Beiträge von plattyplus

    Ich wüsste nicht, wo ich eine Wärmepumpe überhaupt hinstellen sollte (darf von vorne nicht sichtbar sein und den Garten versaue ich mir damit garantiert auch nicht).

    Dann bleibt eine Sole-Wärmepumpe. Da verläufen unterirdisch zwei Rohre zur Bohrung im Garten. Oder du nimmst eine innen aufgestellte Luft-Wärmepumpe, die dann mit sehr großen Luftrohren die Luft durch ein (dann ausgebautes) Kellerfenster ansaugt.

    Meine Gasheizung hat inklusive Einbau dieses Jahr im Februar 6.500€ gekostet.

    Bei mir hätte noch der Schornstein von innen verrohrt werden müssen, außerdem mußten alle Ausgleichsbehälter neu, alle Ventile neu, zwei Heizkörper neu...

    Beim Auto ist die Entscheidung ebenfalls pro Verbrenner gefallen, da keine Wallbox und Jahreswagen für 12.000 bekommen, da liegen die Preise für E-Autos auch himmelweit von entfernt.

    Also einen vw id.3 bekommt man bei uns als Jahreswagen für 17.000€.

    Unabhängig davon setze ich aber auch darauf, dass so unsinnige Dinge wie die CO2 Bepreisung ohnehin noch zurückgenommen werden und es nicht so schlimm kommen wird, wie prognostiziert.

    Ich glaube nicht daran, daß die co2-Bepreisung zurückgenommen wird. Da die EU den Preis festlegt und nicht Deutschland im Alleingang, wird da auch ein Bundeskanzler, egal aus welcher Partei er kommt, nichts dran drehen können.

    Rechnet es sich auch ohne die ganzen Förderungen und Subventionen, die die Allgemeinheit mittragen muss?

    Kurz: Ja!

    Lang: Da ich sehr viel selber gemacht habe, konnte ich eh keine Förderung beantragen. Förderung gibt es nur, wenn man einen Handwerker machen lässt. Mit Eigenleistung und ohne Förderung komme ich auf eine Amortisationsdauer von ca. 3 Jahren.

    Bei der Heizung habe ich die Förderung mitgenommen, gebe ich zu. Mit Förderung amortisiert sich die Heizung nach 4 Jahren, ohne Förderung wären es 8-9 Jahre. Die Heizung war aber auch der einzige Punkt in der Liste oben, für den ich überhaupt eine Förderung beantragt habe.

    Wichtig bei den ganzen Rechnungen ist, dass man nur investiert, wenn die alten Maschinen wirklich kaputt sind. Da muss man dann ja eh investieren und dann geht es nur noch um die Mehrkosten und eben nicht um den Gesamtbetrag.

    Bsp. E-Auto: Statisch sind E-Autos heute nur noch 2.000€ teurer als Verbrenner. Rechne ich jetzt diese 2.000€ Mehrkosten gegen die Ersparnis beim Energieverbrauch, rechnet sich der Wagen recht schnell. Mustere ich hingegen ein funktionierendes Fahrzeug aus, sieht die Rechnung sehr viel schlechter aus.

    Bei der Heizung war es bei mir ähnlich. Nach 30 Jahren musste die Heizung erneuert werden. Eine neue Gasheizung, um die ich eh nicht herum gekommen wäre, hätte mich inkl. aller Arbeiten 18.000€ gekostet. Da war die Sole-Wärmepumpe inkl. Bohrung nach Abzug der Förderung „nur“ 15.000€ teurer. Dafür wird jetzt die jährliche 5.000€ Gasrechnung (dank co2-Abgabe in Zukunft eher mehr) gegen 1.500€ Strom ersetzt.

    Zusammenfassend macht es finanziell immer Sinn in die Energiewende zu investieren, wenn die alten Maschinen eh ihr Lebensende erreicht haben und ausgetauscht werden müssen, auch ganz ohne Förderung.

    Moin,

    Nicht "jemand". Es geht da nicht um den Einzelnen, sondern um einen Sinneswandel in der Bevölkerung.

