WIRTSCHAFTLICH gesehen, weil es für Einige eher der Maßstab ist, ist alles, was man in das Bildungssystem steckt, deutlich besser und eine Zukunftsinvestition.
Oder ist es unser gesellschaftliches Ziel, am Ende sagen zu können "Siehste, Aissatou, schade, dass deine Eltern vor 15 Jahren keine KI zum Übersetzen des Elternbriefs benutzt haben / dass deine Eltern keine eigene Dolmetschunterstützung hatten, tja, dann bleibst du jetzt im Harz IV / Bürgergeld / was auch immer - Bezug bis zum Rentenalter mit Minijobs daneben und vermutlich gilt dasselbe für deine Kinder" ?
In der idealen Welt wäre alles so einfach.
Wenn es zielgerichtete Investitionen sind, ja. Die öffentlichen Bildungsausgaben steigen kontinuierlich, die Ergebnisse in Leistungsstudien leider nicht.
Wenn Aissatou und seine Eltern das richtige Mindset mitbringen, scheitert seine Bildungskarriere nicht am fehlenden Übersetzer. Umgekehrt kann man sich bei Eltern mit mangelndem Bildungsbewusstsein den Mund fusselig reden, egal in welcher Sprache, und das Kind landet mit gewisser Wahrscheinlichkeit trotzdem im Bürgergeld. Das ist einfach ein Punkt, an dem Ressourcen verschwendet werden. Jedem ist mehr geholfen, wenn man die Kohle bündelt und Aissatou einfach in verpflichtende Intensivsprachförderung steckt.