Beiträge von Sarek

    Warum denn, wenn ich fragen darf? Was ist da der Mehrwert? Die SuS kennen doch ihre Noten bzw,. können bei Bedarf auch nochmal jederzeit nachfragen. Ich sehe wenig Sinn darin noch mehr Papierkram zu generieren. Und selbst wenn - das heißt noch lange nicht, dass sie dann auch den Eltern die Noten mitteilen. Der Notenstandsbericht wird bei uns von den Eltern unterschrieben.

    (Als Schüler habe ich die meisten Noten meinen Eltern auch nicht erzählt und sie haben auch nie danach gefragt. Sie bekamen die Zeugnisse zu sehen und die waren soweit unspektakulär und das hat gepasst. Meine Eltern hatten keine Ahnung oder Vorstellung, wie viele Schulaufgaben in welchem Fach geschrieben wurden oder wie die Noten zustande gekommen waren.)

    Ich erlebe häufig, dass Schüler eben nicht nachfragen. Selbst nach einer Abfrage kommen Schüler häufig nicht, um nach der Note zu fragen.

    Was mich heute Abend gefreut hat: Nach der Kaltfront gab es am Abend einen klaren Himmel und ich baute auf dem Balkon das Teleskop auf. Anhand der Sternenkarte tastete ich mich Stern für Stern vorand, bis ich im Sternbild Löwe auf zwei Galaxien stieß, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Zwei kleine, verwaschene Fleckchen inmitten der Sterne. Man musste wissen, worauf man achtet, sonst hätte man sie gar nicht wahrgenommen.

    Das Licht, das von diesen Galaxien kam, war etwa 30 Millionen Jahre lang unterwegs, bevor es in mein Auge fiel. Kein Foto, kein Fernsehbild, sondern Licht direkt von diesen Galaxien in mein Auge. Finde ich sehr beeindruckend. 😊 🔭

    Finde ich alles überhaupt nicht wild. Auf die Idee einen Galgen zu errichten, die Blaublütigen zu enthaupten oder die Flotte gegen England klarzumachen, kamen meine Schüler bislang nicht. Der historische Kontext und die gegenwärtige Absicht spielen da die maßgebende Rolle. Ich bin in Geschichte schon öfter mal erstaunt, dass Schüler bisher gar nicht gewusst haben, dass die Kreuzigung eine Hinrichtungsmethode war. Vermutlich weil sie es bis dato nur in pädagogisch wertvollen und biologisch abbaubaren Schulstunden behandelt haben, wenn überhaupt. Beschönigung bzw. Zensur von Liedern etc. dient doch mehr den Befindlichkeiten der Erwachsenen.

    Ich erinnere mich daran, als ich in der 7. Klasse mal meine Relilehrerin fragte, ob wir als Katholiken heute einen kleinen Galgen an der Wand anbeten würden, wenn Jesus damals erhängt und nicht gekreuzigt worden wäre. Eine wirkliche Antwort bekam ich nie, nur "über ungelegte Eier wollen wir jetzt nicht nachdenken".

    Ich hatte damals auch einen 30%-igen Risikoaufschlag wegen einer länger zurückliegenden Therapie. Nach ein paar Jahren reichte ich ein Schreiben von dem damaligen behandelnden Arzt ein, dass die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist und man nicht von Spätfolgen ausgeht. Der Risikozuschlag wurde von der PKV sofort gestrichen. Das nur als Beweis, dass man einen Risikozuschlag auch wieder loswerden kann.

    Update: Heute kam von meiner Krankenkasse die Antwort, dass sie den Risikozuschlag bei mir ab sofort streichen. Ich freue mich riesig darüber, bin aber auch etwas perplex, weil ich nur meine Anfrage geschickt hatte, aber keine Atteste durch Ärzte etc. Vielleicht haben sie die Rechnungen der letzten 10 Jahre durchgeschaut und gesehen, dass ich wegen der Krankheit nicht mehr in Behandlung war und auch keine Medikamente mehr genommen habe. Ich hätte nie gedacht, dass es so einfach laufen würde.
    Noch einmal vielen Dank für den Hinweis. :rose:

    Sarek

    @kleiner gruener frosch
    Auch von mir herzliches Beileid. Ich hänge auch sehr an meinen beiden Katzen, die langsam ins Seniorenalter kommen. Derzeit sind sie beide fit und gesund, aber mir ist bewusst, dass die Zeit des Abschieds irgendwann kommen wird und davor habe ich große Angst. Auch, irgendwann die Entscheidung zum Einschläfern oder nicht treffen zu müssen.

