Beiträge von O. Meier

    Je nach Thema und Methode bringt Internet-Recherche wenig bis nichts.

    Viele Fortbildungen taugen nichts, sind nicht gut. Trotzdem kann man sich ja auf die Idee einlassen, dass die Fortbildenden sich überlegt haben wie die Inhalte zu den Fortzubildenden kommen.

    Online ’rumwuseln kann ich auch zu Hause. Ich bedankte mich schön, wenn ich zu einer Fortbildung anreiste und es dort dann hieße „Kuckst du Internet“. Ich erwarte schon vorbereitetes Material.

    Ja, warum nicht? Ich habe das nie bestritten (in der Annahme, dass du das auf die hier diskutierten Abordnungen in NRW beziehst). Eine gewisse Freiwilligkeit bei der Entscheidung könnte allerdings nützlich sein.

    Schwierig, wenn man etwas nicht auf dem Schirm hat. Auf der anderen Seite kann es hilfreich sein, sich einer neuen Aufgabe ein wenig unvoreingenommen zu nähern, sich darauf einzulassen und dann mal zu schauen, wie gut es passt.

    Wenn von oben Mehrarbeit durch Unterrichtstundenaufstockung oder größere Klassen aufgedrückt wird, müssen andere Arbeiten bei gleichbleibender Gesamtarbeitszeit reduziert werden. Einfachste Mathematik.

    So wird ein Teil der Kolleginnen reagieren. Ein anderer Teil wird trotzdem versuchen, den Pudding an die Wand zu nageln.

    So oder so, „verlieren“ wir dann auch nicht weniger Schüler.

    Es mag ja sein, dass der Rock eng sitzt. Bei der einen oder anderen kneift er womöglich sogar etwas.

    Das ist aber kein Grund, ihn noch enger zu nähen.

    Die z. B. Teilzeitmöglichkeiten wurden ja nicht ohne Grund eingeführt. Wenn die Gründe weiter bestehen, kann man die Möglichkeiten nicht einfach streichen.

    Wenn die Dienstherrin die Röcke so eng macht, dass sie nicht mehr passen, springen die Leute da ’raus und machen in der Unterwäsche etwas anderes. Dann machen die leeren Röcke die Arbeit?

    Dann ist es doch schön, wenn Leute mit fundierten Mathematik-Kenntnissen an die Grundschulen gehen. Alles andere wäre Verschwendung derer.

    Und vielleicht kann man sich mal fragen, ob das Scheitern im Mathematik-Studium nicht auch mit dem „fachlich anspruchsvollen“ Mathematik-Unterricht, den sie vorher hatten, zusammenhängt.

    um den Job "gut" zu machen

    Man muss sich an vielen Stellen vom Anspruch lösen, den Job gut machen zu können. Die Umstände und Strukturen geben das oft nicht her. Lasst uns zusehen, dass wir den Job dauerhaft ausreichend machen. Da haben alle mehr von, als sich beim Versuch, es besser zu machen, zu verheben.

    Wenn die Vorgaben „ausreichend“ nicht mehr zulassen, dann ist’s halt nur noch … hm … was kommt dann?

    Wer dann an die Grundschule geht, hätte auch gleich das fachlich einfachere Grundschulstudium machen können.

    Liest du hier mit? Die TE hatte die Erkenntnis, lieber Primar machen zu möchten, etwas spät, letztendlich aber noch nicht zu spät. Wäre es dir lieber, dass sie an einer Schulform unterrichtet, an der sie eigentlich nicht sein möchte.

    Und zur Reduktion des Lehramtsstudiums auf das „[F]achliche“ muss man hoffentlich nichts mehr sagen.

    Ich hoffe doch, dass kein Mathe Info Absolvent an die Grundschule verschwendet wird.

    Mach’ dir keine Sorgen. Der Einsatz mit den Fächern im Primarbereich ist keine Verschwendung. Eine fachlich fundierte Ausbildung in diesen Fächern hilft den jungen Menschen, wenn sie an die weiterführenden Schulen kommen.

