie stellt man das an...?

    Erstaunlicherweise werde ich umso ruhiger, je chaotischer mein Umfeld ist.


    Ich schalte dann auf Ruhemodus. Heißt, wenn es z.B. bei Unterrichtsbeginn laut ist, warte ich einfach. Gerne auch mit entsprechender Gestik oder Mimik.


    Ich rege mich relativ selten auf, weil ich das Verhalten meiner Schüler nicht persönlich nehme. Damit komme ich ganz gut zurecht. ;)

  • Ich muss zwar in der Regel auch nicht runterkommen, aber ich brauche nach 2 1/2 Stunden einfach eine Pause, zumindest bilde ich mir das ein um wieder durchschnaufen zu können, schließlich hat man 3 Unterrichtsstunden am Stück viele unterschiedliche Sachen gemacht und einige Dinge gemanagt. Wenn die Schüler alle Richtung Pausenhof verschwunden sind, räume ich erstmal mein Pult auf - da herrscht nämlich nach 3 Stunden und meistens 3 verschiedenen Fächern inklusive Abgabe von irgendwelchen Dingen Chaos - und richte die Dinge für die kommenden Stunden her bzw. gehe gedanklich nochmals durch, was ich alles für die kommenden Fächer brauche.
    Ich versuche ebenso das Kopieren und das Material herholen aus dem Lehrmittelraum in der Pause zu vermeiden, denn das ist mir ebenso zu stressig. Ich mag es nicht, wenn ich für solche Dinge im Schulhaus lange Wege während der Pause zurücklegen muss. Deshalb versuche ich diese Dinge vor oder nach dem Unterricht zu erledigen.
    Dann geht es endlich Richtung Lehrerzimmer für einen Kaffee. Dort setze ich mich dann irgendwo dazu zum Reden. Meistens ist es ganz locker, manchmal muss man etwas verarbeiten, was so im Unterricht war und da findet man immer jemanden zum Reden. Bei uns hat keiner einen festen Platz.
    Ich bin froh, dass ich an dem Tag Aufsicht habe, wo Massen an Studenten bei uns einfallen, die sich dann im Lehrerzimmer aufhalten. Das ist nämlich ziemlich stressig, denn es ist dann laut.

  • Wie gesagt, ich fange um 9:55 an, 10 Minuten brauche ich ja maximal zum kopieren und das wäre dann die Pause ;) Geht also nicht, ohne in der Pause zu kopieren.

    Es ist für dich nicht wirklich eine Pause, wenn du erst um 9.55 beginnst. Da ist die Zeit davor für dich einfach vor Unterrichtsbeginn! Ist eigentlich klar, dass hier von Pausen zwischen Unterrichtsstunden geredet wird.


    Ich kopiere auch vor Unterrichtsbeginn oder nach Schulschluss, in den Pausen brauche ich Ruhe, und etwas zu essen.

  • Es ist für dich nicht wirklich eine Pause, wenn du erst um 9.55 beginnst. Da ist die Zeit davor für dich einfach vor Unterrichtsbeginn! Ist eigentlich klar, dass hier von Pausen zwischen Unterrichtsstunden geredet wird.
    Ich kopiere auch vor Unterrichtsbeginn oder nach Schulschluss, in den Pausen brauche ich Ruhe, und etwas zu essen.

    Nein, es wurde hier von Pausenzeiten in dem Zusammenhang gesprochen, sonst wäre ja jede Freistunde usw. auch eine Pause. Es ging ja darum, dass es in den Pausen zu voll ist am Kopierer. Und sonst passten hier auch alle Antworten aus der Schulleiter Richtung nicht, wenn es heißt, in den Pausen sitzt er im Lehrerzimmer und hört den Kollegen zu und in den Stunden macht er die Tür zu und surft im Forum z.B. ;)


    wie nutzt ihr die Pausen, wenn ihr keine Aufsicht habt

    Zumal das die Eingangsfrage war und da stand nicht, wie wir unsere Pausen, sondern DIE Pausen nutzen, wenn man Aufsicht hat, wäre es dann ja auch nicht mehr eine Pause von uns ;)

  • ich muss aber auch nicht wirklich runter kommen, weil ich eigentlich im Unterricht nur selten "hoch" komme

