Schwangerschaft verkünden

  • Hallo zusammen,

    ich bin ganz frisch schwanger (4. Woche) und statt mich einfach zu freuen, mache ich mir vor allem Gedanken darüber, wie ich die Schwangerschaft verkünden soll.

    Ich arbeite an einer Gesamtschule in Berlin. Obwohl meine Schulleitung wirklich sehr nett ist, habe ich Angst davor, wie sie reagieren wird. Noch mehr beschäftigt mich, was meine eigene 10. Klasse und die Kolleginnen und Kollegen denken werden. Irgendwie fällt es mir unglaublich schwer, diesen Schritt zu gehen.

    Geht oder ging es jemandem von euch genauso? Warum ist das Verkünden der Schwangerschaft für manche so belastend? Ich würde mich über eure Erfahrungen freuen.

    Außerdem würde mich interessieren: Wann habt ihr eure Schulleitung informiert? Habt ihr bis nach der 12. Woche gewartet oder schon früher Bescheid gegeben?

    Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, zu antworten.

  • Gab es denn in den letzten Jahren schon Kolleginnen, die schwanger waren? Vielleicht kannst du die fragen?

    Schulleitungen werden in den Weiterbildungen für die Übernahme dieser Aufgabe auch darin geschult, professionell mit einer solchen Situation umzugehen. Das heißt, im besten Fall gratuliert sie dir, im schlechtesten ist sie gestresst, weil ihr eine Klassenlehrerin im Laufe des Schuljahres wegfallen wird. Zusätzlich erstellt sie eine Gefährdungsbeurteilung. Das bedeutet, dass Tätigkeiten, die dich oder dein Kind gefährden könnten, nicht mehr von dir ausgeübt werden oder nur unter besonderem Schutz. Beurteilt werden muss die Gefährdung zum Beispiel bei Pausenaufsichten, ggf. Umgang mit Chemikalien (Physik/Chemie). Auch Mehrarbeit ist ggf. betroffen.

    In den letzten Jahren sind so viele junge Frauen an die Schulen gekommen, dass eine Schwangerschaft keine Ausnahme mehr ist und viele Schulleitungen auch Routine haben oder bei anderen Schulleitungen nachfragen können, wenn sie unsicher sind.

    In meinem Kollegium gab es in den letzten Jahren mehrere Schwangerschaften. Manche Kolleginnen haben nach der 12. Woche Bescheid gesagt, mindestens eine auch vorher. Meist hat die Schulleitung das nach der 12. Woche auf einer regulären Besprechung angesagt, wenn die Kollegin einverstanden war. Viele haben sich gefreut und gratuliert.

    Natürlich muss die Schule sich auf die Veränderung einstellen, wenn du im Laufe des Schuljahres entbindest - gerade bei einer Abschlussklasse. Dafür muss die Schulleitung dann Lösungen finden. Wenn sie das frühzeitig weiß, hat sie die Möglichkeit zu planen und zu entscheiden.

    Deine Schülerinnen und Schüler werden vermutlich interessiert sein und sich auch freuen.


    Für den eigenen Kopf: Versuche, dich und dein Kind in den Fokus zu nehmen. Ihr und eure Gesundheit seid wichtiger als die Schule.


    Und natürlich auch von mir: Herzlichen Glückwunsch!

    🍦 Eis macht Spaß! 🍦
    Schoko, Vanille – ganz egal,
    Hauptsache lecker jedes Mal! 😋

    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

  • Für den eigenen Kopf: Versuche, dich und dein Kind in den Fokus zu nehmen. Ihr und eure Gesundheit seid wichtiger als die Schule.

    Genau das, eigentlich kannst du für Schulleitungen nur alles falsch machen ist meine Erfahrung. Ich habe es meiner Schulleitung bei der letzten Schwangerschaft in der 7. Woche bereits gesagt und sie war beleidigt, dass ich es ihr erst da gesagt habe.

    Sie hat dann einfach die mir bereits für nach dem Ref zugesagte Stelle "verschwinden" lassen, plötzlich hatte man sich verrechnet und es gab sie gar nicht, es wurde dann jemand über PKB eingestellt (weil dann nicht zustimmungspflichtig), war blöd, dass diejenige eine aus meinem Seminar war und ich das so alles genau mitbekam, gab viel Ärger für die Schulleiterin, hat sie gar nicht gejuckt.

    Aber ich habe eben auch Schulleitungen erlebt, die damit ganz anders umgehen, teilweise wirklich erfreut, teilweise professionell. Das wirst du erst merken, wenn du es sagst und ganz wichtig, sag unbedingt dazu, ob es weiter gegeben werden darf.

    Aber wie Conny schon richtig sagt, eigentlich sind jetzt nur du und das Kind wichtig, alles andere wird sich eh von anderen entscheiden und sich dann fügen.

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