Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Ich glaube immer noch, dass die privaten Treffen das wahre Problem waren, die zu dem Anstieg Ende 2020 führten, nicht die von dir genannten Punkte.

    Und wie kommst Du da drauf? Ins Schulsystem sind 18 Millionen Menschen eingebunden, ich weiß nicht wieviele Leute in Großraumbüros arbeiten, sicher etliche Millionen und das Tag für Tag. Bei einer durchschnittlichen Klassengröße von 20 Schülern sind das über den Daumen gepeilt allein im Schulsystem ohne Kantione, ohne Kurswechsel, Anreise, Lehrerzimmer etc. pp. und alles 360 Millionen Kontakte zwischen verschiedenen Menschen am Tag.

    Jeder der übrigen 60 Mio Menschen in Deutschland müsste sich um das zu kompensieren täglich also im Durchschnitt mit 6 verschiedenen Menschen mindestens 90, strenggenommen eher 360 Minuten in einem Raum aufhalten allein um auch nur annähernd an einen Teil (!) der durch die Schule vermittelten Kontakte ranzukommen.


    Der falsche Eindruck der privaten Ansteckungen ensteht einfach dadurch, dass man natürlich die Leute im engsten Umfeld und Zuhause testet und diese auch am wahrscheinlichsten ansteckt. Manche haben das verbreitet um die Schulen und Büros aufzuhalten, ist aber Unsinn. Das Virus kann ja nur in die lokale Blase eindringen, wenn es in der breiteren Gesellschaft irgendwo aufgeschnappt wird. Das brauchen wir aber nicht diskutieren, das ist längst gut belegt, dass das Virus maßgeblich über den Arbeitsplatz und die Schulen verschleppt und verteilt wurde.

  • Im Dezember gab es auch bei uns Schulen/Klassen in Quarantäne. Zu den Großraumbüros gibt es bei uns im Landkreis keine Daten. Ich weiß, dass nicht alle Kollegen pedantisch auf Einhaltung der Regeln achten, viele tun es aber schon. Wer achtet jedoch auf Regeln nach Schulschluss? Zumindest im Januar, als Bildungseinrichtungen schon geschlossen waren, wurde bekannt gegeben, dass zu diesem Zeitpunkt die meisten Ansteckungen in meinem Landkreis im privaten Kreis stattfanden. Ansonsten wissen wir, dass der Höchstwert der Coronafälle deutschlandweit Weihnachten 2020 war, der Höchstwert der Coronatoten Ende Dezember 2020. Danach gingen die Zahlen stetig runter. Das könnte also entweder mit den Schulschließungen oder mit den Geschäftsschließungen zu tun haben. Regional gibt es da sicher Abweichungen. Bei uns im Landkreis spielten die Pflegeheime eine maßgebliche Rolle, wo jetzt, Gott sei Dank, alles unter Kontrolle ist.

  • Bei uns im Landkreis spielten die Pflegeheime eine maßgebliche Rolle, wo jetzt, Gott sei Dank, alles unter Kontrolle ist.

    Man weiß nur bei einer winzigen Minderzahl der festgestellten Fälle wo die Ansteckung erfolgt (10-20% zeitweise, ist das inzwischen mehr?), ansonsten haben wir eine Dunkelziffer die die festgestellten Fälle sicherlich um ein mehrfaches übertrifft. Der obige R-Wert per Raum geht von Einhaltung der Regeln und 6 Stunden Aufenthalt aus, die Reglen können die Ansteckungen nur dämpfen, nicht einmal Maskenpflicht verhindert sie. Einzelfälle sind unbeachtlich für die statistische Betrachtung größerer Zusammenhänge (keine Sorge, den Fehler machen anscheinend viele). Dementsprechend stimmen deine Schlussfolgerungen nicht.


    Die Tabelle oben sagt aus, dass mit Maskenpflicht in einer Oberschule bei halbierten Klassen, ein angesteckter Schüler am Ende eines 6 Stundentages im Durchschnitt 3 Mitschüler angesteckt haben müsste. Dabei wird in der Studie damit gerechnet, was über die Ansteckungswege des Virus konkret bekannt ist und was sich in einzelnen Ausbrüchen zeigte, nicht mit den tatsächlich festgestellten Zahlen (könnte man auch garnicht, weil Datenbasis aus obigen Gründen schlecht ist). Das ist aber aufgrund asymptomatischer Fälle und der Teilmenge, die meint sie hätte eine Erkältung, grade bei Jungen höchstplausibel. Von da wird es dann unerkannt weitergetragen.


