Beiträge von chilipaprika

    Manchmal stimmt es einfach mit "die Qual der Wahl".
    Ich durfte sagen "ich möchte möglichst früh sein" und den Stundenplan der Klassen abgeben und das war's. Das Studienseminar hat alle Prüfungen terminiert (immerhin muss in NDS die Seminarleitung überall sein (nicht immer die selbe Person), der/die Fachleiter*in auch, da ist es einfacher, wenn sie den Plan machen), der Termin wurde der Schule mitgeteilt, sie hat den Stundenplan für den Tag umgestellt (also: die zweite Lerngruppe passend umgelegt. Da brauchte ich mir keine Gedanken dazu machen.

    Es ging ja um die Eltern mit Betreuungsproblemen. Die können sehr wohl entscheiden.

    Okay, missverstanden.
    Wer natürlich mit Kindern VZ arbeitet und sich auf freie Nachmittage wegen Betreuungsprobleme beruft, hat noch weniger Verständnis von mir.
    (und ich bin wirklich ein verständnisvoller Mensch, nur nicht mehr, wenn ich ein Muster finde. Oder wenn man mir vorwirft (nicht hier geschehen), dass ich schließlich selbst Kinder haben könnte oder dass es meine Schuld sei, wenn ich als Kinderlose die Randstunden machen muss, usw..

    Ernsthaft?
    Am Montag oder Dienstag sind die Schüler*innen müde, am Freitag kaputt, am Nachmittag nicht mehr dabei?

    Nimm auf keinen Fall einen Termin in der Klausurphase, wo du schon jetzt WEIßt, dass einige fehlen und andere sich zum Lernen zurückziehen werden.
    es ist doch eine ganz klare Entscheidung.

    Dann musst du aber dafür ganz viel vormittags frei haben. Denn wenn du 3x die Woche 7. - 9. Stunde hast, ist ja schon über ein Drittel deines Deputats abgearbeitet.

    Habe ich geschrieben, dass ich 7.-9. habe?
    Ich habe nur 8. oder 8./9.
    Und ja, ich komme mal später oder habe eine Lücke am Vormittag.
    ICH finde mich mit dem Stundenplan sehr gut ab, aber es ist im Prinzip fast nutzlos, weil ich trotzdem 8 halbe Tage da.
    Und ja, klar werde ich dafür bezahlt, aber da ich genauso wenig wie die TZler*innen einen Arbeitsplatz habe, sind zerstückelte Stundenpläne auch doof, was die Unterrichtsvorbereitung angeht.

    Ja, aber die müssen ganztags arbeiten, weil sie ja auch dafür bezahlt werden. Ihre Entscheidung. Könnten ja auch reduzieren.

    und DAS ist der größte Hohn überhaupt. Du bist aus NRW, du wirst mitbekommen haben, dass dies nicht mehr ohne Weiteres geht.
    Ich habe die Erlaubnis NICHT bekommen (interessanterweise jemand anders mit dem selben "Mangelfach", es kotzt mich echt an).

    Bei uns hat kein Vollzeitkollege mehr als 2 Nachmittage.

    Schön für euch.

    Ich habe zum ersten Mal nur 3 Nachmittage (ich zähle ab der 7. Stunde und nicht 6.), ich hatte schon ganz oft 4, sogar mal 5 (der Freitag ist bei uns möglich, wenn auch nur sehr wenige Fächer).
    Ich finde meinen Stundenplan super, nicht falsch verstehen (auch wenn ich anfänglich in einer Woche nur 2 Nachmittage hatte und dann kam der 3. dazu), aber nicht jede Stunde plant mit denselben Bedingungen.
    Wir sind Ganztag, da gibt es nachmittags ganz normal Unterricht, oder Lernzeiten, in denen wir auch sitzen.

    Ohne selbst eine feste Ahnung zu haben (aber nach Beobachtungen von Vorgängen): Klar. Es ist doch logisch, der Bedarf geht vor und es gibt durchaus SL, die Bedarf melden, wo sie keinen (dringenden) haben, auch um jemanden zu haben, der sich initiativ gemeldet hat.
    Wir sehen gerade an den notwendigen Abordnungen, dass einige Kreise immer leer ausgehen, das ist die Aufgabe der Behörde, auch auf Gerechtigkeit zu achten.
    Du musst das Angebot nicht annehmen.

