Umfrage zur Impfbereitschaft gegen Corona

  • Ob jetzt "signifikant weniger" oder "50%", auf jeden Fall hat nie jemand behauptet, dass am Tag der 2. Impfung (oder auch 3 Tage später) der Impfschutz bereits voll vorhanden ist, sonst könnte man sich die ja schenken. Und natürlich schützt die Impfung nicht vollständig vor Infektion, wenn sie nur zu 95% vor der Erkrankung schützt, kann der Schutz vor Infektion ja höchstens <=95% sein. Aber wo im Intervall von 0%-95% er liegt, ist nach wie vor völlig offen.

    Was hast du denn erwartet, dass das für dich eine Enttäuschung ist?

  • Was hast du denn erwartet, dass das für dich eine Enttäuschung ist?

    Häh? Es ist eine Feststellung, nichts weiter als das. Und ja, ein Schutz vor Infektion wäre selbstverständlich toller, ganz objektiv betrachtet und unabhängig von meinen Emotionen. Ein Schutz vor Infektion würde das Virus nämlich massiv eindämmen. So wird es immer weiter verbreitet und hat allerbeste Gelegenheit dann auch weiter zu mutieren.


    Und natürlich schützt die Impfung nicht vollständig vor Infektion, wenn sie nur zu 95% vor der Erkrankung schützt, kann der Schutz vor Infektion ja höchstens <=95% sein.

    Offensichtlich ist der Schutz vor Infektion kleiner als diese 95 %, sonst würden solche Vorfälle ja nicht registriert werden.



    Ob jetzt "signifikant weniger" oder "50%", auf jeden Fall hat nie jemand behauptet, dass am Tag der 2. Impfung (oder auch 3 Tage später) der Impfschutz bereits voll vorhanden ist, sonst könnte man sich die ja schenken.

    Der Schutz vor Erkrankung wird 14 Tage nach der 1. Impfung mit 82 % angegeben. Wenn da jetzt 14 Personen infiziert sind (infiziert und offenbar *nicht* erkrankt!) dann widerspricht das doch überhaupt nicht den Angaben des Herstellers sondern ist bloss eine weitere Information bezüglich der *Art* der Wirksamkeit und über die haben BioNTech und Pfizer in ihrer Studie überhaupt keine Aussage treffen können, weil es nicht untersucht wurde. Drum ist das ganz toll für uns alle, dass die Israelis jetzt so fleissig diese Daten sammeln.

  • Eine Studie aus Israel bestätigt, dass der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Woche nach der zweiten Impfdosis die angestrebte Wirksamkeit von 95 Prozent erreicht.

    Auch zeigen die Daten der Studie, dass es bereits zehn Tage nach der ersten Dosis einen 50-prozentigen Schutz vor einer Infektion gibt. Damit kommt die Studie zu den gleichen Schlussfolgerungen wie die Impfstoff-Entwickler in ihrer Phase-III-Studie.

  • Oh Mann. Gleich der erste Satz im Artikel:


    Eine Studie belegt: Moderate bis schwere Covid-19-Erkrankungen gehen mit den Impfungen zurück. Die Frage nach der Herdenimmunität bleibt aber weiter offen.


    Infektion Erkrankung. Herdenimmunität kann es nur geben, wenn die Impfung vor einer Infektion schützt. Ist eigentlich nicht sooo schwer zu verstehen.

  • Ja hast Du. Es handelt sich mehrheitlich um stille Infektionen, d. h. die betroffenen Personen sind gar nicht erkrankt. Genau um diese Unterscheidung geht's gerade. Die Frage, die jetzt im Raum steht, ist, ob geimpfte und dennoch infizierte Personen auch infektiös sind. Sollte das so sein, kann es keine Herdenimmunität geben. Die Situation in Israel zeigt leider ein bisschen in die Richtung. Aber abschliessend kann man das noch nicht beurteilen.

  • Was wir glauben und hoffen ist letztendlich gar nicht so wichtig.

    Zumindest ich möchte es "schwarz auf weiß" anhand von belastbaren Studienergebnissen belegt bekommen, wie es sich mit einer Mischung von Impfstoffen auf die Verträglichkeit und den Impfschutz abschließend auswirkt.