    Aber solange man den Hinweis darauf als "umerziehen" und "Zeigefinger" betrachtet und als Antwort kommt "Aber die Haustiere", wird da wohl kein Umdenken einsetzen.

    weil ich im Meckerforum bzgl. meiner Gesinnung angefeindet wurde, hier mal kurz ein Abriß dessen, was ich bereits umgesetzt habe, um meinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

    • Spülmaschine in der Küche ans Warmwasser angeschlossen
    • Photovoltaik-Anlage mit insg. 27kWp in Eigenleistung aufs Dach gebaut
    • Pufferbatterie in Eigenleistung in den Keller gelegt
    • Diesel-PKWs nach defekt durch Batterie-Autos ersetzt
    • Gasbefeuerten Boiler in Eigenleistung durch Brauchwasser-Wärmepumpe ersetzt
    • Warmwasseranschluss zur Waschmaschine gelegt. Wenn die aktuelle Maschine kaputt geht, kommt eine Maschine mit Warmwasser-Anschluss ins Haus.
    • 30 Jahre alte Gas-Zentralheizung durch Sole-Wärmepumpe ersetzt. Da mußte dann doch der Handwerker ran.

    In Summe haben wir so 6.000 Liter Diesel und 4.000m³ Erdgas jährlich durch 40.000kWh Strom ersetzt, den wir hoffentlich zu einem Großteil vom Dach holen können. Den co2-Fußabdruck bzw. die Verminderung dieses Abdrucks mag sich jetzt jeder gerne selber ausrechnen. Da reden wir nicht mehr von der einen Flugreise nach Mallorca, da reden wir von einem zweistelligen Tonnen-Betrag jährlich.

    Und ja, mir geht es gehörig gegen den Strich, wenn sich jemand in seine Mietwohnung zurückzieht, weil das ja so bequem ist, wenn man nichts mehr selber machen muss sondern alles auf den Vermieter abwälzen kann, sich dann aber über andere Leute beschwert von wegen Flugscham usw. ...

    Leute, Aluminiumprofile zusammenzuschrauben, Kabel zu ziehen und Wasserrohre zu verpressen ist auch für einen Akademiker kein Hexenwerk!

    • Geplant ist noch eine größere Pufferbatterie im Keller. Die PKWs sind doch extreme Strom-Großverbraucher, die nur abends/nachts geladen werden können, weil sie tagsüber ja am Arbeitsplatz stehen und die Schulen nun einmal keine kostenlosen Ladesäulen haben.
    • Am liebsten würde ich noch wesentlich mehr Solarmodule aufstellen und ggf. auch ein Windrad aufbauen, allein schon um meinen Eigenbedarf auch bei bewölktem Himmel abdecken zu können. Aber da hat ja das Finanzamt etwas dagegen. Konkret müßte ich für eine noch größere Anlage ein Gewerbe anmelden und mir selbstverständlich die Erlaubnis für eine Nebentätigkeit "Stromproduktion mittels Photovoltaik-Anlage" von der Bezirksregierung einholen.

    Bzgl. des Themas "Eigentum verpflichtet" wäre ich gerne bereit den Strom, den ich aktuell ins Netz einspeise, zu verschenken, also auf die Einspeisevergütung zu verzichten, wenn ich im Gegenzug mehr als 30kWp an Generatorleistung ohne den bürokratischen Wahnsinn installieren dürfte.

    So, Feuer frei... Was habt ihr bisher getan, um die Energiewende voranzubringen?

    Ach ja, ich würde es ausdrücklich begrüßen, wenn man diese Horrer-Szenarien bei der Energiewende mal weglassen und stattdessen die Vorteile aufzeigen würde. Leider geschieht dies meiner Meinung nach viel zu wenig. Stattdessen kommt die Moralkeule.

    • Beim E-Auto muss man seinen Zeitplan nicht mehr an den Tankstellenpreisen ausrichten, die sich im Minutentakt ändern. Man kommt nach Hause, steckt den Stecker an, fertig.
    • Solange ihr daheim an der Wallbox laden könnt, ist das E-Auto im Unterhalt günstiger als ein Verbrenner, auch ohne PV-Anlage.
    • Photovoltaik-Anlagen rechnen sich, also baut sie auf.
    • Die Wärmepumpe macht uns unabhängiger von Gasimporten, wie sie schon die Schweiz im 2. Weltkrieg unabhängiger von Energieimporten gemacht hat.
    • Pufferbatterien im Keller beugen der Angst vorm Blackout vor und sorgen für niedrige Strompreise.

    Insgesamt wünschte ich mir die Technikgläubigkeit den frühen 20. Jahrhunderts (1900-1914) zurück. Jetzt, wo die Chinesen so massiv in die erneuerbaren Energien investieren, weil sie erkannt haben, dass sich das rechnet, glaube ich sogar wieder daran, dass wir beim Thema "Klima" noch die Kurve bekommen können, auch ganz ohne Flugscham.

    Bei Diskussionen mit lokalen Grünen Politikern habe ich jedenfalls mal gesagt: "Jetzt lassen wir mal den moralischen Überbau weg und rechnen es mit dem spitzen Bleistift durch." Die Leute waren sehr erstaunt, dass das ganze Zeug auch ohne ökologische Scheuklappen Sinn macht, weil es sich schlicht rechnet.

