Nicht ganz ehrlich gewesen, was sollte ich machen?

  • Hallo, ich habe ja geschriben, dass ich seit Dez. das erste Mal eine Vertretungsstelle in 5ten Klassen habe. Am allerersten Tag ist mir etwas dummes passiert. Ich kam in die Klasse und wurde mit Fragen von den SuS zu mir bombadiert, u.a. auch nach dem Alter. Da ich erst 21 bin und in dieser Situation gedacht habe, die SuS würden mich nicht ganz Ernst nehmen, wenn ich das sage, habe ich gesagt, ich sei 25. Ich weiß, dass war nicht sehr geschickt und auch nicht vorbildhaft, aber ich hab nicht lange drüber nachgedacht und mit solchen Fragen nicht gerechnet. Auf jeden Fall hab ich das dann erst mal so stehen gelassen, weil keiner mehr gefragt hat. Jetzt haben mir Schülerinnen ein Poesiealbum gegeben und mich gebeten, es auszufüllen. Ich habe erst mal nur meinen Geburtstag ohne Jahr reingeschrieben. Ich bin mir sicher, dass sie sich noch darann erinnern können, was ich gesagt habe, aber auch zimlich sicher, dass sie mich fragen, wieso ich das Jahr nicht reingeschriben habe. Soll ich das jetzt lieber versuchen zu übergehen in dem ich sage, sie sollen nicht so neugierig sein oder soll ich erzählen, dass ich nicht ganz ehrlich war bzw. einfach mein Geburtsjahr da zu schreiben? Worauf reagieren die SuS besser? Es hat sich nach Startschwirigkeiten mit dieser Klasse (eine sehr laute, aber auch neugierige) gerade eingerenkt und das wäre schade, wenn sich das jetzt wieder ändert.
    Vielleicht kann mir ja jem. einen Rat geben.

    • Offizieller Beitrag

    Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort :lach::lach:


    zu dem Schüleralbum:
    viele Erwachsene schreiben bei solchen Gelegenheiten nur den Geburtstag, nicht das -Jahr rein.
    Find ich persönlich zwar genauso albern wie dein Gemogele, aber was solls. Gibt Schlimmeres


    Damit wärst du also nicht allein ;)

  • Ich würde das echte Geburtsjahr hinschreiben und abwarten, ob sie es überhaupt merken.
    Wenn dich ein Schüler anspricht, ob du nun 25 seist oder 90 geboren, kannst du immer noch sagen, dass 90 stimmt und du eben ncoh nicht 25 bist.
    Ich würde schätzen, dass Fünftklässler dem nciht allzu viel beimessen.


    Überleg dir generell, wie du mit persönlichen Fragen der SuS umgehen willst. Ich bin da immer offen und beantworte sie ihnen, habe auch Kolleginnen, die dies ga rnicht tun. AUf usneren SWtand vor einer Klasse hat das keine Auswirkungen. WIchtig eben,d ass du dahinterstehst, wie du es machst und nicht z.B. dein ALter verrätst, weil drei FOrenmitglieder sagen, sie würeden es tun...
    Kinder kommen auch damit klar, wenn sie die Antwort "Das geht dich nichts an. Ich bin nur dein Lehrer und nicht dein Freund." bekommen.

  • Also ich schreibe in die Freundschaftsbücher nie mein Geburtsjahr hinein und ich bezweifle auch, dass das den Schülern wichtig ist. Zumindest bei meinen Kleinen in der Grundschule. Klar fragen die auch nach dem Alter, aber die sind eher positiv überrascht, wenn man jünger ist, als sie erwarten (wobei die Kleinen das ja noch nicht so richtig einschätzen können, die vergleichen dann meist mit ihren Eltern und beurteilen danach, ob man "jung" oder "alt" ist).
    Ich würde mir da weniger Gedanken drum machen. Ich würde erst einmal abwarten und wenn du längerfristig ein gutes Verhältnis zu der Klasse hattest, kannst du es ihnen ja immer noch sagen (z.B. wenn du Geburtstag hast) und womöglich sind sie dann auch eher positiv überrascht. Lass das Geburtsjahr weg und wenn sie danach fragen sollten, verpacke es in eine Mathaufgabe (oder eine Frage a la "in dem Jahr ist das und das passiert"), dann haben sie sogar noch etwas zu tun, wenn sie es unbedingt herausfinden wollen. ;)

  • Du könntest schreiben


    19.Januar - jedes Jahr wieder


    oder


    19. Januar, irgendwann im vorigen Jahrtausend ...


    oder dein Geburtsjahr, das echte, und wenn sie wirklich nachfragen, weil sie nachgerechnet haben, guckst du sie groß an: Was? 25 habe ich gesagt? Da habe ich wohl geflunkert.