    Da schreibst Du was. Da darf auch gar nichts kombiniert werden, solange ein solches Verfahren nicht geprüft und zugelassen ist. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass es bei uns aller Voraussicht nach in den kommenden Monaten praktisch ausschliesslich Moderna geben wird. Selbst wenn es deshalb in den vergangenen zwei Wochen zu einer Verzögerung bei den Impfungen gekommen ist. Gerade WEIL diese mRNA-Impfstoffe so hochwirksam sind, kann es im dümmsten Fall eben zu einer überschiessenden Immunantwort geben, wie Kris schon schrieb. Genau daran ist in der Vergangenheit die Entwicklung solcher Impfstoffe ja mehrfach gescheitert. Dass das aktuell keine zu befürchtende Nebenwirkung der Impfung ist, ist ja bei so vielen Geimpften unterdessen ziemlich klar. Da sollte man doch jetzt besser nicht anfangen zu "pfuschen" sondern lieber 2 - 3 Wochen geduldig sein und abwarten, wie sich die Produktions- und Lieferkapazitäten der Hersteller entwickeln.

  • Oh Mann. Gleich der erste Satz im Artikel:


    Eine Studie belegt: Moderate bis schwere Covid-19-Erkrankungen gehen mit den Impfungen zurück. Die Frage nach der Herdenimmunität bleibt aber weiter offen.


    Infektion Erkrankung. Herdenimmunität kann es nur geben, wenn die Impfung vor einer Infektion schützt. Ist eigentlich nicht sooo schwer zu verstehen.


    Und natürlich schützt die Impfung nicht vollständig vor Infektion, wenn sie nur zu 95% vor der Erkrankung schützt, kann der Schutz vor Infektion ja höchstens <=95% sein. Aber wo im Intervall von 0%-95% er liegt, ist nach wie vor völlig offen.

  • Die Frage, die jetzt im Raum steht, ist, ob geimpfte und dennoch infizierte Personen auch infektiös sind. Sollte das so sein, kann es keine Herdenimmunität geben. Die Situation in Israel zeigt leider ein bisschen in die Richtung. Aber abschliessend kann man das noch nicht beurteilen.

    Ich weiss nicht, warum Du meine Ausführungen unbedingt dramatisieren willst. Ich habe diesen Artikel vorhin gelesen und fand es interessant, darum habe ich es hier verlinkt. Ich schrieb "nicht so cool", was sicher eine wahre Aussage ist wenn man sie ins Verhältnis setzt zu einer nicht unbegründeten Hoffnung, die Impfung könnte gleichermassen gut vor Infektion wie vor Erkrankung schützen.

  • Ich habe keine akademische Ausbildung im Bereich Pharmazie oder Naturwissenschaften, also ja, ich sehe es als legitim an, solche Fragen zu stellen. Ein bisschen weniger hohes Ross wäre an der Stelle angemessen, gerade weil viele dich hier auch so für deine naturwissenschaftliche Expertise schätzen.

    Du stellst Fragen, die schon 30 x beantwortet wurden. Das spricht für ziemliche Unaufmerksamkeit, egal was Du so studiert hast.

  • Ich habe keine akademische Ausbildung im Bereich Pharmazie oder Naturwissenschaften, also ja, ich sehe es als legitim an, solche Fragen zu stellen. Ein bisschen weniger hohes Ross wäre an der Stelle angemessen, gerade weil viele dich hier auch so für deine naturwissenschaftliche Expertise schätzen.

    Es wird doch alles alle Nas lang erklärt, was du wiederum mit Verwirrung kommentierst. Was erwartest du?

  • Astra Zeneca ist gegen die B1.351 Mutation unwirksam, also schützt er nicht nur vermindert, sondern garnicht. Davon haben wir bereits unkontrollierte Cluster, ganze Regionen in Europa wo stark verbreitet (z.B. Tirol). In Österreich wird jetzt erstmal gelockert, weil die Leute halt nicht mehr mitziehen. Da müssen man Verständnis haben.


