Erfahrungen Stadtteilschulen Hamburg?

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mal fragen, ob es hier im Forum Leute gibt, die in Hamburg an einer Stadtteilschule unterrichten und ein bisschen etwas von ihren Erfahrungen berichten möchten. Ich bin momentan als Sek1-Anwärterin in Ba-Wü an einer Gemeinschaftsschule, überlege aber aus privaten Gründen danach nach Hamburg zu wechseln. Ich kenne nur leider niemanden, der dort unterrichtet und was man so über Stadtteilschulen liest ist, nun ja, sehr gemischt, vorsichtig gesagt. Natürlich ist jede Schule individuell und die Stadtteilschule Mümmelmannsberg wahrscheinlich eine ganz andere Hausnummer ist als die in Winterhude, aber dennoch würde ich mich freuen, mal ein bisschen was darüber zu hören.


    Es klingt zumindest auf dem Papier für mich so, also ob die Stadtteilschule der Gemeinschaftsschule in Ba-Wü recht ähnlich wäre, gemeinsames Lernen aller Niveaustufen, Ganztagsbetrieb. Nur gibt es an Stadteilschulen wohl eher Oberstufen, was an der GMS ja nur bei ganz wenigen der Fall ist. Bei mir an der Schule z.B. ist es dann auch so, dass es so gut wie kein gymnasiales E-Niveau gibt und selbst M-Niveau (Realschule) ist rar, der Großteil der SuS arbeitet auf G-Niveau. Von daher würde es mich interessieren, ob das an Stadtteilschulen eher so ist, dass es dort tatsächlich mehr zu einer Durchmischung der Niveaustufen kommt.

  • Ich habe 1,5 Jahre in HH an einem Gymnasium gearbeitet, vorher aber an der STS Mümmel ein Praktikum absolviert und an der STS Eppendorf Förderkurse geleitet. Das geschilderte ist nun rein anekdotisch, aber vllt. hilft es.


    Ich empfand STS als Zumutung. Niedriges Niveau, pädagogische Konflikte en masse (Klassen sind vom Niveau her durchmischt) und die Stadtteilschulen stemmen 95% der Inklusionsarbeit alleine. Mir kam das System überfordert vor, als wenn es von blindem Optimismus und Hoffnung am Leben gehalten wird. Das Niveau der Oberstufen ist meiner Erfahrung nach nicht mit der gymnasialen Oberstufe vergleichbar. Ein mir bekannter Oberstufenkurs in Englisch war vom Gefühl her in der 8. Klasse, was das Niveau abging. Die Klassen sollen zwar kleiner als an Gymnasien sein, aber trotzdem reicht der Personalschlüssel nicht aus. Eine Koordinatorin der Förderkurse meinte zu mir mal sinngemäß, als ich mir ihr über das Referendariat sprach: ,Da kann man sich so schön auf das Stundenplanen konzentrieren, das mache ich nun aber aufgrund der ganzen pädagogischen Arbeit gar nicht mehr ordentlich aus Zeitgründen.‘


    Im Referendariat in einem anderen Bundesland habe ich auch äquivalente Schulen zu den Stadtteilschulen gesehen und die kamen mir solider und vom Schülerklientel weniger anstrengend als Hamburger STS vor. Grundsätzlich habe ich auch einen großen Unterschied zwischen SuS in HH und SuS in eher ländlicheren Gebieten gespürt. Mein Fazit war, dass ich nie wieder in einer Großstadt unterrichten möchte und im Speziellen nie an Gesamtschulen in Großstädten, da wird man wirklich verheizt meiner Meinung nach.


    Ein Hamburg-spezifisches Problem: Lehrerarbeitszeitmodell, durch das man sich an der STS sicherlich zu Tode arbeitet.

  • Vielen Dank, symmetra, für deine Schilderung. Das klingt ja leider sehr ernüchternd.


    Über das Lehrerarbeitszeitmodell in Hamburg habe ich jetzt einiges gelesen und so ganz verstehe ich es nicht. Man hat quasi kein festes Deputat, sondern Faktoren-Schlüssel je nach "Aufwand" des Fachs und der Schulform, mit denen die Wochenarbeitszeit berechnet wird, richtig? Nur erschließt sich mir nicht so ganz, wie genau diese Faktoren festgelegt sind; es erscheint mir etwas willkürlich. Könntest du vielleicht bitte kurz erläutern, warum das Modell deiner Meinung nach zu so einer hohen Arbeitsbelastung an der STS beiträgt?

