• Bei uns ist die Schule mittlerweile auch sehr kahl, fast schon trostlos.

    Bei mir im Klassenraum wurde sogar eine, in Wasser stehende Wasserpflanze brandgefährlich eingestuft.

    Hab dann den Zuständigen aufgefordert mit in den Chemieraum zu kommen, um die Pflanze anzuzünden.

    Die Einstufung wurde zurückgenommen.

  • Die hier von mehreren genannte Argumentation, es brauche keinen ernstgenommenen Brandschutz, da es ja seit Ewigkeiten keine Brände mit Todesopfern an Schulen mehr gab, scheint mir etwas kurzsichtig zu sein. Wohin mangelnder Brandschutz im Zweifelsfall führen kann, haben wir erst Anfang des Jahres in der Schweiz miterleben dürfen. Und dabei ging es genau um unnötige Brandlasten sowie verstellte und verengte Fluchtwege. Die schnelle Evakuierung einer großen Schule mit wesentlich mehr Personen als in einer Bar stellt da im Fall der Fälle noch einmal ganz andere Herausforderungen dar. Und da sind Brandlasten in den Fluchtwegen nun einmal ziemlich kontraproduktiv.


    PS: Die Anekdote mit der Wasserpflanze finde ich aber auch witzig :)

  • Danke Seph. Das sehe ich genauso.

    Am Ende sind es Brandexperten die auf Basis des aktuellen Forschungsstandes entscheiden müssen, was in Ordnung ist und was nicht. Auch wenn es die letzten 100 Jahre nicht gebrannt hat.

    Wer will das Risiko im Zweifel eingehen, dass da im Zweifel Schüler sterben?

  • In der Schweiz würde vom Betreiber gegen die Vorschriften verstoßen und von der Gemeinde nicht kontrolliert. Die Vorschriften wären absolut ausreichend gewesen, aber wenn Leute das vorsätzlich ignorieren machst du halt nix.

    Anderes absurdes Beispiel aus Deutschland: Karneval haben viele unserer Schüler Sprühfarbe von DM in den Haaren, aber wehe sie machen das in der Schule, da sieht man den Gefahrstoffbeauftragten aber im Dreieck springen. Oder Deo nach dem Sport, wie viele Schüler dadurch schon in Flammen aufgegangen sind...

    Dieselben Leute die hier strengere Vorschriften fordern, trauen sich dann nicht mehr mit ihren Schülern Fahrrad zu fahren, weil sie dann verklagt werden könnten. Das sind zwei Seiten derselben Medaille.

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • In der Schweiz würde vom Betreiber gegen die Vorschriften verstoßen und von der Gemeinde nicht kontrolliert. Die Vorschriften wären absolut ausreichend gewesen, aber wenn Leute das vorsätzlich ignorieren machst du halt nix.

    Ist doch in Deutschland nichts anderes. Bei uns sind Jacken als Brandlasten in den Fluren verboten. Garderobenschränke kosten Geld. Daher wird es ignoriert.
    Es gebe auch die Möglichkeit, dass es von jedem Klassenraum aus einen zweiten Fluchtweg z.B. aus dem Fenster gibt. Dann dürfte es so bleiben. Aber auch das kostet Geld.

    Dieselben Leute die hier strengere Vorschriften fordern, trauen sich dann nicht mehr mit ihren Schülern Fahrrad zu fahren, weil sie dann verklagt werden könnten. Das sind zwei Seiten derselben Medaille.

    Wer genau fordert das? Meine Aussage war, dass es Experten gibt, die die Gefahr beurteilen müssen. Deo-Spray in der Schule ist tatsächlich problematisch. Dazu gab es auch schon verschiedene Vorfälle. Kann man googeln. Ich denke auch, dass es durchaus zumutbar ist, in der Schule einen Deo-Roller statt einem Spray zu verwenden. 90% der Schüler sollten dadurch keine Probleme haben.

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