    Im Grunde kann damit Astra Zeneca auf den Müll, was besonders tragisch ist, weil die Südafrikanische Impfkampagne darauf baut.


    Im Endeffekt war es das mit unserer Impfstrategie, die Leute sollten beten, dass der Effizienzverlust bei MRNA-Wirkstoffen icht der Rede wert oder schnell ausgeglichen werden kann. Einigen ist glaube ich nach wie vor nicht ganz klar, was uns bevorsteht.


    Immune-Escape Mutationen ist das Stichwort, ein Grund übrigens warum es gegen die saisonalen Viren natürlich auch nie eine zur Ausrottung führende Herdenimmunität gab.

  • Im Endeffekt war es das mit unserer Impfstrategie, die Leute sollten beten, dass der Effizienzverlust bei MRNA-Wirkstoffen icht der Rede wert oder schnell ausgeglichen werden kann. Einigen ist glaube ich nach wie vor nicht ganz klar, was uns bevorsteht.

    Was uns bevorsteht ist ein endemisch Werden der Corona Viren. Dass es eine Herdenimmunität geben wird, die zu einer weitgehenden Ausrottung führt, halte ich mittlerweile für sehr unwahrscheinlich. Die mRNA Impfstoffe sind sehr vielversprechend. Ich gehe davon aus, dass die (ernsthaften) Erkrankungen damit, auch bei diversen Mutationen, im Zaum gehalten werden können.

    Wenn ein hoher Impfstand erreicht ist, werden die Covid Viren unser Leben nicht mehr einschränken, als die saisonale Influenza. Gelegentlich werden schwere Verläufe dabei sein, es werden weiterhin Menschen daran sterben oder Folgeschäden davon tragen. Im Großen und Ganzen wird uns das aber nicht weiter beeinflussen. So, wie auch jetzt schon bei der saisonalen Grippe.


    Dass Astra Zeneca ein Griff nutzlos ist, sehe ich allerdings auch so.

  • @ Schmidt das kann so kommen, halte ich aber nur für die günstigste Möglichkeit aufgrund der Eigenschaften von SARS-CoV2 vor denen seit monatlichen (überwiegend vergeblich) gewarnt wird. Was ist wenn eine Grippe in der Bevölkerung zirkuliert, die bei jedem Durchgang bei einem Drittel der Erkrankten leichte Herzvernarbungen, Gefäßentzündung, Mikrothrombosen und daraus resultierende Organschäden hinterlässt? Diese können durchaus auch erstmal schwach ausfallen, sie summieren sich dann auf. Hängt vom Wirkungsgrad der Impfung und ihrer Funktion ab, ob diese von der Akutsymptomatik oft unabhängigen Dinge entstehen. Wir brauchen dringend Sicherheit darüber die uns hoffentlich die Zahlen aus Israel liefern können, bis dahin muss an NoCovid festgehalten werden.

  • Im Großen und Ganzen wird uns das aber nicht weiter beeinflussen.

    Ganz so optimistisch sehe ich es tatsächlich (noch) nicht. Sollte es mit der Herdenimmunität nicht klappen, wird es einfach Leute geben, die sich gar nicht impfen lassen können und gerade für die wird eine Covid-Erkrankung potentiell gefährlich. Die Daten, die in der Schweiz zur Sterblichkeit erhoben wurden, halte ich für sehr verlässlich weil sie einfach mal aus einem funktionierenden Gesundheitssystem kommen und dazu aus einem Land, das zwischenzeitlich sehr stark betroffen war. Ein Faktor 3 bei der Sterblichkeit gegenüber einer starken Grippewelle (verglichen wurde mit der Saison 2017/18) ist schon eher unangenehm. Wobei es zum Glück auch bei weitem nicht das ist, was zu Beginn der Pandemie noch angenommen wurde. Aber es besteht ja noch Hoffnung, dass auch die Therapiemöglichkeiten der Erkrankung besser werden, nur das ist eben eine längerfristige Entwicklung als das Impfen.

