Wahlen in Sachsen/Brandenburg - Riesenmehrheit gegen die AfD

  • Solange in der AfD Leute wie Höcke, Kalbitz etc eine Heimat haben, Aussagen kommen wie der "Fliegenschiss der Geschichte", andere Leute "entsorgen" usw. ... ja, solange halte ich die AfD zumindest zum Teil für einen Auswuchs des gleichen Astes, von dem auch die NPD stammt, also für Neonazis.
    Wenn man dann auch noch mit manchen Wählern und Unterstützern dieser Partei diskutiert, stellt man ohne Probleme fest, dass Neonazis diese Partei wählen (wohlgemerkt: Nicht alle Wähler sind Neonazis, aber unter den Neonazis wählen viele diese Partei). Kann die AfD da etwas dafür? MMn ja, denn sie bedient gerade die Diktion, die Ansichten dieser Leute und schafft es mit ihren Aussagen und ihrem Personal nicht (will es auch wohl gar nicht) sich von ihnen hinreichend zu distanzieren.

  • Solange in der AfD Leute wie Höcke, Kalbitz etc eine Heimat haben, Aussagen kommen wie der "Fliegenschiss der Geschichte", andere Leute "entsorgen" usw. ... ja, solange halte ich die AfD zumindest zum Teil für einen Auswuchs des gleichen Astes, von dem auch die NPD stammt, also für Neonazis.
    Wenn man dann auch noch mit manchen Wählern und Unterstützern dieser Partei diskutiert, stellt man ohne Probleme fest, dass Neonazis diese Partei wählen (wohlgemerkt: Nicht alle Wähler sind Neonazis, aber unter den Neonazis wählen viele diese Partei). Kann die AfD da etwas dafür? MMn ja, denn sie bedient gerade die Diktion, die Ansichten dieser Leute und schafft es mit ihren Aussagen und ihrem Personal nicht (will es auch wohl gar nicht) sich von ihnen hinreichend zu distanzieren.

    das sollte so glasklar sein und trotzdem wollen es selbst studierte Menschen nicht wahrhaben. Frage mich, wie man 27% WählerInnen überzeugen will. Gemeinschaftskunde und Ethik wurden im Lehrplan trotz Lehrermangels etwas aufgestockt. Vielleicht ist das ein zarter Versuch...

  • Schade Miss Jones, auf Argumente eingehen kannst du anscheinend nicht, dafür permanent beleidigen. Aber das ist ja meistens so bei Menschen, die im echten Leben nicht ernst genommen werden und daher im Internet auf dicke Hose machen müssen. Bin dir daher nicht böse.

  • <Mod-Modus >


    Eine Beleidigung beklagen, aber selber innerhalb von vier Stunden zwei beleidigende Beiträge raushauen?


    DaVinci, auch du solltest dich etwas zurück halten.


    Danke.


    Kl.gr.Frosch, Moderator

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • Ich staune, wohin sich die Diskussion entwickelt hat. Es sollte doch um die bildungspolitischen Auswirkungen infolge der neuen Regierungskonstellationen nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen gehen. Ich z.B. hoffe sehr auf das längere gemeinsame Lernen in Sachsen und bin mal gespannt, ob der Antrag dazu infolge Volksinitiative (oder so) demnächst von CDU und AfD gemeinsam im Landtag abgelehnt wird. Ansonsten aber es geht wieder nur um die AfD - wie im Fernsehen und dann klagt man, dass der AfD zuviel Platz eingeräumt werde.


    Viele Deutsche waren tatsächlich keine überzeugten Nazis sondern Mitläufer. Das war ja Grund für die kollektive Exkulpation, die man im Anschluss in der Nachkriegszeit vorgenommen hat. Individuelle Schuld mochte kaum einer anerkennen.
    Vielleicht ist diese Verhaltensweise die viel größere Mahnung an uns.


