Seien wir gespannt!
Ernüchtert wäre vermutlich realistisch...
Seien wir gespannt!
Ernüchtert wäre vermutlich realistisch...
Nun ja, man könnte den Eindruck gewinnen, dass Deine Äußerungen nicht minder von Deinen Erlebnissen geprägt sind.
Zwischen Schwarz und Weiß gibt es noch unzählige Grautöne - wie eben auch nicht alle [Insert (soziale Gruppe)] sich gleichermaßen kindisch oder der Situation anderweitig unangepasst verhalten.
Oder einer Konferenz...
Oder ein Eltern- bzw. Pflegschaftsabend, um das Feld der Beteiligten noch um eine weitere Gruppe im schulischen Umfeld zu erweitern.
Was erleben wir da? (Achtung: Ab hier kann alles Spuren von Sarkasmus enthalten)
a) Bei der Frage, wer das Protokoll führen möchte, gehen alle Köpfe nach unten.
b) Bei der Frage, wer Pflegschaftsvorsitz machen möchte, gehen wahlweise alle Köpfe nach unten, oder es melden sich ganz eifrige.
c) Bei längeren Diskussionen oder Phasen, die von einzelnen Teilnehmenden als uninteressant empfunden werden, sind mehrere Teilnehmende mit ihrem Handy, dem Tablet, Korrekturen, oder Schwätzchen mit dem Nachbarn beschäftigt.
(Die Aufzählung ist nicht abschließend.)
All das sind Situationen, die ich aus meinen Erfahrungen als Schüler, als Lehrkraft, als Vater wie auch als stv. Schulleiter erleben durfte und wo ich dieselben genannten Gruppen entsprechend erlebt habe. Verschiedene Rollen, verschiedene Aufgaben, verschiedene Perspektiven - und doch stets dasselbe.
Das sind gruppendynamische Prozesse, die es in verschiedenen Systemen gibt, die hierarchisch strukturiert sind. Da muss ich mich weder als Schüler über meine MitschülerInnen, als Klassenlehrer über meine SchülerInnen oder die Elternschaft, noch als Lehrkraft über meine KollegInnen, noch als Schulleitungsmitglied über meine Kolleginnen wie oben dargestellt "erheben". Ich beschreibe.
Und diese Beschreibungen entspringen keinesfalls alleine meiner nun aufgrund meiner Position in höheren Sphären schwebenden Geisteshaltung sondern sind zu gleichen Anteilen auch Ergebnis von Aussagen und Gesprächen vieler in diesem System anzutreffenden Personen.
Vielleicht schaffen wir es, einmal ohne verbale Tiefschläge auszukommen.
Ich habe einen Mechanismus beschrieben, den ich ebenso von beiden Seiten erlebt habe.
Nun ja, trotz Tarnung scheinen es ja KollegInnen mitzubekommen.
Und dann sind KollegInnen doch wie eine Schulklasse. Man denunziert nicht und hält gegen die Lehrkraft bzw. gegen die Schulleitung zusammen. Da sind wir dann wieder bei dem uns allen nur zu gut aus beiden Positionen heraus bekannten moralischen Dilemma.
Ich glaube niemand hier geht davon aus, dass die Schläge gegen den Iran völkerrechtskonform sind. Ist mir aber ehrlich gesagt vollkommen egal. Wenn sich Massenmörder hinter dem Völkerrecht verstecken können, dann bedeutet mir das Völkerrecht in dem Falle nichts.
Emotional verständlich, aber wenn wir das einmal auf einen üblen Verbrecher, der hier in Deutschland gewütet hat, übertragen, sieht das Ganze so aus:
Selbst der fieseste, brutalste Massenmörder wird hier vor Lynchjustiz und Schauprozessen, vor Befangenheit des Gerichts und vor unzureichender Verteidigung geschützt. Verdient hätte er es moralisch sicherlich nicht. Aber auch dieser Massenmörder kann sich in Deutschland hinter Artikel 1 GG verstecken. Er wird ggf. ein Leben lang nicht mehr freikommen, aber er wird nicht hingerichtet, gefoltert oder anderweitig menschenunwürdig behandelt.
