Beiträge von Lehrerin2007

    Ich war anfangs schon auch etwas skeptisch und kann mir durchaus vorstellen, dass es auch viele Probleme mit den VKs gibt. Der Schulleiter meines Kindes hat einen recht bösen Elternbrief geschrieben, in dem bemängelt wird, dass so viele Konferenzen sabotiert werden, und zwar in großem Stil (zum Glück nicht in der Klasse meines Kindes). Ich stelle mir das auch einfach unheimlich anstrengend für die Lehrer vor. An einer anderen Schule wurde schon unerlaubt im Hintergrund gefilmt und das dann in einen Fernsehbeitrag eingebracht (ungefragt!), und ich habe von einer Tik-Tok-Challenge gehört (zugegebenermaßen nur gehört von einer befreundeten Lehrerin), wo Online-Unterrichtsausschnitte gepostet werden.

    Daher finde ich es daher nicht so verwunderlich, dass manche Lehrer das problematisch sehen. Ich habe meine Klassen nochmal persönlich auf all das (was untersagt ist) hingewiesen und hoffe, dass ich ihnen vertrauen kann.

    Heute habe ich in meiner Konferenz einmal ein Handy-Foto-Geräusch gehört. Ich war ziemlich aufgebracht und wollte sofort wissen, wer das war. Das Mädchen hat sich zum Glück kleinlaut gemeldet und mir das Foto gezeigt, das sie von sich selbst gemacht hat... 🙄 Ich habe sie darauf hingewiesen, dass wir gerade Unterricht machen und sie ihre Selfies später machen soll... (Puh, Glück gehabt)...

    "Wo zum Teufel stecken sich all die Leute an?". Nur im Einzelhandel, ÖPNV (der deutlich weniger benutzt wird), in der Familie?

    Das frage ich mich auch jeden Tag. Ich kenne aber auch einige, die das mit den Kontaktregelungen von Anfang an recht locker gesehen haben... Heute treffe ich die, morgen kommt der zu Besuch... beobachte ich immer noch. Von denen war jetzt zwar keiner infiziert (zumindest nicht symptomatisch), aber das kann bisher auch Glück gewesen sein...

    Was mich immer ein bisschen ärgert, ist der Wunsch "möglichst wenig am Nachmittag", wenn man sich bewusst dafür entschieden hat, an einer Ganztagsschule zu unterrichten.

    Jein. Also ich verstehe, was du meinst, allerdings war bei mir vorher definitiv nicht klar, an welcher Schule ich lande und ob dort gebundener, offener, gar kein Ganztag ist und wie der organisiert ist. Ich wusste ja auch nicht, was für einen Kitaplatz ich bekommen würde und wie lange die Öffnungszeit der Kita ist...

    Bei uns ist es so, dass jeder Wünsche zum Stundenplan äußern kann und Kolleginnen in TZ mit Kindern unter 10 werden bevorzugt behandelt. Denn sonst lohnt sich die Teilzeit wegen der Kinder ja gar nicht. Das klappt im Großen und Ganzen zum Glück ganz gut.

    - jeden Tag zur ersten Stunde.

    Für mich ist das gerade gut :)

    Ich glaube, das ist einfach Ansichtssache und hängt von den individuellen Voraussetzungen (Frühaufsteher, Fahrtweg) und der Familiensituation ab (Kinder, Alter der Kinder). Es gibt auch Lehrer, die gern den Vormittag etwas "vertrödeln", Dinge erledigen und dafür im Nachmittagsunterricht zur Höchstform auflaufen.

    Mir war als VZ-Lehrerin vor meinen Kindern der Stundenplan relativ egal, da ich gefühlt eh von früh bis abends und am Wochenende gearbeitet habe (meine ersten 3 Berufsjahre). Mit Kindern hat der Stundenplan natürlich eine ganz andere Bedeutung, da war 1. Stunde eine "Katastrophe" (etwas überspitzt formuliert natürlich) und länger als 9. Stunde ging einfach gar nicht (hatte ich zum Glück auch nie; dann hätte mein Mann auf TZ gehen müssen und ich VZ arbeiten können...). Jetzt hab ich wieder gern 1. Stunde, weil wir eh alle früh raus müssen und die Kinder gehen selbst zur Schule (bzw. mein Mann bringt Kind 2.)

    Ich finde z.B. ein paar Hohlstunden ok, dass man Dinge erledigen kann, die man nur in der Schule machen kann (Kopien, Organisatorisches) und an langen Tagen etwas essen kann, aber viele finde ich wieder sehr ungünstig, da ich die auch nicht so 1:1 zum Arbeiten nutzen kann wie zu Hause.