    Würde ich bei den Fächern verbieten.

    Ja, so sind sie. Immer irgendetwas verbieten. Fernreisen, Fleischkonsum, Laufbahnwechsel. Möchtest du wirklich in einer solchen Verbotsgesellschaft leben?

    Ich nähme das alles nicht so ernst. Da sitzt ’ne Kommission und wird dafür bezahlt, dass sie Vorschläge macht.

    Die können auch kein Wasser den Berg hinauf laufen lassen. Also packen die die üblichen Mangelverwaltungsvorschläge in einen netten Text und legen das vor. Genau so wie wir, wenn wir ein Konzept für irgendeinen Schiss schreiben sollten.

    Mehr arbeiten kann und werde ich nicht. Wenn ich also meine Arbeitszeit anders aufteilen soll, mache ich das.

    Klar, aber dann verliere ich z.B. die eigenen Rentenbeiträge der letzten Jahre, seitdem ich Beamter bin, nur der Arbeitgeberanteil wird nachgezahlt. Ab einem gewissen Dienstalter ist die Entamtung grade mit Blick auf die Rente ruinös.

    Naja. Dann musst du halt abwegen, was dir wichtiger ist. Denn immerhin:

    anderswo bewerben und das ggf. sogar noch mit interessanten Aufgaben/Gehaltssteigerung etc. verbinden

    Nochmal langsam:

    interessanten Aufgaben/Gehaltssteigerung

    Wobei mich hier etwas wundert, dass dich neue Aufgaben interessieren könnten. Hattest du dich nicht darauf eingestellt, Arbeitsblätter aus dem Archiv an sechsköpfige Lerngruppen auszuteilen?

    An der Förderschule wartet eine neue Aufagbe auf dich. Kümmer dich um dich und sorg dafür, dass sie interessant wird. Bei gleicher Bezahlung, weiterlaufenden Pensionsansprüchen und geringem Kündigungsrisiko.

    Außer, dass die Analogie ohnehin wenig bis nichts bringt, meine ich, dass du dich mit der daregstellten Sichtweise, dass die Gymnasien oder WBKs die Sterne-Einrichtungen sind, die anderen aber die Imbisse, gehörig im Ton vergriffen hast.

    Also, Analogien bringen nichts. Trotzdem:

    Würzen als Gegenstück zur didaktischen Aufbereitung

    Vielleicht entspricht die didaktische Aufbereitung dem Anrichten der Speisen. Hier den Förderschulen Imbiss-Niveau zu unterstellen, ist schon frech.

    Sterne-Köchinnen sind übrigens nicht nur kreativ, sie sind auch in den handwerklichen Grundlagen ihres Faches gut drauf. Deshalb können sie problemlos auch in anderen gastronomischen Bereichen arbeiten. Außerdem sind sie in der Regel weit gereist, waren im Ausland und haben sich von unterschiedlichen kulinarischen Traditionen beinflussen lassen.

    Das Vorbringen von Gymnasiallehrerinnen, eben nur diese eine Sache zu können, sich unfähig zu sehen, sich woanders einzuarbeiten oder schlicht keine Lust zu haben, kann man sich nicht leisten, wenn man in der Sterneküche ein Bein an die Erde kriegen will.

    Nee, mir erscheinen eher die Gymnasien, in ihren schmalen, nie wechselnden Angebot als die Imbisse mit Pommes satt für alle. Die geringere Flexibilität, das geringe Zutrauen zur eigenen Fähigkeit, etwas neues zu Lernen und sich verändern zu können, macht die Friteusenbedienerinnen dann wohl für Förder- und Sternerestaurants schlechter einsetzbar. Womöglich müssen sie dann putzen und den Müll 'rausbringen. Aber sie bekommen weiterhin A13. Immerhin.

    Aber, wie gesagt, Analogien helfen uns nicht weiter. Wir sind halt keine Köchinnen.

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