Beiträge von kodi

    Die Chancen stehen nicht schlecht. Derzeit gehe ich bei anderen Schulen Klinken putzen. Tatsächlich käme ich ganz gut von der aktuellen Schule weg.

    Dann würde ich die Chance nutzen.

    Eine SL wird nicht so schnell ausgetauscht. Das dauert ähnlich lange, wie bei Lehrern, wenn nichts wirklich gravierendes vorliegt.

    Darüber hinaus ist vieles, was man als 08/15 Lehrer als Zumutung empfindet, letztlich dann doch dienstrechtlich gedeckt.

    Bevor du also Jahre in einen aussichtslosen Kampf investierst, der dir lediglich in der Zeit dein Berufsleben ruiniert, würde ich die Versetzung wählen.

    Die Bedenken sind verständlich aber nicht zielführend.

    Bei Teildienstfähigkeit oder Dienstunfähigkeit geht letztlich kein Weg an den entsprechenden Konsequenzen vorbei. Das ist man ja nicht ohne Grund. Deshalb wird es ja auch durch den Amtsarzt festgestellt. Das ist ja keine Life-Style-Entscheidung.

    Ich wäre jetzt auch vorsichtig mit solchen Ratschlägen und Ferndiagnosen. Ab 40 macht sich das Altern bemerkbar. Da kann Bluthochdruck auch so auftreten. Ein Schulwechsel ist immer anstrengend und der Job ist bis auf wenige Exoten-Nischen generell anstrengend.

    Müdigkeit und dadurch bewirkte geringe Aktivität und Antriebslosigkeit kann übrigens auch von den Blutdrucksenkern kommen. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Das erste Jahr, in dem man die nimmt, kann extrem hart sein in der Hinsicht. Liegt am veränderten Stoffwechsel und der Blutdruckabsenkung. Muss der Körper sich erst wieder dran gewöhnen.

    Wenn die Religionen alle so ähnlich wären, hätten wir nur halb so viele Konflikte auf der Welt. Ähnlich kann man das wohl nur als Außenstehender finden.

    Als Außenstehender sieht das tatsächlich so aus.
    Strukturelle Mechanismen gleich, Gesellschaftsbild gleich, psychosoziale Druckmittel/Bindung gleich, Wahrheitsgehalt gleich, Anspruch gleich, historische Fossilierung gleich. Ist auch kein Wunder, weil die drei großen Religionen in einer evolutionären Entwicklungslinie stehen und einige andere aus der selben Weltregion stammende Religionen zumindest verwandt sind.

    Dass man als Insider natürlich viele Unterschiede sieht ist klar. Irgendwie muss man sich ja abgrenzen und die Eigenständigkeit der eigenen Religion legitimieren.

    Das Konfliktargument ist spannend. Ist die Feindlichkeit anderen gegenüber den Religionen inhärent oder nicht?

    ich plane gerade meine UPP im Fach Geschichte (Klasse 6, Hauptschule) zum Themenfeld „Römisches Reich“ und überlege, eine Stunde zu den römischen Göttern zu machen.

    Du gehst da in der falschen Reihenfolge dran.

    Guck in euren Lehrplan, was da an Kompetenzen gefordert wird. Eventuell habt ihr da auch große Themen stehen.

    Dann überlegst du dir die Lernziele und erst dann das Thema deiner Stunde, mit dem du die erreichen willst.

    Schule ist weltanschaulich neutral, religiöse Feste im eigentlichen Sinne haben an staatlichen Schulen überhaupt nichts zu suchen

    So sehe ich das auch. Allerdings können sie im Rahmen des Religionsunterrichts gefeiert werden.

    So ist der Weihnachtsgottesdienst eine Unterrichtsveranstaltung des ev./kath Religionsunterrichts. Andere Gäste sind natürlich freiwillig eingeladen.

    Analog würden wir es auch mit anderen Religionsunterrichten handhaben, wenn es die denn gäbe.

    Ansonsten besteht halt die Möglichkeit sich für das entsprechende religiöse Fest vom Unterricht befreien zu lassen und es im außerschulischen Rahmen zu feiern.

