Arbeitszeit über den Unterricht hinaus

  • Hallo,


    bei uns im Kollegium gibt es derzeit einen Meinungsaustausch darüber, was Lehrern so über den Unterricht hinaus zuzumuten ist.


    Mir fehlt derzeit der Blick über den Tellerrand um einordnen zu können, ob es uns eher gut oder weniger gut geht. Deshalb würde mich sehr interessieren, wie es an euren Grundschulen aussieht.


    Würdet ihr mir also verraten, was ihr so in einem durchschnittlichen Monat an Nachmittagsterminen habt? Würde mir sehr helfen - danke!

  • Will das noch mal präzisieren. Bei uns ist derzeit eigentlich jeder Montag mit einem dienstlicher Verpflichtung belegt: z.B. Dienstbesprechung, Fachkonferenz oder so ...


    Hinzu kommen bei einem Teil der Lehrkräfte Schulvorstand und ein Arbeitskreis Schulentwicklung. Ist das normal oder habt ihr regelmäßig Wochen ganz ohne zusätzliche Termine ?!

  • Bei uns gibt es eigentlich nur ganz selten mal ne Woche ohne Termine. Konferenz, Stufenkonferenz, Fortbildung, Teambesprechung, Fallkonferenz, Fachkonferenz, Fachleiterkonferenz, Arbeitsgruppen...meist sind wir froh, wenn es nur einen termin in der Woche gibt.

  • Wir treffen uns auch einmal pro Woche fest am sog. Konferenztag (jeden Dienstag von 14-16 Uhr für Fachdienstbesprechungen und Dienstbesprechungen. Gesamtkonferenzen finden auch immer dienstags statt, allerdings erst um 17 Uhr (bis ca. 19 Uhr). Hinzu kommen für einige Kollegen die Schulvorstandssitzungen und für alle natürlich Elternsprechtage etc. Wir sind also grundsätzlich einen Nachmittag pro Woche in der Schule, was ich als sehr angenehm empfinde, da vieles dort abgearbeitet wird, was alle Kollegen betrifft. Auch hat man endlich mal Zeit für ein Gespräch und, vor allem, für eine gemeinsame Mahlzeit. Ein Kollege kocht immer und alle, die bis zur Konferenz in der Schule warten, essen mit. Lecker! ;)

  • ich habe NIE eine Woche ohne zusätzlcihe Termine, eher zwei in der Woche als nur einen....


    Gesamtkonferenz
    Fachkonferenz
    Festkomiteesitzung
    Steuergruppe
    Elternabend
    Termin wegen einzelner Kinder bei Beratungsstellen
    Besuch auf der Schulelternbeiratssitzung
    Vertreter in der Shculkonferenz
    .....

    • Offizieller Beitrag

    Bei uns an der Schule gibt es recht wenige Termine nachmittags. Kolleginnen der Klassen 3 bis 6 schaffen es teilweise recht schnell nach Hause. Kommt auf die Kollegin an.


    Wir in der Schulanfangsphase sind oft die Letzten. Für mich heißt das etwa:
    - Wochenplanung mit der Teamkollegin einmal wöchentlich
    - Teamsitzung mit allen Lehrerinnen der Anfangsklassen 2mal im Monat
    - einmal im Monat Dienstberatung
    - pro Schuljahr 3 bis 4 Gesamtkonferenzen und 6 Fachkonferenztermine, Zensuren-, Versetzungs- und Bewertungskonferenzen für die "Fach-Klassen" (ab 3. Klasse), die ich auch noch habe
    - 7 Elternversammlungen im Jahr
    - diverse Kita-Termine
    - 5 bis 6 offizielle Elternsprechtage
    - zusätzliche Elternsprechstunden bei Bedarf
    - Klassenkonferenzen, Schulhilfekonferenzen etc. bei Bedarf


    In manchen Wochen ist es viel, in anderen gleicht es sich aus.
    Im November habe ich z.B. 3 Termine für Elternsprechtage, 1 Gesamtkonferenz, 2 große Teamsitzungen, 4 Nachmittage mit Teamkollegin, 4 nachmittägliche Fortbildungsveranstaltungen, 1 Samstag für Fortbildung. (Die Fortbildung ist normalerweise besser verteilt, das ergab sich so.)
    Dann habe ich in der Schule die Wochenpläne der Kinder zu kontrollieren und die neuen Aufgaben zu kopieren. Elternbriefe, Übersichten, Förderpläne schreibe ich zu Hause am PC, Arbeitsblätter, die ich dann meiner Teamkollegin zeige, suche ich dort auch raus. Stunden für Kl. 3 oder 4 plane ich selber, Musik in meiner eigenen Klasse auch und z.T. Kunst, da machen meine Teamkollegin und ich manchmal andere Dinge.


    Insgesamt bedeutet dieser Planungsnachmittag aber eine Erleichterung, früher habe ich länger zu Hause daran gesessen und die gemeinsame Arbeitung ist bereichernd.


    Für jeden von uns gibt es dann noch 1 bis 3 Zusatzaufgaben:
    - Kontaktlehrerin LRS / Dyskalkulie
    - Kontaktlehrerin zum Sozialarbeiter
    - Kontaktlehrerin Mediatorenausbildung
    - Brandschutzbeauftragte
    - Sicherheitsbeauftragte
    - Fachkonferenzleitung
    - Arbeitsgruppe Schulprogramm
    - Evaluationsberaterin
    - Mitglied in Gremien (Schulkonferenz, Gesamtelternvertretung, Vertrauenslehrer, Lehrerrat)

  • Bei uns sieht das derzeit so aus:


    Drei Kollegen haben feste Nachmittagstermine in der OGS und betreuen dort die Hausaufgaben einmal in der Woche für zwei Stunden.