    Geht mir eigentlich ähnlich. Hängt sicher mit der Schulform und auch der Schülerklientel zusammen aber ich erlebe eigentlich ausgesprochen selten mal eine Stunde, die ich wirklich als stressig empfinde. Allenfalls passiert das mal im Praktikum wenn eine Halbklasse einen schlechten Tag hat und irgendwie nur Blödsinn veranstaltet. Meine SuS arbeiten sehr viel selbständig, lesen Texte, lösen Aufgaben, diskutieren miteinander ... Da habe ich immer wieder während des Unterrichts schon die Zeit einfach mal das Hirn auszuschalten bzw. während längerer Arbeitsphasen hocke ich mich einfach hinten rein und fange an irgendwas zu korrigieren oder vorzubereiten.



    Vielleicht ist es ein Problem, dass man im Kollegium nie wirkliche Diskussionszeit hat? Nach dem Unterricht wollen alle heim, zu Konferenzen fasst man sich kurz (es sind auch immer dieselben, die dort sprechen), richtige kollegiale Supervision ist m.W. kaum irgendwo üblich...

    Das ist zum einen sicher systembedingt da es bei euch ja nicht üblich ist, dass man als Lehrer einen eigenen Arbeitsplatz hat. Das führt nämlich automatisch dazu, dass die Präsenzzeit an der Schule sehr viel höher wird, man macht seine Vorbereitung dort, korrigiert, kopiert, etc. So ergeben sich automatisch viel mehr Möglichkeiten mit KuK in Kontakt zu treten.


    Dass im Konvent immer nur die "üblichen Verdächtigen" den Mund aufmachen wird wohl fast überall so sein. Wir haben jetzt ein weiteres Gremium etabliert, dass neben dem Konvent "heisse" Themen diskutiert und darüber entscheidet, was davon überhaupt in den Konvent zur allgemeinen Diskussion gehen soll. Das läuft seit diesem Schuljahr als Pilotprojekt und setzt sich aus dem Konventsvorstand, einem Delegierten pro Fachschaft sowie der Schulleitung zusammen. Bisher funktioniert es ganz gut und erfüllt seinen gedachten Zweck. Es hocken halt die Leute zusammen, die wirklich diskutieren wollen und es kann auch mal irgendein emotionales Zeug diskutiert werden, für das es im Grunde genommen eh keine wirkliche Lösung gibt, aber man will sich halt mal drüber aufregen.


    Bezüglich kollegiale Supervision ... da müsst ihr euch halt selbst organisieren. Wir haben im Kollegium drei aktive Intervisionsgruppen mit je etwa 10 - 15 KuK die sich etwa alle 2 Monate bei einem Mitglied zu Hause zum Essen treffen um dann eben miteinander Probleme zu diskutieren oder einfach nur gegenseitig Rat einzuholen. Da ich als Privatperson eher misanthrop bin, bin ich nicht Mitglied in einer solchen Gruppe obwohl ich bereits mehrfach angefragt wurde. Mir reicht es, wenn ich beim Mittagessen mal fix jemanden fragen kann wenn es ein Problem gibt. Immerhin ist aber etwa 1/3 unseres Kollegiums Mitglied in einer Intervisionsgruppe. Ich erwähnte glaub ich auch schon mal unser "Lehrerbier", das etwa 2 - 3 x pro Semester an einem Freitagabend stattfindet, da gehe ich manchmal hin. Ist man in einer Intervisionsgruppe aktiv, wird natürlich erwartet, dass man zu den Treffen kommt, beim Lehrerbier ist das eine freiwillige Sache.

  • Aus aktuellem Anlass frage ich: Was für eine Pause??


    Kopieren, Telefonat , Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind, Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kind, Telefonat, Telefonat, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind...

  • Aus aktuellem Anlass frage ich: Was für eine Pause??


    Kopieren, Telefonat , Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind, Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kind, Telefonat, Telefonat, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind...