    Das stimmt. Die Mehrheit der Deutschen war nicht für Hitler. In keiner freien Wahl gewann die NSDAP eine absolute Mehrheit der Stimmen. Mag sein, dass sich allzu viele allzu gerne nach dem Kriege dahinter versteckten. Dass die junge Bundesrepublik aber irgendwann auch anfing, ehemalige Mitläufer und Parteigänger in die Demokratie zu integrieren, finde ich normal und sinnvoll. Schaut mal, wie lang die Liste ist:


    https://de.wikipedia.org/wiki/…olitisch_t%C3%A4tig_waren


    Im Osten gab es das auch, wenngleich im deutlich geringeren Ausmaße. Um "nationalgesinnte Leute" zu binden, wurde dann ja auch in der DDR die NDPD als eine der sogenannten Blockparteien gegründet. Die ging dann übrigens nach der Wende in der FDP auf.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…ische_Partei_Deutschlands


    Solange in der AfD Leute wie Höcke, Kalbitz etc eine Heimat haben, Aussagen kommen wie der "Fliegenschiss der Geschichte", andere Leute "entsorgen" usw. ... ja, solange halte ich die AfD zumindest zum Teil für einen Auswuchs des gleichen Astes, von dem auch die NPD stammt, also für Neonazis. ...


    Das mit dem "Fliegenschiss" habe ich aber übrigens auch anders verstanden, als es immer gerne unterstellt wird. Damit sollte, das denke ich doch, ausgesagt werden, obwohl ich ja die AfD ungern verteidige, dass die deutsche Geschichte, wenn man so will, die "große deutsche Geschichte" aus mehr besteht als aus 12 Jahren Nazidiktatur, nämlich aus weiteren gut 1000 Jahren, wenn wir 919 als Beginn ansetzen (Wahl Heinrichs des Ersten zum König). Ich finde gar nicht, dass damit die 12 Jahre per sé kleingeredet oder verharmlost werden. Das tut die AfD oder das tun manche in der AfD womöglich an anderer Stelle durchaus, aber diese Aussage sagt eben nur, den 12 Jahren - für mich - des schlimmsten Kapitels deutscher Geschichte stehen gut 1000 andere Jahre gegenüber - wobei die natürlich auch nicht immer "Glanzleistungen" waren, nur eben auch sehr viele tolle deutsche Leistungen in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft enthalten. Das alleine ist für mich noch keine Verharmlosung der Nazi-Diktatur. Ich finde, da wird einfach künstlich eine Aussage verdreht, fehlinterpretiert und aufgebauscht.


    Übrigens sieht sich die "arme AKK" ja in Zeiten der sozialen Netzwerke permanent solchen Verdrehungen, Fehlinterpretationen und Aufbauschungen ausgesetzt. Das liegt wohl an der "Schnelligkeit" und "Oberflächlichkeit" der neuen Medien und natürlich kocht der politische Gegner gerne sein Süppchen daraus. Ich glaube weiterhin, dass die Masse der AfD-Mitglieder und -Wähler eher dem ehemaligen rechten Flügel der CDU/CSU entspricht und natürlich nun selbst wiederum einen rechten Rand hat. (Galt nicht Peter Gauweiler als ein "rechtsaußen" in der CSU?)


    https://www.n-tv.de/politik/Af…t-an-article14814791.html


    Ich bin überzeugt davon, dass die AfD in Zusammenarbeit mit anderen Parteien den Weg gegen wird, den auch die Grünen und die PDS/Linke gegangen sind. Was ist denn von denen noch übrig? Sie sind ein Schatten ihrer selbst! Lediglich die Klimakriese und ein ausgesprochen sympathisches Führungsduo verschaffte den Grünen nun wieder einen starken Auftrieb.

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tayfun Pempelfort ()

  • Ja, der arme Gauleiter ... äh ... Gauland wurde mal wieder missverstanden. Nur dumm, dass denen das ständig passiert. Nein, das nehme ich ihnen nicht ab, sie testen aus, wie weit sie gehen können und wenn man ihnen kontra gibt, heißt es plötzlich "So habe ich das nicht gemeint" (war ja mit Boateng als Nachbarn ähnlich).


    Es hieß ja ursprünglich einmal, "rechts neben der CDU/CSU darf es keine andere Partei geben". Natürlich bot die Union konservativ (bis hin zu eher rechts) gesonnenen Menschen eine Heimat. Aber eben eher keinen Neonazis.


