Beiträge von Herr Rau

    Hier ist Übersicht, welche Windows-Programmen unter Wine laufen:

    https://appdb.winehq.org/

    Es ist eine große Datenbank, und vor allem sind viele Spiele drin, auch technisch anspruchsvolle. Mit Wine läuft sehr viel sehr gut, du kannst ja schauen, ob die von dir vorgeschlagenen Programme dort sind. Oder du schlägst andere Programme vor - um welche geht es denn? Für vieles gibt es auch Alternativen.

    (Eigentlich sollten Linux nutzende Schüler und Schülerinnen recht findig sein, denke ich.)


    Abre ja, grundsätzlich ist es schwierig, Programme, die auf einem Betriebssystem laufen, auch auf einem anderen laufen zu lassen. Oft werden gute Programme aber auch für mehrere Betriebssysteme angeboten.

    Nein, dürfen wir nicht und will die Schule nicht.


    (In Reserve sind ein Twitter-Accoutn und eine Facebookseite. Insbesondere Facebookseiten dürfte es zu den meisten Schulen geben, weil ja alle eine Fanseite dazu anlegen können, aber ich habe uns da mal als Schule registriert und verwalte jetzt eine offizielle Seite. Auf der aber nichts passiert.)

    Ich rücke meine Handynummer ungern heraus (eher wegen der Kollegen und Kolleginnen, die das für WhatsApp und Anrufe missbrauchen statt für Internet, wie es sich gehört), meine Festnetznummer ständig und gerne.


    Bei meinem Anbieter für Telefon über IP, also VoIP und nicht ISDN, ist es problemlos möglich, sich selber zusätzliche Nummern zu geben. Ich habe eine für mein Impressum, eine für die Schule, eine für sonstiges, eine mit einem Anrufbeantworter dran, auf den ich alle paar Tage einen neuen englischen Witz aufspreche, so als niederschwellige Hörverstehensübung. - Vermutlich sehen die Eltern allerdings, wenn man sie auf dem Gerät zurückruft, die am Router als Standardnummer markierte Nummer.


    Mich rufen so gut wie nie Eltern oder Schüler und Schülerinnen an, von Missbrauch ganz zu schweigen.

    Ich hätte es auf jeden Fall für möglich gehalten, dass unser Weihnachtsgeld gestrichen wird...

    Ja. Ist ohnehin ein Bonus, soweit ich weiß, und natürlich Teil von Verhandlungen, aber wir haben nicht grundsätzlich ein Anrecht darauf - mag mich da irren, aber so habe ich das in Erinnerung. Wer's sicher anders weiß, gerne korrigieren.

    Das stand aber schon ganz am Anfang der Umfrage: Es gibt bei der Umfrage keine "richtigen" oder "falschen" Antworten.

    Es gibt ja auch keine richtigen oder falschen Harry-Potter-Häuser oder Glückskekssprüche, oder?

    (Meint ihr das ernst oder seid ihr, uh, gerade, also nur im Moment, wegen der Umstände oder so, humortechnisch weniger flexibel als sonst? Ist okay, würde ich verstehen. wirklich, soll kein Angriff sein.)

    Jitsi braucht Google Chrom als Browser, sonst mault es rum.

    Lass maulen, beziehungsweise klick den Warnhinweis weg, geht auch so. Schüler und Schülerinnen werden ohnehin meist über die Jitsi-App im Meet sein, oder jedenfalls würde ich das als Lehrkraft empfehlen, schon mal um die heimischen Rechnerressource zu schonen.

    Vorteil von Jitsi: Niemand muss etwas installieren, und die SuS können problemlos Jitsi-Meets anlegen und einander treffen, aber das stelle ich mir bei Zoom ähnlich vor.


    Ich habe mich mit ein paar Kollegen aus anderen Schulen via Jitsi getroffen, und mit Schülern und Schülerinnen einer Klasse: Schön, mal wieder Gesichter zu sehen und Stimmen zu hören. Und das ist wichtig. Arbeiten will ich so aber nicht, lieber asynchron. Neulich retweetet:

    Zitat

    "Forget about meetings that could have been an email. Unfortunately, they did not turn into an email like we all hoped. Now instead it is Zooms that could have been an email."

