Umfrage zur Impfbereitschaft gegen Corona

  • Sag mir doch mal bitte, auf Basis von was Du das übertrieben hälst? Es gibt Studien in den Größenordnungen, die einzige Frage ist wie das Verhältnis der untersuchten Gruppe zur Gesamtbevölkerung sich verhält. Selbst wenn es nur 10% wäre würde uns eine ständige Neuinfektion nach und nach zerstören. Muss nicht so kommen. Aber wie kannst Du dir die Forderung erlauben, diese Möglichkeit einfach zu ignorieren? Ich finde das auch nicht toll, es kann aber halt einfach so sein, dass es nie wieder so wird, wie es mal war. Und zwar ohne Entscheidungsspielraum. Ich weiß es nicht, ich wüsste es gern, aber es ist jedenfalls nicht vom Tisch.


    Es gibt leider Hinweise darauf, dass in immunsupprimierten Patienten Varienten entstehen, die per se immunoevasiv sind und kaum auf Antikörper reagieren. Was dann, wenn Covid in den Kreis der Krankheiten aufsteigt gegen die das Immunsystem sich nicht ausreichend wehren kann? Evolutionsexperimente im Labor sind besorgniserregend. Wir müssen die Mutation in freier Wildbahn sofort so weit unterdrücken wie es geht. Besser schon gestern.


    Natürlich gibt es eine Alternative, Milliarden von Menschen leben in Gebieten wo die Inzidenz von Covid seit 10 Monaten niemals über 10 stieg. Ja, ich weiß, Inseln (wie Vietnam und China), Diktaturen (wie Taiwan, Australien, Japan, Südkorea) etc ;)...

  • Australien ist eine Diktatur? Wusste ich gar nicht :rotwerd:.

    Ich wollte damit das Argument humoristisch aufs Korn nehmen, weil es leider immer wieder gebracht wird aber dadurch nicht richtiger wird.


    Nachtrag: Leute, ihr enttäuscht mich. Ich habe sogar ein ";)" gesetzt. Kompetenz: Ironie erkennen ist Lernziel.

  • Deine Ansicht teile ich hier, Schmidt, wobei ich sie für nicht mehrheitsfähig halte. Die meisten Leute, inklusive der Politik, wollen leider alles auf Standby halten, ehe Corona weg ist, ob das realistisch ist oder nicht.

    Ich breche mein Gelübde.

    Ey, Lindbergh, kannst du einfach mal aufhören, für andre Leute zu sprechen? Einfach nur DEINE Meinung sagen? Es nervt mich tierisch, dass du so oft die vermeintliche Meinung ANDRER hier kundtust und diese als Argument für oder gegen was bringst.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Und China ist keine Insel. Da bin ich mit ziemlich sicher.

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
    ----
    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

    ----

    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • Ich breche mein Gelübde.

    Ey, Lindbergh, kannst du einfach mal aufhören, für andre Leute zu sprechen? Einfach nur DEINE Meinung sagen? Es nervt mich tierisch, dass du so oft die vermeintliche Meinung ANDRER hier kundtust und diese als Argument für oder gegen was bringst.

    Wie die AfD halt... die sind auch "das Volk".

  • Der Faktor 3 im Vergleich zur Grippe kommt aber doch nur vergleichsweise zustande, weil wir auch in der Schweiz harte Maßnahmen hatten, die es bei der Influenza doch nie gab. Oder sehe ich das falsch?

  • Ja. Es geht ja um die Sterblichkeit und das ist ein relativer Wert, egal wie viele Leute absolut hospitalisiert werden bzw absolut sterben (gestorben sind während der 2. Welle absolut etwa 7 x mehr Menschen als während der Grippewelle 2017/18). Das gleiche gilt für die Hospitalisierungsrate im Verhältnis zur absoluten Anzahl an registrierten Infektionen. Die Erhebung ist insofern sicher aussagekräftiger als alle bisherigen Hypothesen weil der limitierende Faktor eben nicht das Gesundheitssystem war bzw ist. Weiterhin hatte die Schweiz während des Eerhebungszeitraums die schwächsten Massnahmen in ganz Europa. Zumal die Massnahmen ja auch gar nichts an der Schwere der Krankheit ändern, wenn man sie mal hat.

  • Zitat

    Lehrer werden weiterhin nicht bevorzugt gegen das Coronavirus geimpft. In der neuen, seit Montag geltenden Impfverordnung sei keine besondere Regelung für Lehrer oder Kitapersonal enthalten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag nach Beratungen des Corona-Kabinetts. Spahn begründete dies unter anderem mit der Knappheit der Impfdosen. Solch eine Priorisierung erfordere Impfdosen in einer Zahl, wie sie noch nicht vorhanden sei.

