Beiträge von plattyplus

    Ich habe Ende 2005 angefangen zu studieren und da hieß es bei der Einführungsveranstaltung übrigens "alles, aber bloß nicht Grundschullehramt - total überlaufen."

    War es damals ja auch. Ich habe damals in Erziehungswissenschaftsveranstaltungen an der Uni zusammen mit einigen Komillitonen fürs Grundschullehramt gesessen. Deren Ansage war immer: "Ich brauche an der Uni in dieser Veranstaltung eine 1,0, weil ich mir mit einer 1,3 gleich einen anderen Job suchen kann." Und 30 Minuten später saß ich der Vorlesung Experimentalphysik und da ging es einfach darum mit 4,0 zu bestehen. Selbst die 4,0 war da eine echte Qualitätsaussage.

    Gesamtschulen (insbesondere integrierte) könnten das mit ihrer Durchlässigkeit ggf. auffangen, wenn sie nicht mehr wie bislang einfach parallel zu bestehenden Gymnasien eingerichtet werden und lediglich die Oberschulen ersetzen sollen und damit mehr als nur "Resterampen" sind.

    Darin sehe ich das Hauptproblem. Wenn ich als kommunaler Träger eine Gesamtschule haben will, muss ich bereit sein im Gegenzug das Gymnasium zu schließen. So lange dies aber nicht der Fall ist, wird die Gesamtschule immer das Looser-Image haben. Vielleicht hätte man im Schulministerium vor Jahrzehnten anders an die Sache herangehen sollen, nämlich:

    1. Wenn die Hauptschulen geschlossen werden, gehen deren Schüler an die Realschulen.
    2. Wenn dann ein paar Jahre später alle Realschulen geschlossen werden, wird keine IGS gegründet sondern dann gehen alle Schüler ans Gymnasium.

    Dann hat man auch die gewünschte Gesamtschule, nur das die Gesamtschule dann den Namen "Gymnasium" trägt. Ich denke, dass das bei den Eltern besser angekommen wäre als das Vorgehen, dass man in ein bestehendes mehrgliedriges Schulsystem noch eine Gesamtschule dazwischen haut und sich die Schulen so gegenseitig die Schüler kanibalisieren.

    Eine Frau, ein Wort! Ab jetzt warte ich auf den Bericht, wie das Leben mit Kind ist, das man nur gezeugt hat, um woanders eine Dienststelle zugewiesen zu bekommen.

    Naja, in der DDR wurden Ehen geschlossen und Kinder in die Welt gesetzt, um an den Bezugsschein für eine eigene Wohnung zu kommen. Nach dem Einzug war dann Scheidung und ggf. Adoption angesagt, weil der Staat einem die einmal zugeteilte Wohnung nicht mehr wegnehmen konnte. Also so ganz neu ist das Thema nicht.

    Geht es bei den Reform Gesprächen nicht um die Einzahlung in die Rentenkasse statt Pension für Beamte?

    Wenn sie uns in die Rente bringen wollen, sollen sie aber auch die Kürzung der Beamtenbezüge aus dem Jahre 1951, die damit begründet wurde, dass der Beamte ja eine hohe Pension bekommen wird, rückgängig machen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, waren es damals in Summe 18% (in denke da an die Jahre 1950, 51 und 57), die man jetzt entsprechend auf die Beamtenbezüge wieder aufschlagen müßte, damit die Beamten selber eine Altersvorsorge von dem Geld betreiben können.

    Kannst du das mal bitte faktisch hinterlegen mit irgendeiner Entgeldtabelle?

    Was soll ich belegen? Das Werkstattlehrer, die einen Meisterbrief oder den staatlich geprüften Techniker als Qualifikation mitbringen müssen, bei uns nach A9 oder A10 bezahlt werden?

