Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Die Sinnhaftigkeit der KMK könnte sicher auch mal hinterfragt werden, wenn an anderer Stelle (Sogar von der Bundesbildungsministerin selbst, ich erinnere mich da an ein vergangenes Interview, in dem sie bereits zu den Gründen für die schwachen Leistungen deutscher Schüler (m/w/d) befragt wurde.) sonst immer betont wird, dass Bildung Ländersache sei.

    Und gerade wenn es in Sachen Bildung derzeit bundesweit so schlecht läuft, macht es Sinn, dass man die Bundesländer einfach mal machen lässt, in der Hoffnung, dass wenigstens einem Bundesland die Trendwende gelingt. Und dann können andere Bundesländer im Anschluss immer noch überlegen, ob sie Konzepte übernehmen können und wollen.

  • Das scheint mir auch das Problem zu sein.

    Hier gibt's reihenweise 5 und 6 in den Schulaufgaben (also Tests oder wie auch immer das woanders heißt) in allen Fächern.

    Und am Ende des Schuljahres werden dann traumhafte mündliche Noten aus dem Hut gezaubert, sodass doch wieder jeder durchgeschoben wird - auch in Bayern!

  • Brainrot und die Verfügbarkeit von Wissen und Antworten auf alles wirken sich nachhaltig auf die SchülerInnen aus. Wer als Kleinkind schon sein erstes Tablet hat, als GrundschülerIn das erste Handy, völlig unkontrolliert...

    ... noch Fragen?

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Wenn man mit der Schulform nichts zu tun hat, versteht man das kaum, auch dass es so gut wie keine 5 oder 6 geben darf.

    In den Grundschulen werden doch auch kaum 5 und 6 vergeben, durchfallen ist nahezu unmöglich - erzählen zumindestens befreundete GS-Lehrkräfte. Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Oder ist das nur an meinen Zulieferschulen so?

  • Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen.

    Das ist so, wenn

    a) es vom DaZ-Erlass gedeckt ist und das Kind Notenschutz erhält, um einen gesicherten Rahmen zum Erlernen der Zweitsprache zu bekommen. NDS hat die Frist von 2 Jahren gekippt, wodurch die SuS viel länger im Notenschutz gehalten werden können.

    b) ein Kind trotz mangelhafter Leistungen aufrücken muss, also nach 6 Jahren die GS verlässt, auch wenn es die geforderten Leistungen nicht erbringt.

    c) das Kind nur in einem Fach mangelhafte Leistungen erbringt.

    d) das Kind zieldifferent unterrichtet wird.

  • In den Grundschulen werden doch auch kaum 5 und 6 vergeben, durchfallen ist nahezu unmöglich - erzählen zumindestens befreundete GS-Lehrkräfte. Und auch die GS verlassen Schüler ohne grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Oder ist das nur an meinen Zulieferschulen so?

    Nicht zuletzt, weil die GS überhaupt der einzige Ort ist, wo das aktiv gemacht wird. Wer von den Kindern schreibt aktiv von Hand noch zu Hause? Wer rechnet aktiv von Hand zu Hause? Und wer liest wirklich noch längere Texte? Das kommt nicht von ungefähr.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Diese Ausnahmen sollten angesichts der aktuellen Bildungskrise kritisch hinterfragt werden. Zum Beispiel b): Wenn ein Kind nach 6 Jahren in der Primarstufe immer noch mangelhafte Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik aufweist, ist eher unwahrscheinlich, dass die Leistungen mit Aufrücken in die nächste Jahrgangstufe und damit Konfrontation mit Inhalten höheren Anspruchs plötzlich besser werden. Die Abweichung zwischen Soll und Ist wird dann eher noch größer. Ob es dann nicht besser ist, mit dem Aufrücken zu warten bis zumindest die Mindestanforderungen in Mathematik und Deutsch erreicht wurden?

    Die zentrale Frage sollte zukünftig sein: Sorgt diese und jene Methode dafür, dass das allgemeine Bildungsniveau steigt? In dem Fall: Sorgt Notenschutz dafür, dass die Kinder am Ende kompetenter sind als ohne Notenschutz?

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