  • Vielleicht habe ich auch nur die falschen Schulen gesehen. Ich hänge fachlichen Anspruch auch eher hoch und daher irritiert es mich bestimmt stärker, wenn der gefühlt niedrig ist. Andere mag das weniger stören. Hoffentlich meldet sich für die Ausgewogenheit noch jemand mit anderen Erfahrungswerten.


    Ganz grob: Du sollst in HH wöchentlich nie mehr als 29 Stunden unterrichten, das ist offiziell gedeckelt. Ich habe es aber bei einem Bekannten mitbekommen, dass er am Gymnasium 32 Stunden unterrichtet, weil‘s ,,halt nicht anders ging‘‘. Beides sind aber bereits Zahlen, bei denen einem schwindelig werden sollte. Die Unterrichtsstunden sind faktorisiert, sodass du für Sek1 Unterricht einen geringeren Faktor bekommst als in der Oberstufe. Scheint erst mal gerecht zu sein, allerdings sind die Fakoren im Allgemeinen zu knapp angesetzt. Ebenfalls faktorisiert sind außerunterrichtliche Tätigkeiten wie Mentor für Referendare oder Arbeitsgruppen. Eine Strategie, um Unterrichtsverplichtung zu reduzieren, besteht also in der Teilnahme an möglichst vielen Arbeitsgruppen. Diese waren an meiner alten Schule in HH erbärmlich gering faktorisiert und haben viel mehr Arbeit bereitet.


    Und nun der Knackpunkt: An einer STS gibt es viel mehr pädagogische Arbeit, d.h. Mehr Arbeitsgruppen zu pädagogischen Schwerpunkten der Schule und mehr multiprofessionelles Personal (Schulsozialarbeiter, Schulbegleiter), mit denen du zusammenarbeitest. Erst mal kein Problem, aber da gibt es zwei Probleme: 1) diese Tätigkeiten haben einen viel zu geringen Faktor, sprich du arbeitest zu viel und 2) an der STS ist die Gefahr hoch, dass du neben dem Unterricht viel in solchen Gruppen sitzt. Beides zusammen ist eine in diesem Beruf mehr als toxische Mischung. So kommen einem dann Aussagen wie ,,Ich würde gerne mal wieder Stunden richtig planen.‘‘ wie von der einen Förderkoordinatorin auch nicht mehr seltsam vor.


    Durch diese hohe Anzahl an Arbeitsgruppen kreisen Schulen in Hamburg gefühlt auch immer um sich selbst, weil fast jede dieser Gruppen auf Konferenzen einen Piep von sich geben muss. Mich überkam in diesen Konferenzen eine Aggressionswelle nach der anderen.


    Ebenfalls schockiert hat mich folgendes: Ich nahm einmal an einer Fortbildung zu Gewaltprävention teil. Wir waren ca. 20 Lehrkräfte, davon zwei vom Gymnasium (davon einer ich). 80% Stadtteilschule, der Rest dann Berufsschule. Es war unglaublich, was die erzählt haben. Meine damalige stellvertr. Schulleitung in Hamburg am Gymnasium hatte mal eine Zeit lang an einer STS gearbeitet. Sehr toughe autoritäre Person, wurde aber auch bepöbelt und wurde von einem Schüler auch ins Gesicht geschlagen. Und solche ähnlichen Bedrohungssituationen wurden auf der Fortbildung auch geschildert. Also ich kann Lehrkräften, die sich sowas jeden Tag antun, nur meine Hochachtung aussprechen. Ich möchte STS nun nicht als dystopisches Schlägerparadies darstellen. Aber diese Fälle existieren dort in einer Ausprägung, die ich zumindest nicht akzeptabel in diesem eh schon stressigen Beruf finde.


    Vertretungen sind übrigens auch ein Problem in Hamburg. Die werden auch faktorisiert und Schulleitungen können ggf. geschickt tricksen, um dich zu mehr Vertretungen zu verpflichten. Ich musste pro Woche 2-3 Stunden vertreten und meine andere KuK auch.

  • Danke dir nochmals für diesen ausführlichen Einblick. Das klingt ja leider wirklich nicht gut. Ich dachte immer, vom Ansatz her ist das Lehrerarbeitszeitmodell keine schlechte Idee um die doch oftmals sehr unterschiedlichen Belastungen zwischen Fächern etwas auszugleichen, aber bei solchen hohen Wochenstunden schlackern mir die Ohren, und auch sonst, echt heftig. Vielleicht bleib ich dann doch lieber im Ländle.