    Das findest Du auch hier, musst aber „Hinweise“ und „zulässige Qualifikationen“ ausklappen:
    https://www.schulministerium.nrw/mewis-werkstattlehrkraft

    Oder soll ich jetzt die Steuerunterlagen meiner Frau raussuchen, demnach sie 67k€ in der „freien Wirtschaft“ jährlich brutto bekommt?

    Was ich sagen wollte: Eigentlich müssten in der Berufsschule schon A10 Werkstattlehrer ohne Kinder das gleiche Netto bekommen, da die Qualifikation identisch ist. A14 müsste entsprechend noch weiter oben angesiedelt werden.

    Das dann aber im Schichtdienst?

    Das meine Frau als Maschinenbau-Technikerin im Schichtdienst arbeitet wäre mir neu. Vielleicht wird jetzt auch für Dich offensichtlich warum ich hierim Forum öfters mal etwas unzufrieden mit dem Gehalt bin und auf die Verhandlungserfolge der IG Metall schiele?

    Dass aber jemand Kinder nur deswegen bekommt, um versetzt zu werden, halte ich für einen Mythos.

    Also meine Tante hat es vor inzw. 50 Jahren als damals angehende Grundschulelehrerin genauso gemacht, also innerhalb von 2 Wochen geheiratet und innerhalb von 3 Monaten war das erste Kind unterwegs. Sie war in einer Grundschule 120km entfernt eingesetzt. Mein Opa hat ihr zuvor ein Auto geschenkt, damit sie dortige Referendarsstelle im tiefsten Sauerland überhaupt annehmen konnte.

    Als ich letztens einem Freund eröffnet habe, was ich in A14 mit 4 Kindern raushabe, war seine Antwort nur, dass er und seine Frau das nicht zusammen haben.

    Also wenn wir mal die 4 Kinder weglassen, kann ich dir sagen, daß ein Techniker in der "freien Wirtschaft" das gleiche Geld nach hause bringt wie ein Lehrer mit A14. Der Techniker würde bei uns als Werkstattlehrer mit A9 oder A10 nach Hause gehen.

    Warum beschwert man sich über Bayern und BW, statt dass sich die übrigen BL zusammensetzen und die Sommerferien einfach auch festlegen?

    Weil Bayern und BaWü mit Pfingsten und Mitte September immer die günstigsten Urlaubstermine haben und alle anderen Bundesländer mit Juli und Anfang August immer die teuren. Ich finde die Studie zu den Preisen der Familienurlaube auf die Schnelle nicht, Tenor aber war: Für den Preis, für den eine Familie im Rest der Republik eine Woche Urlaub machen kann, können die Bayern zwei Wochen wegfahren.

    Nachtrag: https://www.br.de/nachrichten/ba…irklich,Urg1bt2

    Bei den Donnerstagsfeiertagen würde ich auf Antrag freigeben. Das ist bei uns in Baden-Württemberg für evangelische Christen schon an Buß- und Bettag so.

    Bei Euch in BaWü kann ich als evangelischer Lehrer am Buß- und Bettag freibekommen? Gilt das auch für den Reformationstag?

    Das an Allerheiligen keine Schüler in der Schule sind, dafür kann ich schließlich nichts.

    Was wären denn die Vorteile eines späteren Ferienbeginns, die das zu einer "Extrawurst" machen? Entzerrung von Verkehr wäre übrigens auch ein Gedanke, warum Ferien gestaffelt statt finden.

    Für den Preis, für den man im Juli eine Woche Urlaub macht, kann man Anfang bis Mitte September zwei Wochen Urlaub machen.

    Gleiches gilt für die Pfingstferien. Da ist es zwar auch schon teuer, aber noch nicht so teuer wie im Juli.