    Ca. alle drei bis vier Wochen haben wir Dienstag Nachmittag Konferenz. Meist in der Zeit von 13.30 Uhr bis 15.00 bzw. auch schon einmal 16.00 Uhr.


    Die anderen anstehenden Termine, die auf den Nachmittag fallen, werden auf das gesamte Kollegium verteilt.
    Fachkonferenzen und Tagungen bzw. Fortbildungen für einzelne Zielgruppen.
    Da schauen wir, dass möglichst jeder mal einen Termin wahrnehmen muss.


    Ansonsten haben nur wir als Schulleitung noch weitere zahllose Nachmittags- und Abendtermine.


    Viele Grüße
    Susanne

  • Bei uns gibt es auch jeden Dienstag eine Dienstbesprechung. Dazu kommen dann die Gesamtkonferenzen, Fachkonferenzen, Teambesprechungen, Elternsprechtage, Elternabende, Steuergruppensitzungen, schulinterne Fortbildungen, ...


    Ich habe mir fest vorgenommen demnächst mal für einige Wochen aufzuschreiben, wie viele Stunden ich bei meiner Dreiviertel-Stelle tatsächlich für die Schule arbeite. Vielleicht empfinde ich es ja nur als viel zu viel.... Wer weiß? ;)


    LG


    Papaver

  • Wir haben Dienstags Präsentzeit müssen also bis 14.30 Uhr im Team bleiben. Fachkonferenzen (wenn welche anstehen) sind dann danach bis 16.30 Uhr.


    Ansonsten haben wir öfter noch Lehrerkonferenzen, Schilfs und andere schöne Sachen.


    Insgesamt kommen wir so auf 2 Termine durchschnittlich. Hatte aber auch schon an 4 Tagen etwas. Das ist schon sehr anstrengend.


    Zu Hause bin ich selten vor 3. Es gibt immer viel zu tun nach dem Unterricht.


    LG Anja

  • Hm, also wir haben jetzt das zweite Wochenende im November eine Veranstaltung. Bei der einen war ich für ca. 3,5 Stunden beschäftigt, dieses Mal musste aber am Freitag mit aufbauen (2 Stunden) und es ist erwünscht, dass wir als Kollegium heute da sind (bin ich aber nicht wie ihr seht!).
    Dann kommen Fachkonferenzen dazu, ich putze meine Klasse und führe selbstverständlich je nach Bedarf Elterngespräche.
    In dieser Woche war der Martinszug, zu dem ich dann noch ab halb fünf bis 8 Uhr abends unterwegs war. Konferenzen zählen nicht, oder? Die haben wir alle zwei Wochen. Diese Woche hatten wir sogar zwei.
    Dann kommen im Dez. zwei Weihnachtsfeiern hinzu (eine mit der Klasse, eine mit der ganzen Schule). Im Oktober gab es einen Infoabend für die neuen Erstklässler und auch noch einen anderen Abend, zu dem alle Lehrer kommen mussten. Dann mussten die Lehrer im September (glaub ich) an einer Veranstaltung der Stadt teilnehmen, die über drei TAge am Nachmittag ging.
    Hmmm.... ich finde, wir haben schon echt ne Menge zu tun.

    • Offizieller Beitrag

    Vielleicht sollten sich einfach mal mehr Kolleginnen gegen die übermäßige Mehrarbeit wehren? So lange man alles mitmacht und nur im stillen Kämmerlein murrt, wird sich nix ändern.
    Außerdem muss man auch auf sich selbst aufpassen. Wieso zwei Weihnachtsfeiern? Wenn doch die ganze Schule feiert, reicht das doch, oder?
    Wir haben auch in einem Jahr eine große Schulweihnachtsfeier mit Musical und allem drum und dran und im anderen Jahr macht jeder in seiner Klasse eine kleine Feier.


    Mich nervt es auch, dass von Grundschullehrern offensichtlich erwartet wird, dass sie hoch erfreut freiwillige Bastelnachmitage organisieren, auf Seniorentreffen singen, beim Martinszug Laterne laufen, Wochenendverantaltungen besuchen und was weiß ich noch alles. X(
    Man kann diese Dinge m.E. nicht gleichsetzen mit Elterngesprächen, Konferenzen, etc., die ich als durchaus zum Job gehörend und notwendig erachte. Doch wo wird hier die Grenze gezogen? Diese ganzen anderen "Verpflichtungen" rauben viel Kraft für den eigentlichen Job.

  • Hallo,


    also soviele Nachmittagstermine habe ich nicht, klar gibt es bei uns auch Konferenzen, Elternabende, Schulforum, Klassenforum, Elternsprechtag, Fortbildungen, die am Nachmittag sind. Ich bin meist bis 3 aber dennoch mit Vorbereitungen in der Schule beschäftigt. Andere Kolleginnen auch, da führen wir dann auch Gespräche. Aber jede Woche einen Fixtermin gibt es nicht.


    Liebe Grüße


    MM

  • Tut euch doch mal wirklich selbst den Gefallen und führt über ein paar repräsentative Wochen - d.h. zu Spitzenzeiten in Phasen der Notengebung, Zensurenkonferenzen und Elternsprechtagen und zu normalen Arbeitsphasen im Halbjahr - ein Arbeitszeitprotokoll, in das ihr euer Tagespensum in der Schule und zu Hause eintragt.


    Nur wenn ihr Zahlen in der Hand habt, habt ihr auch Argumentsmaterial gegenüber Schulleitern und Eltern und für die Gespräche mit den Gewerkschaften.


    Eine Gewerkschaftsmitgliedschaft ist übrigens eine wichtige Sache und das hat überhaupt nichts mit Schlüsselversicherungen zu tun!


    Nele

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