• Nah- und Fernwärme aus Müllerverbrennung

    Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Bei der nächstgelegenen Müllverbrennungsanlage sieht es aktuell so aus, dass sie Plastikmüll und Heizöl zukaufen müssen. Zum einen fehlt dem Restmüll heute der Plastikanteil, der gut brennt und so für die notwendigen hohen Temperaturen bei der Verbrennung sorgt. Zum anderen fehlt es schlicht an ausreichend Müll. Aber den Müllofen einfach mal für ein paar Tage runterfahren und warten bis wieder ausreichend Brennstoff auf dem Hof liegt geht auch nicht, weil man sich ja verpflichtet hat 24/7 Fernwärme zu liefern.

  • Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Bei der nächstgelegenen Müllverbrennungsanlage sieht es aktuell so aus, dass sie Plastikmüll und Heizöl zukaufen müssen. Zum einen fehlt dem Restmüll heute der Plastikanteil, der gut brennt und so für die notwendigen hohen Temperaturen bei der Verbrennung sorgt. Zum anderen fehlt es schlicht an ausreichend Müll. Aber den Müllofen einfach mal für ein paar Tage runterfahren und warten bis wieder ausreichend Brennstoff auf dem Hof liegt geht auch nicht, weil man sich ja verpflichtet hat 24/7 Fernwärme zu liefern.

    Schon richtig, aber die Wärme zum Heizen verwenden macht durchaus Sinn. Müllheizkraftwerke haben typischerweise auch noch zusätzliche Heizkessel um eben den vertraglichen Verpflichtungen nach zu kommen. Sprich, wenn kein Müll da ist, dann wird eben mit Gas und/oder Wärmepumpen die Nahwärme zur Verfügung gestellt. Oder um Lastspitzen auszugleichen.

    Dass hier zusätzlich Öl und Plastik gekauft werden muss, ändert ja nicht die Notwendigkeit den Müll zu verbrennen. Die Abwärme sollte nicht ungenutzt bleiben.

  • Schon richtig, aber die Wärme zum Heizen verwenden macht durchaus Sinn. Müllheizkraftwerke haben typischerweise auch noch zusätzliche Heizkessel um eben den vertraglichen Verpflichtungen nach zu kommen. Sprich, wenn kein Müll da ist, dann wird eben mit Gas und/oder Wärmepumpen die Nahwärme zur Verfügung gestellt. Oder um Lastspitzen auszugleichen.

    Dass hier zusätzlich Öl und Plastik gekauft werden muss, ändert ja nicht die Notwendigkeit den Müll zu verbrennen. Die Abwärme sollte nicht ungenutzt bleiben.

    Dann müsste man jedoch in jeder gemeinde eine Müllverbrennungsanlage installieren. Versuch' das mal den Bürgern zu vermitteln.
    Unser Hausmüll wird in die Verbrennungsanlage nach Ulm transportiert. Das liegt knapp 90 km entfernt. Ob wir da jemals an das Fernwärmenetz angeschlossen werden? :autsch:

    Yummi Danke für den Link auf

    ndr.de/ratgeber.../kaminofen-richtig-nutzen-und-schadstoffe-reduzieren,heizen198 (https://www.ndr.de/ratgeber/verbr…,heizen198.html)
    Der Titel zeigt schon, dass du mit deinem Ausschnitt den Inhalt des Artikels ins Gegenteil verkehrst und es nicht um moderne Holzheizungen geht.

    Zur Feinstaubbelastung hatte ich bereits den elektrostatischen Feinstaubfilter erwähnt, der bei mir in Einsatz kommt. Auch Methan und Lachgas entstehen nur, wenn man "falsch" heizt und feuchtes Holz verbrennt.
    BTW: Der Feinstaubfilter im Kamin kostet mich knapp 1500 €umel. Die Förderung dafür liegt knapp drüber. Als Schwabe und umweltbewusster Mensch nimmt man das Angebot dann doch sehr gerne an.

    Zu den Transportwegen: Mein Hersteller der Pellets produziert knapp 2 Kilometer Luftlinie entfernt. Das Holz für meinen Kaminofen hole ich selbst aus den umliegenden Wäldern. Holz gibt zwei Mal warm: Im Sommer betreibe ich mein eigenes Fitnesscenter beim Sägen und Spalten, im Winter wird's warm, wenn's nach 2 Jahren Trocknung im Kachelofen knistert und mollig warm gibt. Durch meine Eigenleistung liegt der Preis pro KW bei ca. 25% von Gas - und die Gemeinde hat Einnahmen aus dem Stadtwald, die auch der Schule zugute kommen. Da brauch' ich kein Lachgas um zu lächeln.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Autenrieth (9. März 2026 10:24)

  • Bevor DU auf den darin zitierten Link des WWF verweist - der sich hauptsächlich mit Großkraftwerken befasst, zitiere ich selbst den Schlusssatz daraus:

    Zitat

    Ein Einfamilienhaus zum Beispiel benötigt für Heizung und Warmwasser jedes Jahr durchschnittlich rund 30.000 Kilowattstunden Energie. Eine alte Ölheizung verbraucht hierfür rund 3.000 Liter Heizöl, eine Pelletheizung verbrennt rund sechs Tonnen Holzpellets. Werden diese regional hergestellt, hierfür zum Beispiel Sägespäne und andere Reste aus der Holzverarbeitung verarbeitet, kann das die Umweltbilanz verbessern. Das gilt ebenso für Altholz oder Holz von Bäumen und Sträuchern, die an Straßen und in Parks zurückgeschnitten wurden. Denn wenn Sägespäne oder geschreddertes Holz verrotten, wird ebenfalls teilweise CO2 freigesetzt.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Unter dem Link oben stand zuerst:

    Zitat

    Putin gratuliert Chamenei

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu seiner Ernennung zum neuen obersten Führer gratuliert. Das teilte der Kreml mit. Putin erklärte, er sei zuversichtlich, dass Chamenei das Werk seines Vaters "ehrenvoll" fortsetzen und das iranische Volk "angesichts schwerer Prüfungen" einen werde.

