Politische Unsachlichkeit einiger Schüler

    • dir ist klar, was du damit für ein forum schaffst - eines, das rechtsaußen stimmungsmache von trollen toleriert, aber berechtigte hinweise auf die liga, aus der sie stammen - namen von forenbekannten rechten trolls -, nicht haben möchte? diskurs ist kein selbstläufer, man kann ihn beeinflussen. das sollte man beim auftauchen von rechter meinungsmache gerade im netz (rechte meinungsmache lebt von bots, trolls, kommentarspalten, foren und co) meiner meinung nach *unbedingt* tun. und zwar deutlich, nicht mit samthandschuhen. #ichbinhier

      wir hatten hier eine solche auseinandersetzung um rechte umtriebe im forum schon mal. da sind einige gegangen.
    • Danke, Jotto!

      Hier scheinen einige noch gewaltig an den Folgen der 68er-Indoktrination zu leiden..

      Wo betreibe ich bitte Stimmungsmache von "rechts-außen"? Ist die Antifa nicht linksradikal? Ist es nicht gegen das Grundgesetz, gegen andere Meinungen zu hetzen, teilweise mit Gewaltandrohung?

      Unsere Schule hat ein Problem mit diesen Schülern, ich habe hier um Rat gebeten und es kommen fast nur völlig sinnlose, kindische und äußerst fragwürdige Beleidigungen. Was ist das für eine Diskussionskultur? Alles, was links ist, ist toll, und Kritik an Flüchtlingspolitik etc. ist rechtsradikal? Ihr seid bald schlimmer als meine Problemschüler.
      "Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm - Er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken." Alfred Tetzlaff
    • Morse schrieb:

      Homo Oeconomicus schrieb:

      Ich kann ja mal ein kleines Unterrichtsprotokoll wiedergeben:
      Schüler A: "Naja, man muss bedenken, dass Flüchtlinge ja oft nicht so gut ausgebildet sind, wie zu Beginn behauptet wurde - Da ist ein wirtschaftlicher Nutzen anzweifelbar."

      Schüler B(oben genannter Clientel zugehörig): "Jaja, klar, hast du das von Frauke Petry? Oder der NPD? Deine Nazischei*e kannst du da ausleben."

      Das und Ähnliches passiert häufiger. Ich mahne dann natürlich zur Sachlichkeit und versuche, mit Statistiken und Zeitungsartikeln neutral Fakten einzubringen - Aber die "problematischen" Schüler mauern total! Und mir wird dann auch indirekt vorgeworfen, "rechts" zu sein (aka "Sie AFD-Wähler").
      Konfrontiere diese "sehr linke" Schüler doch mal mit einer ebenso linken Kritik an der Flüchtlingspolitik, sowas gibt's ja auch. (Z.B. Zuständigkeitserklärung der BRD für Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten als Bekenntnis zur globalen Führungsmacht/Imperialismus, Ausbeutung von Arbeitern in Not etc.) Aus dem Streit darum, ob Flüchtlinge ein "wirtschaftlicher Nutzen" sind, kann man ja z.B. ja auch erstmal die Erkenntnis ziehen, dass dies überhaupt ein Kriterium für deren Beurteilung ist - egal wie man persönlich dazu steht. Daraus können sich ganz neue Impulse ergeben zum Nationalstaat an sich oder gar Erklärungen, weshalb sich die BRD für die NSU-Morde schämt, deren Täter ihre Taten nicht erklären müssen, weil jedem Staatsbürger diese Scheidung in Staatsbürger und Ausländer geläufig ist usw. usw. usw. Man könnte die Unterschiedlichen Grundhaltungen der Schüler herausarbeiten, die zu ihren unterschiedlichen Bewertungen führen. Aber wie?
      Mir scheint es so (zwischen den Zeilen) als ob es in dem Unterricht darum geht wer recht hat. Was sind denn die Leitfragen und Lernziele? Evt. kann das die passende Stellschraube sein.