    Ansonsten kann man Fragen auch einfach unbeantwortet lassen. Die Schüler testen ja gern, wie weit sie gehen können, sie müssen aber auch lernen, dass manche Fragen einfach indiskret sind.


    Ich glaube übrigens nicht, dass es für die Schüler einen Unterschied macht, ob sie dich für 21 oder für 25 halten. Das Alter von Erwachsenen können Kinder kaum schätzen. Die beschreiben einem einen Lehrer, der Mitter 40 ist, so, dass man sich einen Tattergreis darunter vorstellt.


    "Wie alt ist denn Herr X?" - "Och, schon älter, bestimmt schon 30..." ^^

  • Der Mann im Strom lässt grüßen.


    Fürs nächste Mal, überlegen Sie sich bitte, ob Sie überhaupt auf solche Fragen antworten. Ich bin nicht bereit, mehr von meiner Privatsphäre abzugeben, al unbedingt nötig. Insbesondere nicht bei einer unbekannten Klasse. Meine Schüler dürfen alles fragen, sie bekommen nur nicht immer eine Antwort.


    L. A

  • das ist doch echt kinderkacke. für die ist in dem alter eh egal, ob du 25, 30 oder 45 ist. ist alles steinalt. und ansonsten würd ich ihnen einfach die wahrheit sagen, dass du gedacht hast, sie seien geschockt, wenn sie dein alter erfahren und dich etwas älter gemacht hast. sus schätzen offenheit eher als drumherumgerede. aber mal ne ganz andere frage - wieso hast du mit 21 ne vertretungsstelle? hast du dein studium schon abgeschlossen?

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

  • Ich denk auch nich, dass die Kinner sich da dran erinnern können. Alles andre vergessen die ja auch :D
    würds reinschreiben und Nachfargen abwarten.
    Sollten die kommen gäbs noch die Möglichkeit sich selbst dumm zu stellen "Was hab ich gesagt? Nee, des hat ja keinen Sinn. Bisde dir da sicher? Naja, das is aber Blödsinn - keine Ahnung wieso ich das gesagt hab..."


    Pädagogisch wohl nur bedingt vorbildhaft :D aber auch da räumst du ja u.U. deinen "Fehler" ein. Ob's wirklich vorbildlicher wäre zu sagen, dass man bewusst gelogen hat ist auch fraglich.


    Ich denke für welchen Weg auch immer du dich entscheidest - es wird in der Beziehung zur Klasse nix ändern.

  • Ich schließe mich DerPaule an.
    Je weniger Gedöns um so eine Angelegenheit, umso besser.
    Richtiges Datum reinschreiben... bei Verwunderung ganz erstaunt reagieren... Was? Das soll ich gesagt haben? Kann mich nicht erinnern. Ist auch egal, jedenfalls stimmt es so, wie es in dem Freundschaftsbuch da steht.
    Und damit ist die Sache gegessen.


    jetzt ein Fass aufmachen so nach dem Motto... ich muss euch mal etwas sagen,. ich habe euch angelogen... und zwar aus folgendem Grund... laberlaber... das gibt der ganzen Sache mehr Gewicht als notwendig.

    Das Leben ist unberechenbar. Iss das Dessert zuerst!

  • @ Sonnenkönigen: Nein, ich studiere im 3. Semester und mache die Vertretungsstelle als Nebenjob. Die Schule hat einen sehr großen Erdkundelehrermangel im Moment, da viele Kolegen krank oder in Elternzeit sind. Außerdem habe ich schon ein Praktikum an der Schule gemacht und über 50% des Geographie-Bachelors abgeschlossen.
    Natürlich fände ich es auch besser, wenn es genug Stellen für ausgebildete Lehrer gäbe, aber es ist so auch ein gute Chance für mich fürs Refrendariat zu üben und neben der Uni-Theorie auch etwas Praktisches in der Richtung zu machen. Die Einstellungschancen steigen dadurch auch und es ist ja wohl besser, als wenn der Unterricht ausfallen würde.

  • Ich glaube, du machst dir ganz unnötig Sorgen. Du schreibst das Datum, so wie es dir passt, als mit oder ohne Jahr und falls die Schüler nachfragen, hast du dich halt versprochen oder ein wenig geflunkert. Das werden dir die Schüler ganz bestimmt nicht übel nehmen...

  • So, ich habe mein Geburtsjahr hingeschrieben und die einzige Frage war, ob ich wirklch Marius heiße. Naja, da habe ich mir wohl etwas viel gedanken gemacht. Trotzdem danke für die Hinweise.

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