Beiträge von RosaLaune

    Doch, es gibt doch die Altersermäßigung. Ab 55 muss man z.B. nur noch 40 Stunden arbeiten.

    Das stimmt, aber das meint Nihilist ja offenbar nicht. Insbesondere hat Altersermäßigung ja nichts mit Vorarbeiten in jüngerem Alter zu tun, die gilt ja auch für alte Berufseinsteiger.

    Jedenfalls die Anwesenheitsüberprüfung an einen Schüler outzusourcen halte ich für bedenklich bis fahrlässig. Zeitwächter, Lärmwächter, Protokollant, Ordnungsdienst kann man alles machen. Meditation find ich albern, aber bitte sehr.

    puh.. aber selbst dann habe ich noch zu viele jahre, in denen ich auf meine dann alten tage verdientermaßen und ohne zu lügen etwas fauler sein will.

    Es gibt keine unterschiedliche Arbeitszeit nach Alter. Und Arbeitszeitkonten haben wir auch nicht. Auch dafür wäre ja eine Arbeitszeiterfassung sinnvoll.

    Abzugsfähig bringt dir aber nichts, wenn du gar nicht so viele Steuern zahlst. Nehmen wir einen Tarifbeschäftigten mit 25 % Arbeitszeit in E 13/2. Der zahlt 0 Euro Lohnsteuer. Da kriegt man auch nur 0 Euro erstattet.

    Im Prinzip: Ja.
    Diese "Dienstreise" wird und wurde mir regelmäßig von staatlicher Seite erstattet - wenn auch nur zum Teil und in Form einer Steuerrückerstattung. Das ist der Vorteil, wenn man seine Steuererklärung selbst macht und sich dazu der Tabellenkalkulation zur Belegerfassung bedient. Da habe ich separate Spalten, in denen zum Beleg noch der Ort und die gefahrenen Entfernungskilometer, sowie der aus 30ct/km entstehende Absetzbetrag aufsummiert werden.

    Ich wohne nicht neben dem Supermarkt oder Bürofachhandel. Wenn ich eine Packung Druckerpapier benötige, die ich für 3,99 € kaufe, muss ich (hin- und zurück) 18 Kilometer fahren. Somit kommen bei 30ct/km insgesamt 5,40 € Fahrtkosten als Absetzbetrag hinzu.

    Auf dem Beleg darf jedoch kein Päckchen Kaugummi stehen, sonst wird es als private Beschaffungsfahrt gestrichen.

    Arbeitszeit ist das sowieso.

    So ein Quatsch. Du senkst deine Einkommensteuerlast (schließlich sollst du nicht besteuert werden für das, was du zur Arbeit anschaffen sollst), eine Erstattung im eigentlichen Sinne ist das aber wohl kaum. Und je nach deiner steuerlichen Situation hast du davon ggf. auch nichts.

    Und man hätte vielleicht endlich mal klare Vorgaben dafür, wie viel Zeit man für Korrekturen aufzubringen hat und kann die Qualität entsprechend anpassen und bei Beschwerden auf den Dienstherren verweisen.

    Das wäre so wichtig.

    Und ein anderer wichtiger Punkt: man würde nicht einfach immer neue Aufgaben erfinden, denn dann ist die Zeit endlich begrenzt.

    Warum nicht, hat Berlin doch z.B. auch. Ist genial, nur irgendwie eine Milchmädchenrechnung, weil die Arbeit eben trotzdem gemacht werden muss und damit die anderen wieder mehr arbeiten. Aber sowas ist genial.

    Also wie in jedem anderen Beruf auch.

    Die Arbeitszeiterfassung wird zu keiner Verbesserung führen. Überstunden müssen in den Ferien abgebaut werden (so wie bisher auch). Wer über längere Zeiträume extreme Arbeitszeiten erfasst (mehr als 48 Stunden pro Woche), wird die Ausnahme sein und gegebenenfalls an einer Fortbildung zum Zeitmanagement teilnehmen müssen. Die Aufgaben werden nicht weniger, die Deputate bleiben gleich. Außerdem werden wir anfangen müssen, unsere Urlaubstage zu beantragen, was faktisch dazu führen wird, dass die meisten von uns weniger freie Tage haben werden – wenn man ehrlich sein will und das System nicht betrügen möchte. Sehr effiziente Kolleginnen und Kollegen haben dann einen schlechteren Stundenlohn. Ich hoffe, dass ich mich irre. Ich glaube es jedoch nicht.

    Wir wissen einfach nicht, was passieren wird. Ich denke jeder kennt Kollegen, die im aktuellen System sehr gut fahren und für die sich die Situation dann eher negativ entwickeln wird. Aber jeder kennt auch die Kollegen, die mit riesigen Korrekturstapeln ins Wochenende oder in die Ferien gehen. Das hat sicher nicht nur Ursachen im Zeitmanagement, sondern in solchen Faktoren wie Klassengröße, Fächer, Jahrgangsstufe, Vertrautheit mit dem Curriculum, etc.