      "Sollte die BRD Flüchtlinge aufnehmen?" bringt das schon volle Fass evt. zum überlaufen, weil Du ja nicht provozieren musst, wie es bei uninteressierten Schülern wäre.
      Da könnte z.B. "Welche Argumente nennen die Befürworter und Gegner der Flüchtlingspolitik jeweils?" besser passen, weil es mit dem "nennen" eher auf die sachliche Ebene anspielt und die Frage nach der Bewertung ausklammert. Lernziel wäre hier quasi "nur" das Kennen der Argumente - nicht sehr anspruchsvoll - aber vielleicht sinnvoll, wenn die Beurteilung und die Bewertung schon vorher feststeht. Nur mal als Beispiel...
      Danke für deine ausführliche Antwort, da sind ein paar tolle Anregungen dabei, die ich sicherlich in meinen Unterricht einfließen lassen werde! :)
      "Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm - Er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken." Alfred Tetzlaff
    • Oh, Oeconomicus, du verstehst uns falsch. Inhaltlich sind wir alle, denke ich, Kecks Meinung.
      Hier ging es nur darum, wie Vermutungen von Doppelaccounts zu melden sind. Nämlich intern, weil der andere Weg den Forenregeln widerspricht.

      Man kann und soll dir sonst gerne widersprechen. Nur halt ohne die Namensnennung der "anderen" User, die aus der gleichen Richtung kamen.

      Homo Oeconomicus schrieb:

      Danke, Jotto!

      Hier scheinen einige noch gewaltig an den Folgen der 68er-Indoktrination zu leiden..

      Wo betreibe ich bitte Stimmungsmache von "rechts-außen"? Ist die Antifa nicht linksradikal? Ist es nicht gegen das Grundgesetz, gegen andere Meinungen zu hetzen, teilweise mit Gewaltandrohung?

      Unsere Schule hat ein Problem mit diesen Schülern, ich habe hier um Rat gebeten und es kommen fast nur völlig sinnlose, kindische und äußerst fragwürdige Beleidigungen. Was ist das für eine Diskussionskultur? Alles, was links ist, ist toll, und Kritik an Flüchtlingspolitik etc. ist rechtsradikal? Ihr seid bald schlimmer als meine Problemschüler.
      "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, daß jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." (T. Pratchett)
    • jotto-mit-schaf schrieb:

      Oh, Oeconomicus, du verstehst uns falsch. Inhaltlich sind wir alle, denke ich, Kecks Meinung.
      Hier ging es nur darum, wie Vermutungen von Doppelaccounts zu melden sind. Nämlich intern, weil der andere Weg den Forenregeln widerspricht.

      Man kann und soll dir sonst gerne widersprechen. Nur halt ohne die Namensnennung der "anderen" User, die aus der gleichen Richtung kamen

      Homo Oeconomicus schrieb:



      Gerne. Dann verbitte ich mir aber trotzdem diese respektlosen Anschuldigungen und Beleidigungen!
      "Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm - Er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken." Alfred Tetzlaff
    • Homo Oeconomicus schrieb:

      Dann verbitte ich mir aber trotzdem diese respektlosen Anschuldigungen und Beleidigungen!

      Respekt muss man sich verdienen, deine faschistoide Wutbürgereinstellung bewirkt das Gegenteil ... und jetzt bin ich raus aus dieser Diskussion und habe ein neues Mitglied auf der Ignoreliste
    • Homo Oeconomicus schrieb:

      Morse schrieb:

      Homo Oeconomicus schrieb:

      Ich kann ja mal ein kleines Unterrichtsprotokoll wiedergeben:
      Schüler A: "Naja, man muss bedenken, dass Flüchtlinge ja oft nicht so gut ausgebildet sind, wie zu Beginn behauptet wurde - Da ist ein wirtschaftlicher Nutzen anzweifelbar."

      Schüler B(oben genannter Clientel zugehörig): "Jaja, klar, hast du das von Frauke Petry? Oder der NPD? Deine Nazischei*e kannst du da ausleben."

      Das und Ähnliches passiert häufiger. Ich mahne dann natürlich zur Sachlichkeit und versuche, mit Statistiken und Zeitungsartikeln neutral Fakten einzubringen - Aber die "problematischen" Schüler mauern total! Und mir wird dann auch indirekt vorgeworfen, "rechts" zu sein (aka "Sie AFD-Wähler").
      Konfrontiere diese "sehr linke" Schüler doch mal mit einer ebenso linken Kritik an der Flüchtlingspolitik, sowas gibt's ja auch. (Z.B. Zuständigkeitserklärung der BRD für Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten als Bekenntnis zur globalen Führungsmacht/Imperialismus, Ausbeutung von Arbeitern in Not etc.) Aus dem Streit darum, ob Flüchtlinge ein "wirtschaftlicher Nutzen" sind, kann man ja z.B. ja auch erstmal die Erkenntnis ziehen, dass dies überhaupt ein Kriterium für deren Beurteilung ist - egal wie man persönlich dazu steht. Daraus können sich ganz neue Impulse ergeben zum Nationalstaat an sich oder gar Erklärungen, weshalb sich die BRD für die NSU-Morde schämt, deren Täter ihre Taten nicht erklären müssen, weil jedem Staatsbürger diese Scheidung in Staatsbürger und Ausländer geläufig ist usw. usw. usw. Man könnte die Unterschiedlichen Grundhaltungen der Schüler herausarbeiten, die zu ihren unterschiedlichen Bewertungen führen. Aber wie?Mir scheint es so (zwischen den Zeilen) als ob es in dem Unterricht darum geht wer recht hat. Was sind denn die Leitfragen und Lernziele? Evt. kann das die passende Stellschraube sein.