    Um welches Bundesland geht es denn?

    Bei uns in NRW heißt "bis A13", dass man seine Besoldungsgruppe behält, aber nicht höher besoldet sein darf.
    Ferienregelung wäre bei einer halben Abordnung noch die schulische.
    Ferien/Urlaubsregelung und Ermäßigungsstunden sind aber bundeslandspezifische Regelungen.

    Bezüglich der Ermäßigungsstunden würde ich bei der Rechtsabteilung deiner personalaktenführenden Stelle fragen. Da ist die Frage, ob sie voll dem schulischen Teil oder auch der Abordnung zugeordnet werden.

    Vermutlich hängt die zeitliche Organisation und der Spielraum auch mit deinen Fächern zusammen. Ich stell es mir zum Beispiel schwieriger vor, wenn du der einzige Physiklehrer des WBKs bist, als wenn du einer von 5 Deutschlehrern bist.

    Wie hätte das ohne saubere Kommunikation funktionieren sollen?

    Um das mal als Aufhänger zu nehmen... Die Frage ist halt immer, was saubere mathematische Kommunikation ist.

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass sie mit der Einführung der Kompetenzorientierung viele Bereiche des Mathematikunterrichts zu Gunsten von verkapptem Sprachunterricht entmathematisiert wurden. Ein mathematisch sauberer Beweis ist viel aussagekräftiger als eine umgangssprachliche Erklärung. Leider testen die heutigen Abschlussprüfungen primär Sprachekompetenzen und nicht mehr Mathematik.

    Ich bin ehrlich: Bei einer Migration nach Klasse 4 bin ich der Meinung, dass es kaum noch möglich ist, Bildungsungerechtigkeit auszugleichen, wenn die Kinder und Jugendlichen nicht bereits aus einem sehr bildungsnahen Elternhaus kommen. Bis zum Alter von 10 Jahren haben Kinder ihre Hauptprägungszeit, weswegen viele Bürger (m/w/d) mit Migrationshintergrund, die zu einem späteren Zeitpunkt migrieren, so zumindest meine Erfahrung, in vielen Fällen ihr Leben lang einen erkennbaren Akzent behalten.

    Wir haben Klassen für solche Kinder. Der Cut-off liegt so bei ca. 12 Jahren, also Klasse 6/7. Kinder, die bis dahin ins deutsche Schulsystem wechseln, bekommen wir quasi immer in eine normale Regelschullaufbahn mit guten Abschlüssen. Sind die Kinder älter, dann hängt es extrem stark von der Bildungsnähe und der bisherigen Schulbildung ab. Das ist aber auch kein Wunder, weil dann die Zeit, die sie an unserer Schule sind, deutlich kürzer ist. Da muss dann die Förderung am BK weitergehen.

    Mit dem Akzent hat das nichts zu tun. Die Lautbildung und damit auch der Akzent wird in der frühen Kindheit gelernt.

    Warum ist das schlimm, dass die rausfliegt? Außer an der Uni für die Polynomdivision habe ich die schriftliche Division nie wieder verwendet. Und die Polynomdivision ist raus aus dem Sek2-Curriculum.

    Wird ja nur in die S1 verschoben, wenn ich das richtig verstanden habe. Ganz raus wäre allerdings schlecht. Jetzt nicht wegen der Polynomdivision, sondern weil die schriftliche Rechenverfahren schwachen Schülern eine weitere Chance geben Aufgaben ohne Taschenrechner zu lösen. Schriftlich rechnen können auch schwache Schüler, die das wesentlich anspruchsvollere halbschriftliche Rechnen nicht beherrschen. So können sie wenigsten die anderen mathematischen Kompetenzen noch weiterentwickeln ohne durch mangelhaftes halbschriftliches Rechnen völlig ausgebremst zu sein. Der Taschenrechner kommt ja erst Ende Klasse 7. Da haben diese Schüler sonst schon völlig aufgegeben.