Würde ich nicht machen. Weder Anschreiben, noch Lebenslauf, noch Zeugnisse. Das ist keine Bewerbung.
Kurze Information über schulisch nutzbare Qualifikationen und ggf. Posten / Tätigkeit in der Vergangenheit und fertig. Was geht den SL mein Abiturzeugnis an?
Da schließe ich mich an. Die Zeugnisse etc. befinden sich auch nicht in den Personalakten vor Ort.
Mir stellt sich die Frage, ob das nicht einen Bürgerkrieg provoziert - die gemäßigt-liberale Bevölkerungsgruppe gegen die islamistische Gruppe. Es kann ja kaum sein, dass eine kleine Clique an religiösen Hardlinern mal eben ein riesiges Land übernimmt und kontrolliert und alle sind eigentlich dagegen, oder?
Okay, der Preis ist natürlich eine Hausnummer. Klappt es denn, dass hauptsächlich störende Hintergrundgeräusche weggefiltert werden, oder wird auch die normale Kommunikation behindert?
Meine "Achillesferse" ist mein sehr empfindsames wie empfindliches Gehör. Viele SchülerInnen in den letzten 21 Jahren haben mich entgeistert angesehen, als sie von mir erfuhren, dass ich sie gehört hatte. Gleichwohl nehme ich in Situationen, wo viele Menschen laut durcheinander reden nur noch eine Schallwand wahr.
Die Stöpsel helfen auch dort - die Kommunikation mit anderen Menschen ist überhaupt nicht beeinträchtigt. Man hört immer noch deutlich, aber eben gedämpfter - und eine Menge Umgebungsgeräusche werden herausgefiltert. Für mich war das die optimale Lösung.
Ich habe meine Ohrstöpsel, die eine Maßanfertigung vom Hörakustiker waren, leider neulich verloren, aber davor habe ich sie über drei Jahre immer bei Bedarf getragen. Sie wurden auf der Basis eines Ohrabdrucks maßangefertigt und saßen prima. Sie drückten nicht, man konnte sie auch während des Schlafens tragen und sie nahmen spürbar Geräusche aus allen Frequenzbereichen weg. Die knapp 300 Euro waren eine gute Investition.
Daher werde ich mir sehr bald wieder neue anfertigen lassen.
Zu spät. Merz hat wohl den Iran aufgefordert seine Angriffe einzustellen.
Mir kurzzeitig die Idee, was passiert wäre, hätte er das von der Ukraine auch gefordert.Du befürwortest also die slektive Anwendung von Rechtsnormen?
Ich befürworte eine Differenzierung zwischen Konflikten, die uns früher oder später sehr vehement tangieren werden und solche, die moralisch gleichermaßen zu verurteilen sind, aber uns eben nicht tangieren werden. Da bin ich in der Tat selektiv.
Ungeachtet dessen nehme ich den Iran auch als eine Bedrohung wahr - gleichwohl bin ich kein Freund aggressiver, in meinen Augen unprovozierter militärischer Intervention.
Jetzt wo unsere Bündnispartner gegen das Völkerrecht verstößt, müssten wir eigentlich dem Iran Waffen liefern und die USA und Israel aufs schärfste sanktionieren, damit wir nicht mit zweierlei Maß messen.
Es. Gibt. Keine. Gleichheit. Im. Unrecht. Das ist ein zentraler Rechtsgrundsatz.
Sehr einseitige Sicht der Dinge.
Auf der anderen Seite sitzt ein Unternehmen, dass einen teuren Bewerbungsprozess durchgeführt hat und jetzt mit einer Arbeitskraft rechnet, welche sich wegen jedem Pups krankmeldet.
Das ist eine Frage der Erziehung - in Schule wie Elternhaus - und keine Frage des Ausweisens der Fehlzeiten auf einem Zeugnis.
Es ist argumentativ wenig hilfreich meiner vermeintlich einseitigen Sicht ein Gegenextrem entgegenzustellen.
