Heizungen und Energieversorgung (aus "Krieg")

  • Hast Du schon einmal daran gedacht einen größeren Speicher daheim hinzustellen und den dann aus dem Netz zu laden, um so die dynamischen Stromtarife ausnutzen zu können? Die LiFePo4-Batteriezellen sollen mindestens 4.000 Ladezyklen schaffen (manche Hersteller versprechen 6.000 Zyklen), also wenn Du jedes Jahr dank dynamischem Stromtarif 300 Ladezyklen schaffst, läge die Lebenserwartung der Zellen immer noch bei mindestens 13,5 Jahren. Da hätte ich eher sorgen, dass die Elektronik im Wechselrichter die Grätsche macht.

    Wir reden gerade über Speicher für BKw - ein größerer Speicher bringt da nichts, weil er einfach "verhungert" - er kriegt nicht genug kWh ab.

    Bei größeren Anlagen dreht sich das nun endlich in die richtige Richtung. Zu Hause habe ich 21 kWp. Da werde ich in absehbarer Zeit einen Speicher bekommen. Außerdem kann mein E-Auto VtG - es kann also tagsüber den Strom der PV-Anlage speichern und nachts einspeisen. Leider kosten die passenden WR noch utopisch viel Geld.

  • Bei einem BKw hängen die Module aber normalerweise am Geländer oder haben ein geringe Neigung. Das senkt den Wirkungsgrad. Ein 800W-BKw erzeugt also vielleicht 600kWh im Jahr. Auch wieder optimistisch gerechnet.

    Moment! Bei den Balkonkraftwerken gibt es da zwei Besonderheiten.

    1. Der Wechselrichter darf maximal 800W haben. Die Solarmodule, die da dran hängen, dürfen es in Summe hingegen auf bis zu 7kWp bringen. Bei der Kombination dürfte der Wechselrichter also selbst im Winter bei 800W am Anschlag laufen, so dass Du eben nicht davon ausgehen kannst, dass das Balkonkraftwerk nur 800kWh/Jahr liefern wird sondern sehr viel mehr.
    2. Bei Balkonkraftwerken werden die Batterien parallel zu den Solarmodulen geschaltet. Sind die Batterie und die Module groß genug, kann der Wechselrichter also wirklich 24/7 seine 800W ins Hausnetz liefern.

    Rein theoretisch könnte man so bis zu 7.000kWh pro Jahr aus einem Balkonkraftwerk rausholen, ohne das man einen Elektriker kommen lassen muss.

    Und was den übergroßen Akku angeht, mache ich es jetzt mal ganz extrem, um meinen Gedankengang nachzuvollziehen. Wir bauen einfach gar keine PV-Anlage mehr auf den Balkon oder aufs Dach sondern legen uns nur noch einen 200kWh Akku in den Keller. Wenn der Strom tagsüber günstig ist, weil die Sonne knallt, oder wenn er im Winter günstig ist, weil es gerade stürmt, laden wir den Akku aus dem Netz für z.T. negative Strompreise. Dynamische Stromtarife machen es ja möglich. Ist der Strom gerade teuer, betreiben wir das Haus mit dem Akku.

    Außerdem kann mein E-Auto VtG - es kann also tagsüber den Strom der PV-Anlage speichern und nachts einspeisen.

    Nur funktioniert das nicht, wenn tagsüber das Auto an der Schule steht.

  • Du kannst dir die 14 Module auch als Sichtschutz-Zaun in den Vorgarten stellen. Nimmst Bifaziale-Module und richtest den Zaun in Ost/West-Richtung aus, steigert sich der Ertrag noch einmal, weil morgens die Sonne auf die Ostseite scheint und abends auf die Westseite der Module. Der Wirkungsgrad ist zwar geringer, aber dafür ist die tägliche Einwirkzeit sehr viel länger.

    Für mich bedeutet "Balkonkraftwerk" nur, dass ich nicht zwangsweise einen Elektriker brauche, um die Anlage anzumelden.

    Meine Nachbarn decken mit den Modulen inzw. sogar ihre Carports ein, die Solarmodule bilden also selber das Dach, weil die Platten billiger sind als Ethernit. Die haben nicht einmal einen Wechselrichter an die Dinger angeschlossen.

  • Haben die nicht eine Lebensdauer von 10-20 Jahren? Dann würde es sich doch lohnen?

    Die meisten sind mit 6000 Zyklen angegeben. Würde also passen. Erfahrungen dazu habe ich noch keine.

    Entropy is a bitch, embrace her.

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