  • Ich las in den letzten Tagen in irgendeiner Studie, dass Covid-19 dreimal so gefährlich wie die echte Grippe ist (zu viele denken grippaler Infekt sei schon eine Grippe). Das finde ich schon sehr problematisch, ich kenne einige Kollegen, die dank Grippe langfristig Probleme bekamen. Und dreimal so schlimm zusätzlich zur Grippe, ich hoffe, dass die Impfforschung mit den Mutationen Schritt halten kann (bei Grippe klappt es ja meistens).


    Bei hohen Zahlen steigt auch die Chance auf weitere noch problematischere Mutationen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ganz so optimistisch sehe ich es tatsächlich (noch) nicht. Sollte es mit der Herdenimmunität nicht klappen, wird es einfach Leute geben, die sich gar nicht impfen lassen können und gerade für die wird eine Covid-Erkrankung potentiell gefährlich. Die Daten, die in der Schweiz zur Sterblichkeit erhoben wurden, halte ich für sehr verlässlich weil sie einfach mal aus einem funktionierenden Gesundheitssystem kommen und dazu aus einem Land, das zwischenzeitlich sehr stark betroffen war. Ein Faktor 3 bei der Sterblichkeit gegenüber einer starken Grippewelle (verglichen wurde mit der Saison 2017/18) ist schon eher unangenehm. Wobei es zum Glück auch bei weitem nicht das ist, was zu Beginn der Pandemie noch angenommen wurde. Aber es besteht ja noch Hoffnung, dass auch die Therapiemöglichkeiten der Erkrankung besser werden, nur das ist eben eine längerfristige Entwicklung als das Impfen.

    Stimmt. Ich formuliere es anders: wir werden uns daran gewöhnen (müssen).

    Dass Therapiemöglichkeiten besser werden, glaube bzw. hoffe ich auch.


    In der Grippewelle 2017/2018 sind in Deutschland ca. 25.000 Menschen an der Grippe gestorben. Faktor drei wären jährlich 75.000 Tote. Das ist für eine Gesellschaft verkraftbar. Ich weiß, das klingt makaber, vielleicht auch ekelhaft; es ist scheiße und mir wäre es auch lieber, wenn es kein Covid und kein Krebs gäbe, aber es ist realistisch.


    Was ist wenn eine Grippe in der Bevölkerung zirkuliert, die bei jedem Durchgang bei einem Drittel der Erkrankten leichte Herzvernarbungen, Gefäßentzündung, Mikrothrombosen und daraus resultierende Organschäden hinterlässt?

    Das halte ich für maßlos übertrieben.

    Zumal es einfach keine Alternative dazu gibt, irgendwann wieder normal weiterzuleben (inklusive Großveranstaltungen, Partys und Großdemos). Dann eben mit einer weiteren Krankheit, die das Potential hat, Menschen zu töten.

  • Ich las in den letzten Tagen in irgendeiner Studie, dass Covid-19 dreimal so gefährlich wie die echte Grippe ist (zu viele denken grippaler Infekt sei schon eine Grippe). Das finde ich schon sehr problematisch, ich kenne einige Kollegen, die dank Grippe langfristig Probleme bekamen. Und dreimal so schlimm zusätzlich zur Grippe, ich hoffe, dass die Impfforschung mit den Mutationen Schritt halten kann (bei Grippe klappt es ja meistens).


    Bei hohen Zahlen steigt auch die Chance auf weitere noch problematischere Mutationen.

    Ja, der Faktor drei stammt ziemlich sicher aus der Auswertung der schweizer Patientendaten. Die Hospitalisierungsrate ist auch entsprechend höher, das Durchschnittsalter der Hospitalisierten ist geringer (!) als das bei der Influenza.

  • Deine Ansicht teile ich hier, Schmidt, wobei ich sie für nicht mehrheitsfähig halte. Die meisten Leute, inklusive der Politik, wollen leider alles auf Standby halten, ehe Corona weg ist, ob das realistisch ist oder nicht.

    Mit "irgendwann" meine ich offensichtlich nicht übermorgen, sondern einen Zeitpunkt in der Zukunft, an dem genug Leute geimpft sind, um schwere Verläufe soweit wie möglich zu vermeiden.

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