    Damit ist dürfte auch klar sein, warum die Zahlen im Lockdown light nicht runtergingen. Schulen waren nie sichere Orte, überrascht selbst mich, dass der R-Wert doch noch so hoch liegt.


    Nachtrag:

    Zur Abwechslung mal eine wirklich gute Nachricht. Pfizer/Biontech wurde so konstruiert, dass es das Spikeprotein an gleich mehreren Stellen binden kann. Dadurch gibt es jetzt endlich Hinweise, dass auch gegenüber B 1351 keinerlei Effizienzverlust zu erwarten ist. Das ist sehr, sehr gut und gibt Grund zur Hoffnung. Damit wird Astra Zeneca aber endgültig dritte Wahl.

  • Habt ihr das schon gesehen? Mal was Nettes zwischendurch:

    https://www-zeit-de.cdn.amppro…e-unterricht-lockdown-lob

    Zwei Anmerkungen dazu:


    1. ... ist die Wertschätzung der Gesellschaft für uns Lehrpersonen bei uns per se höher als in Deutschland.

    2. ... finde ich es schon länger bemerkenswert, dass uns die Medien schlechter schreiben, als das Feedback der Politik ausfällt. Immer mal wieder heisst es, der Fernunterricht im letzten Schuljahr habe die Schulen vor eine so und so grosse Herausforderung gestellt, es habe nicht funktioniert, blablubb, was einfach wirklich Käse ist. Technisch hat das alles einwandfrei funktioniert. Logisch haben vor allem Primarlehrpersonen nicht alle Kinder auch immer erreichen können, aber das hat ja oft mit der Organisation und mit der Technik seitens der Schule gar nichts zu tun. Liest man dann mal wieder ein Interview mit Silvia Steiner, Präsidentin der EDK, klingt das alles gleich ganz anders. Und auch die Briefchen, die wir zwischendurch im Baselland von unserer Moni bekommen haben, die klangen immer sehr wohlwollend. Da gab es nie einen Vorwurf an uns, dass irgendwas an unserer Arbeit zu bemängeln wäre, ganz im Gegenteil.


    Ich bin gespannt, was am Ende übrig bleibt, bei uns wie auch im Gesundheitswesen. Was mich im Moment zunehmend mehr ärgert ist, dass die Unis total vergessen werden bei allen Diskussionen um Corona und den Bildungsbereich. Die haben sie bei uns irgendwann im November schon in den Fernunterricht geschickt und seither dümpeln die da so vor sich hin. Ich habe noch losen Kontakt zu ehemaligen Schülern, die jetzt am Anfang ihres Medizinstudiums z. B. stehen, das ist alles gar nicht lustig. Immerhin haben die mit den Praktika überhaupt noch die Gelegenheit vor Ort mal Menschen zu treffen, so ein armer Germanistik-Student hat einfach komplett verloren im Moment.

  • Wollen wir hoffen, dass die Zahlen weiter sinken oder zumindest nicht steigen. Für den Fall, dass sie doch steigen sollten, können wir jedoch die Erkenntnisse aus dem "Experiment" Herbst 2020 nutzen, um frühzeitig einzugreifen, sodass es gar nicht mehr zu einem solchen unaufhaltsamen Anstieg kommen muss.

  • oder zumindest nicht steigen. Für den Fall, dass sie doch steigen sollten

    Wann und wodurch wird dieser Zeitpunkt denn betimmt?


    Es gibt durchaus Landkreise, die schon sehr weit unten waren und nun wieder um die 50 liegen.


    Den Scheitelpunkt vor dem Anstieg würde man erst im Nachhinein erkennen können.

  • Wollen wir hoffen, dass die Zahlen weiter sinken oder zumindest nicht steigen. Für den Fall, dass sie doch steigen sollten, können wir jedoch die Erkenntnisse aus dem "Experiment" Herbst 2020 nutzen, um frühzeitig einzugreifen, sodass es gar nicht mehr zu einem solchen unaufhaltsamen Anstieg kommen muss.

