Das ist genau der Punkt. Und mit Blick auf Kriterien zur Versetzung hab ich auch das Gefühl, dass sich hier, im Gegensatz zur Privatindustrie, Leistung nicht unbedingt auszeichnet.
Da wird zB der Alleinstehende, der nie fehlt und seine Arbeits zum allergrößten Teil vorschriftsmäßig macht, ggf versetzt, weil es ihm zuzumuten ist.
Der schwerbehinderte Kollege, oft krank und über dessen Unterricht sich SuS nicht positiv äußern, bleibt.
Abgesehen davon, dass eine Karriere im Sinne von effektiven Einkommenssteigerungen im Schuldienst eh kaum möglich ist, darf der Kollege oder die Kollegin, die versetzt wurde, ihre/ seine Position an der neuen Schule erst wieder finden, während er/sie an der abgebenden Schule ggf bald eine Beförderung hätte erwarten können. Und wenn es ihm/ihr an der neuen Schule nicht gefällt geht das Spiel weiter über Freigaben/Versetzungen, bis sie/er mürbe und/oder alt und grau ist.
Andere, die bleiben konnten weil sie zB gesuchtere Fächer unterrichten oder eben (leistungsunabhängig) soziale Kriterien erfüllen, haben „Glück“.
Ist das nicht nachvollziehbar, dass jemand das System als ungerecht, grade im Vergleich zur Privatwirtschaft, empfindet?
Klar kann man kündigen… Aber wer macht das schon mit Blick auf Pensionen, private Krankenkasse etc.
Ich würde heute, mit dem Wissen um das starre und top-down (Entscheidungs-) System, den Beruf in der Art vermutlich nicht mehr wählen.