Beiträge von fossi74

    Von seinen kleinen Kindern getrennt zu sein, kann aber ebenfalls Stress auslösen, der nicht der Genesung dient.

    Sicher. So klein sind die Kinder aber nicht mehr, wenn ich das richtig erinnere. Das Problem ist einfach, dass man sich - zumal als Mutter - nicht auf sich konzentrieren kann, wenn die Kinder dabei sind. Im konkreten Fall würde dazukommen, dass die Kinder während der Zeit des Aufenthaltes natürlich beschult werden müssten. Die Schule der Kinder (die ja auch die Schule der TE ist) würde also zwangsläufig mitbekommen, wo die Familie behandelt wird, sobald die Klinikschule Kontakt zur Heimatschule aufnimmt (das muss sie). Und ob die TE es schaffen würde, sich komplett aus der Beschulung der Kinder rauszuhalten, ist fraglich. Wir haben ständig PatientInnen, die sich vor lauter sich-verrrückt-machen über die von den Kindern "verpasste" Schulzeit null auf die eigene Problematik konzentrieren können. Wenn dann noch unverständige HeimatlehrerInnen dazu kommen, die sich nicht davon abhalten lassen, die Mütter zusätzlich verrückt zu machen (aus aktuellem Anlass: Grüßle an Frau M. von der Sprachheilschule C.!), dann ist die Behandlung bei uns im Grunde für die Katz.

    Hat jemand von euch mal eine Mu-Ki-Kur gemacht?

    Nein, aber schon viele Patientinnen erlebt, für die das der erste Versuch in Richtung Therapie war.

    An dieser Stelle noch ein Wort zu "Mutter-Kind-Kuren": Auch ich würde davon abraten. Zum einen ist tatsächlich das Problem vorhanden, dass man dann zu wenig Zeit für sich selbst hat, zum anderen sind diese Kuren nicht mehr als eine kurze Auszeit (in der Regel drei Wochen), um ein wenig zur Ruhe zu kommen und Dinge neu sortieren zu können. Außerdem liegt der Fokus dabei eher auf innerfamiliären Problemen. In einer Situation, wie du sie schilderst, ThaTeacher, ist so eine Mutter-Kind-Kur eher nicht indiziert.

    Aus vielfacher Erfahrung mit in meiner Klinik behandelten Müttern kann ich dir außerdem versichern, dass es schon Sinn macht, die Kinder nicht mitzunehmen - so verständlich dein Wunsch nach mehr Zeit mit ihnen ist. Auch bei umfassender Kinderbetreuung, wie sie einige spezialisierte Kliniken anbieten, brauchst du viel Zeit, um dich um die Kinder zu kümmern. Diese Zeit fehlt dir in deiner Behandlung.

    So habe ich dann meinen Atemregler (also das Ding, das man im Mund hat und aus dem man atmet) mitgebracht. Der Kommentar der beiden Typen: "Was ist das denn fürn altes Zeug!?! :daumenrunter: "

    Und du findest es doof, dass die zwei Checker sich damit als Tauchlaien geoutet haben, ja? Die Äußerung der beiden scheint mir in die gleiche Kategorie zu gehören wie so einiges, was ich mir früher von selbst ernannten Hifi-Kennern so anhören musste - "Woah, der Verstärker ist ja voll lahm, der hat ja nur 100 Watt!" [Ja, du Honk, kostet aber trotzdem 3000 Mark, und zwar zu Recht]/"Bose ist das einzig wahre, die beste Marke überhaupt!" [Ja, wenn man gar keine Ahnung von Hifi hat, mag das stimmen.]/usw.

    Wohlgemerkt - hier unten.

    Gemeint ist wohl - um die "Verwirrung" aufzulösen - Bayern. In BW wäre es aber nicht anders.

    @TE: Die Lösung ist simpel - Schulrat kontaktieren, Reaktion abwarten. Er wird dir schon sagen, ob du ihn über deinen SL hättest kontaktieren müssen.

