Beiträge von Marie_September

    Ich habe nun gestern meinen Stundenplan erhalten und mir wurde klar, dass ich die schlimmsten Klassen der Schule bekommen habe.

    Ich dachte, dass ich nach dem Gespräch klare Grenzen aufgezeigt habe, aber offenbar möchte man mich gezielt und bewusst zur Kündigung bewegen.

    Ganz davon abgesehen, dass ich an jedem Tag zur ersten Stunde antanzen muss, wobei ich als alleinerziehende Mutter darum bat ab der zweiten oder dritten Stunde zu haben, stimmt auch mein Stundenkontingent nicht.

    Ich arbeite 75 Prozent und habe mit beiden Plänen gerechnet das volle Stundendeputat erhalten.

    Ich habe natürlich sofort beide Planer angeschrieben und man wollte mir weiß machen, dass das rechtmäßig wäre.


    Für mich wird damit das Thema Tagesklinik und erneute Krankschreibung wieder greifbarer.

    Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, jetzt wieder zum hoch gestellten Personalrat zu gehen, weil man dann denken könnte "Was will die jetzt hier schon wieder? Sie beschwert sich wegen jedem Quark" aber ich sehe auch nicht ein, mehr zu arbeiten als ich dafür bezahlt bekomme.

    Hinzu kommt bei uns an der Berufsschule, dass die Stundentafeln wechseln, weshalb bestimmte Klassen nur alle paar Wochen unterrichtet werden. Dadurch hat man auch von Haus aus mehr Stunden.

    Da ich CU habe und deshalb extra 75 Prozent in Teilzeit arbeite und dann an sich trotzdem mehr Stunden pro Woche habe würde das an sich ja gar nichts bringen.

    Ich weiß auch nicht ob es rechtlich überhaupt in Ordnung ist Stunden quasi im voraus zu leisten. Ich kann ja nächste Woche vom LKW überfahren werden. Und was dann?

    Ich habe nun das volle Programm des Mobbings über einen langen Zeitraum erlebt und kann dir nur sagen, dass am Ende alle Instanzen zusammenstehen und man kaum eine Chance hat.

    Man muss schauen, dass man nicht selbst vor die Hunde geht, denn effektive Hilfe wird man von Seiten der Schulbehörde kaum erleben.

    Ich habe mich in einem anderen Bundesland beworben. Sobald ich die Zusage bekomme, bin ich weg. Man kann sich nur selbst schützen.

    Viele sprechen immer von Mobbing an Schulen durch Schüler. Das Thema Mobbing der Schulleitung oder von Kollegen ausgehend wird nur selten thematisiert.

    Ich muss aber sagen, dass ich mich in meinem Fall auch hätte umorientieren können, weil ich davor noch einen anderen sehr gesuchten Beruf gelernt habe. Das haben klassische Lehrer nicht und das tut mir für die, die ähnliches wie ich erlebt haben immer ein bisschen leid, weil sie der Sache noch schutzloser ausgeliefert sind.

    Wobei auch da viel geht. Man könnte sich in der Jugendhilfe, in der Sozialarbeit bewerben oder sicher auch in Kitas, Beratungsstellen, bei Nachhilfeeinrichtungen oder in der Unternehmensgründung. Eventuell auch abhängig vom Fach. Wenn man Chemie studiert hat, würde die freie Wirtschaft auch attraktiv sein.

    In meinem Fall habe ich aber gemerkt, dass es die Kollegen und die SL sind und ich an sich gut mit den Schülern klar komme, weshalb ich noch weiter im Bereich bleiben will, aber die Schule wechsle.

    Zum Verständnis und unabhängig von einer "Schuldfrage": Stimmt es denn, dass du Montags/Dienstags immer krank gewesen bist und damit immer wieder für dieselben Klassen Unterricht ausfiel?

    Sind das genau die Klassen hier:

    Nein. Ich hatte mit von der Krankenkasse in Vorbereitung auf das Gespräch extra noch einmal meine Krankenzeiten schicken lassen. Es waren vielleicht 2 Mal. Meine CU sucht sich eben nicht aus, ob sie nun am Montag oder Dienstasg schlimm ist oder am Freitag.


    manchen wie z.B. Schwerbehinderte sind dann komplett raus.