    Bild und Co (Besitzer verdient an fossilen Brennstoffen) hat das behauptet und zu viele glauben es. Und deshalb kann man nie die Bevölkerung komplett mitnehmen, wenn die Opposition oder Lobbyisten Freibier und Schlaraffenland für alle versprechen.

    Wobei das unsere Regierung ja nicht einmal den Versuch startet die Bevölkerung mitzunehmen. Sowohl Fr. Merkel als auch Hr. Scholz und Hr. Merz glänzen durch Unsichtbarkeit. Stattdessen überlässt man den Medien das Feld. Wollten sie wirklich die Bürger mitnehmen, würden sie jeden Samstag nach der Tagesschau eine Rede zur Lage der Nation senden (vgl. Weihnachts- und Neujahrsansprache von Kanzler und Bundespräsident) und dort direkt den Bürger ansprechen. Und ja, ich würde mir so ein Vorgehen ausdrücklich wünschen.

    Übrigens las ich heute, dass China aktuell 4 mal soviel Solarstrom und 6 mal soviel Windenergie oder umgekehrt pro Jahr baut im Vergleich zur EU bei ungefähr dreimal so viel Menschen. China will einerseits günstigen Strom und andererseits unabhängig sein.

    Und genau dieses massive Vorgehen von China lässt mich daran glauben, dass wir beim Thema „Klima“ doch noch die Kurve kriegen können. Während wir in Europa uns in Selbstmitleid suhlen, krempeln die Chinesen die Ärmel hoch und machen es einfach.

    Letztlich ist das wieder einer der Versuche, das Selbstbestimmungsgesetz anhand unrealistischer Annahmen in den Dreck zu ziehen.

    So sehe ich das nicht. Ich sehe viel mehr, dass unsere Regierung da überstürzt ein Gesetz, nämlich das Selbstbestimmungsgesetz durchgedrückt hat, ohne über die Folgen nachzudenken.

    Während das mit dem unterschiedlichen Wert des Nießbrauchrechts noch lustig ist, eben weil es auf unterschiedlichen Lebenserwartungstabellen für Männer und Frauen beruht, wird das im Falle von Straftätern dann schon viel ernster. Es gibt ja schon Straftäter, die sich spontan als Frau identifizieren, weil sie so hoffen im Frauen-Knast unterzukommen.

    --> https://www.faz.net/einspruch/der-…-110648227.html

    So habe ich das mit der freien Geschlechterwahl noch gar nicht gesehen. :staun:

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    Interessant könnte das auch bei der Wehrpflicht werden bzw. wenn es darum geht sich dieser Pflicht zu entziehen.

    Was lehrt uns der Konflikt:

    Du hast noch einen Punkt vergessen:

    • Du musst die Waffen & Munition selber herstellen, weil im Kriegsfall, wenn es darauf ankommt, werden dich die „Freunde“ nicht beliefern. Siehe Oerlikon-Munition aus der Sxhweiz.

    Wundert mich, ich kenne es nur so, dass die Nacht über die Preise recht niedrig sind und erst morgens stark ansteigen. Ich fahre oft um 21 Uhr nochmal tanken, zum gleichen preis wie um 17 uhr.

    Ich habe hier eine Tankstelle 100m vor der tür und kann aus dem Fenster die Preistafel sehen. In der Spitze gab es 6 (sechs!!!) Preisänderungen in 15 Minuten. Das war mit ein Grund warum ich jetzt ein Batterie-Auto fahre. Ich hatte von den Preissprügen alle paar Minuten einfach die Nase voll.

    Was im Supermarkt nerven könnte:

    Wenn jemand mit vollem Einkaufswagen an der Kasse vor einer Schlange von Leuten steht, die alle nur ein Teil haben. und diese eine Person sagt dann jemandem, der zufällig vorbei kommt und ebenfalls nur ein Teil hat: "Ach, gehen sie ruhgi vor."

    Hab dann von hinten auch schon gesagt, dass ich den Typen aber nicht vor lasse, schließlich haben wir alle nur eine Kleinigkeit.

    Besonders wundere ich mich über Eltern, die fliegen und die Umwelt für ihre Kinder zerstören. Mir könnte es egal sein.

    Also für mich ist das Fliegen immer noch ein wahr gewordener Menschheitstraum.