    Die schriftliche Division verschwindet aus dem niedersächsischen Lehrplan, war aber, wenn man ehrlich ist, immer nur eins der letzten Themen im 4. Schuljahr, was man aus Zeitgründen nicht so richtig erarbeiten konnte. Es wurden auch nur schriftliche Divisionsaufgaben mit einstelligem Divisor erarbeitet.

    So ist das in NRW in der Praxis auch. Dann ist es ehrlicher, es aus dem GS-Lehrplan zu streichen ganz in die S1 zu schieben.

    weil sie meinen, dass dies die Unterrichtsqualität und das eigene Wohlbefinden im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erhöhe.

    Das ist der Punkt. Und dann ist das auch ok. Solange ich die Entscheidung habe mit den gestellten Arbeitsmitteln zu arbeiten oder mir durch selbst angeschaffte die mentale oder zeitliche Workload zu reduzieren/optimieren, finde ich das in Ordnung.

    Defakto muss ich nichts kaufen, abgesehen vielleicht von einem Stift. Ich kann ja auch den Nichturlaubsanteil meiner Ferien damit verbringen Material für Unterrichtsstunden zu erstellen oder schlicht das Buch nutzen, wenn es eins gibt.

    Um mal auf den Ausgangsartikel zurück zu kommen. Ich finde es schade, dass das Thema zumindest in der Presse auf Fortbildungen reduziert wird und mit kranken Kollegen vermengt wird.

    Ich würde mir schon Gratifikationssysteme wünschen, auf die man als SL zurückgreifen kann.

    Konkrete Ideen:

    • Gehaltsbonus für 1 Jahr
    • Verkürzung Erfahrungsstufenlaufzeit
    • freier Tag
    • Reduktion der Unterrichtsverpflichtung für 1 Jahr (nicht aufgabengebunden)
    • Ggf. ein Sachleistungsprogramm. Mir ist gerade der Name entfallen.... worüber auch die Firmen steuerbegünstigt Leasingmöglichkeiten Rad/Auto, Fitnessclub etc. anbieten

    Umgekehrt wünsche ich mir durchaus auch eine negative Sanktionsmöglichkeit:

    • Gehaltsabzug bei dritter Abmahnung (muss nicht gleicher Grund sein)
    • Verlängerte Erfahrungsstufenlaufzeit
    • Zwangsfortbildung in elementaren Lehrerfertigkeiten

    Warum beides? Damit sich das Gratifikationssystem nicht langsam zum Standard für normale Arbeit hochschleicht.

    Habt ihr schon einmal komplette Einheiten zu Themen wie Budgetplanung, Schulden, Konsum, Verträge, digitale Zahlungsmittel, Taschengeld, erste Jobs etc. gemacht. Wie ist das bei euren Klassen angekommen?

    Nutzt jemand von euch finanzielle Bildung explizit für Vertretungsstunden?

    Hatte ich mal für einen Projekttag. Im normalen Unterricht und in Vertretungsstunden halte ich mich allerdings an den Lehrplan. Ich finde das Thema zwar ohne Frage wichtig, aber es kann auch nicht jeder einfach irgendetwas unterrichten, was ihm/ihr gerade wichtig erscheint. Das passt nicht zur Struktur unseres Schulsystems.

    Wenn du wirklich klagen willst, nimm dir einen Fachanwalt und bitte um eine Erstberatung. Der wird dir ziemlich schnell sagen können, ob es irgendeine Handhabe in dem Fall gibt. Wenn du das nicht unbedingt willst, schließe damit ab und bleib beim nächsten mal hartnäckig dran und verlass dich nur auf das, was du schriftlich bekommst.

    Ich kann verstehen, dass die Situation für dich frustrierend ist. Ginge mir auch so.

    Wenn man Teilzeit für Gesundheit braucht, geht man am besten zum Arzt, lässt sich das bescheinigen und beantragt danach eine Teildienstfähigkeit. Das setzt eine amtsärztliche Überprüfung in Gang und am Schluss hast du dann deine Stundenreduktion/Teilzeit, die dir keiner nehmen kann. In NRW bekommst man dann die Hälfte der ermäßigten Stunden ebenfalls bezahlt.

    Man sollte sich natürlich auch sicher sein, zumindest teildienstfähig zu sein.

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