    Das wird gerade mein Plan B.


    Das BEM sitzt hier direkt an der Schulbehörde."

    Hatte ich mehrmals erklärt. Das betriebliche Eungliederungsmanagement ist hier am Schulamt verortet.

    Nur mal so als Anmerkung: Bundeslandwechsel ist auch als Tarifbeschäftigter nicht so einfach.

    Hast du dazu eine verlässliche Quelle oder ist das eine einfache Behauptung?

    Ich denke, dass es sehr einfach ist. Warum sollte man nicht an Ort A kündigen, nach B ziehen und sich dort bewerben?

    Ich kenne einen Kollegen, der das sehr erfolgreich praktiziert hat. Ich lasse mich aber gern mit Infos bereichern. Vielleicht gab es da ja Ausnahmen von denen ich nichts weiß.

    Du solltest jetzt direkt ein Gedächtnisprotokoll anfertigen.

    Das habe ich direkt danach noch im Auto gemacht.

    Dennoch danke für den Hinweis.


    Wenn die Abordnungsschule nun eine neue Lehrerin hat, warum sollst du noch weiterhin von deiner Stammschule abgeordnet werden ?????

    Weil die Lehrkräfte insgesamt von der Anzahl nicht ausreichen. Ich dachte auch, dass jetzt wenigstens Schluss sei aber Fehlanzeige.

    Warum hat das BEM an der Schule der Abordnung stattgefunden? Gibt es BL, in denen das üblich ist?

    Wie lange dauert die Abordnung? Ist sie nicht mit dem Schuljahr beendet?

    Das läuft in meinem Bundesland nicht so. Hatten wir schon thematisiert. Das BEM sitzt hier direkt an der Schulbehörde.

    sondern ein Gespräch mit der Schulleitung der Abordnungsschule über verschiedene Beschwerden.

    Ja, das war hier so.


    Ich Frage mich aber auch, was die Stammschule der TE dazu sagt. War die auch da?

    Nein, angeblich krank obwohl laut Plan da.

    Ich hab die Nase einfach von diesem Bundesland voll und hoffe nun auf Antwort vom Nachbarland. Wird sicher noch etwas dauern. Sobald die kommt, bin ich weg.

    Weiß jemand, wie die Kündigungsfristen als Angestellte sind?

    Ich lasse mich nicht mehr schikanieren. Sollen sie sich jemand anderen suchen.

    Es ging anderthalb Stunden hin und her. Ich hatte keine Chance mich zu äußern oder mich zu verteidigen. Ich sags mal so: Bei jedem Schwerverbrecher vor Gericht hätte da ein Anwalt inrerveniert und Einspruch eingelegt.

    Die Frage ist doch, wogegen willst Du klagen? Was soll die Klage erreichen?
    Wenn falsche Aussagen getätigt wurden und diese im Protokoll stehen, wird man grundsätzlich auf dem Rechtsweg gute Aussichten haben diese abzuändern. Die Frage wäre aber erstmal, ob diese Aussagen für dich einen echten Nachteil haben. Wenn z.B. durch das falsche Protokoll deine Einstellungschancen woanders gemindert werden, ist es etwas anderes als wenn es nur eine Gesprächsnotiz ist. Ggf. könnte man sonst auch gegen die Person, die die Aussagen getätigt hat, persönlich vorgehen. Aber auch da müsste man prüfen, was die Person genau gesagt hat, welcher Schaden entstanden ist und ob die Person absichtlich, grob fahrlässig und leicht fahrlässig gehandelt hat. Wenn Du wirklich oft Mo+Di krank warst, ist die Aussage, dass oft Mo+Di krank warst in einem solchen Gespräch legitim. Die Unterstellung, dass Du blau gemacht hast, wäre nicht mehr legitim.

    Wenn die Schulleitung entgegen der rechtlichen Vorgaben eine Vertrauensperson vorenthalten hat, wäre eine Dienstaufsichtsbeschwerde möglich. Aber auch da ist die Frage, was Du davon hast. Wahrscheinlich wird die Schulleitung dann schriftlich darauf hingewiesen, dass das rechtlich nicht in Ordnung ist. Im schlimmsten Fall wird sie abgemahnt. Bringt aber alles für dich keinen VOrteil.