      "Sollte die BRD Flüchtlinge aufnehmen?" bringt das schon volle Fass evt. zum überlaufen, weil Du ja nicht provozieren musst, wie es bei uninteressierten Schülern wäre.
      Da könnte z.B. "Welche Argumente nennen die Befürworter und Gegner der Flüchtlingspolitik jeweils?" besser passen, weil es mit dem "nennen" eher auf die sachliche Ebene anspielt und die Frage nach der Bewertung ausklammert. Lernziel wäre hier quasi "nur" das Kennen der Argumente - nicht sehr anspruchsvoll - aber vielleicht sinnvoll, wenn die Beurteilung und die Bewertung schon vorher feststeht. Nur mal als Beispiel...
      Danke für deine ausführliche Antwort, da sind ein paar tolle Anregungen dabei, die ich sicherlich in meinen Unterricht einfließen lassen werde! :)
      Welche Fächer unterrichtest du denn bloß, wenn die Grundsatzarbeit andere für dich übernehmen müssen? "Was ist ein Lernziel?" "Wie führe ich eine Diskussion?" "Wie geht man mit radikaler Meinungsäußerung im Allgemeinen um?" Alles neu?

      Oder machst du gerade dein erstes Praktikum? Dann nimm gefälligst einen passenden Ton ggü. erfahrenen KollegInnen hier an, die deine MentorInnen sein könnten.
    • In dieser extremen Form habe ich in all den Jahren in der Schule noch keinen Schüler erlebt. Dass viele Schüler tendenziell links sind, ist wie auch schon andere angeführt haben, völlig normal. Das ist die Abgrenzung zu der älteren Generation (Eltern, Lehrer etc.). Da kann man nicht (noch) konservativer sein und ggf. mit der AfD sympathisieren.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • Bolzbold schrieb:

      In dieser extremen Form habe ich in all den Jahren in der Schule noch keinen Schüler erlebt. Dass viele Schüler tendenziell links sind, ist wie auch schon andere angeführt haben, völlig normal. Das ist die Abgrenzung zu der älteren Generation (Eltern, Lehrer etc.). Da kann man nicht (noch) konservativer sein und ggf. mit der AfD sympathisieren.
      Ist das so? Mittlerweile sind viele Jugendliche realistischer und pragmatischer geworden - Da ist oft kein Platz für linke Träumereien. Im Gegenteil: Die AfD wird relativ häufig auch von unter 25-Jährigen gewählt. Hier ein interessanter Artikel: huffingtonpost.de/2016/12/26/jugend-afd_n_13836186.html
    • Ich kann bestätigen, dass der Ton rauer wurde und sich Schüler in den Klassen manchmal als links rechts beschimpfen. Es ist aber noch Diskussionsfähigkeit vorhanden und die Schulleitung ist erfreulicherweise neutral und handelt bei rechts/links Auffälligkeiten ähnlich. Untragbar fände ich in einem Kollegium Äußerungen wie von Trantor. Jemand, der andere als rechtes Pack bezeichnet, hat jede Diskussionskultur verlassen.
    • Wer über den wirtschaftlichen Nutzen eines (hilfebedürftigen) Menschen schwadroniert, gehört doch zum rechten Pack?

      Im Kollegium würde man das freilich netter formulieren. Hier geht es aber nicht um kollegialen Austausch.
    • Ich halte eben genau solche Formulierungen für eine der Ursachen, warum die Diskussionskultur so verroht. Für mich ist zunächst niemand Pack, weder links, noch rechts. Ich will Argumente und dann eine Diskussion, keine Schlagwörter und Diskussionstöter. Nichts anderes wird praktiziert, wenn der TE als rechtes Pack bezeichnet wird. Ich wüsste bei homo oeconomicus auch nicht warum. Die von ihm geschilderte Diskussion ist schon nah an der Realität. Ich kenne das von links und rechts, selten zwar, aber manchmal sehr vehement.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von anjaby ()