Beiträge von DaVinci

    Womit du deine eigene Nachfrage von oben nach der Gemeinwohlorientierung bei der Fächerwahl ad absurdum führst, aber sei´s drum.


    Schriebst du nicht eben noch selbst, dass doch jedes schulische Fach etwas zum Gemeinwohl leiste? Wäre damit nicht der Schuldienst - neben vielen anderen Berufen- geradezu prädestiniert dafür sich für Gemeinwohl einzubringen? Ist die Bildung und Erziehung von Kindern, jugendlichen und jungen Erwachsenen in deinen Augen kein Beitrag zum Gemeinwohl?


    Klar trägt der Schuldienst etwas zum Gemeinwohl bei - allerdings nicht auf der selben Stufe wie zum Beispiel Notärzte, Rettungssanitäter oder Altenpfleger, die Leben retten, verlängern oder lebenswerter machen.





    Letztendlich muss jeder tun, was ihn glücklich macht. Da hat jeder andere Dinge, die ihm wichtig sind. Bei mir sind das eben neben einer sinnvollen Arbeit, die mir Freude bereitet hauptächlich, dass Aufwand und Ertrag in einem gesunden Verhältnis stehen. Lehrer sein finde ich klasse, aber es ist mein Beruf, dem ich nach gehe, um meine Freizeit so gestalten zu können, wie ich es mir vorstelle. Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich garantiert nicht mehr arbeiten gehen.



    Ich kann es aber genauso akzeptieren, wenn Kollegen ihren Fokus auf ihre Arbeit (Schule) legen. Wenn Schule also Hobby und Beruf ist.

    Ja, ist halt jeder anders. Da ich bis Anfang 30 Leistungssportler war, war klar, dass ich Sport studieren würde (bis zum Vollprofi hat es leider nicht ganz gereicht). Das andere Fach hat sich dann aber schon daran orientiert, dass der Korrekturaufwand möglichst gering bleiben soll, da neben Training auch noch genug Zeit für Freizeit und später mal Familie bleiben soll. Jetzt betreibe ich keinen Leistungssport mehr, nur noch 2-3 mal die Woche just for fun, habe aber viel Zeit für meine Buben und andere Hobbys.


    Abgesehen davon denke ich, dass jedes Fach etwas zum Gemeinwohl leistet. Und wenn man nur ans Wohl der Gesellschaft denkt, sollte man vielleicht eher Altenpfleger oder Rettungssanitäter werden.

    Das redest du dir vielleicht ein. In erster Linie bin ich mir selbst Rechenschaft schuldig und muss meine Berufs- bzw Fächerwahl so ausrichten, dass ich zufrieden bin und 40 Jahre durchhalte. Wenn du ehrlich bist, hast du dich auch daran (und vielleicht auch an den Fächern mit guten Zukunftschancen) orientiert. Oder hast du deine Fächerwahl am Allgemeinwohl orientiert? ;)

    Ich würde alles wieder genauso machen. 24 Stunden, A14 und äußerst geringer Korrektur- und Vorbereitungsaufwand. Liegt allerdings zum großen Teil auch an meinen Fächern und dass ich eben schon alles vorbereitet habe. Meine Kollegen mit Deutsch, Englisch oder viel Oberstufe haben natürlich einen erheblichen Mehraufwand. Daher Augen auf bei der Berufs- (und insbesondere Fächerwahl).

    Oder sind deiner Argumentation nach alle Grünen pädophil und alle Linken Wähler Kommunisten? Da lassen die Stammtischparolen grüßen. Auch politische Positionen der gegenteiligen Richtung sollte man als gebildeter Mensch akzeptieren und mit Argumenten bearbeiten. Gerade als Lehrer sollte man dazu eigentlich im der Lage sein. Das macht eine Demokratie aus, auch wenns schwer fällt.

    ...was sie von der Mentalität her zu dummen Mitläufern deklassieren würde.Wenn deine Argumentation stimmen sollte, hast du soeben allen "Konservativen Wählern" der Möchtegernpartei die Intelligenz abgesprochen (um zB Geschichtsbücher zu kennen und dann Parteiprogramme zu verstehen).


    Schön, dass wir einer Meinung sind. Wer AfD wählt, ist also selber Nazi, oder zu dumm, die Augen aufzumachen.
    Hast du sehr gut erkannt, @Lehramtsstudent

    Glaubst du den Stuss, den du schreibst, eigentlich selber, Mis Jones? Deiner Argumentation zu folgen sind alle also auch alle Wähler der Linken, Grünen und SPD dumm oder Kommunisten bzw. Linksradikale? Es lebe die Verallgemeinerung.

    1. Allein schon der Begriff "Altpartei" diskreditiert den Verwender in meinen Augen, da helfen auch keine Anführungszeichen. Aber mach nur.2. Ich glaube, die demokratischen Parteien werden das aus anderen Gründen nicht forcieren.
    3. Fliegenschiss, Denkmal der Schande, so in der Art? Ich weiß nicht, ob die Schuld ewig ist, aber noch ist sie so was von da und relevant.

    Zu 1) Altpartei diskrediert niemanden in meinem Augen. Es bedeutet nicht mehr, als der Begriff aussagt: eine Partei, die schon lange besteht.


