Beiträge von Seph

    Was heißt denn "übertrieben"? Der Mitgliedsbeitrag zum Beispiel der GEW liegt bei bei Angestellten bei 0,77% und bei Beamten bei 0,85% des Bruttoeinkommens. Die bekannten großen Gewerkschaften wie Verdi, IG Metall u.ä. nehmen da bereits 1%.

    Davon abgesehen teile ich aber deine Auffassung, dass die GEW nicht gerade die Gewerkschaft ist, die die Interessen von verbeamteten Lehrkräften angemessen und umfänglich vertritt.

    Dabei geht es gar nicht so sehr um das Medium Plakat, sondern um die Fähigkeit, Informationen möglichst übersichtlich und prägnant aufzubereiten und diese präsentieren zu können. Die von Schmidt aufgeworfene Frage zeigt aber natürlich zu Recht, dass das nicht zwingend mit diesem Medium trainiert werden muss, sondern durchaus Alternativen bestehen. Anders habe ich Meer im Übrigen auch nicht verstanden, es handelte sich hier lediglich um ein Beispiel und das Verbeißen an der Kritik am konkreten Medium sollte nicht verdecken, dass die zugrunde liegende Kompetenz der Informationsaufbereitung und -Präsentation sehr wohl wichtig ist und sachgerechte Methodenauswahl erfordert.

    ...sei gesagt, dass in der Idee dahinter das Konzept der Bestenauslese steckt. Also weder Vetternwirtschaft noch die adelige Familie, in die man hineingeboren wurde, soll einem zu einer Stelle verhelfen und dieser Grundgedanke ist perr se ja ein guter.

    Das ist ein sehr wichtiger Aspekt und funktioniert in der Praxis ja auch einigermaßen gut, auch wenn gute Verbindungen doch ganz nützlich sein können.

    Der Glaube der Zentralabiturs-Fetischisten, man könne die Menschheit in eine absolute Reihenfolge bringen, in der man messen kann, wer objektiv besser ist, ist verfehlt. Es ist auch nichts, woran die Wirtschaft glaubt. Einzig der Staat stellt nach Noten ein.

    Dazu sei nur angemerkt, dass auch "der Staat" sich nicht ausschließlich auf die Noten als Kriterium zur sinnvollen Bestenlese stützt. Hier in NDS haben wir als Schule z.B. einen guten Beurteilungsspielraum bei der Einstellung neuer Lehrkräfte innerhalb eines breiten Notenkorridors und können daher andere sachgerechte Kriterien mit heranziehen. Andersherum nehmen natürlich auch Unternehmen eine Art Bestenauslese vor, die sich halt noch etwas stärker auf andere Kriterien als die reinen Abschlussnoten stützen, wobei letztere auch dort nicht völlig unwichtig sind.

    "Ausser Medizin, Psychologie und Pharmazie" ist gut. Das sind genau die Fächer, die am häufigsten studiert werden. :P

    Kurzer Faktencheck: Von jeweils knapp 3 Mio Studierenden in Deutschland in den vergangenen Wintersemestern entfielen nur jeweils knapp 200.000 (und damit knapp 6-7%) auf den Gesundheitsbereich (Humanmedizin u.a.). Das Gros der Studierenden findet man in den Rechts-/Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie in den Ingenieurwissenschaften.

    Ui, tatsächlich?! Wo kommen denn die ganzen A14-Stellen her? An meiner Schule haben auch so manche eine A14-Stelle bzw. als Fachpraxis-Lehrkräfte A10, aber die meisten (ich würde mal meinen 70-75%) gehen doch ohne Beförderungsstelle in Pension.

    In den einzelnen Bundesländern gibt es sehr unterschiedliche Stellenkegel. In NDS ist dieser vergleichsweise schmal, sodass es gerade nicht der Regelfall ist, im Beförderungsamt in den Ruhestand zu gehen. Das sieht in einigen anderen Bundesländern deutlich anders aus.

