Verpflichtung zur Klassenlehrerschaft

  • Abgesehen davon, dass ich nicht ansatzweise sehe, dass Ragnar Danneskjoeld sich über den Gehaltsunterschied beschwert hätte, sondern nur anmerkt, dass es den gibt und er "trotzdem" nicht auf die Idee kommt, von seinem Kollegen mehr Einsatz einzufordern...

    Ich nehme an der Stelle an, dass es dir physisch, psychisch und legal möglich wäre, zu ehelichen und sechs Kinder zu bekommen.

    Das ist sowas von übergriffig und unverschämt!!!!

  • Im Zitat stand, dass die Gehaltsunterschiede als "nicht fair" beschrieben werden. Ich habe erklärt, warum sie fair sind.

    Bei dem von dir zitierten Satz geht es um die theoretische Möglichkeit der Erfüllung dieser bürokratischen Kriterien (und im Rahmen der Besoldungsbemessung sind das zunächst erst einmal losgelöst jeglicher Emotionen bürokratische Kriterien). Der Staat erwartet nicht, dass Ragnar Danneskjoeld sechs Kinder bekommt und heiratet. Er sagt nur, dass, unter der Prämisse, dass es ihm grundsätzlich möglich ist (und möglich heißt hier: physisch, psyhisch und legal), wenn er dies auch umsetzt, dieselbe Besoldung erhält wie der zitierte Kollege. An welcher Stelle ist da jetzt etwas unverschämt?

  • DU hast gar nichts anzunehmen und noch weniger, ob es jemandem "physisch, psychisch und legal" möglich ist, Kinder zu bekommen!

  • .... Er sagt nur, dass, unter der Prämisse, dass es ihm grundsätzlich möglich ist ...

    Das stimmt doch gar nicht, du schriebst ausdrücklich, dass du davon ausgingest, was der angesprochenen Person möglich sei. In dem Satz war nicht die Rede von staatlichen Vorgaben.

    Edit: Zu Demonstrationszwecken gepostet, auf Wunsch gelöscht.

  • nein, Quitte, bitte nicht auf sein Niveau herab. Keine Annahme über Körper, Psyche und Gebärfähigkeit und keine Aufrufe dazu.

  • Ich gehe davon aus, dass es dir möglich ist, Kinder zu gebären, mach das doch endlich.

    Zur Gebärfähigkeit sind biologische Voraussetzungen möglich, die nicht bei jedem Menschen gegeben sind. Die legale Definition von "Kinderbekommen" ist in Deutschland breiter. Die persönliche Entscheidung ("mach das doch endlich") basiert darauf, die theoretische Möglichkeit, die die Gesetzgebung bietet, zu nutzen oder sie ungenutzt zu lassen, ggf. unter Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile (siehe das hier diskutierte Besoldungsszenario).

    1. Keiner hat "wirtschaftliche Nachteile", wenn er/sie keine Kinder hat. Es handelt sich - auch wenn ich dagegen bin und sie für überzogen und gesellschaftlich problematisch halte, das muss man anerkennen: - um Zuschüsse, nicht Prämien, mit denen man Gewinn macht.
    2. "Kinderbekommen" ist nicht "Kinder kaufen / zugewiesen bekommen", also: es ist kein Handelsakt, der jedem offen steht, auch nicht nur "theoretisch".
    3. Versteck dich nicht hinter der Theorie, du hast selbst vorher von "physisch, psychisch und legal" gesprochen. Hast du gar keine Empathiefähigkeit? Hat man dir niemals gesagt, dass man zuerst denkt und dann spricht/schreibt? (Auf Französisch klingt es viel cooler, das wirst du ja selbst wissen und es wird garantieren, dass du länger als eine Sekunde "denkst".)
  • Es ist einfach die Frage, was gerechte Verteilung bedeutet.
    Wie bei der Alimentation jedem, unabhängig seiner Leistung, genau seinen Bedarf zu geben, ist auch eine Art Gerechtigkeit.
    Genauso wenn jeder genau das Gleiche bekommt.
    Und andere halten eine Verteilung nur dann für gerecht, wenn nach Leistung verteilt wird.

    Alles hat Vor- und Nachteile, bei bedarfsgerechter Verteilung wird über die Bedarfe gestritten, bei Gleichverteilung sinkt die Motivation überhaupt etwas zu leisten und bei Verteilung nach Leistung wird diskutiert, welche Leistung jetzt was wert ist. Dass alle zufrieden sind, habe ich noch nie erlebt.

    LG DFU

  • Oh weh....also:

    Ja, ich empfinde es als unfair, dass der Kollege einen signifikant höheren Sold als ich erhält. Es ist aber gerecht, da es der geltenden Rechtslage entspricht und diese ausdrücklich von der geltenden Rechtsordnung (#alimentationsprinzip) ja eingefordert wird. Mer muss och jünne künne. Irgendwer muss mich ja nachher pflegen.

    Und ja, ich kann Kinder zeugen und nein ich will es nicht, weil ich dann mit einer Frau.....den restlichen Horror will ich mir gar nicht ausmalen, ich habe aktuell eh 35 Zweitkorrekturen aufm Schreibtisch liegen, das reicht. (Nein, Adoptionen waren vor zehn Jahren quasi unmöglich und selbst wenn sie es heute wären, wäre ich zu alt.)

    Aber....all das war mir vorab bekannt. Deswegen klage ich auch nicht. Denn wenn ich morgen monatelang krank bin, muss ich nicht aufs Krankengeld zurückgreifen. Wenn ich in Frühpension geschickt werden würde (#jackpot), erhielte ich € 3k brutto. Wie geil wäre das denn? Also.

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