Beiträge von Humblebee

    Nicht Susannea, nicht Berlin/Brandenburg, aber: in NDS steigt man ab dem ersten Tag mit eigenen Klassen ein (zumindest im allgemeinbildenden Bereich, ich glaube, es könnte im berufsbildenden Bereich wegen des Starts in November anders sein), in NRW (Start Mai/November) unterrichten und bewerten die Referendare ab August/Februar vollständig eigenständig.

    Stimmt, an den BBS in NDS (Start ins Ref. nicht nur im November, sondern - wie in NRW - zum 01. November oder 01. Mai) ist es so, dass die Refis in den ersten drei Monaten nur hospitieren bzw. begleiteten Unterricht haben und erst ab Beginn des zweiten Halbjahres bzw. ab Beginn des neuen Schuljahres auch eigenverantwortlichen Unterricht erhalten.

    Bzgl. des Ausgangsfalls sehe ich das Problem absolut nicht und fände es nicht ungewöhnlich, wenn bspw. Praktikant*innen einen Teil eines Diktats in einer Klassenarbeit übernähmen.

    Aber wenn man sogar ein Tonband laufen lassen kann

    In Englisch und anderen Fremdsprachen sind Hörverständnisaufgaben vom "Band" ja auch Teil von Abschlussprüfungen oder dem Abi. Von daher...

    Mal aus Interesse: Woher bekommt ihr noch Tests? Bei DM gibt es fast nie welche und wenn, sind die ruckzuck weg, habe letztens bei einer Apotheke welche gekauft und zugleich welche online bestellt, die waren ALLE ausgetrocknet, auch die aus der Apo. Das waren knappe 40 Euro für den Eimer.

    Die Tests, die nicht mehr zu gebrauchen weil ausgetrocknet waren, hast du hoffentlich wieder zur Apotheke gebracht bzw. an den Onlinehandel zurückgeschickt und dein Geld zurückbekommen, oder?

    Coronatests habe ich hier in letzter Zeit sowohl in zwei Apotheken wie auch an diversen Supermarktkassen und gestern in einem Drogeriemarkt liegen sehen. In der Schule haben wir auch noch welche, die noch nicht abgelaufen und auch noch nicht ausgetrocknet sind.

    Das mit dem auswendig lernen finde ich traurig. Sowas fand ich schon immer schlimm und überhaupt nicht nachhaltig.

    Ach so. Wäre schön, wenn du das nächstes Mal direkt dazu schreiben bzw. kommentieren könntest, statt dem kompletten Beitrag einen traurigen Emoji zu verpassen.

    Ja, das fand ich für ein Studium auch komplett unpassend - obwohl ich persönlich mit dem Auswendiglernen nie Probleme hatte. (EDIT: Habe in meinem Beitrag zur Verdeutlichung ein Emoji ergänzt!) Zum Glück betraf das aber auch nur zwei der Einführungsveranstaltungen im Grundstudium. Ansonsten wurden schon "Weiterdenken" und Transferfähigkeit von uns Student*innen gefordert, so wie es sich m. E. für ein Studium gehört.

    Stimmt,

    aber es gab Einführungsveranstaltungen in den Fächern, ohne Schein kein Weiterkommen.

    Ja, in Englisch und auch in WiWi gab es Einführungsveranstaltungen, die mit einer Klausur endeten. Da es allerdings keine Anwesenheitslisten gab, reichte es in einigen Veranstaltungen prinzipiell auch, vor der Klausur das Skript dazu durchzuarbeiten oder - so habe ich es z. T. bei den WiWi-Veranstaltungen gemacht - die "Übungen" zu besuchen, wo man alles für die Klausur Wichtige erfuhr und bearbeitete.

    Und es gab schon damals Dozierende, da waren es MC-Klausuren unter Nutzung der Aufzeichnung, und andere, da musste man weit mehr Umfang lernen und können.

    Klausuren mit Multiple Choice-Aufgaben hatte ich damals nicht; unsere Aufzeichnungen durften wir nur in den beiden Mathe-Klausuren (im Rahmen des WiWi-Studiengangs: Analysis und Lineare Algebra) benutzen. Ansonsten habe ich anhand meiner Aufzeichnungen aus den Vorlesungen und - falls vorhanden - mit den Skripten gelernt. Teilweise reichte dort reines Auswendiglernen :rolleyes:.

    Nichtsdestotrotz mussten wir aber nicht so viel für die Veranstaltungen lesen und durcharbeiten, wie es hier teilweise geschildert wird.

    Je nach Fach finde ich 100 Seiten nicht so ungewöhnlich. Wir mussten auch viel lesen in Englisch. Ich hatte ein Seminar, für das 7 (!) Lektüren gelesen werden mussten - das erfuhr man natürlich nicht vor den Semesterferien, sondern in der 1. Sitzung und man hatte dann eine (ich meine recht sportliche) Zeitspanne, um das irgendwie zu erledigen. Die meisten anderen Seminare hatten dicke, ultraklein gedruckte Reader.

    In meinem Studium musste ich weder in WiWi noch in Englisch so viel lesen; zumindest keine 100 Seiten jede Woche pro Seminar oder Vorlesung. Die Höchstzahl an Lektüren in einem Englischseminar waren drei.

    Einführungsveranstaltungen ins "wissenschaftliche Arbeiten" oder die Arbeit mit wissenschaftlichen Texten gab's übrigens damals nicht. Das mussten wir uns selbst erarbeiten.

    Bei mir in der Berufsschulklasse hat einer damals Benjamin Bolzen gesagt. Bis zum Ende der Ausbildung wurde er nur noch Bolzen gerufen. Sogar die Lehrkräfte haben das irgendwann gemacht.

    Oh, das ist natürlich blöd. Wie gesagt, habe ich das noch nie so erlebt. Wobei ich es so kenne, dass man sich ein positives Adjektiv, das zum Vornamen passt, aussuchen soll. Da kommt dann mangels Kreativität in vielen Klassen mehrfach "Ich bin die/der lustige Lea/Leon/Laura/...", "der/die junge Jan/Julia/Joshua/...", "der/die clevere Christina/Can/...", "der/die mutige Mohammad/Marie/..." ;) .

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