    In NRW nicht.

    Ja, aber der TS kommt ja offenbar aus Bayern?

    Leider ist es bei mir zu lange her 👵🏼, als dass ich es ganz sicher sagen könnte... Aber ich kannte jemand, der quasi unter Vorbehalt verbeamtet wurde und nach der Probezeit nochmal hin musste. Das "Problem" war besser geworden bzw. eingestellt und damit war die Verbeamtung auf Lebenszeit möglich.

    Also wenn es um die Verbeamtung auf Probe geht, ist es, wenn ich mich recht erinnere so, dass du wahrscheinlich schon (auf Probe) verbeamtet wirst, aber nach Ablauf der Probezeit nochmal zum Amtsarzt musst, wenn er vorher Bedenken hatte.

    Sorry, ich wollte nicht, dass ihr euch so ärgert.

    Aber es muss einfach auch mal gesagt werden, wie ärgerlich und demotivierend das ist! (Ich habe übrigens auch eine Mail geschrieben un meinem Ärger Luft gemacht).

    aber wie würdest du es denn sonst nennen?

    Wie gesagt, in der Umfrage wurde z.B. gefragt: "Ist Ihre Arbeitsbelastung deutlich höher / etwas höher / etwa gleich / etwas geringer / deutlich geringer im Distanzunterricht?" Weil die große Mehrheit offenbar irgendwas im Bereich "höher" angeklickt hat, muss man nicht schreiben: "Die Lehrer klagen über..." , sondern z.B. "Eine Umfrage ergab eine höhere Arbeitsbelastung" oder sowas Ähnliches. Ich habe mich nicht beklagt, ich habe nur eine Antwort angeklickt.

    Diese Überschrift stimmt halt einfach nicht. Und das ärgert mich.

    Ich konnte mir das anfangs auch nicht vorstellen mit FFP2 zu unterrichten. Seit den Herbstferien hab ich das aber auch 4 Tage / Woche gemacht, anfangs ebenfalls mit Kopfschmerzen, aber, wie schon mehrfach gesagt, es ist wirklich eine Frage der Gewohnheit. Mein Problem waren die Ohren (die Bänder rieben oben an der Haut, das tat an langen Tagen irgendwann ziemlich weh) - dagegen habe ich jetzt auch solche Klammern für den Hinterkopf - und dass ich finde, wenn man redet, es sich so anfühlt, als würde die Maske (wenn auch wahrscheinlich nur 1-2 mm) hin und her rutschen. Also manchmal sitzt sie dann etwas höher auf der Nase (trotz Klammer).

    Ansonsten habe ich als Berufsanfängerin (viele Jahre vor den Masken) auch schon manchmal das Atmen vergessen. Ich kann mich noch an meinen 1. Elternsprechtag erinnern. Ich habe daraus einen Lehrersprechtag gemacht (ich dachte, ich müsse ganz viel erzählen), bis mir komisch wurde. Ich musste mich daran erinnern, auch wieder mal einzuatmen... ^^ Also - mit den Masken - kann es einfach sein, dass man ein paar Mal mehr pro Minute atmen muss...

    Richtung Frühling bin ich aber trotzdem froh, wieder dauerhaft die Fenster zusätzlich aufhaben zu können (im Präsenzunterricht). Das in Kombi mit den Masken und dem Abstand ist (hoffentlich!) unschlagbar.

    Ich möchte euch ja nicht neidisch machen, aber bei unserem zehnjährigen Kind (Gymnasium) läuft der komplette Unterricht online über Teams nach Stundenplan.

    Da bin ich ehrlich gesagt nicht neidisch. Mein Kind ist genauso alt und ist froh, dass es nicht so ist (und ich auch). Den kompletten Unterricht online zu machen fände ich höchstens ab K9 oder K10 angemessen, aber nicht für die Kleinen (und Grundschule schon gar nicht).

    ich fänd es für mein eigenes Grundschulkind ganz schön, wenn es täglich morgens (kann ja auch 8.30 oder 9 Uhr sein) eine kurze Videokonferenz mit der Klassenlehrerin gäbe, in der kurz besprochenen würde, was für Aufgaben anstehen

    Das läuft bei meinem Grundschulkind auch so und ich mache es mit meiner 5. Klasse auch so (wir Lehrer wechseln uns aber ab) und dann gleich noch etwas Unterricht (bzw. Aufgaben besprechen, Fragen klären).

Werbung