    Und wenn Du schon mit der Unwelt argumentierst: Fliegen ist nur für 3% der CO2-Emissionen im Verkehrssektor verantwortlich. Wir könnten mehr CO2 einsparen, würden wir das Halten von Haustieren verbieten, um es einmal ganz provokant zu formulieren.

    Gleichwohl gibt es auch bei uns Leute, die besonders nachhaltig oder weniger ressourcenverschwendend leben.


    Meinst Du die mit dem Golden Retriever Familienhund und dem Pferd im Stall?

    Autofahren ist anstrengend und man steht oft im Stau etc. Also auch unabhängig vom Klima sind Zugreisen ganz prima.

    Bin in den Herbstferien mit dem E-Auto nach Rom gefahren und dann weiter nach Neapel. Merke: Herculaneum ist irgendwie schöner als Pompeii. Auf dem Hinweg hatten wir 7 Ladestopps bis Rom und auf dem Rückweg 8 Stopps ab Neapel. Zumeist war das Auto bei den Pausen schneller geladen als wir fertig waren. Wir sind nachts gefahren und konnten echt die komplette Zeit mit Tempomat 130 durch fahren. Selbst die aktuell nur einspurige Brennerautobahn war frei.

    Für mich war das deutlich entspannter als Bahnfahren. Bei der Bahn steigt bei mir das Stresslevel schon zwei Tage vor Abfahrt allein bei dem Gedanken daran, dass ich mir diesen unzuverlässigen Betrieb überhaupt antun muss. Schlafen im Zug kann ich eh nicht, weil ich immer daran denke genau in dem Moment beklaut zu werden, und wenn die Bahn dann mal wieder unpünktlich ist und die Anschlüsse weg sind, ist das die selbsterfüllende Prophezeiung: „Sie können es einfach nicht!“

    Was mich persönlich stört an diesem Thread ist, dass es sich so liest, als würden sich manche diese Übungen (Handgranatenweitwurf, Maschinengewehr-Zusammenbau mit Stoppuhr in der Grundschule) geradezu herbeisehnen. Es ist das eine, zu meinen, wir müssen mehr für unsere Verteidigungsfähigkeit tun, aber solche "Forderungen"...?

    Sieh es bitte weniger als Frage der Verteidigungsfähigkeit als viel mehr als Frage der Abschreckung. Wir haben keine Atombombe Samt Interkontinentalrakete, um etwaige Feinde abzuschrecken. Also bleibt nur noch eine durch und durch trainierte und motivierte Bevölkerung. Auf das die möglichen Gegner sich vorab dreimal überlegen, ob sie uns wirklich angreifen wollen oder es besser bleiben lassen sollten, weil das nur in einem Partisanenkrieg nach afghanischem Vorbild endet, den man nicht gewinnen kann. Dort haben sich ja die beiden Supermächte Sowjetunion und USA die Zähne ausgebissen.

    Ich habe zumindest noch die Hoffnung, dass Putin und seine Entourage halbwegs rational denken und nur deswegen den Ukraine-Krieg angefangen haben, weil die dachten, dass das Ganze spätestens nach einem Monat erledigt ist, wo die Krim-Annexion und der Donbass doch früher so geräuschlos erobert werden konnten. So gesehen ist auch Fr. Merkel schuld am Ukraine-Krieg, eben weil sie der Ukraine nahegelegt hat die Füße stillzuhalten und sich nicht zu verteidigen.

    Ja, ich bin eher Anhänger von Winston Churchill denn von Neville Chemberlain: „We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our Island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“

    Geht es bei Wehrpflicht primär darum, dass die jeweilige Generation, die aktiv im Wehrpflicht ist, im Kriegsfall die Verteidigung übernimmt, oder geht es um Vorbereitung für den Fall der Fälle, selbst wenn dieser in 10 oder 20 Jahren eintritt?

    Meiner Ansicht nach geht es darum, dass alle in der Lage sind eine Waffe in die Hand zu nehmen und dann auch rudimentär eine Idee haben, wie man damit umgehen muss. Nicht umsonst sind in einem Kriegsfall ja alle männlichen Bürger bis zum 45. Lebensjahr sofort wehrpflichtig und, wenn diese gefallen sind, alle bis zum Alter von 60. Also ja, es geht ganz klar um den Fall der Fälle, der dann ggf. auch erst in 30 Jahren eintritt.

    Die gleiche Intention gab es ja auch in der DDR. Dort haben die Schulklassen auf dem Wandertag die NVA besucht und jeder durfte/musste auf der Schießbahn mit dem AK-47 fünf Schuß abfeuern. Hintergedanke war ganz klar, dass wirklich jeder zumindest rudimentär wußte wie so eine Kalaschnikov funktioniert.

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