  • Hallo, nun muss ich doch zum ersten Mal etwas schreiben, bevor diese einseitige Darstellung allein da steht...


    Sicher gibt es wenige einzelne STS, an denen die geschilderten Zustände anzutreffen waren, vielleicht noch sind, so wie es an allen Schulformen in allen Bundesländern schwach geführte Schulen, wenig motivtierte Lehrkräfte oder überhand nehmende Erziehungskonflikte im Einzelfall geben mag.

    Die Schilderung von Symmetra trifft aber auf die Mehrzahl der STS definitiv nicht zu.


    Wieviel erzieherische zu tun ist - hängt primär von Stadtteil ab, ist an STS nur tendenziell mehr als am Gymnasium. Auch am Gymnasium gibt es Probleme. In HH ist der Elternwunsch das Goldene Kalb, weshalb jeder aus Klasse 4 an jeder weiterführende Schule angemeldet werden kann. De facte ist es oft so, dass viele Eltern weniger nach der Schulform, sondern nach Konzept, Schwerpunkten, Lage und Buslinien usw entscheiden. Da ist dann der Erstwunsch ein Gymnasium, der Zweitwunsch eine STS und dann noch 3. ein Gym. Solche gemischten Anmeldebögen sind häufig.


    Ja, Inklusion liegt ganz überwiegend bei den STS, das stimmt - aber dort ist auch massiv mehr Personal, mehr Sachmittel, mehr Räume, kleinere Klassen.

    Leitung - ist unabhängig von Schulform.

    Kollegium - unabhängig von Schulform.

    Schulentwicklung - ist sicher aufgrund eines höheren Innovationsdrucks an STS höher als an vielen Gymnasien.


    Das Hamburger AZM ist sicherlich für manche problematisch.

    Ich habe aber mit Deutsch und PGW niemals mehr als 23 Stunden gearbeitet oder 24, dann aber schon ohne VB. Mit Sport und Bio würde das anders aussehen, das stimmt. Aber dieses Problem ist schulformunabhängig. Der Einsatz mit 32 Stunden, wie oben geschildert, ist rechtswidrig und es erscheint mir völlig unvorstellbar, dass das so gelaufen war, wie dargestellt. Ich verbuche das unter polemischem Hörensagen.


    Zur gefühlten Leistungsspreizung: Hamburg evaluiert sämtliche Schüler bzw Kompetenzen so umfassend, wie vielleicht kein anderes Bundesland. Natürlich sind die Werte an STS in der Sek I im Mittel deutlich unter denen der Gymnasien -was auch sonst.

    Aber Achtklässlerniveau in der Studienstufe? - das ist doch einfach nur Polemik, sorry. In der Studienstufe sind die Leistungen objektiv gemessen (IfBQ, KESS) zwischen beiden Schulformen nah beieinander. Geringer Vorsprung des Gymnasiums. Dto in den Abschlussnoten Abitur: Gym meist 0,3 Pkt. vor STS.


    Mein Rat:

    Überlege dir, welche STS interessant sind, fühle dort bei SL vor, ob überhaupt absehbar Bedarf in deinen Fächern gesehen wird, wenn ja, frage nach einem Hospitationstag. Aber wenn du nicht gerade Physik, Musik oder vielleicht noch Mathe mitbringst oder bei anderen Fächern mit 1,x Noten daherkommt, aus anderen Gründen passgenau zum Konzept der Schule passt, werden dich gerade die vielen guten STS auch nicht offen umwerben. Nur die wenigen schwachen STS "nehmen jeden". Die ganzen guten STS suchen sich ihr Personal aus.


    Viel Erfolg !

  • Also von wegen Polemik, du gehst doch genauso von deinen Anekdoten aus, die du verallgemeinerst (Stichwort: ‚trifft auf die Mehrzahl der STS definitiv nicht zu‘). Woher nimmst du die Gewissheit, dass das Geschilderte unwahr ist? Das ist doch das eigentlich Polemische. Meine Erfahrungen speisen sich auch Perspektiven von Leuten, die dort gearbeitet haben oder meinen eigenen Erfahrungen. Und das soll unwahr sein, nur weil es mit deiner Perspektive nicht passt? Natürlich trifft das nicht auf alle Schulen zu. Aber genau so wenig stimmt es, dass die von dir geschilderten Rahmenbedingungen da stets einwandfrei umgesetzt werden. Alleine schon durch die Neuzugänge in Klasse 7 von denen, die das Gym nicht packen, platzen einige STS aus allen Nähten. Mein Eindruck war, dass diese Schulform zwar von der Politik gewollt ist, die Schulen selber aber vernachlässigt werden und das ist bei den massiven Aufgaben an diesen Schulen wirklich ein Problem.