    Ich finde die Frage interessant, in welchem Alter es sich lohnt bzw. In welchem Alter man typischerweise A14 erreicht.

    Das ist höchst unterschiedlich und hängt stark von der Altersstruktur des Kollegiums und damit der Frage, wann wieviel Stellen überhaupt frei werden, ab.

    Ich bin mir unsicher, ob es hierüber überhaupt eine Statistik gibt, die meisten mir bekannten A14er sind das aber im Bereich Ende 30 bis Mitte 40 geworden. Ich kenne aber auch einzelne Fälle, in denen die A14 unmittelbar nach der Probezeit (und kurz danach A15) kam und andere sehr wenige, die den Schritt mit Ü50 noch gegangen sind.

    Man muss bei solchen Quoten genau darauf schauen, auf welchen Grundwert sie sich beziehen. Tatsächlich hat die Bertelsmann-Stiftung 2011 entsprechende Untersuchungen zu Schulformwechseln in Deutschland durchgeführt und festgestellt, dass die Schulformwechslerquote in der Sek 1 tatsächlich nur im Korridor von knapp 2-6% aller Schüler liegt. Unter diesen ist der Anteil der "Absteiger" in den meisten Bundesländern erheblich höher als der Anteil der "Aufsteiger".

    (siehe: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/file…Deutschland.pdf)

    Dass nach einem qualifizierenden Abschluss in 10 (in NDS "Erweiterter Sekundarabschluss 1") dennoch eine Aufnahme in einer gymnasialen Oberstufe erfolgen kann, macht es nicht wirklich besser. Die bis dahin aufgebauten Lücken in der Sek 1 sind durchaus erheblich und wirken sich auf die Chancen in der Oberstufe klar aus. Von guter Durchlässigkeit kann im mehrgliedrigen Schulsystem eher nicht die Rede sein.

    Ich denke eher, es sollte nach der 5., 6. und evtl auch 7. Klasse noch bedeutend leichter sein, die Schulart zu wechseln, auch von MS nach RS nach Gym, weil manche sich tatsächlich später erst entfalten.

    Dafür gibt es inzwischen in einer Reihe von Bundesländern - und nebenbei bemerkt nahezu überall im internationalen Bereich - Gesamtschulen, die genau eine solche Durchlässigkeit ermöglichen. In Deutschland kranken diese aktuell noch an der Parallelstruktur des 2 bis 3-gliedrigen Schulsystems, sodass die soziale Durchmischung an den Gesamtschulen nicht die tatsächliche Durchmischung im Einzugsbereich abbildet.

    Ich meine, klar muss man teilweise viel machen, aber doch keine acht Stunden jeden Tag (außer Wochenende). Dann dürfte auch kein MINT-Student einen Nebenjob während der Vorlesungszeit haben können.

    Ich bin offen gestanden wirklich verwirrt und frage mich ernsthaft, was du studiert hast. Selbstverständlich ist ein Studium in Regelstudienzeit für sich bereits ein "Vollzeit-Job". Das ist im Übrigen bereits die Schule für unsere Schüler ebenfalls, wenn man sich klar macht, dass selbst in der Sek 1 Schüler i.d.R. um die 30 Zeitstunden pro Woche in der Schule sind und dann noch Hausaufgaben, Klausurvorbereitungen u.ä. on top kommen.