    Wenn ich jetzt aber anschaue, was manch andere Kollegen sich beim Online-Learning für einen wahnsinnigen Aufwand mit Videokonferenzen und Lernplattformen mache, frage ich mich ehrlich, ob ich es mir nicht ein bisschen einfach gemacht habe. Wie seht ihr das?

    Nein, du machst es dir nicht zu einfach. Ist okay so. Digital würde ich so minimal nutzen wie möglich, kein fancy stuff, keine großen Erwartungen. Aber ja, meine Schüler und Schülerinnen, oder doch ein Großteil, wünschen sich Aufgaben - das kann auch ein Stapel Papier sein, da kann man Aufgaben ebenso gut machen oder schlecht wie digital. Ich kriege jedenfalls von vielen die Aufgabe, die für eine Woche reichen sollte, sehr schnell zurück.

    Herr Rau - dein Typ wird verlangt. ;)

    Okay, kurze Pause. Mebis läuft sehr gut bei den Schulen, die Vorbereitungen getroffen haben und einen klugen Kopf haben, der zu Geduld anhält. Alle anderen haben tatsächlich Pech gehabt. Verzeihung, meine Geduld ist kurz, ich mache seit vierzehn Tagen Mebis-Vorbereitung und -Support. Den Film von oben habe ich mir gar nicht erst angesehen, kann nichts Sinnvolles sein - so ein Schüler kann Stimmung wiedergeben, aber nichts inhaltlich Belastbares sagen.


    Aber Stimmung ist wichtig, und wenn an Schulen, die nie Mebis geschult haben, und die nicht rechtzeitig, also eine Woche vor Schulschließung, sich um Kurse gekümmert haben (also Schlafmützen sind, ehrlich gesagt) - wenn an diesen Schulen plötzlich Mebis die eierlegende Wollmilchsau ist, dann kippt die Stimmung, das ist klar. Da muss also jemand Erwartungsmanagement betreiben, und wenn das niemand tut: Blöd. Von null auf Mebis umstellen, insbesondere in der Grundschule, halte ich für utopisch, überfordert Schüler, Schülerinnen und Eltern. Zu den Lehrkräften kann ich nichts sagen.

    Blöd ist auch, wenn man jetzt plötzlich die interaktiven Vorzüge von Mebis erkennt und sofort Chat und Video und sonstwas haben mag. Erst mal einen Kanal herstellen und aufrecht erhalten zur Kommunikation, mit so wenig Traffic wie möglich. Der Inhalt ist gar nicht so wichtig. Und bloß keine kleinschrittigen Aufgaben. Bei mir gibt es je Klasse 1 Auftrag pro Woche, mit der Ermahnung zu Geduld und Entspannung, und bei manchen Klassen gibt es auch nur 1 Lebenszeichen und keinen Auftrag.

    An anderen Schulen wird gejammert, dass die Videokonferenz oder der Chat noch nicht gehen. Buhu.


    Bei uns gibt es für jede Klasse 1 Kurs, für jedes Fach in jeder Klasse 1 Forum, und ich habe erst heute (weil alles inzwischen gut läuft) angefangen, mich aus den Foren auszutragen. Das heißt, ich habe davor jede einzelne Nachricht als Mail gekriegt, habe also Überblick, was läuft und was nicht.


    In den letzten Tagen einen Blogeintrag nach dem anderen rausgehauen zu dem Thema, kein Wunder, dass ich mich nicht mehr kurz fassen kann.

    Aber ich habe noch die ersten Midgard-Regeln, d.h. nicht die ersten sondern die ersten professionell gebundenen im Din-A4 Format.

    Tja. Ich habe noch die ersten Midgard-Regeln, die semiprofessionell entstanden sind - DIN A5, 2. Auflage 1983. (Die erste war 1981.)