    Wir haben mittlerweile einen Edeka in meiner Nähe, der auch Selbstscankassen anbietet. Ich nutze die ganz gerne, weil ich dort schneller zum Zuge komme und beim Scannen auch gleich prüfen kann, ob er Preis korrekt ist. (Tatsächlich erlebe ich immer wieder mal in allen Supermärkten, dass der ausgezeichnete Preis nicht mit dem an der Kasse übereinstimmt. Meistens ist der Preis an der Kasse höher, was ich dann auch reklamiere.) Ich las mal, dass die Selbst-Scan-Kassen auch das Personal entlasten würde, das dann mehr Zeit für andere Aufgaben hat. Die Kassen mit den zwei STationen beim Aldi habe ich noch nicht erlebt, stelle mir diese aber sehr stressig für das Personal vor. Der Moment des Bezahlens ist für das Personal ein kleiner Moment der Pause, wo sie abwarten, bis der Kunde bezahlt hat. Wenn sie in dieser Wartezeit schon an der anderen Station die nächsten Waren scannen müssen, stehen sie doch unter Dauerstrom und haben gar keine Chance, mal für ein paar Sekunden runterzukommen und durchzuatmen.

    Mittlerweile erledige ich Reservierungen und Terminbuchungen auch lieber online als telefonisch, weil ich dann auch eine schriftliche Bestätigung per Mail habe und weiß, dass die Daten korrekt übermittelt worden sind. Außerdem keine Wartezeit in der Telefonschleife (vor allem bei Ärzten) und ich kann mir in Ruhe die Terminauswahl anschauen und den für mich genehmsten Termin wählen. Gerade in unserem Beruf, wo ich jeden Tag zu einer anderen Zeit kann oder nicht kann, finde ich das sehr angenehm.

    Und zu guter letzte die Mensa: Bei uns stehen die Lehrer auch in der Warteschlange an, ein Vordrängeln habe ich nicht erlebt und ich kann es mir auch nicht vorstellen. Die Schüler haben in der Pause auch nicht mehr Zeit zur Verfügung als wir Lehrkräfte. Im Gegensatz zu den Schülern habe ich an den meisten Tagen eine Freistunde zwischendurch, wo in der Mensa nichts los ist und ich mich dort mit den Kollegen auf einen Kaffee treffe. In dieser Zeit kaufe ich mir etwas und kann daher dem Trubel in den Pausen entgehen. Unsere Mensa wird oft als Highlight der Schule betrachtet. Nettes Personal und ein schönes Angebot an Teilchen, Brötchen, Milchreis, Salaten etc. Sie ist zu einem inoffiziellen Kommunikationszentrum geworden.

    Ich hatte genau zu der Zeit die Natur und Technik-Stunde in meiner 5. Klasse und da war es klar, dass wir hinausgingen. Ich hatte Schutzbrillen und den (aus dem Bausatz gebauten) Sonnenprojektor dabei und sogar der stellvertretende Schulleiter hatte ein Fernglas mit Schutzfilter aufgebaut. Wann kann man denn ein Naturereignis so direkt präsentieren, wenn man Naturwissenschaften unterrichtet? Die besondere Stimmung draußen im Halbschatten kann keine Präsentation einfangen und ich wäre auch mit jeder anderen Klasse in einer anderen Stunde hinausgegangen.

    Sarek

    Ja, mit örtlicher Betäubung des jeweiligen Auges. Man bekommt eine kurze Betäubung mit Propofol, damit man die Spritze in Auge nicht mitbekommt. Ist man wieder wach und etwas ruhig gestellt, beginnt die OP "im Dämmerschlaf".