    Putin fügte hinzu, Russland stehe weiterhin an der Seite Teherans und bekräftigte seine "unerschütterliche Unterstützung für Teheran und seine Solidarität mit unseren iranischen Freunden".

    :uebel:

  • So sehen heute Kriegsverbrechen aus - Theheran befindet sich nach der Bombardierung riesiger Öllager, die nun brennen, unter einer schwarzen, giftigen Glocke. Das Giftgemisch unterscheidet nicht zwischen Babys, Frauen, Revolutionsgarden oder und Mullahs.
    https://time.com/7383099/iran-news-oil-strikes-tehran/

    Der Rote Halbmond (analog DRK) erklärte "...das Phänomen könne „chemische Verbrennungen der Haut und schwere Schäden an der Lunge“ verursachen. Bewohner berichteten, die Stadt rieche nach Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und aromatischen Kohlenwasserstoffen, darunter Benzol, Naphthalin und Xylol – alles krebserregende Verbindungen, die bei längerer Exposition ernsthafte Gesundheitsgefahren mit sich bringen."

    Jim Dale, Chefmeterologe von British Weather Services: Der schwarze Regen werde für das gesamte Land eine Lebensmittelkrise und eine medizinische Katastrophe nach sich ziehen.

    Schwefeldioxid und Stickoxide werden in der Atmosphäre zu Schwefel- und Salpetersäure. Saurer Regen mit pH unter 5 tötet Fischbestände. Bei pH 4 gilt ein Gewässer als vollständig tot. Das kontaminierte Wasser verseucht Böden, vernichtet Ernten, setzt toxisches Aluminium frei.

    Mehr Infos:
    https://www.merkur.de/politik/feuers…r-94207557.html
    https://www.spiegel.de/ausland/iran-i…87-d2c8a1b4bfe0
    https://www.bild.de/politik/auslan…61cd9d527cd8325

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich kenne Leute, die entfernt in der Branche arbeiten und die tatsächlich der Meinung sind, dass es mit den Fusionsreaktoren dieses mal anders ist als die letzten 50 Jahre und wirklich eine realistische Chance auf einen erfolgreichen Bau eines Energie funktionsfähigen Reaktors in den nächsten 15 Jahren gibt.

    Allerdings wird die elektrische Energie daraus keinesfalls günstiger sein, als aus Wind oder Solar. Der große Vorteil ist eben die Grundlastfähigkeit, eine Mischung aus 20% Fusion und 80% Erneuerbaren wäre eine sinnvolle und langfristig nicht ganz unrealistische Perspektive. Und tatsächlich wäre Deutschland in den technologischen Bereichen, die man für Fusionsreaktoren benötigt, aktuell noch sehr stark positioniert.

    Physiker Harald Lesch ist anderer Ansicht - sowohl, was die Verwirklichung als auch, was die Kosten betrifft:
    https://www.fr.de/wirtschaft/mag…r-94206080.html

    Zitat

    "Nun plant die bayerische Landesregierung in Zusammenarbeit mit Unternehmen, den ersten funktionsfähigen Fusionsreaktor bis Mitte der 2030er Jahre zu bauen. Was wissen die, was wir nicht wissen?"

    Das möchte ich auch mal wissen, was die wissen, was wir nicht wissen. Alleine das Genehmigungsverfahren für die Anlagen wird einige Jahre dauern. Und wir haben ja noch nicht einmal einen Reaktortyp, sondern bislang nur einen Forschungsreaktortyp. Der ist in Cadarache seit vielen Jahren im Bau und wird immer teurer und teurer. Mit zwei Milliarden wird man keinen Kernfusionsreaktor bauen. Beim ITER in Frankreich spricht man eher von 20 Milliarden Euro. Ich weiß nicht, wie sich die Kosten auf ein Zehntel reduzieren sollen – das muss irgendeine Magie sein. Aber das ist etwas vollkommen anderes als die tatsächliche Physik."

    Zitat

    Harald Lesch pocht auf Erneuerbare: „Ganz deutlich, wo die Reise hingeht“

    Welche Alternativen meinen Sie?

    Wenn man sich die Zahlen bei der Energierevolution anschaut, die gerade über Windräder und Fotovoltaik überall auf der Welt stattfindet, dann sieht man, dass hier durch Massenproduktion viel günstiger Energie erzeugt werden kann. Wenn Sie an Fotovoltaik denken, da haben Sie die Module, einen Wechselrichter, ein paar Kabel, und dann müssen Sie das irgendwie ans Netz bringen. Der Preisabsturz bei PV, Windkraft und zuletzt auch bei den Batterien zeigt ganz deutlich, wo die Reise hingeht. Nämlich hin zu den erneuerbaren Energien. Große Maschinen, wie etwa Fusionskraftwerke, passen nicht mehr in den globalen Energiemix.

    Zur Grundlastfähigkeit:
    Lesch spricht Fusionsreaktoren diese Fähigkeit rigoros ab - da man diese nicht an- und abschalten oder "herunterfahren" kann - und sie am nächsten Tag bei Bedarf wieder Energie liefern.

    Es ist wie vor 100 Millionen Jahren: Die großen Kolosse hatten keine Chance, jedoch die kleinen, wendigen, dezentralen Akteure.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

Werbung