KAoA: „Potentialentdeckung“ jetzt in der 9

  • es ist ein "beweglicher Ferientag", ich weiß nicht, ob es ein "freiwilliger" "beweglicher Ferientag" ist, den ganz NRW nehmen MUSS, oder ob es Städte gibt, die sich das sparen dürfen?

    Da kann man doch keinen ins Praktikum schicken...

    Tja, machen wir... ;)

  • Der Praktikumsbesuch, den ich gestern gemacht habe, war sehr unkompliziert.

    Ursprünglich war das ungefähr mal so gedacht:

    1. Potentialanalyse: Externer Träger (auf keinen Fall in den schulischen Räumen; benachbartes BK war aber ok), eine Klasse pro Tag.
    2. Auswertungsgespräch in der Schule: jeweils 10 bis 15 min pro Kind (evtl. mit Eltern), dabei wurden mehrere Berufsfelder genannt, in denen man die Berufsfelderkundung durchführen soll (gelegentlich wurden hier konkrete Berufe genannt, wenn die hiesige Industrie mal wieder Nachwuchs brauchte)
    3. Portfolioinstrument: Im Anschluss an das Gespräch gab es einen dicken Ordner, in den alles, was mit Berufsorientierung zu tun hat, eingeheftet werden soll; er enthält auch ganz viel merkwürdiges Unterrichtsmaterial
    4. Beratung: Jedes Kind soll einzeln mit der Klassenleitung 10 min über das Ergebnis sprechen
    5. Berufsfelderkundungen: drei einzelne Tagespraktika in drei verschiedenen Berufsfeldern
    6. Beratung: „In welchem der drei Berufsfelder möchtest du das Betriebspraktikum machen?“
    7. Betriebspraktikum: zwei oder drei Wochen am Stück

    Und dann soll es noch eine „Woche der Beratung“ geben und Azubi-Speeddating und und und ...

    Später wurden bei dem Auswertungsgespräch nach der Potentialanalyse nur noch grobe Richtungen vorgegeben.

    Wir haben die Potentialanalyse immer direkt zu Beginn (erste Schulwoche) der 8. Klasse durchführen lassen (pro Tag eine Klasse, so dass nach einer Woche der Spaß vorbei war), die Beratungen in den Politik-Unterricht (im Klassenverband) verschoben und die drei Berufsfelderkundungen weit gestreut (von März bis Juli), damit man die Möglichkeit hat, mit den Erfahrungen aus den ersten Praktika, sich die weiteren Plätze zu suchen. Je nach Betrieb kann der Tag schon sinnvoll gefüllt werden.

    Heute heißt die Potentialanalyse „Einstiegsinstrument: Potentiale entdecken“ und die Auswertungsgespräche werden gleich (ohne Eltern) drangehängt.

  • Hier:

    1. In Jahrgang 8 Potenzialanalyse und Auswertungsgespräch direkt vor oder nach den Herbstferien
    2. Berufsfelderkundung an drei festen Tagen hintereinander im zweiten Halbjahr, gerne um den Boys'/Girls'Day herum
    3. Ergänzendes Beratungsangebot durch wöchentliche Sprechstunde einer Fachkraft der Arbeitsagentur in der Schule
    4. In Jahrgang 9 ein einwöchiges Praktikum (zwingend in einem Handwerks- oder Sozialberuf)
    5. In Jahrgang 11 (EF) ein zweiwöchiges Praktikum nach Wahl
    6. Eine Praktikums-/Azubi-"Speeddating"-Veranstaltung mit lokalen Arbeitgebern (nachmittags) für Interessierte ab Jahrgang 10

    Die Fachkraft der Arbeitsagentur bietet ergänzend auch Einzelstunden zu Bewerbungstraining oder Berufswahl im Klassenverband in Jahrgang 9 oder 10 an.

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