    Mit anderen Worten: Sieh zu, dass du Land gewinnst?

    Bekommst du noch ein Protokoll bzw. hast du eines unterschrieben ?

    Du bräuchtest etwas schriftlich, gegen das du vorgehen kannst. Ansonsten schiebt es stets der eine auf den anderen.

    Eigentlich ist doch dein Ziel, das Bundesland zu verlassen. Dann würde ich kräfteschonend vorgehen ....

    Ich habe nichts unterschrieben. Ich bekomme wohl noch ein Protokoll, werde es aber auch nicht unterschreiben.

    Ja, absolut.

    Frage in die Runde: Würde sich eine Klage lohnen? Dienstaufsichtsbeschwerde? Gegen die Schulaufsicht oder den Schulleiter?
    Ich hab ja Zweifel.

    Rechtlich fundierte Antworten wären mir wichtig.

    Nur bitte nicht im Sinne von: Glaubst du allen Ernstes dagegen vorgehen zu können?

    Nein, ich bin mir nicht sicher, aber ich möchte alle Eventualitäten prüfen.

    Fakt ist, mir wurde im Gespräch vorgehalten, ich würde immer am Montag und Dienstag krank feiern (Stellvertreter)
    Der Schulleiter sah diesen dann scharf an (er hat diese Aufgabe bewusst an ihn abgewälzt, weil er wusste, dass er sich sonst angreifbar macht) und machte eine vielsagende Geste in Richtung Stellvertreter von diesen Bemerkungen Abstand zu nehmen.

    Auch er formulierte allerdings ähnliche Sätze.

    Mittlerweile habe ich eine Schwerbehinderung beantragt, es beim Gespräch aber nicht thematisiert.

    Welcher Zeitpunkt bezogen auf eine Kündigung des Angestelltenverhältnisses wäre für Marie_September eigentlich am sinnvollsten (Kündigungsfristen, Anrechnung von Dienstjahren,...) ? Oder wäre ein Auflösungsvertrag besser, wenn er denn gewährt wird ?

    Man hat eine neue Kollegin ? Aha, dann warst du also nur Platzhalterin ?

    Mir wäre wichtig, dass ich erstmal den neuen Job an einer Schule im anderen Bundesland sicher habe.

    Auch noch besonders amüsant: Man hat mir dann unterstellt, ich wäre ja immer montags und dienstags krank gewesen, wo ich bestimmte Klassen habe. Tut mir leid, aber meine chronische Problematik sucht sich leider nicht den Wochentag aus, an dem ich ausfalle.

    Hattest Du denn jemanden dabei, der Dich moralisch unterstützt?

    Nein, durfte ich nicht. Von Seiten der Schulleitung untersagt. Ich war danach maximal hinüber.

    Mittlerweile geht es wieder etwas besser, aber ich bin froh, dass ich mir mittlerweile sowohl ein Coaching als auch therapeutische Hilfe gesucht habe. Ich hätte das sonst nicht durchgestanden. Ich bin dort mittlerweile verbrannt und habe nun die Konsequenz bekommen, dass ich zwei lieb gewonnene Klassen abgeben muss. Begründung: Mit meinem Krankenstand der letzten Wochen wäre das nicht vereinbar und man hätte eine neue Kollegin, die die Klasse im kommenden Jahr übernimmt. Zudem warf man in den Raum, dass ich mir überlegen sollte, ob der Lehrerberuf auf Dauer mein Ziel ist (Ich habe ein bestandenes Referendariat!)

    Es wurden im Gespräch mehrere Male unwahre Behauptungen aufgestellt. Falsche Zeiträume wurden benannt und mir unterstellt, ich würde nicht kommunizieren. Versuche dies zu widerlegen endeten damit, dass ich mundtot gemacht wurde und mich der Schulleiter und die Schulaufsicht nicht zu Worte kommen ließen. Wie gesagt, wenn jemand von euch eine ähnliche Situation hat, tut euch das nicht an.

    Ach ja, die Briefe wurden als Teil des Lernprozesses interpretiert. Ich wäre ja noch relativ wenig Zeit nach dem Referendariat und das würde eben jedem Mal so gehen.