    Die Frage habe ich gestern gerade wieder im Zusammenhang mit unserem Schwimmunterricht und den eben eh nicht vorhanden Pausen und der Mehrteilung von uns, die gestern stattfinden musste, weil dann auch noch Polizei auftauchte, auch an die Schulleitung gestellt. Welche Pausen, ich habe es nicht mal aufs Klo geschafft und die Zeit wäre ja sogar zu bezahlen!!!
    Aber ich möchte doch darauf achten, dass die Erzieher ihre Pausen bekommen, die arbeiten sie schließlich raus (äh ja, wir auch!!!).

  • Was hat deine Schulleitung geantwortet @Susannea im Hinblick auf deine/eure Pausen?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Was hat deine Schulleitung geantwortet @Susannea im Hinblick auf deine/eure Pausen?

    "Ach, ihr habt da wirklich keine Pause?" Die hat das gestern mal wieder gar nicht auf die Reihe bekommen auch mit den Stunden, die wir da eigentlich unbezahlt arbeiten (sind ja von 9.55-16 Uhr ca. beim Schwimmen und bekommen nur 6 x45 Minuten +15+30 Minuten Pauseaufsicht angerechnet).
    Aber gut, das ist oft zu ertragen und wir sind ja in der Regel auch nur 5 Minuten über die Zeit nach der wir eine Pause machen müssen, aber meist schafft man es wenigstens mal aufs Klo, aber da wir eben gestern auch noch einen Polizeieinsatz hatten, weil ein Vater durchdrehte (er wollte nicht, dass die Tochter schwimmen geht und wir haben sie erstmalig gegen seinen Willen mitgenommen, wobei es die Mutter erlaubt hat) war das eben auch total extrem.
    Am meisten ärgert mich dann eben immer nur der Hinweis, wir sollen darauf achten, dass die Erzieher zu ihren Pausenzeiten kommen. Was soll ich noch tun? Mich zehnteilen?

  • Am meisten ärgert mich dann eben immer nur der Hinweis, wir sollen darauf achten, dass die Erzieher zu ihren Pausenzeiten kommen. Was soll ich noch tun? Mich zehnteilen?

    Das finde ich auch eine Frechheit. Vor allem, da es ja nicht das erste Mal ist, dasss du diese extrem angespannte Situation an euren "Schwimmtagen" hier darstellst, das sollte deiner SL also hinlänglich bekannt sein und das absolute Minimum an wertschätzendem Umgang- wenn sich die Situation für euch Lehrkräfte schon nicht verbessern lässt- wäre es auf derartige Ansagen zu verzichten, die für euch einfach nur nach purem Zynismus klingen können.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Das finde ich auch eine Frechheit. Vor allem, da es ja nicht das erste Mal ist, dasss du diese extrem angespannte Situation an euren "Schwimmtagen" hier darstellst, das sollte deiner SL also hinlänglich bekannt sein und das absolute Minimum an wertschätzendem Umgang- wenn sich die Situation für euch Lehrkräfte schon nicht verbessern lässt- wäre es auf derartige Ansagen zu verzichten, die für euch einfach nur nach purem Zynismus klingen können.

    Ja, irgendwas läuft da eh schief, gestern musste Unterricht ausfallen bzw. vertreten werden, damit zwei Kolleginnen jeweils mit dem Bus mitfahren konnten, weil der Hort das angeblich nicht abdecken konnte.


    Da würde mich ja in dem Zusammenhang auch glatt mal interessieren, wie das andere Berliner Schulen abdecken. Ist vermutlich einen eigenen Thread wert.

  • Aus aktuellem Anlass frage ich: Was für eine Pause??


    Kopieren, Telefonat , Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind, Gespräch mit Schulleitung, Gespräch mit Kind, Telefonat, Telefonat, Gespräch mit Kollegen, Gespräch mit Kind...

    Telefonat in Hohlstunde oder nach Unterrichtsschluss/ Gespräch mit Schulleitung vor Unterrichtsbeginn oder nach Terminabsprache, im Notfall zwischendrin aber normalerweise keine 20 min. lang/ Gespräch mit Kind- über was? Tratsch gibts bei der Hofaufsicht, wichtige Sachen nach Unterrichtsschluss. Nur wenn einer blutet, dann hab ich sofort Zeit :spritze:


    Das ist das was ich oben schon meinte, es sollte m.M.n. in Ruhe geklärt werden, wie und wann Fachgespräche mit Kolleg*innen Zeit finden und dann eben richtig geführt werden und nicht hektisch zwischen Tür und Angel.