Ich sehe das ganz pragmatisch. Das Land hat uns vorgegeben, dass wir keine Fehlzeiten auf Abschlusszeugnissen ausweisen dürfen. Was soll ich deswegen Theater machen? Ich finde das auch nicht gut, aber ich kann aktiv nichts dagegen tun, um einen politischen Willen zu erzeugen, der das Ganze abändert.
Die SchülerInnen sollen dadurch keinen Nachteil bei ihrem späteren beruflichen Werdegang haben. Das kann man gerne so machen.
Die Azubis oder StudentInnen werden früher oder später auf die harte Tour lernen, was es bedeutet, wenn man zehn Minuten zu spät kommt und wahlweise eine Abmahnung erhält oder aber zu einer Prüfung nicht mehr zugelassen wird.
Das ist alles eine Frage der Zeit und sollte uns nicht weiter beschäftigen. Wir können hier keine Gerechtigkeit herstellen.
Leute, wir hängen uns jetzt hier am Zuspätkommen auf - vorzugsweise das Zuspätkommen im Rahmen des morgendlichen Weges zur Schule. Da sind wir uns glaube ich alle einig - es sei denn es wurde noch nicht von jedem gesagt. Ich habe jetzt hier keinen Beitrag gesehen, der das deutlich relativiert oder gutgeheißen hat.
Hallo zusammen,
ich habe einen Versetzungsantrag gestellt. Kürzlich rief mich die Bezirksregierung an, um mir einen Tipp zu geben, welche Schule, zumindest auf dem Papier, Bedarf an meinen Fächer haben könnte. Ich solle doch mal Kontakt mit der SL aufnehmen.Dies habe ich telefonisch getan und tatsächlich werden meine Fächer dort gebraucht. Die SL sagte mir, ich solle meine kompletten Bewerbungsunterlagen zusenden (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, etc.).
Ist das so die Regel? Ich bin ja schon längst auf Lebenszeit verbeamtet und hätte gedacht, dass man sich persönlich trifft und dann im Gespräch offene Fragen klärt.Danke im Voraus für eure Antworten.
Die Regel ist es nicht, aber das hatten wir in der Tat auch schon an meiner Schule. Es ist nicht so, dass man sich in dem Sinne "bewerben" muss, aber es ist schon hilfreich für eine Schule zu sehen, wen man sich ins Haus holt - zunächst auf dem Papier und dann im persönlichen Gespräch.
Bei uns fliegen viele Azubis aus ihren Betrieben wegen mangelnder Pünktlichkeit.
Das Auto fährt zur Baustelle ab, die Maschine kann nicht stillstehen, die Anlage nicht unbewacht bleiben.
Daher ist es umso wichtiger, es vorzuleben.
Darum geht es doch gar nicht. Die Übertragung der Unpünktlichkeit auf andere Berufsbereiche mag die Notwendigkeit von Pünktlichkeit unterstreichen, für das System Schule wirft das aber wenig ab - insbesondere wenn wir uns alle im Grunde einig darüber sind, dass Pünktlichkeit durchaus ihre Berechtigung hat.
Mir geht es um konkrete Situationen vor Ort und nicht um eine Lehrkraft, die es nicht gebacken bekommt, morgens pünktlich zu sein. Dass man dieser Person irgendwann sagen muss, dass das so nicht geht, ist klar. Es geht dann um das wie. Die allermeisten KollegInnen, die ich kennenlernen durfte, hatten da auch ein Unrechtsbewusstsein.