    Außerdem verwies Spahn darauf, dass noch die Frage sei, inwieweit Kitas und Schulen Drehscheiben für das Coronavirus seien. Es gehe darum, wo das Risiko am höchsten sei – dies sei für ältere Menschen der Fall. Spahn hält es mit Blick auf die begrenzte Zahl an Impfstoffen derzeit auch nicht für möglich, dass sich Patienten aussuchen können, mit welchem Impfstoff von welchem Hersteller sie geimpft werden, wie er weiter sagte.

  • ich hoffe, dass die Impfforschung mit den Mutationen Schritt halten kann (bei Grippe klappt es ja meistens).

    Ich hoffe, dass der Vorteil sein wird, dass die Herstellung der Impfstoffe in Zukunft deutlich schneller geht. Die Kapazitäten, die wir jetzt aufbauen, bleiben ja bestehen. Dazu können zukünftige mrna-Impfstoffe vielleicht auch von Hausärzten verimpft werden. Dann geht das alles viel schneller.

  • Das halte ich für maßlos übertrieben.

    "Maßlos übertrieben" ist ja hier das durchgängige Motiv.


    Kleiner Realität-Check:

    - Astrazeneca wirkt nicht bei der Südafrika-Variante, kann aber angepasst werden, das dauert ca. 8-12 Wochen (bleibt aber zweite Wahl)

    - Biontech wirkt bei England und Südafrika, Brasilien ist noch nicht untersucht, Moderna ebenso

    - es war von Anfang an klar, dass Impfstoffe im Laufe der Zeit angepasst werden müssen

    - der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen hat sich vom Hoch inzwischen ungefähr gedrittelt auf heute etwas über 9000 pro Tag

    - die England-Variante hat sich inzwischen auf ca. 8% der Infektionen in Deutschland ausgebreitet, nicht "explosionsartig", sondern relativ langsam über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen.

    - diese Ausbreitung hat in Deutschland bisher keine signifikanten Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen, der Rückgang der Infektionen ist über die letzten 4 Wochen relativ konstant, die Zeit davor ist von Feiertagseffekten überdeckt.

  • - die England-Variante hat sich inzwischen auf ca. 8% der Infektionen in Deutschland ausgebreitet, nicht "explosionsartig", sondern relativ langsam über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen.

    - diese Ausbreitung hat in Deutschland bisher keine signifikanten Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen, der Rückgang der Infektionen ist über die letzten 4 Wochen relativ konstant, die Zeit davor ist von Feiertagseffekten überdeckt.

    Ich hoffe, dass du Recht behältst. Herr Lauterbauch ist da ja anderer Meinung.


    Facebook Lauterbach:

    Hier ist der RKI-Bericht zu den Mutationen. Wo wir stehen entscheidet über Lockerungen. Ein paar Überlegungen. RKI leitet ab: Woche 22.-29.1 ca 6% Neuinfektionen UK/B117 auf Grundlage Punktmutationen und Gensequenzierungsdaten. Bedeutet: Diese Leute haben sich um den 20.1. Infiziert. B117 Inzidenz war dann am 20.1 etwa 8/100.000/Woche. Drei Wochen davor war Anteil 1%, Inzidenz B117 somit damals etwa 1,3/100.000/Woche. Die Inzidenz stieg also im Lockdown um 70% pro Woche. Rechnet man das nach vorne folgt: Die wahre Inzidenz heute von B117 könnte sogar schon bei 39/100.000/Woche liegen. Damit wäre die Hälfte der Neuinfektionen fast erreicht. Der Unterschied zu den RKI Zahlen ist der: RKI schaut doppelt nach hinten: Zahlen eingegangen vor 1 Woche, Infektion 5 Tage davor. Somit ist Infektionsrate von heute schon mindestens 10 Tage weiter. Selbst wenn man konservativ rechnet mit Zunahme von 35% pro Woche: dann läge Neuinzidenz B117 bei 20 derzeit. In jedem Fall: Noch vor Ende Februar steigt Gesamtinzidenz wieder, selbst im jetzigen Lockdown. Das klingt schlecht und ist es: wir haben 0 Spielraum für Lockerungen, sonst beginnt mit Beginn März die 3. Welle. Kitas und Grundschulen können nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen geöffnet werden und unter der Bedingung, dass man das anderswo einspart.

