Beiträge von Anfaengerin

    In den ersten Dienstjahren bin ich vor Vorbereitungssstress phasenweise fast gestorben. Ich habe angefangen mit einem 50 % Pensum an einem Gymnasium, einem 30 % Pensum an einer Berufsschule und insgesamt 40 % Stellvertretung an beiden Schulen. Zähl zusammen und überleg dir, wie lustig das mein Immunsystem wohl fand.

    Lustig - so in etwa ist mein Pensum gerade.

    Mich würde mal interessieren, ob diejenigen unter uns, die schon infiziert waren, jetzt wieder Maske tragen oder es sein lassen.

    Hatte Corona und bin mir nicht sicher ob mit oder ohne Maske in die Schule. Finde die schon störend und habe sie seit Sommer nicht mehr getragen.

    Ich ja, hatte ja nur einen sehr leichten Verlauf und nachweisbar Antikörper. Möchte aber keine weitere Infektion und nehme den Booster nach 6 Monaten. Ich bin auch bei anderen Krankheiten, die man durch Impfung bekämpfen kann, der Meinung, machen, wenn möglich. Und bisher gut damit gefahren.

    Mich hats jetzt zum ersten Mal erwischt und ich werde zumindest jetzt im Winter noch konsequenter als vorher Maske tragen. Die neuen Erkenntnisse bezüglich Mehrfachinfektionen haben mich doch ziemlich schockiert. Außerdem ist der Krankenstand unter Schülern und Kollegen auch ohne Corona drastisch.

    Ich habe gefällt mir als Zustimmung gedrückt - der Krankenstand ist auch hier heftig.
    Vor allem bei Familien mit Kindern, die schon mehrmals Infektionen hatten und wo die Kinder wann immer möglich in Kita und Kiga waren und das ohne Masken. Die außerhalb der Schließungszeiten immer viel Kontakt hatten und aus Altersgründen keine Maske trugen.
    Ich selbst bleibe bei der Maske bei großen Menschenmengen, in geschlossenen Räumen. Mir hat eine kurze Infektion mit kaum spürbaren Symptomen gelangt, muss ich nicht weiter forcieren.

    Nein, ich glaube nicht, dass du schon mal in der Privatwirtschaft, die du gerade so lobst, gearbeitet hast.

    Mach das doch mal - nimm dir ein Sabbat-Jahr und gehe ein Jahr in die Privatwirtschaft.

    Puh ganz schön hohe Erwartungen an den Arbeitgeber. Das schon mal in der freien Wirtschaft ausprobiert?

    weil es mich interessiert: Gibst du Informatik oder andere Fächer wie Physik oder Chemie und handhabst du es da mit den neuen Entwicklungen genauso? Ich finde, es gehört sogar zur Allgemeinbildung als Lehrkraft da am Fortschritt dran zu bleiben.

    Auf, dass der Schrei der Empörung hier ankomme:

    https://www.n-tv.de/politik/Soeder…le23708388.html

    Eigentlich läuft das ja schon so - ich kenne etliche, die halt nicht getestet haben, aber trotzdem mit Symptomen in die Schule oder arbeiten gegangen sind. Finde ich absolut fahrlässig, wird ja aber unter "Eigenverantwortung" propagiert.
    Bin mal gespannt, wenn mal eine Infektion kommt, die mit deutlichen äußeren Anzeichen einhergeht, was die Leute dann machen.

    Aber man muss mal an die Außenwirkung denken! Wie toll und supercool ist es, wenn die Lehrer mit IPads vor den SuS herumwedeln können (die selber übrigens größtenteils keine digitalen Endgeräte verwenden) / Ironie off...

    Statt endlich vernünftige und für ALLE dienstlichen Aufgaben sinnvolle und verwendbare Dienstgeräte anzuschaffen wurden auch wir " beglückt".

    Wehe dem, der Kritik äußert!

    Hatte seinerzeit ja tatsächlich kurz die Hoffnung nun endlich ein Dienstgerät zu bekommen das diesen Namen auch verdient und nicht nur als digitaler Bilderrahmen zu verwenden ist...was m. M. übrigens für alle Tablets der Fall ist.( Ich benutze schon seit einer ganzen Weile ein Android-Tablet im Unterricht)

    Gut für den Unterricht als Ersatz der Tafel, paar nette Anwendungen/Simulationen...länger damit arbeiten/ vorbereiten/ Arbeitsmaterial erstellen aber schon allein aufgrund des viel zu kleinen Bildschirms unmöglich!

    Geht mit dem Surface zum Glück gut - einmal als Tablet im Unterricht - dann daheim als vollwertiger Rechner mittels Dockingstation.

    Die Stadt hat "one size fits all" gekauft und den Bedarf an den Schulen nicht einmal abgefragt. Geräte ohne entsprechende Software sind Aktionismus. Ich kann auch nicht die Software, die ich privat benutze und bezahlt habe, darauf verwenden.

    Also gammelt das Teil eben vor sich hin und wird in drei oder vier Jahren quasi neuwertig zum Elektroschrott gegeben...

    Daher bin ich froh, dass bei uns abgefragt wurde. Denn mit ipads hätten beide Schulen, an denen ich bin, nicht viel anfangen können. Und aktuell ist unsere Umgebung offen für alle Systeme, so dass der einzelne auch gerne sein Ipad oder Android-Tablet nutzen kann, genauso wie ein Linux oder Windows-Gerät.

    Sieh mein Beitrag direkt darüber: Woher soll die Stadt den spezifischen Bedarf der einzelnen Fachschaften kennen? Es ist doch gerade die Forderung hier, die verfügbare Hardware für die eigenen Bedürfnisse (nicht als Einzellehrkraft, sondern als Fachschaft/Schule) anpassen zu können.