    Das Problem mit der AfD ist, dass sie bestimmtes Verhalten und bestimmte Aussagen salonfähig macht, die vorher einfach - durchaus im gesellschaftlichen Konsens - tabu waren. Die CSU (Gauweiler) mag z.T. rechte Wähler angesprochen haben, eine gewisse Grenze hat er aber selten (oder auch nie) überschritten. Die AfD verlagert diese Grenze rasant nach rechts.


    Gauweiler war übrigens vor allem auch eins: Europaskeptiker ... und die AfD, die ihm 2015 eine "neue Heimat" anbot, entstand ja auch als europaskeptische Partei. Die AfD von Anfang 2015 ist nicht die AfD von 2017 und später.

  • (...)
    Das mit dem "Fliegenschiss" habe ich aber übrigens auch anders verstanden, als es immer gerne unterstellt wird. Damit sollte, das denke ich doch, ausgesagt werden, obwohl ich ja die AfD ungern verteidige, dass die deutsche Geschichte, wenn man so will, die "große deutsche Geschichte" aus mehr besteht als aus 12 Jahren Nazidiktatur, (...) Das alleine ist für mich noch keine Verharmlosung der Nazi-Diktatur. Ich finde, da wir einfach künstlich eine Aussage verdreht, fehlinterpretiert und aufgebauscht.
    (...)

    Genau, getreu dem Motto "Man wird ja wohl noch sagen dürfen..." Kippelfritze. :autsch:

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • ...
    Und warum die CDU in Sachsen nicht konservativ genug ist, das möchte ich gern wissen. Kennt irgendwer hier die Wahlprogramme? Und die Entwicklung des Landes unter der CDU? Was wären denn deiner Meinung nach Themen, womit die AfD hier gepunktet hat, was die CDU nicht bietet und die anderen Parteien nicht auf dem Schirm haben? Also alles außer der Angst vor Burkaträgerinnen und Schweinefleischentzug in der Kita versteht sich.

    ..., auf Argumente eingehen kannst du anscheinend nicht, dafür permanent beleidigen. Aber das ist ja meistens so bei Menschen, die im echten Leben nicht ernst genommen werden und daher im Internet auf dicke Hose machen müssen.

    Dann geh mit gutem Beispiel voran. Argumente gegen die Tatsache, dass Neonazis nicht nur vereinzelt an die Wahlurne dackeln, sondern an der Parteispitze zu finden sind, dürften schwer zu finden sein. Stille Mitleserin hat viele Gründe genannt, warum sich Menschen abgehängt fühlen und Protest wählen, daraufhin wurde gesagt, dass das alles richtig ist, aber weder eine Entschuldigung dafür, AfD zu wählen, noch ein Grund für die meisten Wähler*innen, wie sowohl Umfragen als auch Stimmungsmache im Netz und Wahlplakate zeigen.


    Also dann schreib was Neues und überrasch' uns.


  • Das mit dem "Fliegenschiss" habe ich aber übrigens auch anders verstanden, als es immer gerne unterstellt wird. Damit sollte, das denke ich doch, ausgesagt werden, obwohl ich ja die AfD ungern verteidige, dass die deutsche Geschichte, wenn man so will, die "große deutsche Geschichte" aus mehr besteht als aus 12 Jahren Nazidiktatur, nämlich aus weiteren gut 1000 Jahren, wenn wir 919 als Beginn ansetzen (Wahl Heinrichs des Ersten zum König). Ich finde gar nicht, dass damit die 12 Jahre per sé kleingeredet oder verharmlost werden. Das tut die AfD oder das tun manche in der AfD womöglich an anderer Stelle durchaus, aber diese Aussage sagt eben nur, den 12 Jahren - für mich - des schlimmsten Kapitels deutscher Geschichte stehen gut 1000 andere Jahre gegenüber - wobei die natürlich auch nicht immer "Glanzleistungen" waren, nur eben auch sehr viele tolle deutsche Leistungen in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft enthalten. Das alleine ist für mich noch keine Verharmlosung der Nazi-Diktatur. Ich finde, da wird einfach künstlich eine Aussage verdreht, fehlinterpretiert und aufgebauscht.