    … Nachbarn, die Zeitdruck machen, sind doof. :daumenrunter:

    Vor ein paar Tagen ist in eine Linde bei mir im Garten der Blitz eingeschlagen. Der Sachverständige vom Unweltamt der Stadt war da, von wegen Baumschutzsatzung, und hat selber gleich gesagt, dass der Baum gefällt werden muss. Provisorisch hatte ich den aufgeplatzten Stamm mit LKW-Zurrgurten gesichert. Das könne auch erst einmal so bleiben für ein paar Tage, aber die Standsicherheit ist so natürlich langfristig nicht gegeben.

    Da der Baum geschätzt 15m hoch war und nur knapp 10m von der Grundstücksgrenze entfernt stand, habe ich meine Nachbarn gebeten nicht in den Garten zu gehen während der Fällarbeiten. Nicht, wenn der Baum doch in die falsche Richtung kippt.

    Die Fällung lief wie am Schnürchen und der Baum lag am Ende genau dort, wo ich ihn haben wollte. Die Lehrgänge der Berufsgenossenschaft haben doch etwas gebracht. :top:

    Nölt meine Nachbarin rum, dass das jetzt 8 Minuten gedauert hätte, sie wolle an ihren Gemüsegarten fürs Mittagessen. :autsch:

    Was heißt damals? Wann war das? :)

    Das war 2013. Mich hat die Amtsärztin damals zu zieg Fachärzten geschickt, mich dann aber doch für tauglich befunden. "Sie haben hier angegeben, dass sie tauchen und fliegen, dann müssen sie ja auch regelmäßig die Tauchtauglichkeit und das fliegerische Medical nachweisen. Da wird ja auch untersucht... die Befunde hätte ich gerne... dazu dann noch ein Sehtest beim Augenarzt." Mein Kollege mußte wie gesagt nach einem Jahr erneut antreten wegen seines Gewichts. Die Begründung meiner Amtsärztin damals: "Ich muss dem Dienstherren bestätigen, dass sie voraussichtlich in den ersten 5 Jahren nicht dienstuntauglich werden."

    Ich fand es nur etwas daneben, dass sie bei uns so einen Aufriß gemacht hat und andere Kandidaten an dem Morgen nach 45 Minuten fertig waren mit allem, ohne Wiedervorstellung und ohne die ganzen Untersuchungen bei diversen Fachärzten.

    Und ja, ich schaffe auch heute noch meine Tauchtauglichkeit und das Class 2 Medical beim Fliegerarzt. In den ganzen Jahren hatte ich nur aufgrund eines Knochenbruchs einen 7wöchigen Ausfall. Meine Schüler nölen schon, dass bei mir der Unterricht ja nie ausfallen würde... :pirat:

    Ich kenne das von Kollegen, dass der Amtsarzt wegen grenzwertig hohem Gewicht etc. gesagt hat, dass er sie in einem Jahr (nach dem Abnehmprogramm) noch einmal sehen will. Beim 2. Termin sind sie dann aber auch durchgekommen.
    Mich hat damals der Amtsarzt auch zu diversen Fachärzten geschickt und ich musste nach 4 Wochen mit allen möglichen Befunden (Bekastungs-EKG, Sehtest, …) wiederkommen.

    Blieben wir standhaft und wollten keine Katze, saß noch weitere Wochen später ein getigerter Kater vor der Tür und war uns zugelaufen. (Das war vor über 40 Jahren noch anders. Tasso war im Entstehen und einen Chip gab es noch nicht.)

    Unsere Katze ist jetzt seit knapp einer Woche überfällig. Sie ist vom Freigang nicht zurückgekommen. Das Tier ist gechippt und bei Tasso etc. als verlustig gemeldet.

    Beim Absuchen der Straße meinte meine Frau nur: „Hoffentlich finden wir wenigstens die Leiche. Dann haben wir wenigstens Gewissheit.“

    Wie sieht das eigentlich aus, wenn jemand mit dem Tier zum Tierarzt geht? Wird da standardmäßig kontrolliert, ob das Tier auch dem gehört, der es mitbringt? „Ist uns zugelaufen“ bedeutet ja oft auch, dass das Tier wo anders gesucht wird.

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