Geographie, Philosopie & Geschichte

  • Hallo zusammen,


    Ich bräuchte mal etwas Hilfe von Leuten, die sich etwas besser mit der Marterie auskennen. Undzwar geht es um die Fächer Geographie, Philosophie und Geschichte.
    Ich werde vermutlich einen Kombination aus zwei der drei genannten Fächern studieren, weswegen ich mich Frage wie die Chancen in NRW stehen diesbezüglich. Welche Kombination ist am vielversprechendsten was die Chancen auf dem Arbeitsmarkt angeht ? Und ist eine Kombination zweier dieser Fächer überhaupt sinvoll, wenn man nach dem Studium Land sehen will ?


    Ich habe mich bereits über die Uni Köln informiert und mir deren Prognosen angeschaut, jedoch weiß ich nicht so ganz, wie ernst ich das alles nehmen muss. Laut deren Prognosen stehen die beruflichen Chancen eher schlecht mit den von mir präferierten Fächern durchzustarten. Dadurch, dass G9 wieder kommen soll, habe ich aber das Gefühl, dass diese Prognosen nicht ganz zuverlässig und aktuell sein könnten. Was sagt ihr dazu ?


    Gruß Fil

  • Warnung: Die Berufsperspektiven mit diesen Fächern sind ganz, ganz schlecht!


    Als Mitglied der Schulleitung habe ich Zugriff auf Bewerbungen bzw. Einsicht in den Bewerbungsprozess - Du glaubst nicht, wie viele Referendare mit sehr guten Staatsexamina (<1,5) auf der Straße oder in schlechten Zeitvertägen landen.


    Lass eine Kombination dieser Fächer sein! Nimm eines von denen und kombiniere es mit Mathe, Physik, ggf. noch mit Informatik, Latein, Kunst oder Chemie.


    Google desweiteren Mal nach "Lehramt Bedarfsprognose NRW".



    Viele Grüße!

  • Latein hat auch keine guten Aussichten mehr. Da ist der Markt weiland mit Quereinsteigern gesättigt worden.
    Informatik und Kunst wird gleich vom Markt gefischt. Musik auch. (Zumindest an der Gesamtschule.)
    Allerdings ist das der Ist-Zustand ...

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Ich sage an der Stelle immer: Wähle Fächer, die als schwer gelten oder für die man Talent braucht! Beide Aspekte schrecken angehende Lehramtsstudenten ab und sorgen dafür, dass in diesen Fächern eigentlich immer Bedarf besteht. In Geschichte kann man sich, auch wenn man nicht der große Historiker ist, zur Not irgendwie reinarbeiten - das ist bei Fächern wie Chemie deutlich schwieriger. Solche Fächer liegen einem - oder eben nicht.


    Wie auch Lord Voldemord empfehle ich eine Kombination aus Lieblingsfach (im Idealfall ein Mangelfach) und Mangelfach.

  • Und das Problem mit Geschichte und Geographie wäre, dass diese an der Gesmatschule und am beruflichen Gymnasium meist als ein Fach unterrichtet werden (Gesellschaftslehre).

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/170613/kwemc2w6.jpg]


    Nimm diese Prognosen sehr ernst, die sind bis auf gelegentliche Abweichungen sehr realitätsnah. Alles andere wurde bereits ausgesprochen - die Einstellungschancen sind mit deiner Wunschkombination miserabel und es ist der direkte und einfachste Wege in die Arbeitslosigkeit nach dem Studium.

  • Danke für Eure Antworten, sowas ähnliches habe ich bereits erwartet. Die Grafik unten kenne ich bereits, sie war der Grund weswegen ich hier nach Euren Einschätzungen gefragt habe. Hätte ich die Wahl, würde ich mich für die von Euch genannten Fächer entscheiden. Naturwissenschaften und Mathe liegen mir leider absolut nicht und für Englisch an Gymnasien ist mein Abitur nicht gut genug. Habe auch keine Zeit mehr zu verlieren, kann also keine Wartesemester mehr sammeln. Werde jetzt wohl Erdkunde und Geschichte studieren, ein bisschen Risiko hat man ohnehin überall, wenn man nicht gerade ein Übrflieger war von den Noten her.


    Ein bisschen Hoffnung macht mir auch die bevorstehende Wiedereinführung von G9 und dass durch den Rat von bestimmten Fächern abzusehen, bestimmte Fächer vielleicht gar nicht mehr so häufig studiert werden.

  • Danke für Eure Antworten, sowas ähnliches habe ich bereits erwartet. Die Grafik unten kenne ich bereits, sie war der Grund weswegen ich hier nach Euren Einschätzungen gefragt habe. Hätte ich die Wahl, würde ich mich für die von Euch genannten Fächer entscheiden. Naturwissenschaften und Mathe liegen mir leider absolut nicht und für Englisch an Gymnasien ist mein Abitur nicht gut genug. Habe auch keine Zeit mehr zu verlieren, kann also keine Wartesemester mehr sammeln. Werde jetzt wohl Erdkunde und Geschichte studieren, ein bisschen Risiko hat man ohnehin überall, wenn man nicht gerade ein Übrflieger war von den Noten her.


    Ein bisschen Hoffnung macht mir auch die bevorstehende Wiedereinführung von G9 und dass durch den Rat von bestimmten Fächern abzusehen, bestimmte Fächer vielleicht gar nicht mehr so häufig studiert werden.

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber genau mit dieser Einstellung "Ach, ein bisschen Risiko ist immer dabei." / "XY gibt mir Hoffnung, dass sich ja etwas ändern könnte." sitzen nun tausende Absolventen auf der Straße und wünschen es sich die Zeit zurückdrehen zu können, aber müssen sich nun fachfremd in der Lohnsklaverei umsehen. Mehr als dich vor diesem beruflichen Kopfschuss zu warnen können wir hier auch nicht, die Verantwortung wirst du dafür selbst übernehmen müssen, Bedarfsprognosen und Zeitungsartikel darüber sind schließlich haufenweise vorhanden (im Folgenden zwar Bayern, aber im Bereich Gymnasium/Gesamtschule 1:1 auf NRW übertragbar): https://www.merkur.de/bayern/j…10-abschluss-3337435.html


    Ich kann dir zum Abschluss nur folgende Alternativen mit weitaus besseren Berufsaussichten vorschlagen:


    • Möchtest du die Sek II unterrichten? Dann studiere das Lehramt für berufsbildende Schulen, hier kannst du entweder eine berufliche Fachrichtung (Sozialpädagogik und Gesundheit/Pflege enthalten kaum Mathematik) mit einem allgemeinbildenden Fach kombinieren oder zwei allgemeinbildende Fächer miteinander (bspw. Deutsch und Politik).


    • Möchtest du die Sek I unterrichten? Dann wähle das Lehramt für HRGe, die Einstellungsperspektiven sind in NRW derzeit nicht schlecht.


    • Sonderpädagogik scheint für dich flachzufallen. Falls ich mich damit irre, sind durch die Inklusion viele neue Studienplätze in Wuppertal, Paderborn usw. in letzter Zeit geschaffen worden und damit auch der NC niedriger als zuvor (vorher ging SonderPäd nur in Dortmund und Köln und daher war der NC hoch, einfach mal nach "Lehramt Sonderpädagogik NRW" googeln). Hier wählst du beim Erstfach zwischen Deutsch und Mathe und hast beim Zweitfach eine breitere Auswahl, auch an geisteswissenschaftlichen Fächern.

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