    Ich hatte damals auch einen 30%-igen Risikoaufschlag wegen einer länger zurückliegenden Therapie. Nach ein paar Jahren reichte ich ein Schreiben von dem damaligen behandelnden Arzt ein, dass die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist und man nicht von Spätfolgen ausgeht. Der Risikozuschlag wurde von der PKV sofort gestrichen. Das nur als Beweis, dass man einen Risikozuschlag auch wieder loswerden kann.

    Danke für diese Information. Wegen einer Krankheit hatte ich von Anfang an einen Risikozuschlag, bin aber seit Jahren beschwerdefrei. Aufgrund deiner Erfahrung habe ich jetzt meine Krankenversicherung kontaktiert mit der Bitte, den Risikozuschlag zu prüfen und ggf. zu reduzieren. Von selbst wäre ich nie auf die Idee gekommen, dies zu tun. Mal sehen, was herauskommt.

    Vielen Dank für eure Antworten.

    So ganz kann ich mich mit der Brille noch nicht anfreunden. Hier kam auch der Tipp Kontaktlinsen auf. Wie geht das denn praktisch? Haben die wie eine Gleitsichtbrille einen scharfen Bereich? Oder sieht man komplett „normal“? Google habe ich diesbezüglich nicht so ganz verstanden….

    Ich habe noch gefunden, dass man sich wohl auch eine künstliche Linse einsetzen lassen kann. Interessante Sache, aber ich glaube, ich verfolge erst mal den Ansatz mit Brille oder Kontaktlinse.

    Künstliche Linsen habe ich seit 1 1/2 Jahren in den Augen. Ich bin stark kurzsichtig und nach 25 Jahren habe ich die Kontaktlinsen nicht mehr so gut vertragen wie früher. Fürs Lasern der Hornhaut bin ich zu alt und zu stark kurzsichtig, und daher waren die künstlichen Linsen nach Beratung durch den Augenarzt eine Option für mich. Der Gedanke war auch, dass ich - je nachdem, wie alt ich werde - irgendwann sicher auch den grauen Star bekommen werde und dann ein Linsenaustausch fällig sein wird. Wenn ich es jetzt mache, habe ich länger etwas davon.

    Ich habe multifocale Linsen einsetzen lassen, sehe damit also in der Nähe und in der Ferne gut. Lesebrille ist damit kein Thema trotz meines Alters. Die Gewöhnung ging ganz rasch. Ein Teil des einfallenden Lichts ist auf Nähe scharf gestellt, der andere Teil auf Ferne und das Gehirn sucht sich quasi den Teil heraus, auf den es gerade konzentriert ist. Klappt bei gutem Licht hervorragend, bei schwachem Licht wird es in der Nähe unscharf, aber dann schalte ich halt eine Lampe ein.

    Die OP dauerte pro Auge 10 Minuten und die Augen wurden mit einer Woche Abstand operiert. Für mich war es die richtige Entscheidung und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

    Ich freue mich sehr, dass ich diese Woche an einem klaren Abend nach langer Zeit wieder einmal den Merkur in der Abenddämmerung sehen konnte und etwas später auch einen Kometen, der momentan mit Ferngläsern sichtbar ist. Ein kleiner, grünlich leuchtender, verwaschener Lichtfleck, aber er war eindeutig zu sehen. :aufgepasst:

    Ich sehe auch die genannten Kategorien in diesem Ranking für recht harmlos und den Unterricht bis zur letzten Sekunde, das ist doch das, was eigentlich unsere Aufgabe ist. Das sollte dich keinesfalls davon abhalten, wieder einen Leistungskurs zu übernehmen.
    Kleine Anekdote: Bei den Rankings stehe ich regelmäßig unter "schwierigste Klausuren" unter den Top 3. Der Witz: Wir erstellen in unseren zwei oder drei Parallelkursen die Schulaufgaben in der Regel gemeinsam, sie sind also identisch und werden gleichzeitig geschrieben. Die anderen beiden Lehrkräfte tauchen aber in diesem Ranking nicht auf. Das nehme ich mit Humor und erwähne das sogar in meinem jetzigen Kurs und wir lachen gemeinsam drüber.
    Andere Anekdote: Bei einem Schüler stand einmal, er hätte das Unmögliche geschafft, nämlich bei Sarek in einer Klausur erfolgreich zu spicken. Daraufhin habe ich tatsächlich alle meine Notenbücher dieser Zeit durchsucht, um sicher zu gehen. Und tatsächlich, ich hatte diesen Schüler nie unterrichtet. :_o_D Aber es war doch schön zu lesen, dass ich diesen Ruf unter den Schülern habe.