    Zu 2) Sicherlich gibt es auch noch andere Gründe, die von mir genannten sind aber auch nicht zu verleugnen.


    Zu 3) Nein, hat mit dem Fliegenschiss bzw "Denkmal der Schande" Zitat (welches auch sehr aus dem Zusammenhang gerissen würde und wird, aber das ist ein anderes Thema) nichts zu tun. Es hat etwas damit zu tun, dass von den Verantwortlichen heute so gut wie niemand mehr lebt und von unserer Generation niemand verantwortlich für Taten von damals ist. Daher sollte auch irgendwann mal Schluss sein mit dem ewigen Schuldkomplex. Was natürlich nicht heißen soll, dass dieser Teil der Geschichte vergessen werden soll. Allerdings kann man ihn auch neutral mit einer Gewissen Distanz betrachten. Eben so, wie andere Länder mit einer unrühmlicher Vergangenheit ihrer Vorfahren umgehen.

    Sehr guter Beitrag, Plattyplus.


    Aus Angst, in die rechte Ecke geschoben zu werden, wird so etwas keine "Altpartei" forcieren (Seehofer wird vielleicht mal wieder kurz brüllen, aber fällt dann wie gewohnt um). Außerdem hat Deutschland doch eine ewige Schuld, da darf man so etwas noch nicht mal denken ;)


    Genau aus diesem Grund wählen viele Menschen die AFD.

    Das Hauptproblem der "Altparteien" ist, dass die AFD knallhart den Finger in die Wunde legt und vor allem die Probleme der Flüchtlingspolitik schonungslos anprangert. Auch gibt es viele kluge Köpfe in der Partei, welche Lösungen aufzeigen. Aus lauter Angst, rechts zu gelten, werden deren Ideen aber kategorisch abgelehnt und die Probleme in den Augen der Bürger eben nicht nur nicht gelöst, sondern sogar nicht einmal wirklich angegangen. Auch die Versuche, die AFD und deren Wähler in die rechtsradikale Ecke zu drängen, sind absolut kontraproduktiv und natürlich auch Blödsinn. Gerade die CDU könnte wieder versuchen einen konservativen Kurs einzuschlagen, Asylmissbrauch mit allen Mitteln bekämpfen und für Innere Sicherheit sorgen. Friedrich Merz hätte dies getan und ich bin mir relativ sicher, dass mit ihm ein bedeutender Teil der AFD Wähler auch wieder zur CDU zurückkehren würden. Mit AKK, Merkel 2.0, wurde diese Chance natürlich vertan.

    CDU und SPD sind in beiden Bundesländern die klaren Verlierer, auch wenn sie NOCH stärkste Kräfte in ihren Bundesländern bleiben können. AFD in beiden Ländern zweitstärkste Kraft, das sind die klaren Wahlgewinner gefolgt von den Grünen, die auch dazugewinnen konnten.


    Da die CDU mittlerweile so weit nach links gerückt ist, dass sie kaum noch Unterschiede zur SPD aufweist, ist für beide Parteien ein Problem. Ein klares Profil Fehlanzeige. Genauso klar ist es, dass die konservativen Wähler der CDU sich von dieser Partei nicht mehr vertreten fühlen. Und da keine Partei (außer AFD) in der Flüchtlingspolitik etwas ändern will bzw Kritik daran äußert, bekommt die AFD natürlich massiv Aufwind. Klar, die Flüchingsthematik ist nur ein Teil der Politik, aber einer, der die Leute bewegt, da dadurch die Zukunft von Deutschland deutlich beeinflusst wird.. Ebenso wie die Klimapolitik der Grünen, die damit kräftig stimmen sammeln konnten.

    Mir macht die AFD weniger Sorgen als die großen Teile der Gesellschaft, die immer noch darauf vertrauen, dass unsere Politiker nur unser bestes wollen und wir das schon alles schaffen. Es gibt viele schöne Länder, die mir gefallen, verbringe auch einige Wochen in unserem Ferienhaus in Mallorca, aber fest Leben möchte ich dort trotzdem nicht. Deutschland ist nicht perfekt, aber im großen und Ganzen doch zumindest für mich und meine Familie der beste Kompromiss. Habe allerdings Angst, ob das auch so bleiben wird. Aber wer weiß, ausbaden werden es die nächsten Generationen müssen. Leider.

    Ich persönlich habe keine Schüler, die an diesen Demos teilnehmen möchten. Würde es ihnen auch nicht verbieten, jedoch die Stunden oder den Tag als unentschuldigt eintragen (solange keine "Entschuldigung " der Eltern für "Krankheit" vorliegt). Wer meint, sich über die Schulpflicht hinwegsetzen zu müssen, muss eben auch mit den Konsequenzen leben. Gehört auch zum erwachsen werden dazu.


    Abgesehen davon halte ich diese Demonstration für Schwachsinn. Umweltschutz halte ich für äußerst wichtig und versuche auch meine Schüler dafür zu sensibilisieren. Leider können ja 99 Prozent der Befürworter dieser Demos Umweltschutz und Klimaschutz gar nicht auseinander halten. Hierzu ein kleines Bild

Werbung