Man beachte folgende Aufzählung aus dem Erlass:
2.2.3 Vergütbare Mehrarbeit liegt insbesondere in folgenden Fällen nicht vor:
- Teilnahme an Eltern- und Schülersprechtagen,
- Teilnahme an Konferenzen, Dienstbesprechungen und Prüfungen aller Art (einschließlich der Aufsicht bei Prüfungsarbeiten),
- Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen,
- Teilnahme an Schulveranstaltungen im Rahmen der Richtlinien für Schulfahrten,
- Teilnahme an sonstigen Schulveranstaltungen (z.B. Schulfeste),
- Teilnahme an Schulsportfesten einschließlich der Mitwirkung als Kampfrichter,
- Teilnahme und Mitwirkung am Schulgottesdienst,
- Teilnahme an Veranstaltungen zur Förderung der Betriebsgemeinschaft,
- Teilnahme und Aufsicht bei Berufsberatungen,
- Besuch von Schülern während der Betriebspraktika,
- Erledigung von Verwaltungsarbeit.
Das Fettgedruckte sorgte an meinen bisherigen Schulen immer für Unruhe, weil das bedeutet, dass ZweitprüferInnen bei mündlichen Kommunikationsprüfungen diese Tätigkeit eigentlich nicht als Mehrarbeit anrechnen dürfen. Solange die PrüferInnen aus den Jahrgangstrams bestehen und man gegenseitig Erst- und ZweitprüferIn ist, meckert da niemand.
Eine Teilzeitkraft, die als Zweitprüfer eingesetzt ist und über ihr Deputat hinaus anwesend ist, sieht das gleichwohl anders. (Und ich kann sie verstehen, weil sie überproportional zu ihrem Deputat belastet wird.)Klausuraufsichten dürfen damit ebenso wenig als Mehrarbeit angerechnet werden.
Die allermeisten KollegInnen kennen diesen Erlass nicht und wundern sich dann, wenn sie entgegen ihrer Auffassung dann keine Mehrarbeit angerechnet bekommen. Der Verweis auf die Rechtslage belegt zwar, dass wir als SL rechtskonform vorgehen, aber das macht die KollegInnen trotzdem nicht glücklicher.
Ich finde es faszinierend, wie viele Beispiele hier angeführt werden, um wahlweise die eine oder die andere Linie zu untermauern.
Letztlich geht es doch um Schulleitungsverhalten, die Frage der Notwendigkeit sowie die Wahrnehmung desselben.
Die KollegInnenfraktion, die schlunzig ist, wird sich durch den Hinweis auf mehr Pünktlichkeit etc. gegängelt fühlen und möglicherweise renitentes Verhalten zeigen. Die Fraktion, die pünktlich ist, wird ein solches Schulleitungsverhalten wahrscheinlich begrüßen.
Zuspätkommen wegen Stau, Müllwagen etc. erlebe ich hier sehr, sehr selten. Die systemisch bedingte Unpünktlichkeit aufgrund von Laufwegen, Gesprächen auf dem Gang etc. ist um ein Vielfaches größer. Ersteres kann man in den Griff bekommen und liegt in der Verantwortung der KollegInnen - da würde ich auch früher oder später Gespräche führen. Bei den systemisch bedingten Gründen sehe ich wenig Sinn darin, hier die KollegInnen zu ermahnen, obwohl hier tagtäglich unzählige Minuten an Unterrichtszeit verloren gehen.
Pünktlichkeit ist aus den genannten Gründen erstrebenswert und notwendig - und Lehrkräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Überspitzt formuliert wird dies aber nicht über Wohl und Wehe des Abendlandes entscheiden.
Ich finde das absolut okay und sinnvoll. Mir ist nicht ganz klar, wieso hier z.B. zu spät kommen der Kolleginnen und Kollegen so verharmlost wird.
Verharmlosen oder dramatisieren.
Ich kenne aus meiner eigenen Erfahrung genug Situationen, in denen ich es nicht geschafft habe, pünktlich zu sein. Dafür gab es klare Gründe. Eine Zurechtweisung hätte daran nichts ändern können. Es wäre dann überspitzt formuliert ein "wenn Du perfekt wärst, würdest Du alles so managen, dass Du pünktlich bist." Damit könnte ich aber nichts anfangen. Ich würde natürlich dann versuchen, häufiger pünktlich zu sein, aber wenn es mal nicht geht, geht es eben nicht.
Da würde ich mir Augenmaß und nicht absolute Maßstäbe wünschen.
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