    Das kann ich soweit auch bestätigen. Bei allen der wenigen mir bekannten Fälle, in denen wirklich mal einer der Anwärter durchgefallen ist, hatte das bereits eine längere Vorgeschichte und sich bereits abgezeichnet. Das hatte oft mit der Nichtannahme und Umsetzung von Hinweisen und Tipps im Ausbildungsverlauf und der damit fehlenden Progression bei der eigenen Entwicklung zu tun. Im Examen kumulierte das dann nicht selten in noch immer nicht funktionalen Stundenverläufen, unzureichender Schülerorientierung u.ä.

    wie kommst Du darauf, dass ich Spaß mache? dieses Vorgehensweise ist eine Möglichkeit, wie die TE sich bis zu den Sommerferien retten kann. ob das unmoralisch ist/ gegen den Code of conduct verstößt - die Frage stellt sich ihr offenbar nicht. Ob man da irgendwelche Geister ruft, die man nicht wieder loswird - das hängt vom persönlichen Aberglauben ab. Ob man da unnötig Wunden in Anderen aufreisst - dazu gibt es ja den Datenschutz. wie schon geschrieben, ich würde es nicht machen, aber aus konsequentialistischer Sicht scheint mir diese Möglichkeit weniger schlimm, als sich und seine Familie absichtlich in eine völlig unbewältigbare Situation zu maneuvrieren.

    Dabei geht es nicht rein um Ethik, sondern schlicht um ein Handeln, welches auch erhebliche disziplinarische Konsequenzen haben kann. Ich finde es absolut nicht in Ordnung, hier im Forum dem auch noch Vorschub zu leisten!

    Entgegen dem weit verbreiteten - und hier auch angedeutetem - Vorurteil, dass die Versicherer kaum leisten würden, liegt deren Leistungsquote im Marktdurchschnitt bei ca. 80% und damit doch relativ hoch. Dass diese nicht noch höher liegt und die Versicherer sich jeden Fall genau anschauen, dient auch dem Schutz der anderen Versicherungsnehmer. Die abgelehnten Fälle wiederum liegen in etwa 2/3 aller Fälle an einem nicht hinreichendem Grad der Berufsunfähigkeit oder einem zu kurzen Prognosezeitraum (also nur kurzzeitige Berufsunfähigkeit statt dauerhafter), in etwa 1/5 aller Fälle an Verletzungen vorvertraglicher Pflichten (insbesondere falsche Angaben zum Gesundheitsstatus bei Vertragsbeginn) und nur in knapp 5% aller Fälle an den hier so gefürchteten Ausschlussklauseln oder abstrakten Verweisungen.

    Was ich übrigens echt bemerkenswert finde: Ich bin ja gar nicht so der Typ schicke Klamotten, meine Freundin auch nicht. Was in mittelmässigen Restaurants gerne mal dazu führt, dass wir vom Service ignoriert werden. In den hochpreisigen Läden reicht der Blick auf die Rado, dass der Service aber SEHR bemüht wird. Also... Nur Mut!

    ..dafür fehlt den meisten - mich eingeschlossen - die Rado ;)

    Seph: Es muss tatsächlich nicht viel angeboten werden, so gehen Restaurants nur glaube ich eher sicher, möglichst viele Geschmäcker und damit möglichst viele Kunden anzusprechen. Bei gehobeneren Restaurants ist bei den Speisen ganz oft mindestens eine Zutat dabei, die ich persönlich nicht mag. Es würde dann zu einer Abbestellung der halben Auflistung der Zutaten führen und da denke ich mir "Lohnt es sich dann wirklich, ein Gericht für 40€ zu bestellen?". Der Schwarze Adler hat einige Innereien auf der Karte - und diese sind nicht jedermanns Geschmack.

    Das kann ich nachvollziehen und mir ging es gar nicht so sehr um die konkrete Karte dort, von der ich auch nicht alles essen würde. Ich teile deine Vermutung, dass die meisten Restaurants ihren Gästen eine große Bandbreite bieten möchten, um möglichst alle Geschmäcker bedienen zu können. Dass ein solcher Umfang an Speisen im Küchenalltag gar nicht frisch zuzubereiten ist und man durch nahezu zwangsläufig schlechtere Qualität dann eher Kunden verschrecken kann, haben dabei nicht alle auf dem Schirm.

