Onenote als alleiniger Speicherort

  • Hallo an alle,

    nachdem ich jetzt erfolglos das Netz und dieses Forum nach der Antwort auf meine Frage durchsucht habe, erlaube ich mir mal, diese der Schwarmintelligenz vorzusetzen.

    Ich nutze die Onenote-App für meine ganzen Vorbereitungen und bin noch am Anfang. Meine große Frage ist, ob ich Dokumente, die ich in Onenote speichere (Word oder Pdf oder oder) nur dort speichern kann oder ob ich sie extra nochmal auf dem PC speichern muss. Eigentlich weiß ich, dass es in Onenote reicht (liegt dann alles in der Cloud, in meinem Falle Onedrive), aber ich habe das Problem, dass wenn ich auf die Datei aus Onenote zugreifen will, also zum Beispiel eine in Onenote eingebettete Word-Datei als Mail verschicken will, in der Suche nicht zu dieser Datei komme. Alles, was mir dann unter Onedrive angezeigt wird, ist ein URL-Link zu Onenote, mit dem ich nichts anfangen kann.

    Weiß jemand eine Lösung für mein Problem? Denn eigentlich ist ja Onenote so praktisch, weil man alles dort gut strukturiert speichern kann - ich möchte ungern alles doppelt speichern, sowohl Cloud als auch Festplatte.

    Danke für eure Erleuchtung!

  • Hallo Bärbel,

    eigentlich ist Onenote so voreingestellt, dass es einen Ordner auf dem PC anlegt und sich mit diesem synchronisiert. Mit der OneNote-App kannst du recht schnell auf diese offline gespeicherten Dateien zugreifen.

    Gruß

    Lisa

  • Eigentlich lässt sich von OneDrive aus das Notizbuch öffnen. Ich hab die Datein nach dem Anhängen an OneNote meistens gelöscht und kann sie trotzdem öffnen, das muss also auch ohne Festplatte funktionieren.

  • Ich habe über die Jahre so viele Webseiten und Onlineangebote kommen - und gehen sehen.
    Nur das, was ich lokal gesichert habe, gibt es noch. AOL und Yahoo waren mal die ganz großen Karpfen im Teich. Der eine ist tot, der andere auf die Knochen abgemagert ;-)
    Apple und Google sind derzeit riesig - es ist jedoch möglich, dass sie aus Wettbewerbsgründen irgendwann zerschlagen werden.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Apple und Google sind derzeit riesig - es ist jedoch möglich, dass sie aus Wettbewerbsgründen irgendwann zerschlagen werden

    Oder die Menschen die Nase voll davon haben, dass hemmungslos Daten von ihnen gesammelt werden und etwas anderes an deren Stelle tritt.


    Ich habe auch viele Daten in der Cloud abgelegt, die ständig verfügbar haben möchte. Trotzdem gibt es regelmäßige Backups. Es fehlt mir nur eine offsite Datensicherung. Naja man kann nicht alles haben.


    Ich würde mich nicht mehr von Microsoft abhängig machen, als unbedingt notwendig.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Bei Amazon bin ich nun so weit. Ich werde meinen Account löschen und mir andere Quellen suchen. Bei uns in der Gegend wurde ein Logistikzentrum eröffnet. Die Fahrer schlafen in angemieteten Wohnungen - mit Mehrfachbelegung. Und das in Coronazeiten. Ich kann den Niedriglohnsektor unterstützen - oder das lassen. Den Menschen helfe ich nicht dadurch, dass ich das akzeptiere.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Über die hauseigene Fritzbox kann man per angestöpselter externer Festplatte terabyteweise eigenen Cloudspeicher anlegen.

    Dazu gibt's endlos Anleitungen im Netz und fertige Rezepte bei Youtube.

  • Über die hauseigene Fritzbox kann man per angestöpselter externer Festplatte terabyteweise eigenen Cloudspeicher anlegen.

    Dazu gibt's endlos Anleitungen im Netz und fertige Rezepte bei Youtube.

    Würden 97% meiner KuK nicht hinbekommen. Backup gibts bei denen auch nicht. Viele von denen haben ne Leitung mit Mini-Upload zuhause - selbst die etwas technikaffinen im Rahmen von max. 5 MBit per Kabelanschluss, bei dem über DSLite kein einfacher Zugriff von extern möglich ist. Es gibt vielleicht für den ein oder anderen eine Lösung, die funktioniert, für noch weniger sogar eine, die genauso gut wie eine professionelle Cloud funktioniert. Für die meisten nicht. Man selbst ist in sowas nie der Maßstab, wenn man KuK hat, die nicht mal den Startknopf unter Windows 10 finden.


