Note 5 oder 6 in der Grundschule

  • Ich berücksichtige die Anstrenung, in jedem Fach. Das geht halt in Sport besser bzw hat mehr Einfluss als in Mathe. Ein Schüler, der sich eigentlich nicht gut bewegen kann, hatte in Sport von mir eine 2 bekommen, nun von der Kollegin sogar eine 1. Er baut immer mit auf/ab, hält sich immer an die Rgeln, ist teamfähig, mault nie herum, macht immer mit, strengt sich immer an...Ich finde die 1 berechtigt.
    Eine Schülerin, die eigentlich sportlich ist, bekam eine 6. Die hat IMMER ihr Sportzeug "vergessen". Und auch die Ersatzleistung (Protokoll schreiben) nicht erledigt.
    Notenspektrum voll ausgeschöpft :)


    Und mir fällt beim Überlegen gerade auf: ich hatte auch in Mathe noch nie Schüler, die sich wirklich angestrengt haben und trotzdem eine 5 auf dem Zeugnis bekamen. Schriftlich glatt 5 trotz Anstrengung hatte ich schon. Aber insgesamt hat es da eben für die 4 gereicht.

  • Um genau zu sein arbeite ich stark individualisiert in Mathematik. Bei mir ist kein Kind völlig unmotiviert im Matheunterricht. Tatsächlich habe ich vor ein paar Jahren an einer integrativen Grundschule völlig ohne Noten unterrichtet und man solls nicht glauben, das ging auch. ;)


    Sagen wir es mal so. Ich möchte, dass die Kinder Spaß an Bewegung und Sport haben. Das sollte das Hauptziel des Sportunterrichtes in der Grundschule sein. Gerade bei den heute so bewegungsfaulen Kindern. Ob es da zielführend ist, wenn ich dem dicken Max ständig 5en rein haue ist die Frage.


    Zumindest in Niedersachsen besteht die Hälfte der Sportnote aus Faktoren wie Einsatz, Motivation und Regelverhalten. Und wer das drauf hat, kriegt eben keine 5 oder 6.


    In Mathe sind die Lehrpläne da nunmal anders. Auch wenn ich auch hier z.T. individuelle Faktoren mit in die Notengebung einbeziehe.

  • Ich gebe auch alle Noten, sicher kommen die 2, 3 und 4 häufiger vor als die 1, 5 und 6, aber gegeben werden sie alle.
    Für Klassenarbeiten haben wir schulintern einen Punktenotenschlüssel felstgelegt, den ich auch bei anderen bewerteten "Dingen" anwende, auf die es Punkte zu sammeln gibt. Wenn Kinder dann die entsprechende Punktzahl erreichen, bekommen sie die passende Note. Da ändere ich natürlich nichts an der Arbeit, dem Plakat, dem Portfolio oder was auch immer sonst gerade bewertet wird.

  • Hallo,


    ich habe in meiner Grundschulzeit auch 5 und 6 verteilt. Aber eher selten. Du hast sechs Noten zur Verfügung und diese musst du auch verwenden. Schließlich ist Leistungsrückmeldung dein Job. Ich halte übrigens von pädagogischen 5en oder der gaaaanz knappen 4- nicht viel.


    Das liegt an meiner Tätigkeit in der Realschule. Dort haben wir oft Schüler, die es aus uns unergründlicher Weise auf die Realschule geschafft haben. Diese sacken dann oft so dermaßen ab, dass eine Überweisung nach der Erprobungsstufe notwendig wird.

  • Danke. :) Bei uns gibt es wie gesagt keine 6en und alles unter 50% ist eine 5. Eine Sechs gibt es nur, wenn nichts geschrieben wurde. Das wurde mal beschlossen, warum weiß ich leider nicht.

  • Danke. :) Bei uns gibt es wie gesagt keine 6en und alles unter 50% ist eine 5. Eine Sechs gibt es nur, wenn nichts geschrieben wurde. Das wurde mal beschlossen, warum weiß ich leider nicht.

    Vermutlich aus statistischen Gründen.
    Solange ich benoten muss, nehme ich die Maßstäbe, die mir mein Dienstherr an die Hand gibt.

  • Da es in Hamburg eh kein Wiederholen mehr gibt, hat es vielleicht auch damit zu tun, dass es irrelevant ist, ob jemand eine 5 oder 6 hat. Ab schlechter als 4 hat man Anspruch auf Förderunterricht (Fördern statt Wiederholen).

  • Da es in Hamburg eh kein Wiederholen mehr gibt, hat es vielleicht auch damit zu tun, dass es irrelevant ist, ob jemand eine 5 oder 6 hat. Ab schlechter als 4 hat man Anspruch auf Förderunterricht (Fördern statt Wiederholen).

    Das ist auf jeden Fall eine ökonomische Sichtweise. :)
    In NRW soll man bei nicht ausreichenden Leistungen Förderempfehlungen und Fördergespräche führen und am Ende sollen trotzdem die Schüler mitgenommen werden, wenn es geht. Was passiert denn, wenn trotz Förderung ein Schüler immer noch nicht ausreichend ist?

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