    Weil wir in einer absoluten Alkoholgesellschaft leben. Egal, welche noch so kleine "Feierlichkeit" es ist, alles in diesem Land beginnt und endet mit Alkohol.

    Frage in die Runde, bitte ohne nachzuschauen: Ab welchem Alter darf man in D Alkohol trinken?

    Spoiler anzeigen

    14. In Gaststätten in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.

    Warum sehe ich gerade einen "angeditschten" Fiat Punto vor meinem geistigen Auge?

    Falls ich mich täusche und der TE Unrecht tue: Der Besitz einer Fahrerlaubnis ist nicht Teil der Amtspflichten einer Lehrkraft. Sprich mit deiner SL, schildere dein Problem (zur Not hast du eben was mit den Augen) und lass den Stundenplaner das lösen.

    Das mit dem Taxi ist der übliche Lehrerzimmerblödsinn.

    Davon abgesehen wäre es fahrlässig (mein Troll-o-Meter schlägt immer noch an), einen Gebäudewechsel in den Plan zu schreiben, für den nur 15 Minuten Zeit ist. 20 Minuten zu Fuß entspricht 1,5 km, also nicht eben "benachbart".

    Ich kann ja nur für Bayern sprechen... meine Frau ist jetzt Stufe 7, und ein drittes Kind wäre langsam sportlich, aber noch möglich.

    Ja, und eben die Pension. Dafür müsste der ingenieur ca. 1000 Euro im Monat zurücklegen.

    So schaut es aus. Dieses ganze Gerede von engen Röcken und was weiß ich, ich bin ehrlich gesagt befremdet was für einen seltsame Einstellung Manche hier zu Arbeit haben, geradezu calvinistisch. Es gibt auch noch was anderes im Leben und wenn man den Lehrerberuf attraktiv machen möchte ist ein Pochen auf eine Arbeitsmoral wie im 19. Jahrhundert garantiert nicht der Weg nach vorne.

    Ich lese immer "Arbeit". Beamte arbeiten aber nicht. Sie leisten Dienst. Und Geld bekommen sie nicht einmal für ihren geleisteten Dienst, sondern um sich voll ihrem Amt widmen zu können, ohne sich mit dem Erwerb des täglichen Brotes beschäftigen zu müssen.

    Ich wiederhole mich gern: Wer die Segnungen des Beamtentums genießen möchte, muss sich den Nachteilen ebenfalls stellen. Die Bereitschaft, seine ganze Kraft dem Amt zu widmen, ist nicht nur Teil des Deals (wie ich weiter oben schon erwähnt habe), sondern geradezu dessen Essenz.

    Wann immer hier jemand die teils himmelschreienden Unterschiede zwischen der Bezahlung von Angestellten und derjenigen von Beamten anzusprechen wagt, dauert es keine zehn Postings, ehe jemand achselzuckend darauf hinweist, dass das eben dem Alimentationsprinzip geschuldet und damit nicht zu ändern sei. Gut - für all das gibt es am Ende schließlich legitime Gründe. Einer davon ist das Bedürfnis des Staates, verlässlich auf seine Bediensteten zurückgreifen zu können. Ohne lästige Hemmnisse wie ein Recht auf grundlose Teilzeit oder die ständige Gefahr von Streiks.

    Insofern: Ja, es ist völlig legitim, in Zeiten hohen Bedarfs die eigenen Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Dafür gibt es irgendwann auch wieder andere Zeiten. Dann werden wieder viele um ihr sicheres Amt dankbar sein.

    Vor allem: Wenn Beamte krank sind, kriegen sie unendlich lange Geld. Was das bedeutet, kann ein junger, gesunder Hüpfer einfach nicht nachvollziehen.

    Wobei das durchaus zweischneidig ist. Angestellte bekommen ja auch 39 Wochen Krankengeld + -zuschuss im ÖD. Wer länger krank ist, hat auch als Beamter über kurz oder lang ein Problem.

Werbung