    Was aber in meinen Augen nicht zieht, ist immer diesen Exzeptionalismus des Lehrerberufs zu bemühen. Ja, wir haben einen Job mit gewissen Freiheiten und gewissen Einschränkungen. Aber die gibt es doch in so vielen anderen Bereichen auch und da kriegt man es auch hin Arbeitszeiten ordentlich zu erfassen. Klar, irgendwer wird immer das System bescheißen. Aber ich habe lieber ein System, in dem ich meine Überlastungen erfassen kann als eines, wo es heißt Pech gehabt.

    Ja, das war ich und meine erste Englischfachkonferenz an dieser Schule 😄 Was macht man dann? Konferenz verlassen oder morgens anrufen, dass man leider erst zur x. Stunde zum Unterricht kommen kann?

    Wir hatten im letzten Schuljahr einen pädagogischen Tag am Mittwoch ab 7:30. Die Abendschule am Dienstag ging bis 22:00. Die Kollegen in der Abendschule sind für den nächsten Tag die ersten vier Stunden im Nachmittag geblockt, aber natürlich nicht für einen pädagogischen Tag. Der eine tarifbeschäftigte Kollege hat dann die Ansage bekommen, seine letzte Doppelstunde abends vertreten zu lassen, damit er am nächsten Morgen zum pädagogischen Tag antreten konnte. Ist natürlich super, weil dann die Kollegen mehr Arbeit haben.

    Es geht überhaupt nicht um abends. Dass aber Besprechungszeiten nach 15 Uhr bereits als Zumutung empfunden werden, kann echt nur bei Lehrkräften passieren.

    Das Problem, das wir als Lehrkräfte haben und andere Berufsgruppen nicht kennen (außer sie sind mit einem Lehrer näher bekannt – dann kommt aber auch gern Empörung), ist, dass unsere Arbeitsstunden aus einem unendlichen Topf generiert werden, über den niemand Überblick hat.

    Ab dem kommenden Schuljahr sind bei uns leider eine Fachkonferenz pro Halbjahr vorgeschrieben, bisher hatten wir auch nur eine pro Jahr.

    Welche Aufgabe lässt du dann liegen?

    weil bekloppterweise alle Arbeitszeitgesetze für uns außer Kraft gesetzt sind - das wäre was, wo sich Gewerkschaften mal für Änderungen einsetzen sollten!

    Nicht alle, jedenfalls nicht für Tarifbeschäftigte. Die elf Stunden Ruhezeit gelten für uns, das kann mit späten Konferenzen (jemand hier sprach von 23 Uhr) schon relevant werden.

    In Nds. müssen Konferenzen mit Elternvertretern so gelegt werden, dass auch berufstätige Eltern daran teilnehmen können. Daher beginnen manche Konferenzen wie die Gesamtkonferenz bei uns erst um 17:00 Uhr. Ist nicht schön. Andererseits natürlich auch verständlich.

    Hoffentlich sind da keine Polizisten, Fabrikarbeiter oder Pflegekräfte unter den Eltern.

    Eine Lehrerkonferenz*, zwei Zeugniskonferenzen, eine Bildungsgangkonferenz pro Bildungsgang (wobei ich zu einer nie eine Einladung erhalte), einen Ausbildersprechtag, zwei, drei Termine für Prüfungsangelegenheiten. Vielleicht habe ich etwas vergessen, aber im großen und ganzen dürfte es das sein. Also etwa 10 Termine am Nachmittag.

    * die andere Lehrerkonferenz findet am Dienstag vor Schuljahresbeginn statt, daher vormittags.

    Wenn ich hier so höre, dass hier der "Durchschnitt" bei Vollzeit um die 60 Minuten aufsicht schiebt, find ich die halbe Stunde gerechtfertigt.

    Und ich gönne sie dir auch. Aber allein, dass man die Arbeitszeit von Akademikern mit Aufsicht verschwendet, und dann in dem Ausmaße und dafür noch im Deputat entlastet. Das ist einfach Geldverschwendung.

    Ist das nicht irgendwie bei jeder Zeitung so? Die Leser bekommen den Blickwinkel, wofür sie bezahlen...

    Die beiden in einem Atemzug zu nennen, verkennt die Lage völlig. Compact war verfassungsfeindlich und letztlich verboten worden. Das habe ich so von der taz noch nicht gehört.

    Compact wurde rechtswidrig verboten, entsprechend ist das Verbot vom Bundesverwaltungsgericht kassiert worden. Im Übrigen hat die TAZ das Verbot damals (und wie ich finde zurecht) kritisiert.

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