    Selbst wenn das so gemeint gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, dann zeugt das doch von einem merkwürdigem Geschichtsverständnis.


    Halten wir mal dagegen: Wo sind denn effektiv die 1.000 Jahre großartiger Geschichte der Deutschen? Was sind denn die "Highlights"?


    - der verlorene Investiturstreit sowie die Wahl der römisch-deutschen Könige, die die Zentralmacht bis zum Ende des alten Reichs so schwächte, dass es ca. 750 Jahre später eines französischen Hegemons bedurfte, um da mal aufzuräumen?
    - die Reformation und die anschließenden Auseinandersetzungen, bei der im Namen der Religion abertausende Menschen zu Tode kamen?
    - der Aufstieg Preußens (und der des Militarismus), dessen Kontinuitäten (aber eben nicht Automatismen) bis 1933 nachwirkten?
    - die Überforderung der deutschen Revolutionäre von 1848, die Einheits- und Freiheitsfrage gleichermaßen zufriedenstellend zu lösen?
    - die "Erfindung" des Kommunismus und seiner politischen Pervertierung durch die Bolschewisten und, sofern sie sich denn durchgesetzt hätten, durch Luxemburg und Liebknecht?
    - und schließlich nach dem "Fliegenschiss" die kollektive Amnesie und der Verweis auf das eigene mitunter zweifellos erfahrene Leid während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg?


    Fürwahr, wir Deutschen können stolz auf unsere Geschichte sein - auf unseren "langen Weg nach Westen".


    Und was meines Erachtens noch schwerer wiegt: Gerade WEIL es so viele "tolle deutsche Leistungen" in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gab, lässt sich der Zivilisationsbruch des Volkes der Dichter und Denker noch weniger erklären und wirkt somit noch erschreckender. Adorno sagte einmal sinngemäß, dass das oberste Ziel von Erziehung sei, dass Auschwitz sich nicht wiederhole. Wenn heute in den (a)sozialen Netzwerken wieder die Vergasung von Flüchtlingen oder kriminellen Ausländern gefordert wird, hat die Erziehung offenbar in diesen Fällen versagt.

  • Hallo zusammen,


    da sich diese Diskussion hier mehr oder weniger im Kreis dreht und (was wenig verwunderlich ist) und die Ansichten und Argumente auf wenig fruchtbaren Boden stoßen (was man leider auch auf allen Kanälen verfolgen kann), wird dieser Thread nirgendwo hin führen. Des Weiteren wird der Ton immer rauher und persönlicher.


    Auch wenn es hier einen Off-Topic-Bereich gibt, hat sich dieses Forum als Ziel die Diskussion über die Pädagogik und die Schule gesetzt. Und sollte dort auch den Schwerpunkt haben und nicht in Diskussionen über Inhalte von Parteiprogrammen und deren Vertreter.
    Für solche Diskussionen gibt es ausreichend politische Foren, in denen man sich austoben kann.


    Aus diesen Gründen schließe ich diesen Thread jetzt.


    Stefan


    PS: Auch wenn ich als Betreiber versuche so neutral wie möglich zu bleiben habe ich natürlich auch meine eigene Meinung. Und diese besagt, dass eine Diskussion mit Populisten leider meist nicht sehr zielführend ist, da diese leider für echte Argumente nicht zugänglich sind. Das spiegelt sich in den heutigen Tagen leider viel zu häufig in den Aussagen vieler Politiker wieder. Mich erinntert das Ganze sehr stark an Diskussionen mit Verschwörungstheoretikern, die vor einigen Jahren das Internet "unsicher" gemacht haben. Dazu empfehle ich https://www.ratioblog.de/entry…ine-verschwoerungstheorie und dort insbesondere Punkt 5. Da erkennt man einiges von der heutigen Argumentation wieder (nur die Lügenpresse fehlt noch).

    Wer einen Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf ihn behalten.

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