    Oh ich habe schon was dazu geschrieben:

    GELD!!!

    Es geht bei den Arbeitsbedingungen nicht nur um HO oder Urlaub.

    Wenn wir mehr Reservekräfte hätten, wäre ein Urlaubstag kein Problem (die Dänen haben zb. 5 Tage Urlaub pro Schuljahr. Können sie nehmen oder ausgezahlt bekommen. Selbst Berlin hat die Buk/Bug-Tage)

    Wenn viele Aufgaben delegiert/delegierbar wären, würde man am Ende des Tages /der Woche nicht wie ein Zombie laufen:

    - Hofaufsichten

    - Fehltage-Verwaltung, Rücklauf von Elternbriefen, etc

    Ich habe kaum Zeit, auf die Toilette zu gehen und bin an einer weiterführenden Schule. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich drauf wäre, wenn mein Dienstherr mich - wie an der Grundschule - noch einen gratis offenen Anfang und Mittagspause aufbrummen würde.

    - Assistenzen, reale Unterstützung. Ich habe in mehreren Klassen SuS mit Bedarfen, wo meine Arbeitsblätter, Tests und Klassenarbeiten angepasst werden müssen. Nicht die Welt aber ständig ein Zeitfresser.

    Da magst du sicher Recht haben. Nur würde das Konstrukt Stundenplan zusammenbrechen, wenn alle Kolleg*innen für sich beanspruchen würden ihre privaten Probleme flexibel lösen zu können und spontan mal zu fehlen, z.B. weil der Hund Durchfall hat oder die Putzfrau krank ist und man Gäste erwartet und daher spontan die Bude putzen möchte... Mir fällt da leider auch nichts ein, wie das Problem gelöst werden könnte.

    Sicher weiß man so vieles nicht, was einen erwartet, wenn man sich dafür entscheidet Lehrkraft zu werden. Dass man einen Stundenplan bekommt, der nicht spontan verschiebbar ist, sollte einem bei der Berufswahl aber durchaus bewusst sein.

    Ich spreche nicht von: ich nehme frei, sondern von Urlaub oder Verschiebung von Stunden. Und ich weiß, dass es als Lehrkraft nicht und akzeptiere (noch) den Deal. Aber nur, weil es so ist, heißt es nicht, dass man bestimmte Sachen kritisieren darf.
    Ein Krankenhaus bei mir um die Ecke (und es ist 100% nicht das einzige in Deutschland) wirbt dafür (sowohl um Krankenpflege-Personal als auch Ärzte), dass man sich jeden Monat so einträgt, wie es in den Schichten passt, meine Zahnarztpraxis hat gerade jemanden eingestellt, der die Ferien durcharbeitet und sonst nur 1-2 Tage die Woche arbeitet, viele Arbeitgeber*innen werben mit Home Office oder Umwandlung von Überstunden in Freizeit...,
    (Mein Mann betreut viele Techniker auf Montage. Von der Firmenpolitik, dass Überstunden ausbezahlt werden MÜSSEN, sind sie schon längst weg, weil ein Teil der Techniker/Bewerber die Umwandlung in Freizeit bevorzugt und sie sonst keine Leute bekommen (und sie bekommen schon so keine Leute)

    die (Arbeits)Welt ändert sich, die Schule aber nicht (weder im Hinblick auf die Lernbedingungen noch im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen..). Wir dürfen auch träumen, sonst wird sich nie was ändern.

    Total krass, dass die Machtposition der Lehrkräfte (LehrerMANGEL!) dafür genutzt wird, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, statt sie zu verbessern.