    Und ja, das ABM ist nicht schulspezifisch, aber man sollte schon wissen, dass das on top kommt. Und es freut mich wirklich, dass es bei dir zu laufen scheint, aber man sollte auch wissen, dass Schulleitungen das zu Gunsten der Schule ausnutzen können. Es muss gar nicht mal bei den Extrembeispielen wie 32 Stunden bleiben (deiner Meinung nach ja ohnehin Polemik). Ich kann es auch Konkreter machen: Alle neuen KuK, die aus anderen Bundesländern an meine damalige Schule kamen, mussten beim Arbeitspensum echt schlucken. Aber auch das ist sicher Polemik. Sorry, dass ich mich so daran aufhänge, aber diese Abwertung einer anderen Perspektive halte ich für schlechten Stil.

  • ...zumal Symmetra schrieb:

    ...Hoffentlich meldet sich für die Ausgewogenheit noch jemand mit anderen Erfahrungswerten.

    Dass Gesamtschulen die schwierigere Klientel haben dürfte nicht so überraschend sein und dass es schwierige und privilegierte Viertel gibt auch nicht. Es wird wie immer zu großen Teilen auf die Schulleitung und das Kollegium ankommen und darauf, ob man mit schwierigen SuS klarkommt. Nur wie man in einer fremden Stadt herausfindet, welche Schule zu den besseren gehört und dann noch eine Stelle dort finden soll... Das würde mich interessieren. Es ist ja schon schwierig, in seiner eigenen Stadt per Versetzung zu einer beliebten Schule zu kommen.

  • ..Nur wie man in einer fremden Stadt herausfindet, welche Schule zu den besseren gehört und dann noch eine Stelle dort finden soll... Das würde mich interessieren. Es ist ja schon schwierig, in seiner eigenen Stadt per Versetzung zu einer beliebten Schule zu kommen.

    Das ist in der Tat der Punkt, der mich auch umtreibt. Selbst wenn ich nicht das Bundesland wechsele, bleibt mir diese Problematik erhalten, da ich an meiner Ref-Schule bzw. in dem Ort, in dem sie liegt, absolut nicht bleiben möchte und ich jetzt auch nicht Schulen / Lehrer in allen Ecken Baden-Württembergs kenne. Ich danke auf jeden Fall auch dir, qamqam, für deine Schilderung und deinen Rat. Ich hab bereits einige STSs ausgesucht, die ich interessant finde und werde mal dort anklopfen.

  • Rala: Am ehesten über die öffentlichen Daten zu Anwahlverhalten Einschulung 5. Klasse, wenn da eine Schule mitten in der Stadt nur 50, 60 Erstwünsche hat, sagt dies viel über die Wahrnehmung dieser Schule im Viertel und in den umliegenden Grundschulen aus. *geogr. Gründe wie Elbinsel, Randlage o.ä. außen vor gelassen.


    Außerdem sind Teildaten der Ergebnisse der Schulinspektion öffentlich einsehbar. Da wirst du viel über die innere Verfasstheit, Identifikation Kollegium und Leitung, Modernität Konzept u.ä. ersehen können.


    Und nicht zuletzt und ganz profan, Sieh dir die Websites der Schulen an. Ist das strukturiert und modern, gepflegt, übersichtlich, aktuell, schülerorientiert... oder ist das eine Website aus der Internet Steinzeit mit 2018er Meldungen unter "Aktuelles"?

  • Einen Eindruck von den verschiedenen Schulen kann das Vorabitur 2017 in Mathe geben, das sehr hohe Wellen wegen seiner desolaten Ergebnisse geschlagen hatte. Das Hamburger Abendblatt veröffentlichte dazu eine Liste der Durchschnittsnoten der Mathevorabiturergebnisse aller Schulen mit Oberstufe: https://www.abendblatt.de/bin/scr-209325961.png

    Der zugehörige Artikel ist hier (allerdings hinter einer Bezahlschranke): https://www.abendblatt.de/hamb…urg-die-grosse-Liste.html


    À+

  • Danke dir, Avantasia, das ist eine echt hilfreiche Übersicht.