    Mittlerweile überlege ich, ob es sinnvoll wäre eine Klage einzuleiten.

    Geht nicht hin, nehmt euch gleich einen Anwalt und macht alles nur noch schriftlich.

    Ich überlege mittlerweile auch in eine Tagesklinik zu gehen, weil mir das Gespräch den mühsam aufgebauten Selbstwert erneut kaputt gemacht hat. Ich habe sowas noch nie und nirgendwo anders erlebt.

    Wie gesagt, selbst das Referendariat war nicht ansatzweise mit dem vergleichbar, was ich da im Gespräch erlebt habe.

    Ich glaube mittlerweile, dass ein Mensch von sowas massiv gebrochen werden kann.

    Wie sich manche Systeme selbst schützen (ich sage nicht, dass es überall so ist, aber hier war es so) ist einfach nur verblüffend.

    Das Gespräch hat nun stattgefunden und war wie erwartet.

    Ich hatte kaum Chance und wurde mehrfach mundtot gemacht. Es wurden Unwahrheiten behauptet und ich hatte nicht einmal die Chance meine Sichtweisen zu erläutern und Fakten gerade zu rücken.

    Ich würde nach dieser Erfahrung jedem empfehlen tunlichst derartige Gespräche zu vermeiden und alles nur noch schriftlich zu machen und einen Anwalt zu derartigen Gesprächen mitzunehmen oder gar nicht zu erscheinen.

    Für mich steht fest, dass ich in diesen Saftladen keinen Fuß mehr setze und sobald ich eine neue Stelle im Bundesland habe kündigen werde.

    Faszinierend war für mich auch, dass sich am Ende sämtliche Positionen einig waren.


    Bei euch bedanke ich mich für die Unterstützung.

    Die TE erinnert doch stark an zwei oder drei andere mittlerweile nicht mehr hier schreibende Userinnen.

    Kernpunkt ist immer, dass sie schikaniert, gemobbt oder anderswie drangsaliert wird, die Welt nicht versteht und uns fragt, was man dagegen tun kann. Dann werden die Antworten bewertet und festgestellt, dass wir im Wesentlichen zu kritisch rückfragen und der Großteil unserer Antworten sowieso nicht hilfreich ist.

    Warum tun wir uns das an?

    Ich möchte die Schuldzuweisungen klar von mir weisen. Ich war hier nicht schon t und bin seit Sommer 2025 hier. Lies gerne nach, wenn du es nicht glaubst.


    Zum Verlauf der Diskussion: Mir ist durchaus bekannt, dass es Schulen gibt, an denen Referendare verbleiben. Wenn an einer Schule aber kaum junge Leute sind, dann ist das schon sehr seltsam. Entweder hat man verpennt Nachwuchs zu gewinnen oder alle die da waren haben lieber das Weite ergriffen.

    Ich habe an einer Schule, an die ich abgeordnet bin viel Schikanen erlebt und bin mir mittlerweile sicher, dass man ein soziales Kollegium und eine sozial gut funktionierende Schule an verschiedenen Faktoren erkennt.


    Bei besagter Schule ist mir folgendes aufgefallen: Es gibt nur alte Kollegen. Referendare sind nicht geblieben. Ich war fast die einzige junge Frau meines Alters. Bei einer gut funktionierenden Schule müssten die Referendare doch bleiben, oder?

    Gruppenbildung und Spaltung: Es gibt keine gemeinsame Weihnachtsfeier und jeder arbeitet vor sich hin. Viele Grüppchen und kleinen Gemeinschaften, in denen jeder den anderen schlecht machte. Wenn man bei Gruppe A zum Kaffeeklatsch geht, ist man bei Gruppe B verbrannt.

    Kein Zusammenhalt: Gefühlt jeder ist dem anderen sein Todsfeind.

    Viele sprachen sich auch nachdem sie 20 Jahre zusammenarbeiteten noch mit Sie an. Das fand ich schon am Anfang seltsam.

    Das Klima ist generell schlecht.

    Was denkt ihr? Wie sieht es bei euch im Kollegium aus und glaubt ihr auch, man kann ein gutes Kollegium relativ zeitnahe erkennen?

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