Entfristung RS Bayern - welchen Grund könnte das KuMi haben, einen berechtigten Antrag abzulehnen?

  • Das tut mir leid, dass du offensichtlich bei den Kollegien bisher so schlechte Erfahrungen gemacht hast.

    Wenn ich dir etwas raten sollte, dann würde ich dir raten, den staatlichen Schulen deiner Schulform nochmal eine Chance zu geben. Die Kollegien, in denen du bisher gearbeitet hast, klingen auf mich auch eher weniger einladend. Aber es geht auch anders: Zum Beispiel zum Thema neue Kolleginnen: bei uns wird bei der Stundenplanung extra überlegt, welche Klassen und (fachfremden) Fächer man zu uns abgeordneten oder neu kommende Kolleginnen nicht zumuten kann...

  • So sollte es ja auch sein.

    Aber bedenke - seit ich aus dem Beamtentum ausgestiegen bin, laufe ich quasi "vogelfrei" herum. D.h., wenn freie Stellen besetzt werden, kommen erst einmal viele andere Personengruppen dran. Ich gehöre zu "Rudis Resterampe" und werde erst angesprochen, wenn sich niemand anderes finden lässt. Damit habe ich auch grundsätzlich überhaupt kein Problem, ist halt so - aber die Unterrichtsverteilung hat halt dann schon längst stattgefunden.

    Trotzdem bemühe ich mich fair zu bleiben: Wenn ich mir vorstelle, ich hätte mir eine bestimmte Klasse in Deutsch gewünscht, vielleicht habe ich die schon ein, zwei Jahre "gezogen" und ich freu mich auf die... und dann kommt eine neue befristete Kollegin und kriegt meine Klasse, weil die halt so nett und umgänglich sind... da wäre ich auch sauer, ganz ehrlich. :daumenrunter:

  • Mit meiner Frau wurde (auch in Bayern) ein ähnliches Spielchen getrieben. Trotz Mangel in ihren Fächer, wurde sie immer nur befristet eingestellt und dann genau rechtzeitig, bevor sie hätte klagen können, nicht mehr verlängert. Sie hatte nun letztes Jahr die Nase voll und hat sich nun ein anderes Berufsfeld gesucht, in dem sie Wertschätzung erfährt und das ihr auch sehr liegt. Wenn der Staat die Leute, die er eigentlich bräuchte, nicht haben will...
    Ich muss allerdings etwas an mich halten, wenn ich wieder höre "Ja, der Lehrermangel hat uns ja sooo plötzlich erwischt. Und wir können ja leider nichts tun ..."

  • Mit meiner Frau wurde (auch in Bayern) ein ähnliches Spielchen getrieben. Trotz Mangel in ihren Fächer, wurde sie immer nur befristet eingestellt und dann genau rechtzeitig, bevor sie hätte klagen können, nicht mehr verlängert. Sie hatte nun letztes Jahr die Nase voll und hat sich nun ein anderes Berufsfeld gesucht, in dem sie Wertschätzung erfährt und das ihr auch sehr liegt. Wenn der Staat die Leute, die er eigentlich bräuchte, nicht haben will...
    Ich muss allerdings etwas an mich halten, wenn ich wieder höre "Ja, der Lehrermangel hat uns ja sooo plötzlich erwischt. Und wir können ja leider nichts tun ..."

    Hallo DeadPoet,

    du sprichst mir soooo aus der Seele!

    Mir geht dieser Affenzirkus mittlerweile auch so sehr auf die Nerven, dass ich mir genau das denke, was neulich diese Abiturientin gesagt hat... Darf ich dich fragen, in welche Richtung deine Frau sich umorientiert hat? Ich hatte ja bereits erwähnt, dass das Arbeitsamt auch keine vernünftige Lösung für Deutschlehrer hat. :weissnicht:

  • Meine Frau hat sich in Richtung Sozialarbeit / Jugendarbeit orientiert. Das ist natürlich mit einer zusätzlichen Ausbildung (zwei Jahre, aber in der Zeit auch schon Arbeit in der Praxis) verbunden. Für Ü50 schon ein Schritt ;)

  • Meine Frau hat (fast) Dein Alter, aber das wusste ich nicht. Ich meinte also meine Frau.

    Dankeschön für die Richtigstellung! :rose:

    Wie gesagt, in meinem Fall weiß ich einfach nicht, wie es weitergehen kann oder soll. Aber es wird weitergehen, so oder so. :|

  • Ich kann leider nichts zu deinem Thema beitragen, freue mich aber sehr, wieder von dir zu hören!

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • In meinem erweiterten Bekanntenkreis gibt es einige Leute Ü50, die durch die konjunkturelle Lage des Arbeitsmarktes ihre Beschäftigung verloren haben. Viele wollen noch nicht in Rente gehen, wollen noch arbeiten, wissen aber, dass es ab einem bestimmten Alter schwer ist, Personalabteilungen davon zu überzeugen, einem eine Chance zu geben.

    Es gibt zwar ein paar (theoretische) Möglichkeiten, als Deutschlehrkraft in der freien Wirtschaft unterzukommen, aber die Konkurrenz ist sehr hoch, da es im Zweifelsfall immer Leute gibt, die deutlich jünger sind und genau in dem Bereich, in dem eine Stelle ausgeschrieben ist, schon ein Praktikum absolviert oder ihre Bachelorarbeit geschrieben haben.

    Mein Tipp: Schau mal im Internet, was es an Weiterbildungen im pädagogischen Bereich gibt - vielleicht ergeben sich hierdurch Möglichkeiten!

  • Finkieee!!! Schön, dass du wieder da bist :rose:

    Dachte schon, es wäre was passiert...

    Zur Ausgangsfrage weiß ich leider nichts zu sagen. Kann nur für die Förderschule werben, kleine Klassen, wenig Korrektur, vielleicht kannst du da eine Nische für dich finden? Es ist ein bisschen Umgewöhnung mit dem Leistungsanspruch und der Sprache aber wir haben einige aus anderen Schularten, die gekommen sind, um zu bleiben.

Werbung