    Aber meine letzten übrigen DSA-Sachen von damals sind erst vor kurzem alle an die Nichte gegangen, 5. Klasse, großes Interesse. Die Maske kenne ich, aber ich hatte sie nie.


    Die Charakterbögen von damals, die habe ich noch; von vielen, war oft Spielleiter.


    Klassischer Unterricht ist ja auch so wie Spielleiten: Es gibt ein Ziel, man soll dahin, aber es gibt Freiheitsgrade und verschiedene Wege, man hat einen Plan und muss spontan sein; es gibt kooperative Varianten, wo Macht abgegeben wird, und klassische, wo einer der Chef ist und es sich möglichst nicht anmerken lässt; railroading ist nicht gut, man braucht zumindest die Illusion von Freiheit. Ernsthaft, das hat mich gut vorbereitet.

    Rollenspiele: Das ist Fantasykram, ursprünglich und von mir immer noch am liebsten als Pen & Paper gespielt. Eines der ersten Spiele legte dabei ein System fest, nachdem die Figuren der Spieler und Spielerinnen (aber auch andere) eine bestimmte "Gesinnung" haben, im englischen Original: alignment. Das war ein sehr fruchtbares System, das auch oft parodiert und nachgemacht wird, siehe etwa das Mem dazu:

    https://knowyourmeme.com/memes/alignment-charts


    Die Gesinnung kann dabei gut, neutral und böse sein. (Das hat für das Spiel Folgen, ist aber hier egal.) Das betrifft, vereinfacht, die Ziele der Figur.

    Außer dem ist die Gesinnung rechtschaffen, neutral oder chaotisch. Das betrifft, vereinfacht, die Methoden der Figur. Rechtschaffen heißt, man hält sich an Regeln, hält Regeln für gut, auch Regeln für Spaß, weil mit Regeln der Spaß noch viel größer wird. Chaotisch: Regeln sind bäh. Besser spontan, anarchisch, unabhängig freie Geister sind wichtig.

    Ein aufrechter Paladin ist rechtschaffen gut, ein nichtkonformistischer Abenteurer mit einem Herz aus Gold vielleicht neutral gut, oder wenn er arg gern Streiche spielt, auch chaotisch gut. Der Willkürherrscher ist neutral böse, vielleicht; wenn er grausam und unberechenbar ist, chaotisch böse, wenn er böse Ziele verfolgt, aber das mit unbrechbaren Gesetzen, dann wohl rechtschaffen böse. Prinzip verstanden?


    Bei Superhelden sieht das vielleicht so aus (und ist auch da nur mittelernst gemeint):



    Kurzum: Ich habe für mich mal vor Monaten zu einem brisanten Thema mal notiert, wer wie oft dazu geschrieben hat und welche Gesinnung ich ihm oder ihr zuschreiben würde. (Ich wollte schauen, ob das mit Schulart oder Bundesland korrespondiert. Aber das nur am Rande.)


    Meine Frage: Was glaubt denn ihr, welche Gesinnung zu euch passt?


    Meine Antwort schon einmal:

    1. Sehe mich als: Rechtschaffen gut.

    2. Wäre gerne: Neutral gut.

    Vielleicht ein Nebenthema: Ich interessiere mich sehr für Klarnamenpflicht, weil die immer wieder gefordert wird, nicht hier fürs Forum, sondern sonst. Ich höre allerdings immer nur von Studien, die sagen, dass Klarnamen überhaupt nichts beitragen zur Diskussionskultur. Zugegeben: das deckt sich mit meiner Erfahrung, Intuition, und Neigung - muss deswegen aber nicht stimmen, und mit den Studien habe ich mich nie ernsthaft beschäftigt. Hier ein Einstiegsbeitrag von 2016: https://t3n.de/news/studie-tro…ternet-kommentare-730083/ und ein Kommentar (allerdings von einem üblichen Verdächtigen) von 2020: https://www.spiegel.de/netzwel…e6-413f-b319-cac12d2a0fb2

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