    Medienformen kommen und gehen schon seit Jahrtausenden. Man muss sich im Zweifel regelmäßig um ein umkopieren kümmern.


    Über die Datensammlung kann man diskutieren, man kann aber auch eine Cloud wählen, die einem datenschutzrechtlich mehr zusagt. Die Chance, dass Microsoft in den nächsten fünf Jahren pleite gehen wird, ist wohl eher gering - das erscheint mir eine Luftnummer zu sein. (Ich habe übrigens momentan auch kein Abspielgerät für Audiokassetten mehr - geschweige denn von Schallplatten)

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Würden 97% meiner KuK nicht hinbekommen.


    Dann arbeiten wir mal daran, dass in der nächsten Labor-Version der Fritzbox sich die externe Festplatte beim Anstöpseln automatisch als Cloud anbietet. :cash:

  • :-)

    Ich selbst hab genau diese Variante zusätzlich zur MS-Cloud zuhause arbeiten. Beim Rest der geschätzten KuK wird es schon bei der Eingabe des Passwortes für die Fritzbox scheitern.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Oder die Menschen die Nase voll davon haben, dass hemmungslos Daten von ihnen gesammelt werden und etwas anderes an deren Stelle tritt.

    Unwahrscheinlich.


    Aber auch ich bin eine unverbesserliche Lokalspeicherin. Es muss ja nicht gerade Microsoft pleite gehen. Es reicht ja eine Internetunterbrechung, also irgendeine Leitungsstörung, und ich habe keinen Zugriff mehr auf die Clouddaten.


    Automatische Synchronisation ist mir suspekt. Verstehe ich, was da jeweils passiert? Ist vielleicht nachher doch die Version überschrieben die ich brauche? Ach, wenn's immer automagisch so ginge, wie man's bräuchte. Ich habe zugegebenermaßen keine Erfahrungen mit OneDrive, also auch nicht mit dessen Synchronisation.


    Für mich läuft Versionierung statt Synchronisation optimal. Konkret habe ich meine Vorbereitungen in Subversion-Repositories. Da pflegt man neue Versionen, Änderungen oder neue Dateien explizit ein. Macht etwas Arbeit, dafür hat man mehr Kontrolle. Außerdem habe ich Zugriff auf alles älteren Versionen. Wenn mir eine Änderung später doch nicht passt, aknn ich die alte Version auschecken.


    Über ein Web-Interface habe ich praktisch immer und überall Zugriff auf die Dateien (funktionierender Internetzugang vorausgesetzt, s. o.).


    Auf jeden Fall bin ich nicht von einer Anbieterin abhängig. Den Server, auf dem die Daten liegen, betreibe ich selbst.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Kalle29 spricht mal wieder das Problem an, das wir schon oft benannt haben. Alle machen mit, keine weiß Bescheid. Die Mehrhei der Computernutzerinnen hat von den technischen Grundlagen so wenig Ahnung, dass sie den Geräten und Diensten, eigentlich den Herstellerinnen und Betreiberinnen, hoffnungslos ausgeliefert sind.


    Ich bin mir sicher, dass viele gar nicht wissen, dass ihre Daten physikalisch nicht (mehr/nur) auf ihrem Computer liegen. Wo die sind, wie die da hinkommen und was die da machen, weiß keiner. So lange alles läuft, schön. Wenn's hakt, keine Chance, was zu reparieren.


    Ich kriege schon längts nicht mehr alles mit und bin nicht bei jeder technischen Entwicklung auf dem Laufenden. Manchmal glaube ich aber, dass es gar nicht so schlecht ist, dass ich an einigen Stellen immer noch so arbeite wie vor 20 Jahren. Ich verwende bevorzugt Dinge, die ich verstehe, zumindest grob.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Für mich läuft Versionierung statt Synchronisation optimal. Konkret habe ich meine Vorbereitungen in Subversion-Repositories. Da pflegt man neue Versionen, Änderungen oder neue Dateien explizit ein. Macht etwas Arbeit, dafür hat man mehr Kontrolle. Außerdem habe ich Zugriff auf alles älteren Versionen. Wenn mir eine Änderung später doch nicht passt, aknn ich die alte Version auschecken.