    Vor allem haben jetzt alle hoffentlich gelernt, dass je schneller man handelt und gewisse Bereiche einschränkt, desto schneller kann man auch wieder öffnen. Lieber kurz und schmerzlos als wieder monatelang Lockdown.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Wann und wodurch wird dieser Zeitpunkt denn betimmt?


    Es gibt durchaus Landkreise, die schon sehr weit unten waren und nun wieder um die 50 liegen.


    Den Scheitelpunkt vor dem Anstieg würde man erst im Nachhinein erkennen können.

    Gerade deswegen bin ich für etwas, wogegen sich die Politik derzeit noch sträubt, nämlich einen konkreten Fahrplan ("Perspektiven").

    Beispiel:

    Unter 35: Aufhebung aller Beschränkungen

    35-50: ...

    51-100: ...

    101-200: ...

    Über 200: Hotspotregelung


    Wir waren Ende Dezember auch über 200 und da galt, dass die Hotspotregelung entfällt, sobald der Wert für 5 Tage am Stück unterschritten wird. Dieser Zeitraum könnte auch bei den anderen Zwischenschritten genutzt werden.

  • Ich finde die Stufenpläne und Leitersysteme sind Bauernfang.

    Wennn ich eine Leiter habe und jedes mal lockere (die Ansteckungen steigere) wenn die Zahlen absinken, was passiert logischerweise?

    Richtig, die Ansteckungen steigen wieder. Das heißt man wird ewig auf den beiden höchsten Stufen der tollen Leiterpläne hin und herspringen, es sei denn man kommt soweit unter 1,0, dass man wirklich ordentlich puffer hat. Aber an der Stelle könnte man auch einfach die 4 Wochen abwarten, bis man überall Green Zones hat. Ich verstehe nicht, dass solche logikwidrigen Konstruktionen so viele Anhänger finden. Nach der Logik haben wir uns übrigens in die Welle reinmanövriert. So wenig Beschränkungen wie nötig ist als Prinzip leider einfach das Dümmste was man machen kann und vereint das schlechteste aus beiden Welten (möglichst viel Lockdown, aber auch möglichst viele Kranke). Es ist zum Haareraufen.

  • Wobei ich das gerade regional für schwierig halte. Man muss bei der Inzidenz-Zahl auch beachten, wo genau die Fälle aufgetreten sind.

    Meine Kommune kommt von der relativ hohen Inzidenzzahl nicht runter, weil immer wieder große Einrichtungen betroffen sind: Da war das Altenheim, in dem sich um die 60 Bewohner und 30 Pfleger infiziert haben, danach wieder eines mit ungefähr solchen Zahlen, danach traf es (zum wiederholten Male; kommunale Lernfähigkeit = Null) eine Erstaufnahmeinrichtung mit über 100 Fällen unter Bewohnern und 30 Fällen unter Betreuern und Wachpersonal usw.

    Das ist eine andere Situation, als wenn sich die Fälle über das ganze Stadtgebiet streuen, finde ich. In kleineren Kommunen kann schon nur einer der aufgetretenen Fälle den Zahlen nach zu einer Hotspot-Situation führen.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Wir hatten kurzfristig mal so eine Inzidenz-Regelung die irgendwie regional umgesetzt werden sollte. Es wurde ziemlich schnell klar, dass das Land viel zu klein und die Berufspendlerbewegungen zwischen den Regionen viel zu hoch sind für sowas. Versuch macht kluch heisst es ja so schön. Ich hoffe bloss, dass unterdessen alle eingesehen haben, dass das hier nur was wird, wenn egal welche Regel an jedem Ort in diesem Land genau gleich gilt. Bei den Schulen gibt es jetzt ja schon wieder die ein oder andere Ausnahme wo man sich fragen kann, was das denn eigentlich soll. Immerhin haben wir kein Kantönli mehr über 200, Schaffhausen hat es wundersamerweise auf 28 runter geschafft. Die haben wahrscheinlich alle ihre Primarschüler in einen Sack gesperrt oder so. Ich hoffe so, dass die Testerei bei den Kiddies den gewünschten Erfolg bringt. Muss das mühsam gerade sein für alle quarantänierten Eltern. :sterne:

  • von unter 35 auf über 100 hat es trotz einiger Maßnahmen im Oktober in Baden-Württemberg keine zwei Wochen gedauert. Deshalb ist 35 für Aufhebung aller Maßnahmen zu hoch. (Die Leute waren bereits infiziert bei 35, es dauert bis es in der Statistik beim RKI ankommt. Mit Mutation geht es noch schneller. Inzwischen ist auch der Nachbarkreis von Hohenlohe über 100, es reichte vermutlich ein Pendler, vor zwei Wochen war Hohenlohe bei 34, in der letzten Woche bei 140.)