    Zusätzlich zu den genannten Tipps empfehle ich dir auch einen Blick auf den Sozialindex der Schule:


    https://www.hamburg.de/bsb/hamburger-sozialindex/


    Damit hast du einen einigermaßen realistischen Blick auf die soziale Lage der entsprechenden Schule. (Der Index wird mit 1-6 angegeben, wobei 1 sozial ungünstige Faktoren und 6 sehr günstige Faktoren angibt.)


    Ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Ich habe da eine Stadtteilschule mit Sozialindex (teils auch KESS Faktor gekannt) 4 entdeckt, aber die sozialen Probleme waren dort nicht allein wegen der schwachen Leitung enorm. In Verbindung mit den genannten Punkten (Inspektionsbericht, Schulhomepage, Sozialindex) kannst du ein recht gutes Bild von der Schule bekommen.


    Auch hier: Ein guter Inspektionsbericht heißt nicht, dass die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte gut sind. Die Schulinspektion betrachtet die Schule sehr ganzheitlich. Da haben sich zum Beispiel einmal beim Inspektionsbericht meiner alten Schule und meiner pers. Wahrnehmung Welten aufgetan.


    Viel Erfolg bei deiner Recherche!

  • Also, ich habe mit einer Vollzeitstelle an einer Hamburger STS immer um die 28 Stunden (plus Vetretung) gearbeitet - und das mit zwei, meist drei Oberstufenkursen in Deutsch, die - so wie Englisch in der Oberstufe - den höchsten Faktor haben. Dieser reicht niemals aus. Somit kenne ich auch kaum jemanden, der in HH eine Vollzeitstelle hat - ein Wahnsinn ist das!

  • Ein großes Dankeschön an alle nochmal für die vielen Tipps, mit so vielen Rückmeldungen hatte ich gar nicht gerechnet, wirklich sehr hilfreich.


    Tulpe80 Wie ist das denn so generell mit Teilzeitanträgen, werden die in HH bewilligt, auch wenn man keine triftigen Gründe dafür hat wie Kinder, Krankheit, Pflege von Angehörigen etc.? Denn in Ba-Wü ist es wohl ohne triftige Gründe kaum noch möglich in Teilzeit zu gehen, wurde mir gesagt.

  • Teilzeitanträge werden problemlos bewilligt. Unser Personalrat (!) empfiehlt es sogar, zu reduzieren: Eine Vollzeitstelle sei kaum zu schaffen.

    Der Personalrat empfiehlt den Lehrkräften auf Gehalt zu verzichten, anstatt dafür zu sorgen, dass die Arbeitsbedingungen ermöglichen, eine Vollzeitstelle unbeschadet bewältigen zu können? Das empört mich dann doch.

  • Teilzeitanträge werden problemlos bewilligt. Unser Personalrat (!) empfiehlt es sogar, zu reduzieren: Eine Vollzeitstelle sei kaum zu schaffen.

    Da weiß ich nun gar nicht was als Reaktion passend wäre. Einerseits finde ich es gut, dass man zumindest die Möglichkeit hat, jederzeit in Teilzeit zu gehen, andererseits ist es natürlich echt traurig, dass die Arbeitslast einer vollen Stelle so heftig ist, dass es kaum zu bewältigen ist. Wenn ich mir an meiner Schule so anschaue, wer dort das volle Deputat macht, gibt mir das auch zu denken. Es sind eigentlich nur Junglehrer ohne Kinder und einige wenige Andere. Der Großteil des Kollegiums arbeitet in Teilzeit, da scheint auch hier in Ba-Wü irgendwas mit der Arbeitsbelastung nicht zu passen.

  • Wenn ich mir an meiner Schule so anschaue, wer dort das volle Deputat macht, gibt mir das auch zu denken. Es sind eigentlich nur Junglehrer ohne Kinder und einige wenige Andere. Der Großteil des Kollegiums arbeitet in Teilzeit,

    Ui... :-( Das ist bei uns nicht der Fall. Wir haben zwar auch viele KuK, die in TZ sind, aber den Großteil macht das nicht aus. Eher so ca. ein Drittel würde ich meinen. Wir haben auch viele KuK, die trotz Kindern die volle Stundenzahl arbeiten.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

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