    Und man kann natürlich die Argumente von anderen ad absurdum führen, aber ich vergleiche nicht die Kind-Kranktage der Kolleg*innen mit "möchte das Bad putzen".
    WENN ich jemals für meinen Hund "frei" nehmen würde (und "lustigerweise" ist zwischen diesen Beiträgen und jetzt ein Vorfall gewesen, wo ich panikartig die Konferenz verlassen habe und nach Hause fuhr, ich habe nicht mal um Erlaubnis gefragt, sondern bin aufgestanden, habe es erklärt und bin weggerannt - bzw. eine Kollegin hat mich gefahren), dann nicht, weil er Durchfall hat und ich Angst um mein Sofa habe, sondern, weil er dehydriert sterben könnte. Und da ist mir die Lohnkürzung auch egal.
    Ich unterstelle keinen Kolleg*innen (naja, den meisten nicht), dass sie bei leichtem Durchfall des 12jährigen zuhause bleiben, sondern dass es sich um einen Fall handelt, wo das Kind nicht alleine bleiben kann und echt krank ist. Und wenn sie wegen Putzen auf Lohn verzichten, soll es mir auch egal sein.

    man kann sich nicht alles aussuchen im Leben. Mal darf man sich nicht mit den Ingenieuren vergleichen, mal nicht mit den Kassierern im Supermarkt, mal nicht Menschen im Büro.

    Eins kann ich nach 10 Tagen Schule: Das, was meine Schüler*innen in den letzten Jahren nicht gelernt haben (und es ist eine Menge), wird nicht dadurch schlechter, dass ich einen Tag fehlen würde.

    Ich erinnere mich richtig, dass es zahlreiche Studien dazu gibt, dass gerade im Alter von 14 - 16 Jahren die Vorstellung fürs Teilchenmodell in der Chemie einen enormen Sprung macht. Bis dahin tut sich eine grosse Mehrheit ausgesprochen schwer damit, die Sache mit dem Massenerhalt zu fressen, weil im Kopf einfach kein korrektes Teilchenkonzept vorhanden ist. Auch dass Gase aus irgendwas bestehen, will ein guter Teil der 15-jährigen immer noch nicht recht glauben. Wartet man also ein Jahr, und fängt erst mit den 16-/17-jährigen mit den Teilchen an, hat man tatsächlich was gewonnen.

    Ich finde es total spannend und interessant.
    Das Fach heißt in Frankreich "Physik/Chemie" und wird vom selben Lehrer unterrichtet (oder gar direkt vom Mathe-Lehrer), Ähnlich wie bei "Geschichte/Erdkunde", wo Erdkunde oft das Stiefkind der zwei Fächer ist (es ist einfacher, als Historiker den Erdkunde-Examensteil zu bestehen als umgekehrt), hatte ich immer das Gefühl, Chemie ist da lieblos,..

    Aber womöglich hängt es (AUCH) damit zusammen, dass es einfach viel zu früh war. Ich gehöre zum Jahrgang, der in 7. angefangen hat (der Jahrgang vor mir in der 6.) und außer an "Na+ + Cl- -> NaCl" (und alle anderen Varianten) kann ich mich an NICHTS erinnern.
    Auch die Mollen (Menge in der Chemie? in Physik?) in der Oberstufe kann ich nicht mehr zuordnen und dann haben wir eh nur "NaWi für Literaturfrauen" gemacht und abgebrochen.
    Strom und Optik fand ich jetzt nicht "yeah, wie toll", aber ich konnte viel eher was damit anfangen (und hätte auch Physik weiter gewählt) und die ganzen abstrakten Sachen der Chemie waren mir zu unverständlich.

    Es tut gut zu lesen, dass ich vielleicht nicht besonders doof war, sondern für das Fach nicht schnell genug entwickelt.
    (und ich finde diese Fächerverbünde bis zum Abitur hinein noch ein Unding. Beim deutschen Abitur hätte ich Physik und Mathe gewählt, Bio und Chemie abgewählt... so musste ich alles weglassen...)

    Bitte keine Rechtsberatung (auch nicht per PN) anbieten, wenn du nicht dazu befugt bist (und dann bitte auf deine anwältliche / Rechtsberatungshomepage verweisen und gleichzeitig das Forum mangels Berechtigung verlassen.)

    Aber zur Frage zurück: die Loire habe ich selbst nie gemacht, ist aber glaube ich ausgerechnet für Radfahrer wirklich ein sehr sehr cooler Weg.
    Ob man dann die / alle Schlösser mitnimmt, keine Ahnung, aber soll sehr schön sein, hatte ich diesen Sommer von mehreren Freund*innen in meinem Facebook-Feed.
    Wir sind eher die Sesshaften und entweder Meer oder "Gebirge"-Fans.

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