  • Dem Kind, was gerade (zum Glück in meiner Freistunde) durchdreht, kann ich nicht sagen „du, reiß dich erstmal zusammen, wir setzen und nach Unterrichtsschluss zusammen hin“.
    Das ist quasi bluten, nur nicht körperlich.
    Wann ich Telefonate führe, hängt ja auch davon, wer wann zu erreichen ist. Und bei Jugendamt wird das halt nach 12 Uhr nichts.
    Wenn ich zur Schulleitung gerufen werde, weil da gerade ein Kollege wegen eines Vorfalls mit meinem Schüler sitzt, verschiebe ich das nicht. Schon gar nicht, wenn möglicherweise schnelles Handeln gefordert. ist.


    Es ist ja auch nicht immer so. Aber diese Woche war es halt extrem.
    (Bis auf ein Telefonat ging es auch bei allen Gesprächen um das gleiche Kind.)

  • Diese Beiträge zeigen, dass nicht alles so achtsam und gut strukturiert abläuft, wie es müsste. Pausen sind wichtig, eigentlich braucht sie jeder, um gedanklich umzuschalten (z. B. von Deutsch-LK zu Französisch-5), um zu essen, zu trinken, durchzuatmen. Fehlende Pausen sind gesundheitsschädlich. Deshalb fände ich es gut, wenn jeder wieder stärker darauf achtet und dafür eintritt und diese auch fordert. Lehrer sind oft sehr selbstvergessen, da engagiert. Man sollte sich von der Mühle allerdings als systemtreuer Diener nicht zermahlen lassen, sondern selbstbewusst Grenzen setzen. Dazu gehört wie bei jedem erfolgreichen Projekt ein Schulleitungsteam, das dies auch fordert und bei der Unsetzung hilft. An unserer Schule leider auch nicht der Fall, da muss man das auch für sich umsetzen und zur richtigen Zeit nein sagen. Was natürlich anstrengend, aber wichtig ist.

  • Ps. Ich kann nur jedem raten, auf Toilettengänge nicht zu verzichten. Das Verkneifen kann zu irreversiblen Blasenausweitungen führen. Inklusive Folgeproblemen, vor allem bei Männern. Jetzt denkt der Leser: fraggles, das ist aber sehr direkt.
    Ja, manches muss man direkt sagen.


    Und ich übe auch, den Schritt zu verlangsamen und bewusst zu gehen, wenn die Zeit mal wieder besonders knapp ist.


    Vielleicht sollte ein Gros der Kollegen beim Mühlen-Spiel nicht mitspielen. Die Schule funktionierte ohne Stechschritt sicherlich auch.

  • Ps. Ich kann nur jedem raten, auf Toilettengänge nicht zu verzichten.

    ...oder weniger zu trinken, damit man seltener muss...


    Deswegen will ich eben auch nicht mehr in die Raucherecke hetzen, sondern entschleunigen. Man verbringt doch recht viel Lebenszeit bei der Arbeit, die will ich nicht nur "rumkriegen".

  • ...oder weniger zu trinken, damit man seltener muss.. (...)

    Ja, das ist wirklich einfach nur ungesund. Wir alle dürfen immer wieder aufs Neue besser auf uns achten und müssen uns selbst daran erinnern, dass wir das wert sind. Ich habe die Weihnachtsferien auch diesbezüglich zu einer kleinen Introspektion genutzt und musste feststellen, dass ich während des Refs immer schlechter auf meine Ernährung geachtet habe, weil mir die Kraft zunehmend fehlte zum Einkaufen und Kochen. Schon zweimal täglich etwas zu essen war zeitweise viel für mich. Ich versuche gerade wieder besser auf mich achtzugeben (alle 2 Tage für zwei Tage gesund kochen, 2-3x täglich essen, genügend trinken im Tagesverlauf, ausreichend Pause machen, mich nicht an meinem Selbstanspruch aufreiben,...) und hoffe, das auch nicht so schnell wieder im Alltagsgeschäft zu vergessen. Mal schauen, wie gut das klappt.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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