    Aber 10 verstehen viele Menschen nicht. Also wird bei 35 gelockert, bei 50 nicht gebremst (nur die Hälfte der betroffenen Landkreise in Baden-Württemberg haben die verlangten Ausgangssperren (bei über 50) verlängert, die Begründungen sind abenteuerlich, es muss jetzt begründet werden) und bei 100 wundert man sich (uns das Spiel geht von vorne los). Und es dauerte keine 2 Wochen in Hohenlohe. Auch bei uns steigt es gerade schneller als die ganze Zeit vorher. Bisher sind nur wenige Orte betroffen.


    Das ist, was mich frustriert, und warum ich von sehr vielen höre, dass jetzt endlich mal durchgezogen werden muss.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Nymphicus: Wenn du gegen ein Stufensystem bist, ab welchem Punkt soll es Lockerungen geben, wenn man es an keinem konkreten Wert festmachen kann? Nehmen wir mal an, du würdest dich jetzt mit einem Messebauer unterhalten und der fragt: "Wann geht es weiter?". Was würdest du ihm sagen?

  • Ein Stufenplan wäre mE gut (gibt es ja auch in einigen BL für einige Bereiche). Aber alle Maßnahmen bei unter 35 fallen zu lassen, ist kontraproduktiv. Ohne Maßnahmen hat Corona einen R0-Wert von ca. 3. Das heißt exponentielles Wachstum und jeder Infizierte steckt im Schnitt 3 Leute an. Keine Maßnahmen sind erst möglich, wenn jeder, der es möchte, geimpft werden konnte.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Nymphicus ich habe mal einen Blick in das Paper von Kriegel und Hartmann (http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-11387) geworfen, auf das du dich in Beitrag #18142 zu beiziehen scheinst. Fand ich eigtl. eine ganz nette Idee.


    Aber genau diese Aussagen

    Der obige R-Wert per Raum geht von Einhaltung der Regeln und 6 Stunden Aufenthalt aus, die Reglen können die Ansteckungen nur dämpfen, nicht einmal Maskenpflicht verhindert sie.

    Die Tabelle oben sagt aus, dass mit Maskenpflicht in einer Oberschule bei halbierten Klassen, ein angesteckter Schüler am Ende eines 6 Stundentages im Durchschnitt 3 Mitschüler angesteckt haben müsste.

    lassen sich eben nicht aus dem Paper ableiten. Kriegel und Hartmann machen keine Aussagen zu absoluten R-Werten, die gezeigten Werte sind in Relation zueinander zu sehen. Das von dir gepostete Diagramm lässt sich also eher so lesen, dass ein Besuch im Restaurant mit 50%-Belegung etwa 2,3-mal so ansteckend ist wie ein Supermarktbesuch mit Maske (aber nicht, dass sich 2,3 Personen angesteckt haben!). Oder dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit durch das Tragen von Masken in der Oberschule bei 50%-Belegung etwa halbiert wird. Jeweils unter der Annahme der üblichen Aufenthaltszeit und davon ausgehend, dass sich tatsächlich eine infizierte Person im selben Raum befindet, gerade letzteres ist aber für die Deutung der Situation nicht zu unterschätzen.

  • Nymphicus ich habe mal einen Blick in das Paper von Kriegel und Hartmann (http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-11387) geworfen, auf das du dich in Beitrag #18142 zu beiziehen scheinst. Fand ich eigtl. eine ganz nette Idee.