    Wie gesagt: es geht gar mir dabei gar nicht um Unterschiede wie zwischen Cuisine de Ménage und Haute Cuisine, sondern um ein vernünftiges Küchenkonzept und die Konzentration auf eigene Stärken der jeweiligen Küchenbrigade. Die oftmals anzutreffende Phantasielosigkeit dabei lässt sich nicht nur am Umfang der Karten, sondern oft bereits an der "Kinderkarte" ablesen, die nicht selten aus genau den folgenden 3-4 Gerichten besteht:

    1. Nudeln mit Tomatensauce

    2. Fischstäbchen mit Pommes oder Püree

    3. Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Kräuterquark

    4. Hähnchennuggets/-steaks oder Schweineschnitzel mit Pommes

    Manchmal ist das dann noch "kreativ" in witzige Namen verpackt, was aber auch nicht mehr von der Einfallslosigkeit ablenken kann.

    Für mich läuft das teilweise in eine falsche Richtung.. ich habe nie gesagt, dass ich um jeden Preis ein Beschäftigungsverbot möchte, wollte lediglich Informationen und Erfahrungen drüber, da ich nichts genaues finde. Ein BV ist für meine Schulleitung und Kollegen nunmal besser zur Planung als ständige Krankschreibungen wg. Stress usw., da sie da eine Ersatzkraft bekommen.

    Meiner Klasse würde auch eine Dauerkrankschreibung weniger nützen als einen Abordnung. Darauf würde es aber, auf Grund der aktuellen Situation warscheinlich hinauslaufen.


    Stunden kann ich reduzieren ab Endjahr genau so wie Elternzeit, aber bis dahin vergeht noch ne Menge Zeit, besonders Zeit, die den Kindern an Unterricht fehlt. Und ja, ich habe damals am Tag des positiven Tests meine SL informiert.

    Es scheint ja dennoch für dich bereits festzustehen, dass du mit der Schwangerschaft bei vollen Bezügen direkt aus dem Unterrichtsalltag aussteigen wirst und es soll nur noch darum gehen, ob du das über ein BV oder über eine Dauerkrankschreibung löst. Das finde ich nicht nur befremdlich, sondern tatsächlich nicht in Ordnung. Davon ist völlig unbenommen, dass es während einer Schwangerschaft natürlich dennoch im Einzelfall dazu kommen kann, dass Beschwerden zu einer Krankschreibung führen. Hier klingt es aber leider nach wie vor so, als soll es darauf angelegt werden.

    Wir hatten hier mal ein sehr kleines Restaurant, das pro Tag immer ein Tier auf der Speisekarte hatte. Das wurde dann in 3 Gerichten den Abend über komplett verwertet und dann war Feierabend. Leider hatte Francesca irgendwann Heimweh nach Sizilien ;(

    Klingt super. Auf Sylt durften wir letztes Jahr einen Gastronomen kennenlernen, der einfach "nur" 3 Tagessuppen im Programm hat - solange der Vorrat reicht.

    Die sind dann aber auch sehr akribisch vorbereitet, mit viel Liebe zum Detail gekocht und wahnsinnig lecker.

    Das heißt, sobald ich als Lehrkraft tätig bin, ist es nicht mehr meine Entscheidung, wann ich schwanger werden möchte, weil diese Entscheidung immer ja auch Konsequenzen für viele Menschen hat? Sobald du im Job bist, betrifft deine Schwangerschaft doch auch immer deine Arbeit. Aber wie gesagt, das ist eh nur off-topic.

    Du reißt die Aussage leider aus dem Kontext des Diskussionsverlaufs. Es geht nicht darum, dass du das nicht selbst entscheiden dürftest oder dass eine Schwangerschaft natürlich auch Auswirkungen auf andere hat (z.B. durch die dir dann später zustehende Elternzeit o.ä.). Es ist aber bei allem Verständnis für die individuell schwierige Situation auch nicht vorgesehen, bei vollen Bezügen durch die Schwangerschaft einfach auszusetzen, um sich privat etwas zu entlasten.

Werbung