    Erinnert mich an 2009 und meine Masterthesis, die mein Lehrstuhl genauso versioniert haben wollte :-)


    Spaß beiseite: Wenn man die Aboversionen der Clouddienste hat, ist die Versionierung automatisch mit dabei. Ich kann problemlos eine alte Version meiner (spannenden) Arbeitsblätter aufrufen und bei mit KuK bearbeiteten Blättern auch jederzeit sehen, wie die alte Version war.


    Es reicht ja eine Internetunterbrechung, also irgendeine Leitungsstörung, und ich habe keinen Zugriff mehr auf die Clouddaten.

    Dateien liegen im Regelfall auch noch lokal, außer man stellt es explizit so ein. Um Speicherplatz zu sparen, habe ich mehrere sehr große Dateien nur in der Cloud und nicht mehr lokal liegen. Bei Nutzung müssen die dann natürlich runter geladen werden, der Fall tritt aber sehr selten ein.


    Auf jeden Fall bin ich nicht von einer Anbieterin abhängig. Den Server, auf dem die Daten liegen, betreibe ich selbst.

    Das ist je nach Ansicht ein Vor- oder ein Nachteil - abhängig von den eigenen Fähigkeiten und der Motivation, sich selbst zu kümmern. Deine Daten müssen selbst regelmäßig gebackupt werden, die Sicherung müsste außerhalb des Hauses (oder zumindest feuer- und wassersicher gelagert werden). Die Beschaffung eines vernünftigen Serversystems mit Redundanzen ist teurer als mehrere Jahre Cloud-Dienst. Dafür hat niemand die Daten und ich kann alles so einstellen, wie ich möchte. Ich bin nicht von Diensten abhängig, die jederzeit die Preise anpassen können.


    Muss man halt selbst wissen. Realistisch ist aber, dass fast alle Menschen, die ich kenne, niemals ein eigenen System zuhause lauffähig und mit der gleichen Sicherheit betreiben könnten wie ein Cloudanbieter (bekommt ja noch nicht mal NRW mit seinem Premium-Logineo hin :-))

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Wenn man die Aboversionen der Clouddienste hat, ist die Versionierung automatisch mit dabei.

    Aboversion heißt dann aber, dass Geld fließt. Finde ich im Prinzip ok. Viele wollen aber für solche Dienstleistungen nicht zahlen. naja, muss jede selbst wissen.


    Um Speicherplatz zu sparen, habe ich mehrere sehr große Dateien nur in der Cloud und nicht mehr lokal liegen.

    Okay. So große Dateien habe ich wohl gar nicht. Insbesondere das Material für die Schule sind eher kleine Dateien.



    Das ist je nach Ansicht ein Vor- oder ein Nachteil - abhängig von den eigenen Fähigkeiten und der Motivation, sich selbst zu kümmern.

    Ja, das ist so. Ich meine aber, dass man sich auch bei den Convinience-Produkten zumindest die Zutaten-Liste durchlesen müsste, um zu wissen, was man da hat. Das ist womöglich weniger Aufwand, als die DIY-Lösung zu betreiben. Das Problem ist, das viele gar nicht die Wahl haben. Sie kriegen nichts eigenes an den Start. So sind sie dann darauf angewiesen, einen Dienst zu nutzen, den sie auch nicht verstehen. Das ist das eigentlich Problem. Wer abwägen kann, was er nimmt, hat auch die Entscheidungsfreiheit.


    Für mich hält sich der Aufwand in Grenzen. Dafür habe ich eine passende Lösung für mich.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Erinnert mich an 2009 und meine Masterthesis, die mein Lehrstuhl genauso versioniert haben wollte :-)

    😂 Meine Diss hatte ich damals mit Mercurial versioniert. Heutzutage bin ich tatsächlich faul und vertraue meine Dokumente der Versionsverwaltung von OneDrive an... eine lokale Datensicherung habe ich nicht mehr, alles wichtige liegt auf (mehreren) Clouds. Nichts davon ist so lebenswichtig oder unersetzbar, dass ich mir über Nichtverfügbarkeit Gedanken mache 🤷🏻‍♂️

Werbung