    Aber genau diese Aussagen

    lassen sich eben nicht aus dem Paper ableiten. Kriegel und Hartmann machen keine Aussagen zu absoluten R-Werten, die gezeigten Werte sind in Relation zueinander zu sehen. Das von dir gepostete Diagramm lässt sich also eher so lesen, dass ein Besuch im Restaurant mit 50%-Belegung etwa 2,3-mal so ansteckend ist wie ein Supermarktbesuch mit Maske (aber nicht, dass sich 2,3 Personen angesteckt haben!). Oder dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit durch das Tragen von Masken in der Oberschule bei 50%-Belegung etwa halbiert wird. Jeweils unter der Annahme der üblichen Aufenthaltszeit und davon ausgehend, dass sich tatsächlich eine infizierte Person im selben Raum befindet, gerade letzteres ist aber für die Deutung der Situation nicht zu unterschätzen.

    Verstehe ich nicht. Wenn keine infizierte Person im Raum ist, wird natürlich niemand infiziert. Wenn man das vorher nur wüsste.


    Und natürlich geht es nicht um absolute Werte, ich habe die Studie dazu gelesen. Es geht darum, dass Schule selbst mit verschiedenen Maßnahmen (50%, Maske) bzgl. Aerosole gefährlicher ist als ein Einkauf im Supermarkt.


    Ergänzung


    Es gibt bei Zeit wieder eine Simulation, dieses mal mit der englischen Mutation. Da wurde von 3 infizierten in einer Klasse gesprochen (je nach Maßnahmen). Vielleicht ist da etwas durcheinander geraten? Bei den vielen Artikeln geht es mir manchmal auch so. Man liest diverses, macht sich seine Gedanken und möchte seine Erkenntnisse weiter geben.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Aber genau diese Aussagen

    lassen sich eben nicht aus dem Paper ableiten. Kriegel und Hartmann machen keine Aussagen zu absoluten R-Werten, die gezeigten Werte sind in Relation zueinander zu sehen. Das von dir gepostete Diagramm lässt sich also eher so lesen, dass ein Besuch im Restaurant mit 50%-Belegung etwa 2,3-mal so ansteckend ist wie ein Supermarktbesuch mit Maske (aber nicht, dass sich 2,3 Personen angesteckt haben!). Oder dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit durch das Tragen von Masken in der Oberschule bei 50%-Belegung etwa halbiert wird. Jeweils unter der Annahme der üblichen Aufenthaltszeit und davon ausgehend, dass sich tatsächlich eine infizierte Person im selben Raum befindet, gerade letzteres ist aber für die Deutung der Situation nicht zu unterschätzen.

    Das stimmt, danke für den Hinweis. Also ist der R(s) nur der Faktor im Vergleich zu der Ansteckungswahrscheinlichkeit in einem Supermarkt. Das heißt, es werden sich in meinem Beispiel nicht 3 Schüler erwartungsgemäß anstecken, sondern dreimal soviele Leute, wie bei einer vergleichbaren Situation im Supermarkt. In dem Paper wird auf Fußnote [15] verwiesen, da mir nicht ganz klar ist, was Sie denn als R-Wert für die Situation im Supermarkt vermuten, weißt Du da was zu?

  • Das stimmt, danke für den Hinweis. Also ist der R(s) nur der Faktor im Vergleich zu der Ansteckungswahrscheinlichkeit in einem Supermarkt. Das heißt, es werden sich in meinem Beispiel nicht 3 Schüler erwartungsgemäß anstecken, sondern dreimal soviele Leute, wie bei einer vergleichbaren Situation im Supermarkt. In dem Paper wird auf Fußnote [15] verwiesen, da mir nicht ganz klar ist, was Sie denn als R-Wert für die Situation im Supermarkt vermuten, weißt Du da was zu?

    Ich habe von keinem R-Wert gelesen. Es geht nur um relative Vergleiche.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich habe von keinem R-Wert gelesen. Es geht nur um relative Vergleiche.

    Doch, an einer Stelle schreiben sie:

    Eine Person im Supermarkt mit Maske hat ein Risiko mit dem Wert 1. Das bedeutet, dass sich in dieser Situation maximal eine weitere Person anstecken wird. Im Vergleich dazu hat das Mehrpersonenbüro mit einer 50 % reduzierten Belegung, aber ohne das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz, einen Wert von 8. Das bedeutet, dass das Risiko in dieser Situation 8-mal höher ist als im Supermarkt.


    Ich frage mich, wie sie darauf überhaupt kommen? Wüsste ich das, könnte ich ja konkret an die zu erwartenden R- Werte kommen.

Werbung