    Alter Lehrer-DIY-Hack:

    Falls man keine Folie für den Tageslichtprojektor zur Verfügung hat, kann man sich wie folgt behelfen:
    - Man erstellt eine spiegelverkehrte Fotokopie auf einem möglichst glatten Papier. Geeignet dafür ist z.B. eine Seite aus einem Katalog (Quelle o.ä.) oder aus dem dem Spiegel.

    - Diese Kopie legt man nun mit dem Gesicht nach unten auf den Tageslichtprojektor.

    - Danach erhitzt man die Kopie vorsichtig mit einem Bügeleisen. Dadurch löst sich der Toner vom Papier und brennt sich auf der Tageslichtprojektorscheibe fest.
    - Nach dem Abziehen des Papieres kann der Unterricht beginnen, die Scheibe hat die Folie ersetzt und man erzielt eine perfekte Projektion.

    Für die nächste Projektion entfernt man den Toner mit Waschbenzin. Dabei sollte der Projektor jedoch ausgeschaltet sein, da durch die eventuell auftretende Verpuffung auf die Scheibe ein senkrecht nach oben weisender Kraftvektor wirken könnte.

    Ich stelle mir gerade vor, wie die Lehrkraft vor der Klasse steht und den Tageslichtprojektor bügelt. :thumbup:

    Da bin ich froh, dass meine Schüler schon 15 Jahre und älter sind. Da sind die Schüler eigenständig in der Lage, mit den Eltern zu kommunizieren.

    Bis wann muss man denn in Bayern die Eltern über so etwas schriftlich informieren? Bis die Kinder mit 20 Jahren Abitur machen? Bis 18?

    Ab einem bestimmten Alter sollte man solche Dinge mit den Schülern regeln und nicht mit den Eltern. Die Schüler sollen ja Schritt für Schritt erwachsen werden. Und in heutiger Zeit sollte die Info der Schüler an die Elzern kein Problem sein oder bei Nichtgelingen im Familienrat beim Abendessen besprochen werden.

    Solange die Eltern erziehungsberechtigt sind, also bis zur Volljährigkeit des Schülers, müssen sie informiert werden.

    Ich werde mich auch nicht darauf verlassen, dass der Schüler dies von sich aus den Eltern mitteilt. Manchen ist es peinlich, andere wollen sich möglichen Ärger mit den Eltern ersparen.

    Schokozwerg, mir geht es seit Jahren, ach, seit Jahrzehnten auch so. Den Beruf als Lehrer übe ich sehr gerne aus, aber wenn ich von der Schule nach Hause komme, bin ich froh, dass ich schlicht und einfach meine Ruhe habe und keine andere Person sehen muss. Die Katzen maunzen, aber sie reden nicht. Ich brauche das Alleinsein, um meine Akkus aufzuladen. Unter der Woche abends wegzugehen, ist fast unvorstellbar für mich. Auch am Wochenende ist es selten, dass ich etwas unternehme, das länger als ein paar Stunden andauert. Ich kann mir nicht vorstellen, während der Schulzeit übers Wochenende wezgufahren und die ganze Zeit mit anderen Menschen zusammenzusein.

    Entsprechend war die Zeit im Corona-Lockdown für mich kaum ein Unterschied. Trotz Distanzunterricht gab es in der Schule immer wieder etwas zu tun, dass ich alle paar Tage dort war, also kam ich raus. Zum Einkaufen sowieso. Und ansonsten war es zuhause wie sonst auch. Ich war daheim und habe die Zeit für mich genossen.

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