    Wenn Du aber keinen Zugriff bzw. Adminrechte hast, dann kannst du die Hardware nicht anpassen. Dann kannst Du für deinen Unterricht keine passenden spezifischen Programme installieren und nutzen.

    Man könnte auch einfach mal andersherum die - durchaus auch in der freien Wirtschaft anzutreffende - Perspektive verfolgen, dass dem AN zuzutrauen (und zu erwarten) ist, sich in das zur Verfügung stehende System einzuarbeiten.

    PS: Es ist auch eine Aufgabe der Fachbereiche, sich mit ihren Anforderungen beim Einsatz von Medien unter Berücksichtung des zur Verfügung stehenden Systems auseinanderzusetzen und den daraus resultierenden Bedarf an Software/Apps anzumelden.

    Mit einem Ipad kann ich für Informatik nicht viel anfangen.

    Bei uns wurden (zum Glück) keine Ipads, sondern Laptops (wenige) und Surfaces als Dienstgeräte zur Verfügung gestellt und werden sehr gut angenommen. Auch interne Schulungen über mögliche Anwendungen sind gut für Austausch und neue Ideen geeignet. Ich war schon vorher ein Fan des Surfaces, jetzt noch mehr.

    als ob es nur diese Abfragen einerseits und schriftliche Leistungsüberprüfungen andererseits gäbe...

    Und als ob eine Beteiligung am Unterrichtsgeschehen gleichzusetzen wäre mit "mit Wissen oder Halbwissen den Lehrer bombardieren" :heul:

    Es waren halt die Schüler, die gerne viel und mit wenig Wissen reden konnten, die dann in Hessen glücklich waren. Während ruhige Schüler, die nicht so gerne und viel redeten, sondern eher kurze Sätze einwarfen, in Bayern besser zurecht kamen - zumindest in ihrem Erleben.

    In Hessen jedenfalls nicht, sie werden sogar NIE abgefragt. Weder in den verschiedenen Schulen meiner Kinder, noch am BK bei mir. Vielleicht gibt es in Hessen Schulen, die das machen. Mir ist jedenfalls keine bekannt.

    Hessen, so wie ich es bei anderen erlebe, wäre für meine ruhigen und sehr introvertierten Kinder weniger angenehm gewesen - alle drei waren eher Schülerinnen, die schriftlich oder mündlich gefragt werden mussten, und keine, die den Lehrer mit Wissen oder Halbwissen von sich aus bombardierten.

    Das ist mir jetzt aber viel zu schwarz/weiss. Ich bin mit unserem Schulsystem im Baselland in der Sek II eigentlich recht zufrieden. Ich bin auch mit dem, was "meine" Jugendlichen am Ende können, recht zufrieden.

    Das bin ich mit "meinen" Schülern auch. Und treffe mich regelmäßig mit ihnen wieder - auch in der Schule (so schlimm kann der Schock nicht sein) - und sie schwelgen in guten Erinnerungen aus ihrer Schulzeit. Natürlich nicht alle, die verletzten Kinderseelen, die ich bisher erlebt habe, waren nicht durch Schule oder Mitschüler verletzt, sondern durch Erfahrungen aus der Familie. Da war die Schule oft ein Rückzugsort.
    Ich habe meine eigene und die Schulzeit meiner Kinder auch als durchwegs positiv erlebt - es gab natürlich auch Phasen, wo es mal weniger gut lief, aber es gab immer gute Lösungen.

    Ich find's ja lustig, dass die bayerischen Schüler als gut dargestellt werden, obwohl die Leistungskurve laut Studie stark nach unten geht ...

    Nachdem wir MS-Lehrer seit Jahren schockiert sind, mit welchen "Kenntnissen" Schüler nach 4 Jahren GS zu uns kommen, mag ich mir gar nicht vorstellen, wie wenig die Kinder in den schwach getesteten Bundesländern können. Unsere 5.Klässler können kaum noch lesen, das Schreiben bereitet riesige Probleme - von Rechtschreibung rede ich gar nicht.

    Große Klassen, Inklusion, Integration, Elternwille, fehlendes qualifiziertes Personal für Förderunterricht, ... die Liste an Ursachen könnte ich ewig weiterführen und ist eigentlich allen in der Schule Tätigen bekannt. Nur wird das heute alles unter den Teppich gekehrt. Man verlangt einfach immer weniger, Prüfungen werden vereinfacht, die Quote hoher und v.a. auch sehr guter Abschlüsse immer besser - und schon passt wieder alles, Veränderungen überflüssig.

    Weitere Faktoren - zu viel Zeit mit Digitalem - das kann nicht ohne Einfluß sein. Wenn man fragt, was die Kinder nach der Schule machen, dann immer weniger Zeit draußen, beim Sport usw. Mehr Zeit vor PC und co. Ich sehe aus dem Grund auch die geforderte Zunahme der digitalen Mittel für die Förderung kritisch.

    Bei uns haben die Kommunionkinder am Montag nach der Kommunion (meistens der Montag nach den Osterferien), weil danach noch ein Gottesdienst oder /und ein Frühstück stattfindet. Das gleiche Recht haben auch die Konfirmanden, da ist aber oft der Palmsonntag der feste Termin gewesen -also fiel der freie Montag auf die Osterferien. Ist halt so. In den letzten Jahren sind beide Sonntagstermine weiter nach hinten gerutscht und so kommen auch die Konfirmanden öfter mal mit der Bitte, am Montag vormittag den gemeinsamen Abschluss besuchen zu wollen. Ist aber bei uns (mit dem Gottesdienstaspekt) kein Problem.

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