  • Ob man das jetzt explosionsartig nennen möchte oder nicht ist einfach eine Geschmacksfrage. Ich halte das für schnell, schau mal nach wie lange es von etwa 10% in England bis zur Dominanz der Variante dauerte. Der Punkt ist, dass wir trotz Rückgang so oder so einen "Rebound" bekommen werden wenn wir R nicht näher an 0,7 heranführen, weil wir quasi, um Erfolg zu haben, einen Lockdown bräuchten der stark genug ist auch die Verbreitung der infektiöseren Varianten zurückzuhalten, da sonst der R-Wert steigt. Die Betonung liegt daher auf bisher. Unten ist eine Grafik, die zeigt worauf wir zusteuern. Jede unkompensierte Lockerung (d.h. durch Effizienzsteigerung an anderer Stelle abgedeckte) ist momentan eine zuviel.


    "Maßlos übertrieben" habe ich jedenfalls nicht, wie man in folgendem Interview nachlesen kann. Von anderen Studien wissen wir, dass längst nicht jede Schädigung überhaupt Symptome zeitigt, so dass das strukturell eher noch unterschätzt wird:

    Nach acht, neun Monaten Erfahrung mit diesem neuen Krankheitsbild wissen wir: 60 bis 70 Prozent der Covid-Patienten, die stationär behandelt wurden, haben mit Folgeproblemen zu tun. Bei denjenigen, die wegen der Infektion nicht ins Krankenhaus mussten, sind etwa 20 Prozent betroffen.

    Das Spektrum der Symptome ist breit. Wirklich stark betroffen und deutlich in der Lebensqualität eingeschränkt sind 20 bis 30 Prozent der einst stationären Patienten und etwa zehn Prozent derer, die einen vergleichsweise leichten Verlauf hatten.

    https://www.focus.de/gesundhei…t-gesund_id_12932937.html


    @ Lindbergh

    Hast Du dafür ein Beispiel? Ich habe eher das Gefühl, dass er nicht überdramatisiert, eher das Gegenteil.


  • Das hier wäre das gewünschte Beispiel:

    Zitat

    Das klingt schlecht und ist es: wir haben 0 Spielraum für Lockerungen, sonst beginnt mit Beginn März die 3. Welle. Kitas und Grundschulen können nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen geöffnet werden und unter der Bedingung, dass man das anderswo einspart.


    Anderes Beispiel ist seine Aussage, dass Inzidenz = 50 nicht für Lockerungen genüge, sondern irgendwas unrealistisch Niedriges im Bereich Inzidenz = 20 oder 30.

  • Von anderen Studien wissen wir, dass längst nicht jede Schädigung überhaupt Symptome zeitigt, so dass das strukturell eher noch unterschätzt wird:

    Nach acht, neun Monaten Erfahrung mit diesem neuen Krankheitsbild wissen wir: 60 bis 70 Prozent der Covid-Patienten, die stationär behandelt wurden, haben mit Folgeproblemen zu tun. Bei denjenigen, die wegen der Infektion nicht ins Krankenhaus mussten, sind etwa 20 Prozent betroffen.

    Das Spektrum der Symptome ist breit. Wirklich stark betroffen und deutlich in der Lebensqualität eingeschränkt sind 20 bis 30 Prozent der einst stationären Patienten und etwa zehn Prozent derer, die einen vergleichsweise leichten Verlauf hatten.

    https://www.focus.de/gesundhei…t-gesund_id_12932937.html


    Ich finde auch Interviews mit Ärzten, die behaupten, Covid gäbe es gar nicht und Bill Gates sei ein Echsenmensch.

    Eine belastbare Studie, die deine Theorie bestätigt, bist du noch schuldig. Und jetzt pack bitte nicht wieder dieselben Quellen wie vor ein paar Monaten aus. Dass diese deine Aussagen nicht stützen, habe ich damals schon erklärt.


  • Lauterbach mag zwar wissenschaftliche Expertise haben, aber in seiner politischen Interpretation dessen überdramatisiert er gerne.

    Und andere, die weniger Ahnung haben, sind zu optimistisch und jetzt haben wir den Salat.


    AZ hofft bis Herbst, dass der Impfstoff an die südafrikanische Variante angepasst ist (gerade gelesen), also deutlich länger als 8 - 12 Wochen, welche Mutanten es bis dahin gibt, weiß niemand. Mir macht aktuell mehr die brasilianische Sorgen.


    8 % klingt wenig, aber Moebius, du solltest doch wissen, was Exponentialfunktion etc. bedeutet. Es geht langsam mit einer Person (oder 5 oder ...) los, es dauerte jeweils eine Woche bis zum nächsten Infektionszyklus und dann geht es mit den absoluten Zahlen immer schneller (wenn das Nichtmathematiker nicht begreifen, habe ich Verständnis). Mein Stand vom 29. Januar war noch 5,8 %.


    Ich verlinke noch einmal die Süddeutsche https://www.sueddeutsche.de/wi…ante-b117-daten-1.5197700, die das mal mit verschiedenen Annahmen durchgerechnet hat.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

Werbung